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Erin
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Brandenburg


Lebe deine Träume

Beiträge: 318

User ist offline
  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:02.05.21 19:46 IP: gespeichert Moderator melden


Ja schön das Zwischenspiel .freue mich auch wie es weiter geht.
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K2
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la vita è bella - life is beautiful - la vie est belle - das Leben ist schön

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User ist offline
  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:02.05.21 22:58 IP: gespeichert Moderator melden


DANKE - 10.000 Lesungen geschafft in 9 Tagen!
Hat mich sehr gefreut!
Ihr alle seid eine Klasse Leserschaft und Eure Rückmeldungen nehme ich dankbar an. Eure K2


@Kittelschürze
es ist mir eine Freude, wenn die Geschichte im "Zusammenhang mit der Fortsetzung nur noch spannender" vorkommt.
Bleib neugierig!

@Klett-max
Deine Ausführungen über die Haltbarkeit von Latexkleidung über 25 Jahre haben mich amüsiert. Später wird klar, dass auch was dazugekauft wurde.
Habe auch mal nachgeschaut, ob Ralph am Ende jeder Woche "Wow! Was für ein Tag!" sagt. Dem ist nicht so, er wird manchmal euphorischer und manchmal ernüchtert.
Bleib neugierig!

@Erin
Du magst offensichtlich das Zwischenspiel, sonst hättest Du es ja nicht gelobt. Ja das ist in der Tat riskant, Zwischenspiele und nicht cronologische Abfolgen können schon mal das Publikum überfordern. Ich spiele damit, siehe das Vorwort, ob das gut ist, wird sich zeigen.
Bleib neugierig!
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K2
Einsteiger



la vita è bella - life is beautiful - la vie est belle - das Leben ist schön

Beiträge: 31

User ist offline
  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:09.05.21 18:29 IP: gespeichert Moderator melden


Es gibt mal wieder eine kleine Fortsetzung - hoffentlich gefällt es.




Kapitel #4 *** Spiel mit Pause

Nach einer weiteren erfolglosen Woche bezüglich der Wohnungssuche begann der Montag mit folgender Konversation zwischen Gerda und Ralph:
„Ich habe mir was Besonderes überlegt. Wir ergänzen dein Putzoutfit um eine große Kleinigkeit und deine Aufgaben um eine kleine Mühe, etwas was ich seit längerem nicht mehr selber machen mag!“
„Große Kleinigkeit und kleine Mühe?“, Ralphs Stimmlage machte deutlich, er glaubte ihr kein Wort. „Mach es nicht so spannend, das mit dem zweimal klein glaubt dir kein Mensch. Also Vorsicht, sonst sage ich wieder Tantchen zu dir!“
Sie runzelte die Stirn, sagte aber nichts zu dem von ihr so ungeliebten Wort Tantchen und scheuchte Ralph ins Bad. Dort wartete - wie auch in den letzten Wochen - die Latexkleidung auf ihn - fein säuberlich aufgereiht und in tadellosem Zustand. Nachdem er alle Teile angezogen hatte, schloss Gerda wie immer den Rückenreißverschluss des Kleides. Wie erwartet, stellte sich auch diesen Montag bei beiden Vorfreude ein, ihr Katz- und Mausspiel fortzusetzen.

„Heute addieren wir ein Korsett gegen deinen Schwabbelbauch!“
„Ich habe doch gar keinen Schwabbelbauch! Alles Muskeln, Sehnen und Waschbrett!“
Gerda rollte mit den Augen. „Naja, ein Modellathlet sieht anders aus. Aber besonders dick bist du zum Glück nicht, nur nicht gut in Form für 90 – 60 – 90!“
„Du machst Witze, oder 90-60-90 ich glaube du spinnst.“
„Erwischt! Du weißt also schon was die drei Zahlen bedeuten. Habe ich da einen Kenner des weiblichen Idealbildes entdeckt?“ Sie zwinkerte ihm zu. „Und das mit 19 Jahren? Oh je.“
Ralph wurde ein wenig rot, aber lächelte keck zurück. Dann ließ er sich mehr oder weniger bereitwillig das schwarze, etwa 30 Zentimeter hohe Korsett um den Rücken legen und schloss es vorn mit Gerdas Hilfe. Sah etwas unbeholfen aus. Die Gummihandschuhe kamen nicht gut zurecht mit den kleinen Verschlüssen. Das Korsett sah sehr edel aus: Schwarzes, poliertes, recht dickes Latex, schwer in der Hand liegend, mit 14 perfekt eingearbeiteten Korsettstäben. An den Hüften leicht ausgestellt, unter der Brust mit zwei Halbkreissegmenten und einer kleinen Spitze in der Mitte. Die Kanten waren in einem wunderschönen weißen Latex gehalten und mit angedeuteten schwarzen Spitzenmustern abgesetzt. Die Schnürung war in weiß aus dicken Fäden, die wie Schnürsenkel von stabilen Wanderschuhen aussahen. Das Ganze passte farblich perfekt zum dunklen Kleid mit dessen weiten Rock und Besatz am Saum und am Hals.

„Was ist?“, fragte Tante Gerda. „Jetzt schon zu viel?“
„Nein, nein! Geht schon“, erwiderte Ralph. „Ich bin mir nur nicht sicher, ob du das richtig machst!“
„Was bitte schön, kann man beim Anlegen eines Korsetts falsch machen?“
„Lasst uns im Internet nachschauen!“ Ralph holte sein Smartphone und tippte die Frage: „Korsett richtig anlegen“ in die Suchmaschine ein, und wurde sofort fündig.
Sie lasen gemeinsam:

Wichtig ist, dass der Untergrund leicht rutschig ist und keine Falten entstehen können. Vermeiden Sie unebene Untergründe, Schnallen, Bündchen oder Bügel von BH- Körbchen. Legen Sie das Korsett sofort so eng wie möglich an, indem sie die Rückenschnürung vorspannen und beim Schließen der Vorderhäkchen tief Luft einziehen. Auch sollte ein enges Korsett nicht direkten auf der Haut getragen werden. Nur wenn es wenig formgebend oder sehr locker getragen wird, ist dies ratsam.

„Siehst du? Da steht, nicht fest anziehen“, sagte Ralph trotzig.
„Lese ich ein wenig anders“, wies Gerda schroff zurück. „Hier steht, Vorbereitung ist alles, dann alles gut. Ein rutschiger Untergrund muss sein und alles drunter weg, was stören könnte. So habe ich das verstanden.“
„Hmm…warum willst du mir denn das Korsett unbedingt antun, du bist ja ganz wild drauf?“
Gerda schaute ihm direkt in die Augen und machte unmissverständlich klar: „Denk doch mal nach! Ich mache das, damit du den Drang verspürst voller Elan nach einer Wohnung zu suchen und bald verschwindest. Wenn die Verschärfungen zu gering ausfallen, kommen wir nicht weiter, und unser Abkommen wird ad absurdum geführt!“
„Du gibst dich wohl nicht mit kleinen Schritten zufrieden“, erwiderte Ralph leicht zornig. „Ich wohne jetzt erst 6 Wochen mit je 4 Nächten bei dir und du verwandelst mich mehr und mehr in eine Latex-Witzfigur!“
Gerda ließ nicht locker: „Stimmt. Jetzt beginnt schon die siebte Woche, das nervt. Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich dich nach drei vier Strafstufen vertreiben kann. Jetzt verunsicherst du mich mehr und mehr und ich befürchte fast schon, dir gefallen die Kleidungsstücke.“, sie wirkte nicht unfreundlich aber bestimmt. „Nun stell dich nicht so an. Unser Spiel macht zumindest mir Spaß, entlastet mich und es weiß ja keiner was davon!“
„Tante Gerda, ich weiß beim besten Willen nicht, wohin das führen soll, wenn du mich nach und nach immer mehr für dich schuften lässt und jede Stufe ein wenig bizarrer einkleidest!“
„Ja genau, das ist der Gaudi. Wir haben einen Pakt und ich werde dafür sorgen, dass es dir Stufe für Stufe unangenehmer wird, und mir natürlich angenehmer!“ Sie lächelte verschmitzt und zwinkert ihm zu. „Das Korsett wird dir in der nächsten Woche vorkommen wie ein Witz. Ich habe schon weitere Ideen die dir nicht gefallen werden!“
„Irgendwie machst du mir Angst. Woher hast du nur diese schmutzige, teuflische Phantasie?“
Gerda zuckte die Schulter: „Bestimmt aus dem Fernseher, die Schwedenkrimis sind ein guter Ratgeber.“
Ralph zuckte erschrocken zusammen.
„Ein paar Phantasien sind sicher schon von ganz früher, aber die Einzelheiten erzähl ich dir später mal. Aber erst, wenn du volljährig bist. Lass uns jetzt endlich weitermachen!“
Sie wollte jetzt eine Entscheidung: „Wie jetzt? Die siebte Woche beginnt heute mit Korsett, oder du suchst das Weite und dir eine andere Bleibe.“
„Schon gut, Tante Gerda, machen wir weiter. Ich denke, ich werde diese Woche schon was finden, und dann bleibt das Korsett die letzte Stufe deines teuflischen Plans! Leg los.“

„Okay, ich hole etwas Silikonöl, damit das Korsett auf dem Gummikleid besser rutscht und flutscht. Ziehe es nochmal aus. Du kannst auch mal deine Boxershorts weglassen. Der obere Bund der Hose ist zu dick, der Gummizug gibt bestimmt ein Problem untendrunter und auch unangenehme Abdrücke!“
„Auch das noch?“, er sah ihr böses Stirnrunzeln, „…ok, ok mach ich.“
Er zog die Unterhose unter dem weitgeschnittenen Kleid hervor und legte sie beiseite. In der Tat, die Taille des Kleides lag jetzt besser am Körper an und es waren keine Abdrücke von den Shorts mehr sichtbar. Aber jetzt glitt das Gummikleid direkt mit seiner Oberfläche über das Geschlecht und den Hintern, das könnte Folgen haben.

Tante Gerda kam zurück und hatte eine kleine Flasche Silikonöl in der Hand. Mit viel Gequietsche zog sie sich Gummihandschuh über und wollte loslegen.
„Sag mal Tante Gerda hast du dich gerade umgezogen?“, wollte Ralph erstaunt wissen. Er hatte entdeckt, dass sie jetzt eine Latexleggins trug.
„Nö, die Hose hatte ich vorher schon unter der Jeans an. Gefällt dir wohl, gelle? Ich dachte ich kleide mich ein bisschen wie meine Haushaltshilfe.“, sie grinste breit, stemmte die Hände in die Hüfte, „Können wir jetzt endlich anfangen?“

Gerda rieb den Bereich des Kleides, der vom Korsett bedeckt sein würde, reichlich mit dem Öl ein. Danach bat sie Ralph: „Zieh' mal den Bauch ein!“
Sie vermaß den Taillenumfang mit einem Bandmaß. „Ich denke, es werden 74 Zentimeter als Vorgabe ganz gut zu passen!“
Am Korsett stellte sie die Schnürung enger ein, 2% Skonto geht immer, ohne ihm davon zu sagen. „So, das müsste in etwa passen, wenn wir deinem allwissenden Internet glauben. Jetzt kann es losgehen!“
„Mein Internet! Dir ist schon klar, dass das nicht mein Internet ist!“
„Klappe halten, rumdrehen!“
Sie legte das Korsett von hinten um seinen Körper, stellte sich dann vor ihm hin und zog mit beiden Händen die beiden Häkchen- Leisten aufeinander zu.
„So! Jetzt den Bauch tief einziehen!“, rief sie.
Ralph tat wie ihm geheißen wurde und spürte wie sein Bauch ganz flach und klein wurde, während Gerda geschickt die beiden Leisten an den sechs Punkten zusammenhakte.
„Geschafft!“
Ralph versuchte normal zu atmen.
„Das ist zu eng“, nörgelte er.
„Papperlapapp! Das wirst du schon aushalten für heute Montag. 74 Zentimeter ohne Nachziehen, das ist doch genau richtig für den Anfang, kann gar nicht zu eng sein!“
Das Korsett bewegte sich leicht auf dem glitschigen Kleid und ließ sich mühelos perfekt arrangieren. Sie fummelte hinten noch ein wenig an den Schnüren rum und korrigierte die eine oder andere Schlaufe eine wenig nach, bis alles perfekt saß. Gerda war zufrieden und legte mit einer Stimme die keinen Widerspruch duldete fest: „Passt!“

Ralph sah das anders, traute sich aber nicht, erneut zu rebellieren.
„Und jetzt los. Es ist schon viertel nach sechs, sonst sind wir bis acht nicht fertig mit unserem täglichen Programm.“
Ralph schnaufte tief und folgte ihr in die Küche. Das neue Gefühl durch die Enge um die Taille, und vor allem die fehlenden Shorts und das dadurch ständig über seinen Hintern und Schritt gleitende Latex, irritierte ihn. Er war ungewöhnlich aufgewühlt und unsicher ob der neuen Eindrücke und fühlte sich wie elektrisiert.
„Hey! Was ist? Los! Los geht's! Mach' den Salat sauber und schneide ihn klein!“
Gerda hatte bemerkt, dass dieses Korsett seine Gefühlswelt verändert hatte, wollte ihn aber bewusst wieder auf den Boden der Tatsachen stellen und trieb ihn weiter an.
„Im Kühlschrank sind Tomaten, Feta und Oliven. Wir machen heute einen Griechischen Salat! Ich habe das Dressing schon fertig.“
Ralph konzentrierte sich auf das Gesagte und tat wie ihm geheißen.
„Im Kühlschrank ist Fladenbrot, das muss in den Ofen bei 160 Grad.“
„Okay.“
„Und den Tisch decken wie immer. Und bitte heute mit Wasser- und Weingläser. Eine Flasche Riesling findest du unten im Keller, im Regal gleich rechts!“

„Hmm…“, nickte er nachdenklich ohne richtig zuzuhören und spülte den Salat gründlich und bereitete alles wie gewünscht vor.
Gerda saß im Wohnzimmer und lass Zeitung, oder tat zumindest so, als ob sie es tun würde. Sie genoss die Gesellschaft des Jungen in vollen Zügen nach dem langen und einsamen Wochenende, auch wenn sie das nie zugegeben hätte. Sie beobachtete ihn über die Zeitung hinweg, wie er hin und her lief, um alles recht zu tun. Er sah bezaubernd aus in den glänzenden Sachen, den schwarzen Latexhandschuhen und der transparenz- schwarzen Hijab. Es war gut die orangen Spülhandschuhe gegen die langen schwarzen auszutauschen und vom anfänglichen einfachen transparenten Kopftuch auf die wunderschöne Hijab zu wechseln. Mit dem bezaubernden Kleid, das erst mit dem Korsett voll zur Geltung kam, war es fast schon perfekt.
Sie dachte nach und fand Unstimmigkeiten: ‚Der flache Hintern passt nicht ganz ins Bild. Oben um die Brust rum alles leer und unausgefüllt, und auch das Gesicht ist noch nicht perfekt!'
Dann seufzte sie kurz und hatte erstmals in den 7 Wochen ein wenig Angst, dass er in den nächsten Tagen eine Wohnung finden könnte. ‚Mein Meisterwerk sieht toll aus', dachte sie mit einem träumerischen Blick.

„Alles in Ordnung, Tante Gerda?“
„Ja. Warum fragst du?“
„Ich hatte den Eindruck, ich hätte ein schwermütiges Seufzen vernommen.“
„Nein, nein. Schon gut. Ich hatte nur einen traurigen Zeitungsartikel gelesen.“
„Worum ging es denn?“
Gerda fühlte sich ertappt und reagierte ein wenig unwirsch um die Situation zu retten: „Mach' hin! Beeil dich, sonst sind wir nicht rechtzeitig fertig. Plappern können wir später noch!“
„Das klappt schon. Wir haben doch heute nur Salat. Und das Brot ist in zehn Minuten fertig!“

Weng später war alles bereit und Gerda nahm am Tisch Platz.
„Wo ist der Wein?“ fragte sie bestimmt und ein wenig unhöflich spitz.
„Ähm, du meintest, der ist im Keller im Regal gleich rechts.“
„Ja. Und soll dieser vielleicht von allein hierher fliegen?“
„Wie meinst du das? Soll ich etwa…“, er zeigte auf sein Outfit. „…so in den Keller gehen?“
„Ja“, sagte sie und grinste breit von einer Wange zur anderen. „Ich habe von sechs bis acht frei!“
„Aber das geht doch nicht“, stammelte er verwirrt. „Wenn mich so einer sieht.“
„Zieh' halt meinen Wintermantel über wenn es dir peinlich ist. Aber da kommt eh niemand.“
Ralph knurrte und ging missmutig zur Garderobe und suchte den langen Mantel. Er zog diesen drüber und freute sich, dass dieser das Gröbste verdeckte. Er nahm dazu ein breites farbenfrohes Stofftuch und wickelte es geschickt um den Gummikopf und den Hals. Es sah zwar immer noch irgendwie unpassend aus mit den Gummistiefeln, fand er, aber für den kurzen Weg durch den Flur zum Keller, war das Omaoutfit viel besser als in Latex. Mit dem Kellerschlüssel und einem kurzen Seufzer „Dann geh ich mal, wird schon gutgehen“, verschwand er nach draußen. Er lauschte in den Hausflur hinein. Alles still und so beeilte Ralph sich die 4 Etagen lautlos nach unten zu huschen. Nicht ganz einfach mit den Stiefeln, die mit ihrer speziellen Sohle auf der Steintreppe ein deutlich hörbares Quietschen erzeugten.

Gerda lächelte kurz schelmisch, huschte zur Wohnungstür und siehe da, Ralph hatte die Tür nur angelehnt, um nachher gleich wieder reinzuschlüpfen. Jetzt stand sie da und wartete genüsslich auf das, was jetzt geschehen wird. Wenn im Keller das Fenster offen ist, das war es eigentlich immer, dann müsste, wenn Ralph die Tür unten öffnete, ein Luftzug durch das ganze Haus bis hier oben gehen. Dieser reichte aus, um oben die Wohnungstür zu zuschlagen. Diese überaus negative Erfahrung hatte sie selbst schon einmal gemacht. Gerda hörte wie die Kellertür geöffnet wurde und spürte wenig später den Lufthauch. Und „plopp“ war die Tür zu. Sie freute sich diebisch.
Dann verschwand sie schnell im Schlafzimmer, um dort offensichtlich ohne sein Wissen noch etwas zu erledigen.

Zwei Minuten später klingelte es wie wild an der Tür. Gerda saß gemütlich im ihrem Sessel, legte besonders langsam die Zeitung beiseite, stand gemächlich auf und schlurfte zur Wohnungstür. Jetzt läutete es zum zweiten Mal Sturm, schnell ein paar Mal hintereinander.
„Na mach mal langsam“, sagte Gerda. „Eine alte Frau ist kein D-Zug.“
„Du bist gemein“, erwiderte Ralph, als er ängstlich wie ein Blitz an ihr vorbei in die Wohnung reinhuschte.
„Mach' mal halblang. Warum bist du so sauer? Hättest halt einen Schlüssel mitnehmen müssen!“
„Du bist gemein! Ich hatte extra die Tür angelehnt und du hast sie mit Absicht zugemacht, du alte Hexe!“
Das war nun offensichtlich einen Schritt zu weit und „klatsch“ hatte Tante Gerda ihm eine Ohrfeige verpasst.
„Autsch!“
„Was soll das, mich so anzufauchen! Wenn du in den Keller gehst, zieht es durchs ganze Haus. Und dann schlägt schon mal hier oben die Tür zu. Ich bin nicht verantwortlich für deine Blödheit. Haben wir uns verstanden?“
„Ja“, schluchzte er kleinlaut und fügte nach ein paar Sekunden „Tschuldigung, war nicht so gemeint,“ hinzu. Ein Schauer von Verzweiflung schüttelte seinen Körper und ein Weinkrampf stellte sich ein. „Das ist alles so ungerecht! Keine Wohnung, der Stress und dann das hier alles!“

Tante Gerda dachte nach. Irgendwie schien ihr die Situation zu entgleiten. Hatte sie zu viel riskiert? Mit dem Korsett war sie eigentlich sehr behutsam vorgegangen. 72 Zentimeter waren keine allzu harte Restriktion, und sie hatte damit gar nicht allzu viel riskiert. War der Weg in den Keller eine Mutprobe zu viel?
„Komm“, sagte sie mitfühlend und nahm ihn in den Arm. „Das mit deiner Wohnung wird schon bald klappen. Da bin ich mir sicher!“
Er schluchzte noch einmal laut auf und genoss die Umarmung und die Nähe seiner Tante. Sie verströmte das schwere Parfümaroma von Rosenöl und Narzissen. Es war wie die Wärme eines Sommertages, gepaart mit der Wärme einer Frau. Gerda drückte ihn ganz herzlich an sich, löste ihn erst nach zwei Minuten von sich, und schaute ihm tief in die Augen.
„Alles ist gut. Manchmal braucht man mal einen privaten Moment für die Seele!“ Sie schüttelte ihn ein wenig. „Ich hab dich lieb, mein Neffe Ralph“, zwitscherte sie und küsste ihn kurz auf den Mund. „Jetzt aber schnell Abendessen, sonst werden wir es nie bis acht schaffen.“
Sanft halft sie ihm aus ihrem langen Mantel, nahm das Extrakopftuch ab, so dass er wieder im Latexkleid vor ihr stand, und schob ihn ins Wohnesszimmer zum Tisch.

„Der Salat war gut, du wirst von Mal zu Mal besser mit deinen Kochkünsten!“
„Danke für das Kompliment, du Charmeur. Einen Salat zuzubereiten, bei dem du das Dressing vorher gemacht hast, ist keine Kunst, oder?“
„Doch, ist es“, sagte sie grinsend über das Weinglas hinüber. „Prost!“
Sie stießen an und schauten sich dabei in die Augen.
„Wo soll das nur enden?“ Eine berechtigte Frage von Ralph.
„Ganz einfach, du findest eine Wohnung und dann ist alles wie vorher. Du bist der junge Mann der nicht kochen kann, und ich bin die Tante die allein in ihrer Wohnung alt wird und zwischen sechs und acht alles selber machen muss!“ Sie lächelte dabei und steckte ihn an.
„Stimmt“, erwiderte er und trank den letzten Schluck aus seinem Glas. Die Flasche war leer.
„Geht es dir wieder gut? Kann ich dir was zeigen?“
Er dachte kurz nach und erinnerte sich des unangenehmen Weges in den Keller. Sollte er über seine Tante noch sauer sein? Ein Schaudern durchlief ihn erneut. Wahrscheinlich war es nicht böse gemeint von ihr, ihn den kurzen Weg in den Keller zu schicken. Und es schien da was Wahres dran zu sein. Die Wohnungstür hatte sich wahrscheinlich von allein geschlossen. Er hatte schließlich den Luftzug selbst verspürt, als er die Kellertür geöffnet hatte. Er schaute ihr in die Augen. Ein wenig war die Wirkung des Weines schon zu sehen. Andererseits waren da auch der Schalk hinter den Ohren und gleichzeitig die Wärme einer erfahrenen Frau Ende 40 beobachtbar. Sie lächelte ihm ermutigend zu und trank auch den letzten Schluck des Glases aus.

„Okay, was möchtest du mir zeigen?“, fragte Ralph jetzt ganz entspannt.
„Komm mit!“
Sie gingen in das Schlafzimmer und er nahm wahr, dass direkt gegenüber der verspiegelten Schranktür ein kleiner Hocker stand, den er bisher nicht dort gesehen hatte. Sie schob ihn vor den Spiegel, stellte sich leicht hinter ihn, und wartete ein paar Sekunden, bis sie gewahr war, dass er sich selbst betrachtete.
„Was siehst Du?“
Er war verwirrt. Mit der Situation konnte er gar nichts anfangen, warum jetzt diese Frage? Zögerlich antwortete er: „Meine Tante und mich.“
„Und was siehst du in dir und in mir?“
Es verwirrte ihn mehr und mehr. Was wollte sie von ihm? Jedoch der Wein verströmte eine innere Gelassenheit und löste seine Zunge.
„Eine schöne Dame mit Seidenbluse und sexy Leggins und ein Gummi-…“, er zögerte und suchte nach Worten. „Gummiwesen, eine Latexhaushaltshilfe?“
Sie lachte und gab ihm einen Klapps auf den Hintern.
„Die ‚schöne Dame‘ ist sehr charmant von dir. Du bist ein Schatz.“
Wieder küsste sie ihn. Dieses Mal auf die Wange und etwas länger als vorhin.
„Dein Kleid ist bezaubernd und das Korsett ist die perfekte Ergänzung.“
Sie lächelte ihn an und strich wie beiläufig über seinen flachen Bauch und ließ die Hand über den vorderen Rock ausgleiten. Mit Freude bemerkte sie, dass dieser kleine Handstreich und die letzte Minute Selbstbetrachtung von ihm vor dem Spiegel, blieben nicht ohne Reaktion. Er wirkte verzückt.

Auch Ralph verspürte eine innere Wärme und fragte sich kurz: ‚Von zu vielen Wein? Andererseits muss ich mir eingestehen, dass der direkte Kontakt des Latexkleides auf meinen Körper und die unbeabsichtigte Berührung von Gerda auf mein bestes Stück sehr angenehm sind. Meine leichte Erregtheit ist nicht mehr zu verbergen. Im Spiegel schaut mir eine - nach meinem persönlichen Empfinden – recht schöne Gestalt entgegen. Ein schönes, weit ausgestelltes Kleid mit Stehkragen, ein passender Anschluss mit dem Hijab und dem Kopftuch. Auch das Korsett betont den Körperbau schön wie eine Sanduhr. Ich wirke etwas flachbrüstig aber nicht männlich, die Latexbeine, die Handschuhe, alles ein wenig wie ein Wesen von einem anderen Zeitalter oder von einem anderen Sern? Sie hat mich gekleidet, um zu dienen, so viel steht fest!
Wow! Es schaudert mich. Meine Tante daneben wirkte wie eine perfekte Ergänzung, wie die passende Herrschaft zu mir. Sie wirkt wie eine Dame von Welt mit einer natürlichen Ausstrahlung die Umwelt zu formen, den Ton anzugeben. Die Bluse und die Gummihose, einfach nur rattenscharf das Tantchen.‘
Er lächelte sie freundlich im Spiegel an.

„Setz Dich!“ Sie hatte so lange gewartet, bis sie spürte, jetzt ist er so weit. Er tat wie gewünscht, setzte sich auf den Hocker, ohne den Blick vom Spiegel zu wenden. Sie kniete sich hinter ihm auf das Bett und überragte ihn nun leicht und schaute von über ihn hinweg in den Spiegel. Wieder küsste sie ihn von hinten leicht und lange auf die Wange.
„Du siehst gut aus…“ wie zufällig eine Pause. „…ganz mein Typ.“
Langsam strich sie mit der Hand von der Wange, die sie gerade geküsst hatte, über den Hals, die Brust hinunter über den jetzt schlanken Bauch.
„Sehr gut“, sagte sie und freute sich wie stark die Beule im Kleid wuchs.
Er schaute in den Spiegel und konnte den Blick von sich und Gerda nicht abwenden. Er mochte seine Tante - nein, das war nicht richtig, es war mehr als man normalerweise seine Tante ‚mochte'! Er ‚achtete' sie - nein, das traf es auch nicht, sie war nicht die angebetete Heilige! Er stellte fest, dass er sie gern hatte. Das traf es gut. ‚Gern haben' passte zu der Gefühlswelt, die er seiner Tante Gerda zugedenken bereit war. Sie sah so toll aus. Sie war perfekt. Die Dame von Welt, die wusste was gut war und was nicht. Die wusste wo es lang geht, der man vertrauen konnte…

Er schloss die Augen und ließ es einfach geschehen, als sie mit der rechten Hand an seinem Rock spielte. Sie drehte behutsam mit der zweiten Hand seinen Kopf halb über die rechte Schulter und küsste ihn auf die Stirn und dann auf die Augen und dann die Nase. Sie spürte wie er sich entspannte, und auch sie begann loszulassen und sich zu entspannen. Sie griff sich, ohne dass er es merkte, kurz in den Schritt, drückte ein Knöpfchen und ein kleines Brummen bestätigte ihr, dass sie den Schalter richtig betätigt hatte. Ihre weibliche Intuition sagte ihr, das tut mir gut, alles richtig, alles wird gut, ich habe es vorhin nicht übertrieben.

Auch er spürte es aus dem tiefsten Innersten. Ihm ging es gut und er entspannte sich mehr und mehr und sehnte sich schon fast danach, als es nach und nach passierte. Fast hätte er sich den weiteren Verlauf gewünscht oder, falls es nicht geschehen würde, darum gebettelt.

Sie ergriff beherzt von außen durch den Rock sein bestes Stück und rieb es ganz zärtlich. Das kam jetzt nicht unerwartet für ihn, die Liebkosungen der letzten Minuten hatten darauf hingearbeitet. Für einige wenige Sekunde war es zu viel für ihn, aber just in diesem Moment der leichten Verwirrung und Abwehr küsste sie ihn auf den Mund. Gerda öffnete ihre Lippen und schob ihre Zunge nach vorn. Er erschauderte und erwiderte den Kuss voller Inbrunst. Mit geschickten Griffen schob sie den Rock nach oben, und ihre Gummihände schoben die Vorhaut zurück. Sie schaffte es binnen wenigen Augenblicken, dass er den Stress der letzten Stunden hinter sich ließ, in den Augenblick eintauchte. Ralph taktete sein tun, mal schloss er die Augen und genoss des Gefühl. Dann öffnete er diese wieder bewusst, blickte in den Spiegel und schaute dem munteren Treiben zu.

Auch Gerda entrückte mehr und mehr. Das Brummen und Vibrieren in ihrem Schritt vollbrachte den gewünschten Effekt. Sie war ohne sein Zutun nahe am gewünschten Ergebnis und auch seine Körpersprache war eindeutig.
Er kam mit einer jugendlichen forschen Freude, impulsiv mit voller Wucht – sie nicht minder stark mit erfahrener Reife - nahezu zur gleichen Zeit. Sie umschlang ihn mit all ihrer Kraft und beide wogen sich im Rhythmus eines synchronen Orgasmus, der länger wehrte als erwartet. Seine erotische Erlösung ergoss sich seinem Alter entsprechend in einem pulsierenden Strom, der in den ersten Stößen den Spiegel mit einem Plattschuss erreichte und vier fünf Mal nicht abebben wollte. Sie schien eher dem inneren reifen Gefühl verpflichtet, ruhte in sich selbst und steuerte ihre wolligen Schübe fast nach Belieben in die Länge ziehend. Als sie nach zwei Minuten den taumelten Höhepunkt abebben spürte, kippte sie ihn und sich nach hinten auf das Bett. Sie kannte die Kunst des Nachspiels, streichelte seinen Schritt liebevoll und liebkoste seine Hoden wie ein liebevoller Bauer das Euter seiner Lieblingskuh. Dabei küsste sie ihn mit voller Wucht auf den Mund, so dass sie eins waren für die nächsten Momente der Unendlichkeit.

Sie löste sich von ihm und half ihm aufstehen ihn auf, damit er beide im Spiegel betrachten konnte.
„Ich hab dich lieb, meine Raphaela“, sagte sie und küsste ihn nochmals für eine Minute voller Inbrunst. Dann löste sie sich von ihm und flüsterte zärtlich in sein Ohr: „Das meine ich wirklich so.“

Sie entschwand ins Bad und er blieb allein im Schlafzimmer.
Wow! Was für ein Abend! Er schaute auf sein Spiegelbild, auf seine Körperflüssigkeit, die langsam den Spiegel nach unten rann, und hörte in sich hinein. Aus seinem tiefsten Innern vernahm er nur die eine Stimme: ‚Wow! Was für eine Wow!'
Als er Minuten später aus dem Schlafzimmer in den Flur trat, vernahm er aus dem Fernseher: „... nun die Wettervorhersage für die nächsten Tage.........“, und von Tante Gerda den Zuruf: „Kommst du mal kurz?“
„Ja.“
„Wir haben die Tagesschau verpasst“, sagte sie in einem feststellenden Ton, der aber nicht missbilligend war.
„Was meinst du? Ich mache heute mal eine Ausnahme und den Abwasch selbst. Du duschst dich jetzt, ziehst dich um und setzt dich ganz schnell an den Schreibtisch. Bitte beginn unverzüglich mit dem Lernen, ich will nicht schuld sein, an schlechten Uninoten.“
Beide grinsten breit und Ralph würde sie am liebsten knuddeln dafür, wie sie die peinliche Situation „danach“ mir nichts dir nichts entspannt hat.

„Okay, Tante Gerda“, er flüchtete ins Bad, um schnell aus seinem verschwitzen Outfit auf normale Kleidung zu wechseln. Wie immer wollte er das Latex in die Badewanne werfen, überraschenderweise war die aber nicht leer. Darin lagen schon ihre Handschuhe, die Latexleggins und ein transparenter Damenslip. Den nahm er voller Neugierde in die Hand, er roch herrlich nach Frau. Oder sollte er besser sagen, nach ‚Frau mit ganz viel Liebe'? Er wurde rot, denn jetzt entdeckte er, der Slip hatte auf der Innenseite seine Geheimnise: einen schwarzer Dildo mit Eichel, fast so groß wie eine Coladose und ein… - er wurde noch eine Spur röter – kleineren Dildo, der weiter hinten angebracht war.
Ralph grübelte kurz und realisiert mit einem frivolen Lächeln: ‚Sie war in der Tat sehr gut vorbereitet. Das Schlafzimmerabenteuer ist wohl doch nicht Holter die Polter ausversehen passiert. Mit diesem Mordsding in ihrer Scheide erklärte sich das Beben in ihrem Becken fast selbstverständlich'.
Er lächelte und schaltete den Vibrator an, und schreckte ein wenig von der Heftigkeit der Mechanik zurück.
‚Da ist ja richtig „Bums“ dahinter!‘, stellte er fest und schaltete es schnell wieder aus. Dann warf er alles wieder in die Badewanne, entkleidet sich selbst Stück für Stück, duschte kurz und zog seine Jogginghose und das T-Shirt an.

Anschließend ließ er die Wanne mit warmem Wasser halb volllaufen - die Spülaktion war wie immer Tante Gerdas Job. Er ging derweil rüber ins Schlafzimmer zum Lernen. Dieses Mal fühlte es sich anders als sonst an, innerlich stimmiger, beschwingt, fast ausgelassen. Der Raum hatte trotz offenem Fenster noch das Aroma von Schweiß, Gummi und Liebe. Mit ein paar Lagen Klopapier und Glasreiniger entfernte Ralph schnell noch seine Spuren am Spiegel, bevor er sich an den Schreibtisch setzte um der beste Jurist aller Zeiten zu werden.

Erst Dienstag eröffnete Gerda ihm, was die zusätzliche Hausarbeit sein sollte. „Natürlich war es die Mutprobe zum Keller zu gehen. Das ist für mich eine sehr große Entlastung, die vielen Treppen sind ein Trauma.“, seufzte sie. „Schade, dass das Haus keinen Fahrstuhl hat.“
„Tante, du übertreibst. Du siehst aus wie 39, bist gerade mal 53, und jammerst wie eine Rentnerin. Wo soll das nur enden?“
Sie lachten beide, jedoch eher künstlich und zu laut, weil sie sich jetzt Dienstag bewusst wurden, dass sie beide nicht wirklich wussten wie weiter. Nach dem gestrigen Abend war alles anders und unklar, wo das alles hinführen würde.

*****

Irgendwie kam es Gerda nicht richtig vor und sie schämte sich ob ihres Tuns. Aber die Yvi in ihr war ganz anders drauf. Immer wieder spulte sie die Filmaufnahmen vor und zurück und betrachtete jede Szene wieder und wieder. Sie fühlte sich jung, sie fühlte sich gemein, sie fühlte sich gut und schlecht zugleich. Immer wieder diese Bilder, authentisch, echt und frei von jeglicher Schauspielkunst. Jene zwei ungeschnittenen Sequenzen zweier Kameras betrachtete sie ausgiebig und prüfte die Eignung. Eine Großaufnahme von Kopf bis Fuß von einem liebevollen Paar. Eine Gummigestalt auf einem Hocker, und eine zweite, Yvi selbst, kniend auf dem Bett dahinter. Dann noch die zweite Einstellung, diese zeigte ein Detailausschnitt des selben Paars. Der Ausschnitt war unterhalb der Gürtellinie, ein Penis und eine Hand in einem Gummihandschuh. Wie nicht anders zu erwarten endeten beide Sequenzen damit, dass ein weißer pulsierender Strahl aus der Eichel auf die Kameras schießt. Danach ist die Detailaufnahme unklar und verschwommen, offensichtlich ein unbeabsichtigter Volltreffer auf das Objektiv oder einer davorliegenden Scheibe. Ab dem Zeitpunkt sind alle Bilder wie durch einen Nebelschleier, dann kommt kurz darauf die zweite Ladung und das Bild verschwimmt in Unkenntlichkeit.

Yvi wusste intuitiv, in den Händen eines talentierten Schnittmeisters und eines guten Regisseurs ergibt das gute 2 bis 3 Minuten in einem erstklassigen Porno. Vielleicht sogar den Höhepunkt in einem guten Gesamtfilm, mit einem hochwertigen Wechsel von Großaufnahme und Detail. Je länger sie darüber nachdachte, desto klarer wurde das Zielbild. Würde man die geschnittenen Szenen mit guter Musik unterlegen und die eine oder andere Zeitlupe einfügen, dann könnte das der Bahnhofsszene von „Spiel mir das Lied vom Tod“ nahekommen. Sie schmunzelte bei diesem abwegigen Gedanken. Andererseits, in den Händen eines Dilettanten zerflösse dasselbe Rohmaterial zu nichts. Eine Pfeife könne es ohne Probleme versauen. Sie schaute die Aufnahmen noch ein letztes Male an und entschied: Das gehörte nicht gelöscht, so sehr sie auch bedauerte wie hinterhältig es entstanden war.
Die Unentschlossenheit dauerte nun schon mehr als eine Stunde, jetzt war sie klar und Yvi griff zum Telefonhörer.

„Hallo Paul, ich bin es!“
„Ich freu mich wie Bienchen.“ Das kam spontan und ehrlich.
„Es ist fast wie Weihnachten.“
„Ich weiß.“ Der Regisseur konnte es einschätzen. Diese vage Idee, von der sie im Oktober sprach war nicht mehr vage.
„Kann ich dir ein wenig Rohmaterial schicken. Ich brauche einen Profiblick, bevor ich mich in was verrenne!“
„Gerne. Kennst ja meine Adresse. Ist unverändert. Ich freue mich drauf zu sehen, was du dir ausgedacht hast.“ Er wartete noch einen Augenblick, wusste aber schon, dass dem Gespräch nichts mehr hinzuzufügen war. Er hielt das Telefon noch für ein paar Sekunden am Ohr und wartete auf das „Klick“, welches jedoch nicht kam. Daher schaltete er den Lautsprecher am Handy ein. Er ging zum Kühlschrank, nahm sich Tomatensaft und Eiswürfel, sowie 4cl Wodka. Er lauscht ihren Atem seit Minuten und war glücklich ihr beim Nichtstun zuzuhören. Glücklich wie seit langem nicht mehr.
„Ich liebe Dich!“, gab er unumwunden zu.
Dann legte Paul auf.

Sie saß noch ein paar Minuten nachdenklich im Sessel, raffte sich auf und packte die SIM-Karte in einen gepolsterten Briefumschlag. ‚Paul wird mir schon verraten, ob es richtig oder falsch ist, was Yvi da tut.', dachte sie dabei, verschloss das Couvert und brachte es zur Post.

*****

Eine Woche später am darauffolgenden Montagmorgen, gegen zehn und nicht erst 14:00 Uhr, rief Ralph an und räusperte sich. Dann plapperte er aufgeregt los: „Hallo Tante Gerda, gute Nachrichten!“
„Du hast eine Wohnung gefunden?“ Seine spontane Freude übertrug sich auf Gerda.
„Ja! Du glaubst es nicht! Ein Kommilitone gibt auf. Jura ist nicht das richtige für ihn. Er geht spontan zu seinem Vater in die USA und hat ein gutes Wort beim Vermieter eingelegt, mich zu nehmen. Ich war gerade bei ihm; Aufnahmeprüfung bestanden! Ich habe die Bude.“
„Toll.“ Nur klang sie jetzt gar nicht mehr so begeistert. „Wie teuer?“
„640 kalt für 33 Quadratmeter. Fast schon ein Schnäppchen!“ sein Glücklich- Sein spürte man. Auch ein wenig den Stolz eines Jägers, der nach langem Warten einen großen Fang gemacht hatte.
„Aber ich bin ja nicht aus der Welt und komme bald mal wieder vorbei. Versprochen. Aber eben nicht heute um 18:00 Uhr. Ralph spürte ihr Zögern und fügte hinzu: „Hätte auch nicht gedacht, dass es auf einmal so schnell geht.“
„Schon gut. Ich freu' mich. Echt. Endlich geht es voran.“ Sie schluckte hörbar. Hatte sie sich bereits auf eine weitere Woche gefreut?
„Tante Gerda, es war wirklich richtig lieb von dir mich so lange aufzunehmen und zu ertragen! Du bist ein Engel.“
„Na, dann melde dich mal wieder und viel Spaß beim Einziehen und Einrichten…,“ Sie zögerte noch einen Augenblick, denn da schwang in seiner Stimme ein Hochgefühl mit, welches nicht mit der Wohnung im Zusammenhang stand, „…und in Garmisch alles in Ordnung?“
„Ja, nichts Besonderes nur…“ Er zögerte einen Augenblick. „Eine neue Studienbekanntschaft aus Ettal fährt seit zwei Wochen mit mir hin und her, und damit werden die Fahrkosten wohl geringer.“
„Ach so…,“ Sie ahnte an seiner Stimmlage, wo der Wind her wehte. „…ist sie hübsch?“
„Glaube ja.“, antwortete er mit verträumter Stimme und doch kurz angebunden. Das ging seine Tante nun wirklich nichts an.
„Gut. Dann mach' mal alles gut, und ich geh mal schnell einkaufen.“ Sie wollte es sich nicht eingestehen, aber irgendwie war es ihr nicht recht ihren Neffen so schnell zu verlieren.
„Na, dann mal los. Sonst gibt's heute Abend zu spät Essen, musst ja deinen Zeitplan bis zur Tagesschau einhalten. Tschüss dann, und ich melde mich. Versprochen.“

Tante Gerda legten auf und sackte in ihrem Sessel missmutig zusammen. Sie saß noch zehn Minuten unbeweglich dort, horchte traurig in sich hinein. Ihr blieb keine Wahl, sie musste sich eingestehen, der Erfolg bei der Wohnungssuche ihres Neffen war ihr nicht recht.
„Schade“, seufzte sie erhob sich und machte sich betrübt auf den Weg zum Supermarkt, das Abendessen würde heute ganz anders verlaufen als erhofft.

*****



So das war es für heute, freu mich auf Euer Feedback.

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Erin
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Brandenburg


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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:10.05.21 15:05 IP: gespeichert Moderator melden


Na so ein Pech das er eine Wohnung gefunden hat, ich hoffe das die Geschichte noch weiter geht . Mich interesiert vor allen seine weitere Entwicklung welche seine Tante mit ihm vorhat. Also lass uns nicht so lang warten!!!
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Klett-max
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NRW




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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:10.05.21 22:12 IP: gespeichert Moderator melden


Jetzt hat die Geschichte eine (un)vorhersehbare Wendung genommen. Zunächst müssen beide wohl für einige Zeit ihr Leben neu sortieren. Aber es gibt ja noch Wege, einander zu besuchen und...

Im gut sortierten Schreiberbedarf gibt es viele Sorten an Cliffhangern. Bin mal gespannt, welche weitere Wendung das Verhältnis von Gerda und Ralph noch nimmt.
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K2
Einsteiger



la vita è bella - life is beautiful - la vie est belle - das Leben ist schön

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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:11.05.21 22:23 IP: gespeichert Moderator melden


@ Erin
Das mit:
"dem Pech, Ralph hat eine Wohnung gefunden"
war ein etwas heftiger Bruch. Sorry.
Aber die Geschichte heißt: "Tante Gerdas Geheimnis", daher ist es sehr wahrscheinlich, dass Gerda doch wieder eine Rolle bekommt. Vielleicht schon in den nächsten 20 Seiten.
Bleib neugierig

@ Klett-max
Du hast mich herausgefordert mit dem Begriff "cliffhanger" - habe gleich mal in Wikipedia nachgeschaut:
Cliffhanger wird hauptsächlich als ein offener Ausgang einer Episode auf ihrem Höhepunkt mit Serials, Fernsehserien, Seifenopern oder seltener mit planvoll fortgesetzten Kinofilmen assoziiert. Die Handlung wird meist in der nächsten oder einer noch späteren Episode fortgesetzt.
Passt!
Bleib neugierig
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maximilian24
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:11.05.21 23:00 IP: gespeichert Moderator melden


Ich würde gerne etwas dazu beitragen so dass Ralph in seiner Wohnung nicht ganz glücklich wird. Oder sollte ich mich bemühen um ein Zusammentreffen von Tante Gerda und der neuen Studienkollegin?
Alt werden will jeder, alt sein aber keiner
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Gummimaske
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:12.05.21 06:42 IP: gespeichert Moderator melden


Es wäre echt schade,wenn diese Geschichte hier endet,denn sie hat noch viel Potential.
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K2
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:12.05.21 23:12 IP: gespeichert Moderator melden


@ maximilian24
die Idee mit dem Zusammentreffen Tante Gerda und der neuen Studienkollegin Andrea hast Du per Gedankenübetragung vor ca. zwei Jahren an mich übertragen. Ja das wird passieren!
Bleib neugierig

@ Gummiemaske
da brauchst keine Angst haben, die Geschichte endet nicht hier!
Wir sind auf Seite 52 und wenn ich so in meiner Worddatei nachschaue: nicht ganz 1/8 veröffentlicht.
Das Hauptproblem für mich ist der "Feinschliff", "Rechtschreibprüfung" und das "Lektorieren" aber das bekomme ich für die folgenden Seiten schon noch hin!
Bleib neugierig.
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kedo
Sklave



sklave von Gillian (aka Yaguar)

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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:13.05.21 13:09 IP: gespeichert Moderator melden


ich blättere hier mit jedes mal wachsender neugier und vergnügen.
vielen dank dafür!
*abonniert*
beste grüße, kedo

________________________________________

"der kopf ist rund, damit das denken die richtung ändern kann" francis picabia
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K2
Einsteiger



la vita è bella - life is beautiful - la vie est belle - das Leben ist schön

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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:15.05.21 16:52 IP: gespeichert Moderator melden


@ Kedo,
Danke für Deine netten Zeilen, das baut auf.
Bleib neugierig

@ all,
die Geschichte geht weiter Seite 52 bis 60 sind fertig - später oder morgen mehr - versprochen.


-

Vier Wochen später eine kurze Weihnachtskarte:
Hallo Tante Gerda!
Liebe Grüße zu Weihnachten!
Alles läuft gut.
Ich melde mich bald und komm dann vorbei.
Versprochen!
Dein Ralph


Weitere vier Wochen später eine Gegen-Geburtstagskarte zum 29. Januar:
Hallo Ralph!
Alles Gute zu Deinem 20. Geburtstag!
Jetzt bist Du kein Teeny mehr.
Macht aber nichts, weiß ich und schreibe Dir das mit viel Erfahrung!
Liebe Grüße, Deine Tante Gerda


Völlig Unerwartet für Gerda, an einem Freitagabend um sechs klingelte das Telefon in ihrer Wohnung. Schon mehr als 10 Wochen waren nach dem letzten Treffen vergangen, es war Anfang Februar.
„Störe ich?“, fragte er zaghaft.
„Nein Ralph, schön, dass du dich mal meldest. Was gibt's denn neues?“
„Tante Gerda, nicht viel. Das Studium läuft und das erste Semester ist bald rum. Warum ich anrufe ist schnell erklärt. Wir haben gestern bei Weiberfassnacht einen Deal angenommen und brauchen vielleicht deine Hilfe.“
„Okay?“ Sie zögerte, weil sie nicht wusste worauf es hinauslaufen sollte. „Wer genau ist WIR?“
„Andrea und ich.“
„Okay?“ Sie wartete auf weitere Erklärungen.
„Hatte ich dir doch erzählt oder nicht?“, Ralph wurde bewusst, wie lange sie nicht mit einander gesprochen hatten, „Andrea ist das Mädel aus Ettal, die immer mit mir hin und her fährt. Wir sind seit ein paar Wochen ein Paar.“
Gerda hörte durch das Telefon ein Hintergrundlachen und ahnte, dass diese Andrea wohl neben ihm saß.
„So, so. Und was genau ist nun euer Problem?“
„Wir gehen am Montag zu einer Faschingsparty und brauchen deine Hilfe beim Stylen!“
„Mach' mal den Lautsprecher am Telefon an.“, bestimmte Gerda.
„Okay.“
„Hallo Andrea, wie geht's? Was ist das Problem?“, Gerda bezog die Freundin von Ralph in das Gespräch mit ein.
„Hallo Frau Gerda! Also das war so: Wir waren gestern an Weiberfassnacht unterwegs und haben halt ein bisschen zu heftig gefeiert. Und jetzt haben wir Eintrittskarten für eine außergewöhnliche Party am Montag, und brauchen Hilfe beim Schminken.“
„Was ist denn so schwierig, dass du das als Mädel nicht hinbekommst?“
Andrea war jetzt in ihrem Element und plapperte fröhlich drauf los: „Ähm, das war so. Gestern trafen wir ein paar schräge Typen bei der Party, die waren lustig und haben mit Ralph geflirtet, und später sogar mit mir getanzt. Und die beiden sind wiederum befreundet mit zwei Mädels, von denen war eine in einem Anzug mit Krawatte da und die andere eine Prinzessin.“
„Verstehe ich nicht.“ Gerda hatte das Gefühl, hier redete das junge Volk voll um den heißen Brei herum.
„Also habe ich auch erst nicht kapiert, die vier waren zwei Schwulies und zwei Lesben, haben wir aber nicht gleich geschnallt. Die waren voll nett und hatten aus irgendeinem Grund gegen am frühen Morgen zwei Karten für eine Rosemontagsparty im Angebot. Weißt Gerda, zwei Karten für so eine große bunte Genderparty und das Ganze ist eine Switch-Session. Und die Karten haben die uns einfach so angeboten.“
„Switch-Session, was ist das denn?“, fragte Gerda.
„Also das ist eine besondere Faschingsshow in München, so zehn Jahre gibt’s die schon, bei der jeder im Kostüm des anderen Geschlechts kommen muss. Also irgendwie lustig, aber auch irgendwie schwul-lesbisch oder alles zusammen. Wir wollten erst ‚nein' sagen, fanden dies dann aber doch herausfordernd und lustig. Nee lustig ist jetzt das falsche Wort, hellhörig wurden wir, da die Karten für den guten Zweck „Kinder in Not“ sind und daher normalerwiese für 100€ verkauft werden. Wir fragten auch gleich mal, ob da nur so Pärchen wären, also wie die beiden, also so schwul und so. Aber man versicherte uns, der Spaß und die Hilfe stehen im Vordergrund und die meisten seien ganz normale verrückte Pärchen. Einige seien sogar von der Schickeria, und Hubert Burda ist der Schirmherr und so.“
„Okay verstanden. Und jetzt wollt ihr dahin. Und was habe ich damit zu tun?“
Ralph antwortete: „Naja, der Haken kommt erst noch.“ Die beiden jungen Leute lachten laut am anderen Ende des Telefons. „Die beiden gleichgeschlechtlichen Pärchen nutzten unsere Trunkenheit aus und schenkten uns die Karten nur unter eine Bedingung, wir müssen beim Wettbewerb teilnehmen.“
„Was für ein Wettbewerb?“
„Für das bestes Kostüm und den besten Tanz gibt es 500€ Preisgeld.“
„Könnt ihr etwa tanzen?“, fragte Gerda überrascht.
Andrea antwortete voller Begeisterung: „Ja, das war ja der Anfang der ganzen Diskussion und des ganzen Durcheinanders. Ralph und ich haben gestern Dirty Dancing „time of my life“ auf die Tanzfläche gezaubert. Und auf einmal standen alle um uns herum und haben geklatscht.“
„Oh, verstehe.“ Gerda war echt überrascht, das hatte sie Ralph nicht zugetraut. „Die Karten habt ihr euch also ertanzt?“
„So ungefähr“, erwiderte Ralph.
„Also fassen wir zusammen: Ihr habt für zweihundert Euro Eintrittskarten geschenkt bekommen, eine echte Chance auf fünfhundert Euro Gewinn und braucht eine Maskenbildnerin für ein perfektes Make-Over?“
Stille am anderen Ende, dann lautes Lachen: „Ja Gerda, gut zusammengefasst, was bedeutet das Wort Make-Over?“
„Theatersprache. So nennt man eine Maske für Mann-zu-Frau und umgedreht Frau-zu-Mann oder Schauspieler-zu-Alien oder so in der Art. So wie in…“ Sie dachte kurz nach. „… dem Film Mrs. Doubtfire.“
„Passt genau.“, sagte Ralph.
„Bin dabei!“ Gerda grinste und fühlte sich sichtlich wohl in der Samariterrolle.
„Okay! Super“, klang es als Duett auf der anderen Seite. „Montag 17:00 Uhr bei dir, dann hätten wir 90 Minuten um die ganze Sache vorzubereiten.“
„Lass uns lieber zwei Stunden einplanen, ich habe nur zwei Hände. Welche Kostüme habt ihr?“
„Spanischer Tango.“, tönte wieder als Duett durch das Handy.
„Gut überlegt und leicht machbar. Habt ihr eine Perücke?“
„Nein. Kannst du was besorgen?“
„Mach' ich.“
Alle drei grinsten in Vorfreude vor sich hin, jeder mit etwas anderen Gedanken im Kopf, und Gerda freuten sich auf die Abwechslung und die neue Herausforderung.

Andrea und Ralph betraten pünktlich 16:30 Uhr die Wohnung der Tante. Sie waren schwer beladen mit zwei Kleidersäcken, der Tanzsportverein München EV hatte ihnen diese Kostüme freundlicherweise ausgeliehen. Andrea staunte noch mehr als Ralph, als sie Tante Gerda jetzt kennenlernte. Sie hatte irgendwie eine deutlich ältere wenig agile Frau erwartet. Aber heute, so wie sich Gerda herausgeputzt hatte, ließ sie beide Stauen. Eine knallrote Bluse mit ganz vielen Rüschen und dazu eine schwarze Hose mit weitem Schlag, beides aus Seide schmückten sie sehr modisch. Das ließ sie sehr elegant wirken, wie eine Dame von Welt, weit entfernt von einer Maskenbildnerin in Kittelschürze.
„Euer Tangomotto hat mich inspiriert. Da wollte ich schon mal vorprobieren.“
Sie hatte ihre Haare hochgesteckt, zwei rote Rosenblüten in einen Dutt eingeflochten, und ein auffälliges dunkles Makeup aufgelegt.
„Du siehst sehr spanisch aus, toll!“, bestätigte Ralph.
„Frau Gerda, wow, sie haben voll was auf dem Kasten!“
„Okay. Lasst mal sehen, was ihr mitgebracht habt!“

Gemeinsam befreiten sie die Kostüme aus den Säcken und bewunderten ausgiebig ein rotes Bolero- Kleid mit typischen geschlitztem Rock und schwarzer Spitze am Saum, am Brustausschnitt und an den Puffärmeln.
„Sehr sexy“, bestätigte Gerda.
Dazu gab es einen schwarzen Männeranzug mit Weste und weißen Hemd, und genau passend zum Kleid eine rote Krawatte im exakt gleichen Farbton. Ein Paar Frauentanzschuhe mit flachem zwei Zentimeter Absatz und ein Paar Herrenhalbschuhe vervollständigten die Kostüme.
„Und ihr könnt echt Tango tanzen? Auch andersrum?“
„Ja“, sagten beide gleichzeitig. „Wir haben auch andersrum ein bisschen geübt.“
„Dann zeigt das mal. Jetzt bin ich richtig neugierig.“

Gemeinsam räumten sie den Esszimmertisch zur Seite und Gerda startete die passende Musik von ihrem Laptop auf YouTube. Andrea und Ralph ließen sich nicht lange bitten. Er schlüpfte in die Frauenschuhe, sie in die Herrenschuhe, und sie stellten sich wie ein professionelles Tanzpaar auf. Was dann geschah, überraschte Gerda doch sichtlich. Die beiden bewegten sich wie ein eingeschworenes Paar passend zum Takt, und gaben einen stimmigen Tango selbst in diesem kleinen Wohnzimmer zum Besten. Auch nach dem Tausch der Rollen, gelang es widererwarten ganz gut. Da sie beide nahezu gleich groß waren, konnte sie führte ohne dass es ungelenk wirkte. Ihre Hand ruhte sicher oberhalb des Pos von Ralph und sie schob ihn gekonnt in die jeweilige Position.

„Bravo, ich bin beeindruckt! Andreas sie beeindrucken mich. Dass Ralph tanzen kann, wusste ich, dass sie mit harter Hand führen können, habe ich gerade gelernt." Gerda klatschte kurz in die Hand, beendete nachdrücklich das Vortanzen und mahnte zur Eile:
„Ralph, Du gehst Haare nach hinten kämmen mit Gel. Dann kratzt du deinen jugendlichen Bartflaum weg und mache mal bitte Kaffee für alle!“, sagte Gerda und wechselte die Musik auf Dire Straits.
„Inspirationsmusik muss sein. Andrea sie zuerst! Erst Schminken, dann umziehen, los geht’s!“

Andrea setzte sich auf den angebotenen Sessel, extra bequem mit leicht nach hinten geklappter Lehne. Sie legte den Kopf bereitwillig in den Nacken und war gespannt auf das folgende. Gerda legte mit einem Stirnband die Haare nach hinten, benutzte einen großen Frisierumhang und schloss diesen eng am Hals. Zunächst wurde Grundierung aufgetragen, der Bereich oberhalb der Lippe und die Augenbrauen wurden aber ausgespart. Danach kurzer Platzwechsel und auch auch Ralph wurde mit einem Umhang vorbereitet und grundiert mit einem 24h-stay- Makeup. Seine Augenbrauen wurden jedoch komplett mit Klebpaste abgedeckt und mehrfach fett übermalt. Die beiden Studenten bewunderten die Leichtigkeit mit der sie ihren Job machte und die große Auswahl an Makeup-Utensilien, die Gerda besaß. Sie tranken abwechselnd Kaffee und rannten immer wieder ins Bad, um den Fortschritt im Spiegel zu bewundern.
Andrea bekam einen schmalen Oberlippenbart und markante Augenbrauen aufgeklebt. Ralph dagegen bekam lange Wimpern sowie mit einem wasserfesten Kajalstift schmale, weit geschwungene Striche oberhalb der Augen. Die Antlitze der beiden veränderte sich schnell. Richtig deutlich wurde der Make-Over nachdem Gerda für Ralph Rouge und Lippenstift passend zum Kleid aufgetragen hatte, und Andreas Gesicht männlich abgedunkelt wurde und ein paar schwarze Punkte als Bartstoppeln am Kinn getupft waren.
Sie nahm schwarze Farbe, mischte diese mit einem Öl, und kämmte damit Andreas Haare streng nach hinten. Das tat sie immer und immer wieder bis jedes Haar pechschwarz war und die Strähnen sehr gerade und sehr glatt auf dem Kopf lagen. Am Hinterkopf zog sie einen Pferdesch****z straff und streng zusammen, rollte diesen zu einer kleinen Schnecke auf und legte ein kleines schwarzes Netz darüber.
„Wow! Du siehst jetzt aus wie ein Torero, sehr männlich, wie ein richtiger spanischer Macho“, lobte Ralph.
Andrea rannte ins Bad und kam mit einem breiten Grinsen und Daumen nach oben zurück.

„So, jetzt zu dir, setze dich!“
Gerda kämmte seine Haare auch nach hinten und legte ein Haarnetzt darüber, welches sie mit einem Klettverschluss straff befestigte.
„Aua!“
„Hab' dich nicht so. Die Perücke darf doch bei eurer wilden Tanzerei nicht verrutschen. Ich will mich doch nicht mit meiner Arbeit blamieren.“
Sie nahm eine Häkelnadel und zog an der der Stirn und an den Kotletten die überflüssigen echten Männer Haare geschickt durch das Haarnetz nach oben. Nach zehn Minuten schaute kein Haar mehr vor und das Netz saß fest wie eine Badekappe. Die Tante verschwand im Schlafzimmer und kam mit einem Styroporkopf und darauf eine fertig vorbereitete Perücke zurück. Das Kunsthaar sah Gerdas heutigem eigenen Kopfschmuck sehr ähnlich. Die schöne lockige Pracht war nach hinten und oben gekämmt, vollendet aufgesteckt und mit einem schmalen Band und drei großen Rosen verziert. Der Clou war die Größe und Farbe der Rosenblüten, eine weißen und zwei dunkelrot, im gleichen Ton wie das Kleid.
„Das ist der Hammer!“, entfuhr es Andrea, „Ich trau mich gar nicht zu fragen, wie lange du daran gearbeitet hast.“
„So ist sie halt die Tante, wenn schon denn schon.“, ergänzte Ralph wohlwollend.
Vorsichtig wurde Ralph die Perücke aufgesetzt, lang und akribisch ausgerichtet und dann mit den ersten Klettverschlüssen am Gummiband fixiert. Und als alles ihrer Meinung nach perfekt war, grinste sie und fragte Andrea: „So gut? Bevor ich es endgültig befestige brauche ich dein Okay.“
Andrea nickte und Gerda drückte mit dem Daumen die Perücke überall fest. Sie arbeitete sich gewissenhaft um den ganzen Kopf herum und erklärte: „Da ist überall ein Klettverschluss drin, der sich mit dem Haarnetz verhakt. Dann sitzt alles ganz gut fest, für einen Abend reicht das.“
Als sie fertig war, bat sie Ralph mal den Kopf zu schütteln. Er tat es zunächst vorsichtig dann beherzt. Die Frauen war begeistert, wie gut doch alles an seinem Platz blieb und auch das Blumengesteck saß unverändert an der richtigen Stelle. Ralph wollte neugierig aufspringen und ins Bad gehen, um sich persönlich zu vergewissern, aber Gerda hielt ihn zurück.
„Nur noch zwei drei Handgriffe, dann kannst du erst los. Warte mal!“
Sie trug ein wenig Rougepowder auf, zeichnete die Augen etwas dramatischer schwarz nach, färbte die neuen langen Wimpern ein wenig und trug zu guter Letzt ein wenig Glitzer auf. Dann bat sie ihn, die Augen zu schließen und sprühte ein abschließendes Fixierspray auf.

„So, das sollte genügen. Selbst wenn ihr beide ins Schwitzen kommt, das Makeup wird nicht verschmieren. Fertig! Jetzt kannst dich mal im Bad bewundern, husch, husch geh schon.“
Andrea grinste breit und streckte den Daumen nach oben. Ihr Freund würde gleich aus allen Wolken fallen.
Als Ralph in den gut beleuchteten Badzimmerspiegel schaute, konnte er es nicht glauben.



Er sah keine Spur mehr von sich selbst, sondern ein reinrassiges spanisches Vollblutgirl. Einem perfektes Setup, makellos schön.
Schon während der Verwandlung hatte er mit Verwunderung festgestellt, dass ihm das Spiel mehr und mehr Spaß bereitete. Und nun, mit dem Ergebnis vor den Augen, war er baff, wie stark ihn der Anblick erregte.
‚Warum gefällt mir das?', fragte er sich im Gedanken und konnte seinen Blick einfach nicht von dem Spiegelbild abwenden. Ein perfektes zweites ICH! Bin ich das wirklich? Ein weiblicher Ralph, das ist krass!‘

Nach vielen Minuten kam Andrea besorgt hinzu und fragte: „Alles in Ordnung?“
„Ist das nicht unglaublich? Das soll ich sein?“
„Du siehst zum Anbeißen aus. Ich muss heute Abend sicher auf dich aufpassen, damit dir nichts passiert.“
Sie umarmte ihn von hinten und im Spiegel erstrahlte ein verliebtes Paar, aber dieses Mal mit umgedrehten Vorzeichen. Er drehte den Kopf zu ihr und gab ihr einen langen Kuss. Sie kuschelte sich an und erwiderte die Zärtlichkeit.
Verdutzt flüsterte sie: „Huch! Da tut sich ja in der Unterhose meiner geliebten Tänzerin.“
Er hatte eine Erektion, leugnen war zwecklos. Dennoch drückte er Andrea stärker an sich ran, schaute ihr in das männliche Gesicht und erwiderte: „Ich hoffe, der Torero wird auch feucht im Schritt.“
Sie lachten verliebt, küssten sich erneut, und nutzten die ungestörte Gelegenheit im Bad sich lieb zu kosen.

„Sag ich doch. Alles wasserfest und kussecht.“, lachte Gerda, als sie wieder ins Wohnzimmer kamen. „Theaterschminke 24h-stay und hier noch Lipgloss für später zum Auffrischen.“
Sie mahnte: „Jetzt aber hurtig! Wir haben nur noch 20 Minuten zum Umziehen.“

Andrea zog sich schnell aus, ganz ohne Scheu oben blank und legte einen flachen sehr straffen Sport-BH an, der ihre Oberweite wirksam plattdrückte. Dann zog sie das makellos gebügelte Hemd an, steckte die schwarzen Manschettenknöpfe an und ließ sich von Ralph die rote Krawatte binden. Die Hose passte halbwegs gut und wurde mit einem Gürtel fixiert. Dazu die schwarze Weste, Socken und die schwarzen Tanzschuhe. Ein perfekter Gentleman entstand. Nur ihr schmaler Hals und die weibliche Gesichtsform ließen auf dem zweiten Blick darauf schließen, dass der Torero ein Mädchen war.

Bei Ralph klappte es nicht so schnell. Die typisch männlichen Warum-Diskussion begann schon beim T-Shirts, welches er unbedingt anbehalten wollte. Das zog sich hin. Aber schließlich sah er die Argumentationen der Damen ein, das geht nicht bei einem Kleid mit größerem Halsausschnitt. Auch wollte er keine schwarze Strumpfhose von Andrea anziehen. Erst das Argument, das es draußen im Februar kalt war, half.
Beim Einsteigen ins Bolerokleid half die Freundin, stellten aber dabei fest, dass der Rückenreißverschluss sich oberhalb der Hüfte nicht so einfach schließen ließ. Der Bauch war ein bisschen zu groß für dieses taillierte rote Meisterwerk.
Andrea fragte lösungsorientiert: „Frau Gerda, haben sie irgendwas in Ihrem Fundus dafür?“
„Nicht wirklich. Meinst du ein Korsett oder so?“
Ralph bekam einen Schreck, erinnerte er sich doch mit flauem Gefühl in Magen an die Erfahrung in der Oktoberwoche, als er noch bei seiner Tante gewohnt hatte. Seine ersten Erfahrungen mit einer Bauchwegschnürung wollte er heute definitiv nicht: Wollte Gerda etwa Andrea davon erzählen?

Gerda bemerkte intuitiv die Gefühlslage von Ralph, überspielte das geschickt, und bot an: „Ich hätte da einen Body von mir, welches den Bauch gut wegdrückt. Das könnte er drunter anziehen und gut ist. Sollen wir das mal probieren?“
Er hatte keine Ahnung was das für ein Body sein sollte, war aber froh, dass das Thema eine bessere Wendung nahm. Gerda verschwand im Schlafzimmer und kam mit einem hautfarbigen Triumpf-Body zurück. Den zogen über die Strumpfhose nach oben zogen und tatsächlich der Bauch wurde weggedrückt. Nachdem die schmalen Träger über die Schulter gezogen waren, bemerkte Andrea: „Coole Idee mit dem Ding. Da stopfen wir jetzt noch ein Paar Socken rein, dann hat Ralph sogar Oberweite.“
Auch da protestierte Ralph, die beiden Frauen wischten es beiseite, die Socken kamen in das BH-Teil rein und damit Basta. Beim zweiten Anziehversuch des Kleides klappte es problemlos. Das Stück passte Ralph ganz gut und auch die schwarze Strumpfhose erwies sich als stimmig. Typisch für ein langes Tanzkleid, war es zur freien Bewegung weit bis zum linken Oberschenkel geschlitzt. Das schwarze Bein lugten zwischen dem roten Stoff sexy hervor. Dazu die Lacktanzschuhe und fertig war Ralph.

Eine wunderschöne Spanierin und ein Torero waren fertig. Genau das Richtige für einen Ball mit Tanzdarbietung und Switch war nur zu erahnen. Gerda startete nochmals den Tango vom Laptop, und Ralph und Andrea taten ihr den Gefallen und tanzten nur für sie.
„Perfekt!“ Gerda war begeistert. „Jetzt aber los! Sonst kommt ihr noch zu spät!“
Sie half Ralph und Andrea in ihre Mäntel verabschiedete sie herzlich.
„Viel Spaß und toi, toi, toi für den Wettbewerb.“

Am nächsten Morgen um 5:23 Uhr bekam Gerda eine SMS:
Danke! Hat super geklappt! Wir sind zweiter geworden! Später mehr!

Um 12 Uhr mittags saßen Andrea und Ralph am Frühstückstisch noch immer geschminkt. Sie genossen im Bademantel das Frühstück, reflektierten die Nacht und er sortierte seine Gedankengänge mühsam.
„Was für ein Abend und was für eine ungewöhnliche Nacht.“, verträumt hing er seinen Gedanken nach. Er schaute ihr zu, wie sie Nutella aufs Brot strich.
„Irgendwie war es ein bisschen lesbisch, Oder?“, sprach sie mit vollem Mund, „Aber auch irgendwie geiler Abend. Und du, du bist halt auch eine schöne rattenscharfe spanische Frau.“ Dafür gab es ein Küsschen. Sie lachte vergnügt, ohne dem Ganzen zu viel Bedeutung zu geben.
„Ich hatte vor der letzten Nacht noch nie Sex mit einem Mannsweib,“ erwiderte er, „irgendwann ist halt immer das erste Mal. Nur der Bart war störend, der Rest wie immer sehr geil.“


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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:16.05.21 00:21 IP: gespeichert Moderator melden


Kapitel #5 *** Ende der Fastenzeit

Es war ein Tag nach Ostern, die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karfreitag war endlich vorbei. Gerda fütterte die Fische im Aquarium und erfreute sich ein wenig an dem Getümmel, welches das Futter auslöste. Ihr war langweilig und sie vermisste Gesellschaft. Die Feiertage waren langweilig gewesen, keine Ansprache und keine Freundinnen, der Stammtisch war ausgefallen. Alle Damen von Kaffeekränzchen waren zu Verwandten gefahren nur sie nicht. Es gab keinen Ausflug nach Garmisch und auch Paul hatte sich seit Wochen nicht gemeldet. Dazu kam, dass die BAVARIA den Winter über keine Aufträge für sie hatte.
Sie schaute sich in ihrer Wohnung um auf der Suche nach einer Unordnung irgendeiner Kleinigkeit, die sie hätte erledigen können. Aber alles war in feinster Ordnung, öde und langweilig. Auf dem Sofa lag die karierte Decke fein säuberlich, wirklich nichts zu tun. Das Ticken der Uhr klang laut und wie eine Mahnung. Tick, Tick, Tick - dieses Geräusch machte sie noch betrübter. Sie wurde sich ihrer Einsamkeit bewusst und fand keinen Weg, diese zu durchbrechen.
Unvermittelt riss sie wütend die Decke vom Sofa und schleuderte sie gegen die Uhr. Dieser Wutanfall tat seine Wirkung, die Uhr fiel von der Wand und verstummte. Gerda atmete erleichtert auf, das tat gut. Sie öffnete das Fenster und atmete die erste Frühlingsluft tief ein.

Es war genau 14:00 Uhr, als unerwartet das Telefon bei Gerda klingelte.
„Ja?“
„Hallo Tante Gerda! Hier ist Ralph.“
„Hallo Ralph! Welch tolle Überraschung! Und genau wie früher punkt um 14:00 Uhr. Hast du dein WG-Zimmer verloren?“
Schweigen am anderen Ende als würde er nach Worten ringen. „So ähnlich, aber anders. Tante Gerda, ich weiß nicht mehr…“, Schweigen in der Leitung, „…weiter.“
„Was ist passiert? Kann ich helfen?“, Gerda war sauer und besorgt zugleich.
„Ich weiß nicht…“, und wieder eine lange Pause.
„Wolltest du mir erzählen warum ihr beim Kostümfest zweiter geworden seid und nicht erster?“, Gerda versuchte das Schweigen zu brechen.
„Wie? …nein. Wovon redest du?“, Ralph schien gedanklich irgendwo anders zu sein, jedenfalls nicht beim letzten Zusammentreffen mit Gerda vor sieben Wochen und auch nicht bei dem Tanzwettbewerb vom Switch-Karneval.
„Ach stimmt! Das wollten wir dir eigentlich auch noch ausführlich berichten. Habe ich aber vergessen. Sorry Tante, tut mir leid!“
„Hm…, nicht gut seine Tante zu vergessen.“, knurrte sie beleidigt ins Telefon.
„Das ist es nicht. Ich habe dich nicht vergessen. Eher im Gegenteil.“
Er überlegte wie er das Gespräch fortsetzen sollte und atmete tief ein. Dann sprudelte es aus ihm heraus: „Kannst du dir vorstellen, dass ich heute Abend bei dir vorbeikomme?“

Tante Gerda war ein wenig perplex, da er offensichtlich einerseits schon wieder irgendwas von ihr wollte, was sie ärgerlich machte, aber andererseits irgendwie verzweifelt wirkte. Ihre innere Stimme war immer noch sauer auf den Rotzlöffel, nachdem er sich so lange nicht gemeldet hatte. Daher ließ sie dem Drang freien Lauf und herrschte ihn an: „Nach den Regeln von früher? Du erscheinst pünktlich 17:45 Uhr? Und dann gemeinsam Kochen bis acht? Oder wie hast du dir das vorgestellt?“
„Nein, nein, das ist es nicht was ich meine…“, antwortete er völlig überrumpelt. Dann stammelte er: „…egal, doch natürlich auch so… nach deinen Regeln…“, und fügte beflissentlich hinzu. „…wie auch immer… ja, ja wegen mir, wie immer du es für richtig befindest. Ach, ich weiß doch auch nicht…“, jetzt war er vollends konfus. „…ich muss dich sehen und gemeinsam mit dir eine Lösung für ein Problem finden.“ Er flehte fast: „Bitte Tante Gerda.“

Sie überlegte übertrieben lang und sagte dann ruhig, emotionslos und ein wenig herablassend: „Einverstanden aber nach meinen Regeln unserer siebten Woche. Sei heute pünktlich vor sechs hier. Nur unter diesen Bedingungen bin ich erneut bereit, mich mal wieder mit deinen Problemen zu beschäftigen.“
Er konnte gerade so noch „Danke“ sagen, dann hatte sie schnell aufgelegt.
War sie sauer, weil er sich so lange nicht gemeldet hatte?
Ja definitiv.
Sie ahnte nichts davon, was wirklich los war, parallel zehn Sekunden später bei Ralph in der Studentenbude brachen alle Dämme und er war ein schluchzendes, weinendes Häufchen Elend.

„Ding Dong“.
Der etwas altmodische Klang der Glocke erfreute Gerda an diesem Tag wie seit langem nicht mehr. Sie betätigte den Summer und ließ ihren Neffen ins Haus hinein. An der offenen Wohnungstür erwartete sie ihn bereits neugierig, bevor er die drei Etagen nach oben gestiegen war, und nahm ihn sofort herzlich in den Arm.
„Ich freu mich dich zu sehen!“
„Ich mich auch!“
Sie drückten einander, umarmten sich innig und gaben sich mit dieser einen Geste das sichere Gefühl, einander aufrichtig vermisst zu haben. Der Zorn ihrerseits und der Kummer seinerseits waren verflogen. Nachdem sie sich voneinander gelöst hatten, legte Gerda fest: „So wie früher!“
„Ja, schon gut! Ein Deal ist ein Deal“, erwiderte er und lächelte sie an.
„Husch, husch ins Bad“, kommandiere sie ihn und begab sich selbst in die Küche.
Im Bad schien die Zeit seit vier Monaten stehen geblieben. Alles wie im letzten Jahr unverändert, Ende November erscheint wie gerade eben gestern. Die glänzenden Handschuhe und Strümpfe und die Hijab, alles da.
Ralph legte alle seine Baumwollsachen ab und kleidete sich mit gewohnter Sorgfalt in die Latexsachen.
Er genoss vom ersten Augenblick das liebgewordene Material auf nackter Haut. Alles war perfekt von ihr vorbereitet und eingeölt und auf Hochglanz poliert.
Bewundernd schaut er in den Badspiegel.
Beine, Arme, Kopf glänzten wunderschön und nur der Körper von Hals bis zum freischwingenden Penis blieben unbedeckt. Ihm schauderte vor Freude. Anschließend schlüpfte er in das Kleid hinein und rief nach ihr: „Tante Gerda! Kannst du mir kurz helfen?“
Sie erschien mit einem Lächeln und schloss den Rückenreißverschluss mit einigem Mühen bis zum eng geschnittenen Hals.
„Hast wohl ein wenig zugenommen. Das werden wir gleich merken.“ Sie legte das auf 74 Zentimeter vorgeschnürte Korsett um seine Taille und kommandierte: „Luftanhalten! Bauch einziehen!“
Es kostete mehr Mühe als zuletzt, aber es gelang doch wieder die Häckchenleiste vorn zu schließen.
„Geht doch! Weiteratmen!“
Er verzog das Gesicht zu einem Lächeln, rang aber gleichzeitig nach Atem.
„Beeil dich mit dem Rest! Die Arbeit wartet!“
Schnell schlüpfte er in die Gummistiefel, legte die Schürze an und ging in die Küche.
„Hast du die Stiefel ausgetauscht?“
„Jetzt, da ich weiß, dass du auf Absätzen beim Fasching kein großes Problem hattest, selbst Tango konntest du tanzen. Da habe ich einfach die alten Stiefel gegen etwas modischere ausgetauscht. Keine Angst, es sind nur sechs Zentimeter Absätze. Das schaffst du leicht!“
Sie lächelte ihn an und war selbstsicher sehr zufrieden mit der Wahl.
„Auch die Schürze ist neu. Ich habe mich für ein schmaler geschnittenes Modell entschieden, so dass deine Hüfte mehr zur Geltung kommt. Aber Schürze muss sein! Und Rüschen auch!“
„Ja, ja, Tante Gerda. Alles okay mach doch und nicht wirklich schlimm.“
„Na dann los. Kartoffeln schälen, Hühnchen ausnehmen, das Gemüse waschen, schneiden und garen. Es soll heute einen Festschmaus geben!“
‚Puh', dachte er. ‚Es geht da weiter, wo es aufhörte! Sie genießt die Situation in vollen Zügen und nutzt mich nach Strich und Faden aus.'

„Wer geht in den Keller und holt Wein?“, fragte sie scheinbar ergebnisoffen.
„Ähm, hatten wir das nicht beim letzten…“ Der Satz blieb unvollendet als er ihren Blick und ihre Stirnfalten sah. Nach kurzem Nachdenken ergänzte er seufzend: „…mach ich!“
Sie lachte laut und schaute ihn tief in die Augen. „Hab' ich schon erledigt. Wollte dich nur testen!“
Er mühte sich in der Küche ab und kam ganz schön ins Schwitzen bei dem großen Aufwand für das heutige Abendessen. Sie saß derweil im Sessel und beobachtete ihn genüsslich und trank dabei schon mal das erste Glas Wein.
Während des Essens schwieg Gerda mit voller Absicht und wartete, dass er das Gespräch begann.

„Seit wir neulich hier waren, ist viel passiert“, brachte er zwischen zwei Bissen hervor.
„Schätzchen, das Essen ist vorzüglich. Wenn das mit der Juristerei nicht klappt, du würdest eine hervorragende Köchin abgeben.“
Er schmunzelte ob des Lobes und bemerkte gar nicht, dass sie ihn - wie auch in der letzten Woche im November - in der weiblichen Form angesprochen hatte.
„Danke. Also, nach dem Faschingsball, bei dem wir zweiter wurden…“, sagte er zu einem Gespräch ansetzend.
„Noch ein Glas Wein?“, wieder unterbrach Gerda ihn in vollster Absicht.
„Möchtest du gar nicht wissen was passiert ist?“ Man spürte, er wollte reden.
„Doch, doch…“, bemühte sie sich, Interesse zu heucheln, „…fahr fort. Aber erst Prost. Auf uns!“
Sie lächelte ihn gewinnend an und er freute sich.

„Gewonnen hat ein schwules Pärchen, welches sich als lesbisches Pärchen perfekt wie Conchita Wurst verkleidet hatte. Und beide arbeiten beim Ballett! Das ist so was von ungerecht! Sie spielten die Trumpfkarte ‚Wir sind Tunten mit Bart und das ist gut so!'. Ich bin mir immer noch sicher, wir waren das schönste Pärchen des Abends. Viel besser als die beiden Möchtegern-Würste!“
Er blickte sie an. „Vor allem dank deiner Künste. Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Nochmals, danke an dich!“
Er neigte sich zu ihr und gab ihr einen dicken Kuss auf die Wange.
„Gern geschehen!“

Er hing in Gedanken an dem Februarabend und Gerda ließ ihm ein wenig Zeit bevor sie fragte: „Und was geschah dann?“
„Lange Rede, kurzer Sinn: Aus den Osterferien heraus schrieb Andrea mir, dass es aus ist!“
„Einfach so?“
Er seufzte deutlich hörbar: „Leider nein! Die Art und Weise wie sie es tat, hat mir stark zugesetzt.“
Wieder war Gerda so scharmant zu einfach abzuwarten.
„Andrea hat mir in einem langen Brief dargelegt, dass sie jetzt einen wirklich echten Mann kennengelernt hat, und hat mich ausführlich niedergemacht.“
„Und hatte sie Grund dazu?“
„Natürlich nicht…“, er aß einen Happen bevor er weitersprach. „oder doch vielleicht einen Kleinen. Sie ist jetzt mit einem 27-jährigen zusammen. Gegenüber dem wirke ich wie ein Milchreis- Bubi, schreibt sie.“
„Das ist nicht nett“, bestätigte Gerda.
„Und sie hat sich vor Ostern nicht okay verhalten und auf meinem Laptop herumspioniert. Das macht mich fertig!“
„Was genau hat sie da gefunden? Andere Frauengeschichten?“ Gerda zwinkerte ihm zu. „Hätte ich dir gar nicht zugetraut!“
„Nein! Ich war ihr treu!“ Er seufzte und kam ins Stocken. Sollte er seiner Tante wirklich alles erzählen? Alles einfach raus, so wie er es sich heute Mittag vorgenommen hatte?

„Kennst du Bianca Beauchamps?“, fragte er unvermittelt nach einer größeren Pause.
Jetzt war es an Gerda einige Augenblick verlegen nach Worten zu ringen, und sie entschied sich dann doch für ein einfaches: „Ja.“
Bei seiner Tante verwunderte Ralph nichts mehr.
„Sie fand Fotos von Frauen in Latex und auch ein paar Latexfilme, die ich aus dem Netz runtergeladen hatte.“
„Und das war schlimm für Andrea?“
„Ich bin mir nicht sicher. Vielleicht war es schlimm für sie. Sie ist ja vom Dorf, oder sie tat nur so, als ob es schlimm wäre, um mich abzuservieren. Oder sie fand es schlimm, dass wir nie drüber geredet haben. Ich weiß nicht. Was sie in der Mail schrieb, waren nur harte Beschimpfungen und Drohungen.“

Gerda wartete einen Augenblick: „Möchtest du darüber sprechen?“
„Ich weiß nicht. Wenn ich die Worte wiederhole, befürchte ich, dass es mich erneut stark aufwühlt.“
Er dachte nach und man sah, dass jeder Satz ihn tief getroffen hatte. Er konnte sogar jeden Satz memorieren, so oft hatte er Andreas Brief gelesen.
„Lass' es raus. Vielleicht können wir gemeinsam darüber lachen“, schlug Gerda vor.
Du perverses Schwein!
„Nicht nett“, quittierte Gerda.
Während wir ein Paar waren, hast du wohl immer an diese Bianca mit den riesen Titten gedacht und dir einen runtergeholt!
„Harter Vorwurf“, bestätigte die Tante und lächelte vor sich hin ehe sie fragte: „Und? Hast Du Dir einen…, wie schreibt sie, …runtergeholt?“
Ein breites wissendes Gerda-Grinsen schlug ihm entgegen. Es war ansteckend und es entstand eine neue zarte Bande zwischen ihnen, getragen durch gemeinsames Wissen über diesen Brief.
Willst du etwa, dass ich mir auch so Monstertitten machen lasse? Ekelig!
„Stimmt, die von Bianca Beauchamps sind eine Nummer zu groß für meinen Geschmack!“
Da lächelte er erstmals mit.
Wie viele solcher Latexperverse wie dich gibt es denn, wenn die notgeilen fo***en so viele Fotos von sich machen, nur um Euch aufzugeilen?
„Gute, ernstgemeinte Frage. Diese Andrea nähert sich dem Thema geschickt. Schlaues Mädchen…“, Gerda dachte nach, „…da kannst du ohne Sorge antworten: Tausende, wahrscheinlich sogar Millionen Perverse lechzen nach mehr Fotos jeden Tag von Bianca.“
Das brach das Eis. Man spürte seine wachsende Erleichterung.
Wenn du auch nur noch einmal mich ansprichst oder anfi**kst oder anmailst, werde ich dich an der Uni bloßstellen.
„Das ist gemein. Erst stellt die Andrea eine gute Frage nach der Häufigkeit und dann erlaubt sie nicht, dass du per Mail antwortest. Das ist ja Blödsinn.“
Nun lachten beide herzhaft.
Du geiler Bock!
„Klingt wie ein nachträgliches Lob für gute Leistung.“
Verpiss Dich!
„Würde ich an deiner Stelle auch erstmal tun. Die hat deine Stärken noch nicht entdeckt!“
Sie zwinkerte ihm zu und spürte wie er sich endgültig entspannte.
Seine aufgestaute Geschichte musste definitiv raus, er hatte sich für seine Tante als Zuhörerin entschieden, das war gut und Gerda war sehr froh darüber.
Er legte vertraut seine Hand auf ihren Arm und sagte schlicht: „Danke!“
Es verging eine ruhige Minute. „Und… ich weiß gar nicht ob man das zu seiner Tante sagen darf…“, er räusperte sich kurz. „…schön, dass es dich gibt und wir jetzt hier sitzen.“

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Erin
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:16.05.21 16:23 IP: gespeichert Moderator melden


Da kommt ja der verlorene wieder nach Hause. Da kann das Spiel ja weiter gehen. Freue mich auf die Fortsetzung ..
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Latexbrummbär
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:16.05.21 22:04 IP: gespeichert Moderator melden


Ich hätte auch gerne eine Tante Gerda...
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K2
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:17.05.21 21:44 IP: gespeichert Moderator melden


@ all,
Danke Euch, wir haben die 20000 Lesungen geschafft.
Freut mich! Da liegt bei vier Teilen die Vermutung nahe, dass so 200 bis 300 die Geschichte mögen.
Bleibt neugierig!

@ Erin,
so so, Du denkst der "Verlorene kommt nach Hause", so ganz freiwillig ja nicht, er hat ja Kummer und sucht Rat.
Wer weiß, was passiert wäre, wenn die Andrea nicht so gemein gewesen wäre. Wahrscheinlich hätte die Geschichte schon eine Woche früher geendet. Also danken wir mal Andrea, ohne ihren schlechten Charakter, wäre die Autorin ratlos. Aber so...
Bleib neugierig!

@ Latexbrummbär,
so so, Du hättest gern eine Tante Gerda.
Da kann ich nicht wirklich helfen.
Wenn aber Dein Vater oder Deine Mutter eine Schwester haben, oder einen verheirateten Bruder, dann sind da schon Optionen.
Frag Deine Tanten doch einfach mal bei einem Glas Sekt: "Hey Tante XY, stehst Du eigentlich auf Gummie?" Trau Dich und
Bleib neugierig!
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Latexbrummbär
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:18.05.21 01:05 IP: gespeichert Moderator melden


Hehe...die Optionen fallen leider alle weg. Aber vielleicht übernimmt es ja irgendwann die Partnerin. Eine wirklich tolle Geschichte. Schreib bitte bald weiter.
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Nordlaender Volljährigkeit geprüft
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:18.05.21 16:51 IP: gespeichert Moderator melden


Eine wirklich sehr schön geschriebene Geschichte.
Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Fortsetzung.
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K2
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:21.05.21 21:13 IP: gespeichert Moderator melden


@ Latexbrummbär
So, so keine persönliche Tante vorhanden. Aber bei Ralph ist ja Gerda auch keine richtige Tante sondern eine Großtante.
Ok Ok, das mit der Partnerin ist eine gute Alternative.
Bleib neugierig.

@Nordlaender
Danke für das Lob.
Bleib neugierig.

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K2
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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:21.05.21 22:31 IP: gespeichert Moderator melden


und weiter geht es wie jedes Wochenende



*****

Sie aßen vergnügt den Nachtisch, und dann war es an Tante Gerda dem Gespräch eine neue Wendung zu geben.
„Wenn ich es recht in Erinnerung habe, hatten wir einen Pakt geschlossen ‚Woche um Woche gibt’s eine Verschärfung‘...oder?“
„Ich glaube schon.“, erwiderte er lächelnd und verriet dabei ein wenig, er hatte damit gerechnet, wenn nicht gar darauf gehofft.
„Nun hat heute die achte Woche begonnen und du versprachst mir, diese Woche wieder täglich zu mir zu kommen, auch wenn du eine Bleibe hast. Beides richtig?“
„Ja, in der Tat. Beides richtig, als Dankeschön komm ich gern drei Tage zum Abendessen.“
Er wartete ab und fragte sich in Gedanken: ‚Was kommt jetzt? Was hat das verrückte Tantchen wieder ausgeheckt?'
„Okay, dann könnten wir morgen den achten Schritt hinzufügen? Oder was meinst du?“
„Wenn unsere Regeln so sind, dann soll es so sein.“, bestätigte Ralph.
„Oder hältst du es für richtiger, wenn wir morgen drei Schritte hinzufügen? Einen weiteren Schritt für die Mühe mit deinem Fasching und ein zusätzlicher für die lange Wartezeit.“
„Hm… das könnte man so arrangieren: 8+ quasi, wenn man es getrennt als Handicap betrachtet. Den Fasching und die Wartezeit macht neun und zehn, so in der Art?“
Sie lächelte und spürte, er war nach dem offenen Gespräch über Andreas Brief so erleichtert, jetzt wollte er Bäume ausreißen oder Pferde stehlen, oder beides.

„Okay, so machen wir es. Ich füge drei Dinge hinzu, aber nur eine weitere Hilfe, die du mir leisten musst. Ich bin ja kein Unmensch. Unser Spiel geht dann in den Zwischenstand 8:10. Einverstanden?“
Er wartete einen Augenblick, aber in Gerdas Augen las er eine diebische Vorfreude, die ihm nicht so recht gefiel. Er mochte sie dennoch sehr. Und so entschied er sich nach einigem Zögern: „Ich bin neugierig was du wieder ausheckst. Und wegen mir ist ein 8:10 abgemacht!“
Sie schlugen per Handschlag ein. Ralph ergänzte: „Na gut morgen viertel vor sechs werden wir unseren ‚Jungend- hilft- Tante-Pakt' neu starten.“
„Nein, nein. Nicht viertel vor sechs. Hast du vergessen? Morgen ist Mittwoch, der Tag an dem du an der Uni eher wegkannst und mir beim Wohnungsputzen zur Hand gehen musst!“
„Stimmt. Hätte ich beinahe vergessen“, sagte er. „Passt noch immer, auch im zweiten Semester zu meinem Stundenplan. Ab drei habe ich frei.“
„Also morgen gegen vier und jetzt hurtig den Tisch abgeräumt, damit ich pünktlich zur Tagesschau meine Ruhe habe.“ Sie stand auf und neigte sich über den Tisch.
„Danke, für das vorzügliche Mal!“ Und dann gab sie ihm unerwartet einen Kuss auf den Mund.
Er räumte den Tisch ab, spülte in der Küche und hinterließ alles auf Hochglanz poliert. Sie saß derweil vor dem Fernseher und machte exakt gar nichts, außer die Situation genießen. So wie früher. Auch der Rest des Abends verlief wie früher. Sie machte keine Anstalten in die Küche zu kommen. Er schaute kurz ins Wohnzimmer, worauf hin sie ihn ermahnte, das Lernen nicht zu vernachlässigen. Er entkleidete sich im Bad, warf die Sachen in die Badewanne, duschte kurz und setzte sich dann im Jogginganzug an den kleinen Schreibtisch im Schlafzimmer.
Er schaute verdutzt in den blitzblanken Schrankspiegel und erinnerte sich an das letzte Mal, als er diesen Raum betreten hatte. Mit einem Wonnegefühl erinnert er sich, wie er den Schrank damals beschossen hat. Das war vor fast einem halben Jahr gewesen, wie stark doch diese Erfahrung noch wach war. Mit einem Seufzer verscheuchte er diesen Gedanken und begann mit ‚Handelsrecht Band 2 Paragraph 5 Abschnitt 1.

*****

Halb vier am nächsten Tag ein besonderer Mittwoch klingelte Ralph erneut an der Tür und als erstes bat Gerda ihn zum Kaffeetrinken.
„Weißt du was mir aufgefallen ist?“, und ohne die Antwort abzuwarten, fuhr sie fort zu sagen: „Deine mir zugedachte Hausarbeitshilfe Nummer sieben haben wir noch gar nicht ausprobieren können, und heute müssen wir uns schon was neues, die Hilfe Nummer acht ausdenken.“
„Du meinst nicht das Badputzen heute Nachmittag, oder?“
„Nein das nicht. Das war Nummer sechs. Erinnerst du dich gar nicht?“
„War irgendwas mit Wäsche bügeln am Donnerstag oder so was ähnliches?“
„Das ist Nummer 8. Genau. Wie hast du das erraten? Können wir ja morgen Abend nachholen“, lachte sie.
„Ich hoffe, du hast nicht ein halbes Jahr lang die Wäsche aufgehäuft und damit auf mich gewartet“, gab er ebenfalls lachend zurück. „Ein bisschen trainiert habe ich in meiner WG schon und bestimmt fünf Hemden mehr oder weniger perfekt gebügelt. Also sei bitte vorsichtig mit dem was du mir gibst. Das könnte auch schief gehen.“
„Nein, so viel ist es nicht. Eine gute Fachkraft braucht sicher nur 30 Minuten dafür, und für den Anfang gebe ich dir nur Baumwolle. Da kann gar nichts schief gehen.“
„Bezüglich Nummer sieben könnten wir ja ‚Wein aus dem Keller holen' nehmen. Das habe ich ja schon einmal erduldet!“, er neckte sie und freute sich über den lustigen Einfall, wie ein kleines Kind.
„Dir wird das Lachen schon noch vergehen. Mir wird schon was in den Sinn kommen.“
Beide genossen den gemeinsamen Kaffee und schauten sich über die Tassenränder in die Augen. Das Blitzen in ihrem Blick verriet, sie heckte was aus. Und da er seine Tante Gerda jetzt besser kannte, wusste er, da kommt eine neue große Herausforderung auf ihn zu.
„Wollen wir mit der Anprobe der Nummer 8 loslegen?“, fragte sie abrupt.
Er räumte die Tassen in die Küche und war neugierig, was diese acht sowie die angekündigte neun und zehn wohl an Kleidung sein sollten.
„Wie immer habe ich alles hingelegt. Probier's aus. Und wenn du Hilfe brauchst, rufst du. Okay?“
„Ja, mach' ich.“

Ganz oben auf dem Stapel lag jetzt neu eine Unterhose, Hautfarben. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht bei dem Gedanken, dass sein frei hängendes Glockenspiel nun wohl doch ins Spiel einbezogen wird. Er nahm das Stück und stellte fest, es war sehr klein, viel kleiner als erwartet. Und es war, alles andere hätte ihn auch gewundert, aus stabilem Latex, nur eben Hautfarben und sehr gut eingeölt und flutschig. Als er diese Unterhose auseinanderfaltete, sah die Latexhose einer Boxershorts nicht unähnlich, jedoch mit ganz engem Schnitt und einer zusätzlichen Lage dicken Gummi als Verstärkung im Vorderteil. Und es gab einem hohen Bund, welcher sicher weit über den Bauchnabel reichen würde. Am Hintern waren Silikonkissen eingearbeitet, die irgendwie seinen flachen Hintern runder machen sollten.
‚Was es nicht alles gibt', dachte er. Aber wenn er die Hose und dann das Korsett anzöge, dann wäre es aus mit ‚eben mal schnell…' auf der Toilette. Dieses Teil konnte man ganz gewiss nicht mal eben runterziehen. Dann entdeckt er ein kleines Loch dort hinten, in der Mitte des Po. Ralph dachte nach: ‚Okay, eine Öffnung gibt es immerhin'. Er schmunzelte vor sich hin: ‚Let's do it'.
Das war jedoch leichter gedacht als getan.
Langsam schlüpfte er erst mit dem linken, dann mit dem rechten Fuß hinein und musste feststellen, dass schon an den Waden der Weg beschwerlich wurde. Der Bund war sehr eng, und auch die Beinabschlüsse würden sicherlich an den Oberschenkeln sehr eng anliegen.
Stück für Stück arbeitete er die Hose nach oben und hatte schwer zu kämpfen den engen Bund, der mal auf seiner Taille zu liegen kommen sollte, über den Po zu ziehen. Die vordere Verstärkung war sehr unangenehm und drückte auf seinen Penis.
‚So geht das nicht', dachte er, und probiert es im zweiten Anlauf anders herum: Das beste Stück unten quer auf halb acht.
Auch diese Lage war alles andere als angenehm. Er fasste von hinten durch den Schritt und zog seinen Penis einfach zwischen die Beine nach hinten voll durch.
Perfekt!
Und nicht zu unangenehm. Und das Beste daran war, er konnte bei Bedarf auch durch das kleine Loch pinkeln, falls er doch mal müsste.
Bei dem Versuch die Hose endgültig in die richtige Position zu ziehen, wurde er eines anderen Problems gewahr. Wohin mit den Hoden? Die dicke Gummiplatte drückte übel mit den Kanten auf die beiden Bälle. Erst als er die Hose wieder nach unten zog, registrierte er, das oberhalb des Penis zwei kleine extra dafür geformte Mulden vorhanden waren. Mit ein wenig rumprobieren gelang es ihm die beiden Dinger in die Hauttaschen rechts und links oberhalb der Sch****zwurzel zu schieben. Dann das gute Hosenstück wieder nach hinten in die Poritze und gleichzeitig den Slip nach oben hieven.
„Passt!“, sagte er laut und freute sich das Problem gelöst zu haben.
‚Der Druck ist spürbar, aber nicht unangenehm. Alles ist gut verstaut und vorn sieht es aus wie bei einem Mädchen', dachte er und drehte sich vor dem Badspiegel und bewundert nun auch den deutlich runden weiblich gewordenen Po.

„Die neue Hose sieht sexy aus, Tantchen!“, rief er Richtung Wohnzimmer.
„Gern geschehen. Aber das Tantchen kannst du weglassen“, erwiderte sie.
Er bewunderte sein neues Aussehen rund um den die Hüfte und im Schritt nochmals ausgiebig. Er realisierte wie stark es ihn einerseits erregte und andererseits wie stark es ihn dabei behinderte der Erregung freien Lauf zu lassen.
‚Schnell auf andere Gedanken kommen', forderte er sich auf und nahm als nächstes die schwarzen Strümpfe in Angriff. Wie erwartet waren diese lang genug und überdeckten die zehn Zentimeter Beinröhren der Korselett-Hose. Jetzt war er also von der Taille bis zu den Zehenspitzen mit Gummi bedeckt. Fühlte sich für ihn gut an, gedankenverloren strich er sich über den Hintern und zwischen den Schenkeln. Zufrieden registrierte er: ‚Dicker Po, flacher Bauch und beulenfreier Schritt, eine perfekte Verwandlung zum Latexgirl!‘
Jetzt wollte er es wissen, unbedingt den schönen Zustand vom November wieder erspüren. Eilig fügte er die Handschuhe und den Hijab hinzu und nahm das Kleid zur Hand.

„Was ist denn das?“, fragte er fröhlich im Selbstgespräch. Ralph hatte direkt unter dem Kleid, zwei hautfarbige Halbkugeln entdeckte: „Zwei Titten? Sind das die Kleidungsstücke 9 und 10?“, sein Selbstgespräch unterstich Ralphs heutige Fröhlichkeit, „Hallo ihr beiden Wabbelfreunde!“
Er pikste mit dem Zeigefinger die Nippel der Silikonbrüste. Die Größe gefiel ihm gut, eine gute Handvoll, denen von Andrea nicht unähnlich. Die Kissen wirkten sehr natürlich da sie schön ausgeformt waren, leicht dreieckige Form und natürliche Brustwarzen und -nippeln hatten. Er nahm eine in die Hand und legte sie sich an die Brust: „Okay, könnte klappen!“
Aber auch Zweifel machten sich gedanklich breit: ‚Geht das nicht zu weit? Tantchen, Tantchen was soll das nun wieder?'

Nach einigem Zögern - er seufzte hörbar - schnappte er sich entschlossen das Kleid, zog es schnell über, schlüpfte mit den Armen hinein. Ehe er den Rückenreißverschluss schloss, schob er die beiden Brustprothesen in die vorgesehenen Ausbuchtungen.
„Wow, passt perfekt!“, er pfiff anerkennend vor sich hin, schloss den Reißverschluss mit vielen Verrenkungen ohne Hilfe von Gerda. Dann bewunderte er sich im Spiegel. Dabei fragte er sich verdutzt: ‚Ist das Kleid heute anders?'. Es schien so, als wäre es früher weniger weiblich gewesen und nun hatte es einen schönen femininen Vorbau. Die Füllung passte perfekt ohne zu spannen: ‚Nein, das ist fast das gleiche Kleid wie damals nur jetzt ist es oben faltenfrei und stimmig.‘
Im Spiegel sah er jetzt ein richtig tolles Mädchen mit einem gewissen Etwas in der Bluse und neckischen Nippeln die sich ins Gummi bohrten. Nicht zu viel und nicht zu wenig, genau richtig für seinen Geschmack. Er strich sich zärtlich darüber und freute sich über das echte Gefühl.
‚Fühlt sich so eine Frau mit zwei echten Brüsten?', dachte er und freute sich über die Perfektion bei der Auswahl und des guten Geschmacks seiner Tante. Der Rockteil des Kleides, so erschien es ihm, stand ein wenig weiter in alle Richtungen aus. Ein eingeklebtes Unterteil war die Lösung des Rätsels. Der weiße Unterrock lugte unten ein wenig hervor und ließ somit die glänzende Pracht und die Gummifalten rundherum weiter abstehen. Die Hose darunter tat ihr Übriges dazu, mit den dicken Polstern hinten kam die Weiblichkeit mit einem richtigen Wonnepopo zur Geltung.
‚Es fühlt sich besser an als früher! Nein, das trifft es nicht…‘, dachte er nachdenklich, ‚…es fühlt sich SEHR gut an, stimmig und vollkommen natürlich.‘
Noch zwei drei bewundernde Blicke in den Spiegel und dann schnell das Korsett angelegt. Er musste tief Luft holen. Dann ging es aber auch ohne Hilfe, da die Hose den Bauch schon gut vorgespannt hatte. Zu guter Letzt die weiße Schürze, welche an diesem Tag so gut passte wie noch nie. Die neckischen Rüschen überall unterstrichen die Eleganz und die neue Oberweite kam super zur Geltung.

„Wow!“, rief er ins Wohnzimmer, nachdem er sich satt gesehen hatte.
„Lass sehen!“, rief Gerda ungeduldig.
Er schlüpfte in die Stiefel und stolzierte ziemlich sicher auf den 6 Zentimeter- Absätzen zu seiner Tante. Dann drehte er sich vor ihr nach rechts und links, lächelte und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Danke für die Neuigkeiten acht bis zehn! Passt und sieht super stimmig aus!“
Dann ging er einen Schritt zurück, deutete einen Knicks an und sagte: „Zu ihren Diensten, Miss Gerda!“
Diese lachte und freute sich irgendwie ganzen Herzens mit ihm.
Die Perfektion der neuen Verwandlungsstufen überraschte sie positiv, dennoch konnte sie sich nicht zurückhalten ihn zu foppen: „Das mit dem Knicks musst du aber noch üben!“
„Okay!“
Er versucht einen weiteren Knicks, sagte dann aber selbstbewusst: „Lasst uns mit dem Bügeln beginnen, wir haben schon nach fünf.“
„Ich habe schon alles aufgebaut. Geh' ins Schlafzimmer, ist heute für den Anfang nicht allzu viel!“

Ralph ging allein rüber ins Schlafzimmer und war erfreut. Da stand nur ein kleiner Wäschekorb, ein Bügelbrett und ein Dampfbügeleisen und das alles direkt vor dem großen Schlafzimmerspiegel. Er würde sich bei der Arbeit beobachten können. Er schaltete das Bügeleisen an und legte los. Nach kurzer Zeit bemerkte der Spaß an dieser Arbeit steigt, wenn man es in diesem Outfit vor dem Spiegelbild macht. Es sah in der Tat so aus, wie eine Zofe aus dem letzten Jahrhundert, die freudig beschwingt ihre angestammte tägliche Arbeit machte.
Er bemerkte gar nicht, dass seine Tante in der Schlafzimmertür getreten war und ihm amüsiert zuschaute wie er sich mit der Wäsche abmühte. Sie konnte ein Lachen nicht unterdrücken, als er am Boden des Korbes einen Schlüpfer entdeckte und diesen verwundert auf dem Bügelbrett platzierte.
Grinsend bemerkte er sie und sagte: „Fast wie mein eigener, nur nicht aus Latex!“
Er strich ihn glatt und legte ihn zusammen, halt so, wie er meinte einen Schlüpfer zusammenlegen zu sollen. Sie beobachtete ihn, nahm die fertig gebügelte Wäsche: „Danke gut gemacht!“

„Das reicht für heute“, Sie nahm jetzt den Schlüpfer und legte diesen in ein Schubfach des großen Wäscheschrankes hinein. Über ihre Schultern konnte er einen Blick ergattern und sah neben den Korselett-Hosen eine große Sammlung von Bodyformern und BHs. Das erklärte mehr oder weniger warum seine Tante trotz der 33 Jahre mehr auf der Lebensuhr, immer noch so eine gute Körperform hatte. Er betrachtete ihre Silhouette von hinten mit einem freudigen Schauer. Ja, sie ist immer noch eine wunderschöne Frau. Ein bisschen kräftig, aber nicht zu viel und nicht zu wenig, mit einem wunderschönen großen knackigen Po und einer schönen Taille.

„Steh' hier nicht rum, du Träumerle. Räume das Bügeleisen und das Brett hinter den Schrank und dann komm' ins Wohnzimmer!“
Er erledigte dieses jedoch nicht ohne nochmals einen bewundernden Blick auf sein Spiegelbild zu werfen. Ralph konnte auch nicht widerstehen, den Rock ein wenig zu lupfen und seinen wohlgeformten Po mit ihrem eigenen zu vergleichen. Er strich sich erneut über den Schrittbereich und fühlte ein wunderschönes Prickeln.
‚Gar nicht so unsexy, trotz eingesperrtem Pimmel', dachte er.
Dann rubbelte er noch ein wenig und fasste für sich zusammen: ‚Was für zwei Hammerbräute! Sehen echt sexy aus wir beiden.'
Er unterbrach schnell sein Treiben ehe er es in einen nicht mehr kontrollierbaren Zustand abrutscht. Er fühlte sich einfach nur gut.
Ralph schloss die Tür des Schlafzimmers und löste damit, von ihm völlig unbemerkt, einen Taster aus, der die Kameraaufnahme hinter dem Spiegel stoppte.

„Was hast du vor?“, fragt er, als er das Wohnzimmer betrat und den Sessel mitten im Raum stehen sah.
„Setz' dich!“, fordert sie ihn auf. „Überraschung Nummer 10 wartet auf dich.“
Neugierig, aber auch ein wenig unsicher ob der Dinge die da kommen, setzte er sich.
„Reicht das nicht für heute? Nummer 8 der Schlüpfer sowie 9 und 10 die Busen, Tante Gerda?“
„Nein, nein, mein Schätzchen. Abgemacht waren 10 Dinge, und abgemacht ist abgemacht. Da muss mein Mädchen jetzt durch.“
Da wurde es ihm gewahr. Sie hatte ihn wieder weiblich angesprochen.
„Nichts Großes, glaub' mir. Du wirst es mögen“, sprach sie weiter, drückte ihn auf den Sessel, öffnete das Kleid ein wenig am Hals, und nahm die Hijab ab. Dann legte sie ihm einen weißen einfachen Frisörumhang um, und schloss diesen dicht am Hals.
„Was hast du vor?“, fragte er nun noch mehr verunsichert, aber ihm schwante was kommt: ‚Sie wird doch nicht wie beim Fasching...?'

„Lass' dich überraschen“, erwiderte sie. „Erstmal muss dein Bartflaum weg. Wann hast das das letzte Mal gemacht?“
„Schon ein Weilchen her, weißt ja, da wächst nicht viel.“
Sie trug gleichmäßig Rasierschaum auf sein Gesicht und massierte diesen sorgfältig ein. Das war ein angenehmes Gefühl. Und als er gewahr wurde, dass sie keinesfalls mit einem scharfen Rasiermesser, sondern mit einem ganz normalen Nassrasierer hantierte, begann er sich zu entspannen. Sie ging sehr vorsichtig vor und wiederholte die Prozedur ein zweites Mal, bis auch das letzte kleinste Härchen weg war. Er hatte die Augen geschlossen und genoss das anschließende Eincremen des ganzen Gesichtes vom Hals bis zur Stirn, welches einen seidenzarten Eindruck auf der Haut hinterließ. Da kein Spiegel in der Nähe war, konnte er auch nicht bemerken, dass dieses kein Aftershave war. Gerda trug ein 24h-Stay- Makeup auf und seine Haut schimmerte nun ebenmäßig in einem hellen Sandton.
„Kopf hinten anlegen!“
Er tat wie ihm geheißen und genoss sichtlich die bequeme kuschelige Haltung.
„Jetzt kann es ein wenig ziepen. Hier sind zwei drei Theo Weigel Haare in den Augenbrauen. Die müssen weg. Sieht ja aus wie ein Gestrüpp!“
Beide grinsten und sie nahm eine Pinzette und riss fünf sechs Härchen raus. Irgendwie war es Ralph schon klar, dass sie drauf und dran war, der Latexdienstmagd den letzten Schliff zu geben. Wegen des Hijabs war er vorher schon kaum noch als Mann zu erkennen gewesen. Und doch war es ihm schleierhaft, warum sie sich nun so viel Mühe gab. Er ließ sie jedoch ohne Murren gewähren und war auf das Ergebnis gespannt.

Als nächstes trug sie mit einem schmalen Pinsel eine Farbe auf die Augenbrauen auf und konturierte diese in einem schönen Bogen. Man sah sofort, sie verstand ihr Handwerk. Es gelang ihr gut, aus den für eine Frau etwas zu buschigen und zu umfangreichen Brauen einen weiblichen Bogen zu zaubern, ohne dass er am nächsten Tag befürchten müsste, auf die Veränderung angesprochen zu werden.
„Keine Angst. Abgeschminkt sieht keiner, dass wir da was gemacht haben“, beruhigte sie ihn.
Sie arbeitete hochkonzentriert weiter und ordnete und färbte die Wimpern. Nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, kramte sie in ihrem großen Maskenbildner-Arbeitskoffer und fand was sie suchte. Mit geschickten Händen trug sie Wimpernkleber auf und verlieh den Augenlidern was dramatisches, vielleicht eine kleine Spur zu lang, aber nicht übermäßig unnatürlich. Als sie mit Waterproof-Wimperntusche nachhalf und eine Smokey-Eye Umrandung zauberte, waren ausdrucksstarke Augen entstanden, die mit jeder Diva mithalten konnten. Danach trug sie ein leuchtentendes Rot mit einem Pinsel auf die Lippen auf, konturierte diese leicht runder als der natürliche Verlauf es vorgab, und unterstrich die Wirkung in der Mitte mit einem helleren Farbton. Zum Schluss versiegelte sie das kräftige Rot mit einem kussechten Lipgloss, der den Glanzeffekt nochmals verstärkte.
„Augen leicht zu und nicht blinzeln“, sagte sie, bevor sie mit einem Fixierspray das ganze Gesicht benetzte.
Sie schaute sich ihr Werk wie ein Künstler nochmal von drei Seiten an, und war mit sich zufrieden. Es war ein weibliches Gesicht mit ein einem Drang zur Dramatik entstanden.

„Voila“, rief sie. Und als sie ihm die Hijab wieder darüber gezogen hatte, sagte sie: „Das passt jetzt viel besser, und eine perfekte Raphaela ist entstanden!“ Sie war vergnügt, es tat gut nicht mehr allein zu sein.
Sie hauchte ihm einen Kuss auf die perfekten feuchten Lippen: „Ich könnte dich vernaschen! Wenn du magst, kannst du dich gleich im Bad bewundern. Aber nicht stundenlang, du musst schnell in die Küche. Abendbrot ist Dein Job, weißt ja bestimmt noch und ich…“, sie lächelte wieder neckisch mit dieser Mischung aus ‚faustdick-hinter-den-Ohren' und ‚love-to-be-different'.
„…und ich sitze wie immer Wohnzimmer rum und lass' mich bedienen.“
„Schon OK.“, knurrte Ralph, „Ich schufte und du faulenzt. Eine Frage habe ich noch.“
„Ja.“
„Du hast mich eben Raphaela genannt, ist das dein Ernst?“
„Schau in den Spiegel“, gab sie keck zurück, „und entscheide selbst.“

Während Ralph sich im Bad selbst bewunderte war Gerda gar nicht faul. Sie bereitete sie einen Brief vor und ließ eine SIM- Karte des Fotoapparates darin verschwinden. Beigelegt war ein Brief.

Lieber Paul,
schau Dir diese neuerlichen Probeaufnahme einmal an.
Was meinst Du? Ergibt das langsam eine gute Vorstellung für den roten Faden unseres Films. Ein ersten Entwurf des Drehbuches ist in Arbeit.
Vermisse Dich und liebe Grüße,
Deine Yvi


Ralph werkelte derweil mit viel Spaß in der Küche. Gefiel ihm der neue Name Raphaela, oder nicht. Er war nicht sicher. Ging das Spiel jetzt nicht ein bisschen zu weit? Musste das sein mit dem Frauennamen? Andererseits was soll‘s, wenn es Gerda Freude bereitet ihn so zu necken, soll sie doch. Bei dem jetzigen Outfit traf ja wohl doch eher weiblich und Raphaela als männlich und Ralph.

Später kam die Latexgestalt grazil aus der Küche mit zwei dekorierten vegetarischen Tellern und mit geschmorten Zucchini auf einer Extraplatte.
„Oh! du bist fertig! Schön sieht das aus. Das duftet richtig gut. Setz' dich zu mir.“
„Sehr wohl Miss Gerda.“
Gemeinsam saßen sie am Tisch und genossen weitgehend schweigend das Essen, Raphaela reichte zweimal Wein nach und auch das Apfelkompott mit Vanillesoße mundete hervorragend.
„Deine Kochkünste werden immer besser.“
„Ja ich bin noch nicht ganz aus der Übung und Spaß macht es auch.“
Neugierig fragte die Tante: „Hat dir das gefallen, was du im Spiegel gesehen hast?“
Ein breites Grinsen in seinem Gesicht verriet Gerda, sie hatte richtig gelegen mit den drei neuen Zutaten bodyformende Unterhose, Silkonbrüsten und Makeup. Was sie vor sich sah war eindeutig ein happy man oder vielmehr eine glückliche Raphaela.

„Ich weiß nicht genau, was es zu bedeuten hat,“ begann Raphaela beim Abräumen zu erzählen, „aber ich glaube du hast in mir was geweckt, was schon lange in mir schlummert.“
„So?“ fragte sie höflich und wartete liebevoll auf seine Selbsterkenntnis und weiteren Erläuterungen.
„Ich fühle mich eigenartig wohl bei dir…“, sie stutze kurz, rang nach Worten, „…irgendwie stimmig, verstehst was ich meine?“
„Erzähl!“
„Also wenn ich bei Dir bin, das Bad betrete und beginne mich umzuziehen, dann ist das irgendwie wie...“, er suchte nach dem richtigen Ausdruck, „…Ferien, Urlaub oder Pause. Ich vergesse alles was Ralph wichtig ist, was an täglichen Themen ansteht und genieße irgendwie das Anderssein.“
„Verstehe.“, Gerda nickte.
„Wenn man es genau nimmt, genieße ich nicht nur das Anderssein, ich bin wer anderes, ist das nicht ulkig?“
Die Tante schwieg und lies ihm Raum nachzudenken.
„Ich frage mich, ob ich vielleicht schizophren bin. Aber im Internet habe ich einige gefunden, die so sind wie ich. Man unterscheidet zwischen unterschiedlichsten Formen und am ehesten finde ich mich wieder in einer Kategorie, die gar nicht gut klingt.“
„In Kategorien denken, haben wir das nötig?“ fragte Gerda schulterzuckend.
„Nein eigentlich haben wir das nicht nötig.“ Stimmte Raphaela zu. „Die Psychologie ist da heute auch präziser als vor ein paar Jahren. Sie schreiben nicht mehr von einer Krankheit, sondern eher von einer Abweichung der sexuellen Präferenz.“
„So, so?“ flocht sie ein, um ihn zum Weiterreden zu animieren.
„Schwul wäre ich, wenn mich Männer antörnen würden. Das tun sie aber nicht, habe ich ausprobiert. Schwulenpornos lassen mich kalt. Andererseits Transgender bin ich auch nicht, da ich als Mann nicht darunter leide ein Mann zu sein. Irgendwie sehne ich mich nicht einmal danach, als Frau durch die Welt zu stolzieren. Sie ist irgendwie nur dann da, wenn du sie zum Leben erweckst. Also ich glaube das ist so ein Fetisch. Weißt wie auf dicke Busen oder lange Beine stehen. Was meinst du?“
„Gar nichts, ich habe schon lange aufgehört darüber nachzudenken. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.“, sie grinste altersweise.
„Was noch für Fetisch spricht, ist der Bezug zu Latex und der Bezug zu sexy Frauensachen, Schminke, Strumpfhosen und so.“
„Da hast du aber schon viel in dich hineingehört“ erwiderte sie.
„Und weißt du was das Beste daran ist?“
Sie zögerte, fragte dann aber doch: „Nein, was denn?“
„Ich finde es gut so, es gibt mehr Abwechslung und mehr Möglichkeiten!“
Jetzt schmunzelten beide und sie bestätigte: „Dann lass es doch wie es ist.“

„Heute bist du Tante Gerda noch ein Schritt weitergegangen, warum?“
„Mir war so und ich hatte da so ein Gefühl, ein bisschen mehr Perfektion brauchen wir noch für unser Spiel.“
„Du nennst es immer noch Spiel?“
„Wie sonst?“
„Spiel definitiv nicht...“, Raphaela zögerte, „...und so richtig schlau werde ich aus meiner Tante sowieso nicht. Es ist gerade mal ein halbes Jahr her und ich lande bei dir damals mehr durch Zufall. Weißt noch wegen Wohnungsknappheit und du warst gar nicht happy darüber, richtig?“
„Ja so ungefähr, mach weiter!“, forderte sie ihn auf.
„Dann fängst du irgendwas mit Strafen und Verkleidung an und steigerst dich Woche für Woche mehr und mehr rein. Verstehe ich nicht und kann es mir nur bruchstückhaft erklären.“
„Jetzt bin ich aber gespannt.“, Gerda beugte sich neugierig nach vorn.
„Mein Erklärungsversuch: Erstens du stehst darauf die Kontrolle zu haben und zweitens, wenn du die Kontrolle hast, dann probierst du immer wieder was Neues aus, ohne genau zu wissen, wohin du eigentlich willst. Du veränderst Situationen und Menschen und kitzelst irgendwie irgendwas heraus. Halt so als wenn du beim Theater oder Film arbeiten würdest oder Regisseur sogar wärest. Ok, ok sag nichts, bist ja wirklich beim Film und irgendwie machst du ja mit deiner Visagisten-Tätigkeit genau das. Und…“, er machte eine Pause, weil er nicht sicher war, ob er sie eventuell verletzten würde.
„Ja? Nur raus damit keine Scheu.“
„Du stehst selbst auch auf Gummi und Latex aus irgendeinem Grund.“
„Wenn das so wäre, dann wären wir ja so was wie Seelenverwandte, der Gedanke gefällt mir.“, erwiderte sie schnippisch.
„Und habe ich Recht?“
„Lieber Ralph“, so begann sie Sätze immer, wenn es Ernst wurde. War er zu weit gegangen? Nein sie lächelte noch immer freundlich: „So was fragt man eine Frau im mittleren Alters nicht.“

Sie tranken beide an ihren Gläsern Wein und schwiegen.
„Musst du heute noch weg?“
„Nein ich kann wieder bis morgen bleiben. Aber eine Frage hätte ich noch.“
„OK?“
„Woher hast du die Sachen, die ich jetzt gerade trage?“
Gerda dachte: ‚Verdammt gute Frage, was soll ich da jetzt machen‘, aber ließ sich nichts anmerken und grübelte. Da kam Ralph ihr schon zuvor: „Ok, du willst nicht drüber reden, musst du aber.“, er grinste schelmisch und ergänzte, „Kannst dir ja eine Ausrede einfallen lassen, während du mich fotografierst.“
„Möchtest du etwa Fotos als Andenken an den heutigen Abend? Gefällst du dir selbst so ausordentlich, dass du es festhalten willst?“
„Auf jeden Fall, ob ich je wieder in meinem Leben so gut aussehe wie heute, weiß ich doch nicht. Und du hast dir so viel Mühe gegeben.“, und er reichte ihr sein Handy.

Nach mehr als 20 Fotos, knipste sie noch zwei Bilder mit ihrem eigenen Handy. Erst dann fing Gerda von allein an, die vorhin gestellte Frage zu beantworten: „Also die Handschuhe und die Strümpfe sind ähm von …“, ihr war die Situation sichtlich unangenehm, dass sie zugeben musste, solche Dinge zu besitzen, „… von mir persönlich.“
„So so, hast du solche Wäschestücke schon lange?“ fragte er verschmitzt.
„Ja ziemlich, hast ja vorhin treffend bemerkt, ich stehe ein bisschen drauf.“
„Ein bisschen?“
Sie knuffte ihn leicht und antwortete ausweichend: „Ja ein bisschen aber auf jeden Fall nicht so dolle wie du.“
„Ok, ich hab‘s kapiert und die anderen Sachen, woher?“
„Teilweise gekauft und teilweise geliehen“, sie hoffte damit endlich Ruhe zu bekommen aber weit gefehlt.
„Wer verleiht denn so was?“, bohrte er nach.
„Also die eine Schürzen ist genau genommen neuerdings auch meine, trage ich selbst sehr gern, die ist praktisch und chic. Das Kleid habe ich nur für dich gekauft und den Unterrock später selbst hinzugefügt.“
„Danke sehr lieb von dir, muss doch ein Vermögen gekostet haben“
„Hat es nicht, kommt aus China von latexcatfish.com und hat Spaß gemacht, es erst zu durchdenken und dann zu tun.“ Sie trank einen weiteren Schluck, bevor sie fortfuhr: „Die Schuhe sind von einer Freundin, sie hat hunderte davon und dieselbe Schuhgröße wie du. Die Maske mit dem Hijab habe ich auch im Internet gesehen und Sebastian Gaucho aus den Niederlanden hat sie mir gemacht. Diese war schon deutlich teurer als das Kleid aber ich dachte, wenn ich dich von Kopf bis Fuß in Latex kleiden will, dann muss ich dieses Opfer bringen.“
„Die ist in der Tat sehr schön, DANKE“, lobte er sie, „Und du hast die auch schon getragen.“
„Nein, nicht mein Ding. Die neue Hose und die Silkonbrüste sind geliehen, muss ich bald zurückgeben.“
„Interessant, kennst du noch einen Mann, der auf Verkleiden steht? Und der verleiht seine Klamotten?“
Gerda war überrascht über diese intelligente Frage und wusste nicht, ob sie die Wahrheit sagen sollte oder ausweichen. Sie entschied sich für einen Mittelweg: „Sagen wir mal so, ich kenne einen Jemand, nicht männlich nicht weiblich, der oder die hat fast alles, weil der oder die reich ist. Wenn ich diese Person um was bitte, dann überlegt es nicht lange rum, gibt es mir einfach. Zur Not kauft der oder die es und leiht es mir.“
„Ein heimlicher reicher Liebhaber?“
Langsam wurde ihr diese Raphaela unheimlich, der Junge ist verdammt intelligent und kitzelt wie ein Anwalt die Wahrheit raus.
„Lassen wir es dabei und gut ist.“
„Juhu ich habe ins Schwarze getroffen…“, triumphierte Raphaela, „Tantchen hat einen Liebhaber.“

„Sonst noch was?“, fragte Gerda schnippisch und schaute bewusst desinteressiert auf die eben geschossenen Fotos auf dem Handy.
„Ja eine Frage habe ich noch.“
„Noch eine? Ok, Raus damit, ist aber die letzte!“
„Kennst Du jemanden, der mir einen Job anbieten könnte? Die Osterferien sind noch 3 ½ Wochen lang und ich bin richtig schön pleite.“
Gerda war nicht überrascht. Sie wusste, dass die Familie in Garmisch nicht im Geld schwamm. Noch dazu war ihr Neffe nicht der Typ, der daheim sich aushalten lässt oder um Geld bettelt. Sie überlegte angestrengt, kam aber nur auf eine Idee, die sie ernsthaft angehen könnte.
„Lass mich mal telefonieren, Tagesschau haben wir mit unserem Geplauder eh verpasst. Du räumst jetzt mal den Tisch ab und machst den Abwasch, das ist schließlich dein Job.“
„Stimmt Miss Gerda.“, bestätigte Raphaela und ging in die Küche.

Als Raphaela eine Viertelstunde später wieder ins Wohnzimmer zurückkam, saß die Tante auf dem Sofa und war in den Gedanken versunken. Sie trat vor Gerda und beobachtete sie wortlos. Sie schaute ihn an und ihr Blick verriet, sie war noch immer begeistert von dem, was sie geschaffen hatte. Ein bildhübsches Mädchen von Kopf bis Fuß in Latex und noch dazu perfekt geschminkt.
„Schwitzt Du nicht?“
„Es geht, ich würde es gern noch einen Augenblick anbehalten, darf ich?“
„Musst Du nicht lernen?“
„Nein, weißt doch noch 3 ½ Wochen Ferien.“
„Stimmt, wegen des möglichen Jobs warte ich noch auf Rückruf, ich melde mich, wenn ich mehr weiß.“

Raphaela stand nach wie vor regungslos vor dem Sofa und musterte Gerda. Er hatte den gleichen Gedanken wie im Schlafzimmer: ‚Was für eine Schönheit das Tantchen doch ist.‘
Sie erwiderte seinen Blick und beide schwiegen.
„Lass mich mal die Hose mit den Polstern unter dem Rock ansehen! Die hast du im Bad angezogen, ohne dass ich je die Chance bekam, zu schauen wie gut es funktioniert.“
Sie hob den kompletten Rock bis zur Hüfte und drehte sich vor ihr im Kreis und ließ sich bewundern. Gerda wunderte sich sichtlich, wie gut die Hose weibliche Proportionen bildete und konnte nun nachvollziehen, warum solche Bodyformer bei specialtrade.de so viel Geld kosten. Dann bat sie ihn zum Sofa zu kommen, band die weiße Rüschenschürze ab.
„Setz dich mal auf die Vorderkante des Polsters!“, forderte sie und drapierte den hinteren Teil des Kleides weit nach hinten bis zur Lehne hinauf, „Jetzt Zurücklehnen!“.
Der Neffe saß bequem. Der Rücken war umrandet vom weiten Rockteil in schwarzem Latex mit weißer Spitze, der Kopf ruhte in diesem Meer aus Latex. Raphaela entspannte sich ein wenig nach dem ereignisreichen Nachmittag mit Dressing, Bügeln und Kochen. Ihre Unterschenkel wurden von Gerda auf einem Hocker hochgelegt: „Damit Deine Füße mal zur Ruhe kommen, läuft aber echt gut mit den hohen Absätzen.“.
„Darf ich die Stiefel ausziehen“, fragte Raphaela hoffnungsvoll.
„Nein!“, erwiderte Gerda bestimmend aber begann stattdessen seine verspannten Waden zu massieren.
„Das tut gut, Danke.“
Anschließend schob sie den vorderen Rockteil weiter nach oben und massierte auch die Knie liebevoll. Seine Arme verschränkte er unter der üppigen Brust und Gerda betrachtete ihn wohlwollend, wie er so entspannt und glücklich da lag. Sie zückte erneut ihr Handy und fotografierte Details, die neue Hose, der neuem Busen und das schön geschminkte Gesicht. Der Neffe, oder vielmehr jetzt die Nichte beobachtete das Treiben, ließ es geschehen und träumte vor sich hin.
„Perfekt und zum Anbeißen!“
„Ich weiß,“ konterte Raphaela, „du hast es halt drauf.“
Sie reichte ihm sein Glas Wein, sie stießen an und Gerda setzte sich rechts von ihm und trug frischen Lipgloss auf, bevor sie ein paar letzte Nahaufnahmen vom Gesicht machte. Dann flüsterte sie ihm ins Ohr: „Danke für Deinen Besuch.“ und lächelte wie ein freudiges Kind am Heiligen Abend. „Du bist wunderbar und wunderschön.“
Er wendete langsam den Kopf ihr zu und gab ihr einen freundschaftlichen Kuss auf den Mund, den sie kurz erwiderte.

„Mach mal die Augen zu.“, forderte Gerda ihn auf.
„Warum?“
„Ich will meine Hose ausziehen.“
Er dachte kurz nach und erinnerte sich ihrer Begegnung im November: „Hast du wieder eine Leggins an?“
„Augen zu!“, forderte sie, „lass dich überraschen.“
Er tat ihr den Gefallen.

Gerda knöpfte ihre hochgeschlossene Seidenbluse auf und entledigte sich auch schnell ihrer Hose. Sie trug einen roten Latexoverall mit schwarzem Korsett. Das folgende Geräusch kannte er schon, es ließ ihn freudig erschaudern. Geräuschvoll zog die Tante sich schwarze Latexhandschuhe über, immer schön bedacht, dass es laute Quietschgeräusche ergab. Sie stellte sich mit dem Rücken zu dem Mädchen, welchen erwartungsvoll und bewegungslos auf der Couch lag.

„Jetzt Augen auf.“, befahl Gerda mit gebieterischem Ton.
Raphaela blinzelte und ihre Lieder mit langen Wimpern öffneten sich langsam. Das was sie sah war unerwartet, sie riss die Augen weit auf, wie von der Tarantel gestochen. Mit dem Makeup war es ein Mädchenblick voller Erstaunen, voller Ungläubigkeit gegenüber dem, was sie sah. Große staunende Mädchenaugen blickten wie gefesselt auf einen runden dicken roten Arsch. Wie die Maus vor der Schlange konnte Raphaela den Blick nicht abwenden. Langsam drehte sich Gerda um, ganz bedacht, sie wollte eine Show bieten, das hatte sie sich fest vorgenommen. Der Blick des Mädchens wanderte unruhig hoch und runter über den glänzend roten Körper, verharrte bei der gut geschnürten Taille und gewahr die Latexhandschuhe. In der linken Hand war das Handy und hielt in einem kleinen Film ihr Erstaunen fest. Die runden Kulleraugen mit den schönen langen Wimpern kullerten noch mehr, als diese entdeckten, dass Gerda in der rechten Hand einen schwarzen Gürtel hielt. Man konnte es wahrhaftig dem Blick ansehen, wie sie angstvoll erstarrte. Der Effekt war nicht zu leugnen, hier stand leicht breitbeinig eine echte Mistress Gerda vor dem Latexgirl. Gerda genoss die Sekunden und dehnte den Moment der Erkenntnis bis zur Gewissheit. Sie wartete bis zu dem Moment, da sie Gewissheit in im Blick ihres Neffen sah, dass er wusste, das war hier kein Spiel mehr.

„Glaubst du“, donnerte Gerdas viel zu laute Stimme, „dass ich sieben Wochen ohne Anruf ungestraft verstreichen lass?“
Sie ließ den zusammengefalteten Gürtel an ihrem Bein nach unten entfalten, behielt die Schnalle fest in der Faust. Dann bewegte sie die Hand unmerklich und das Lederband peitschte leicht gegen ihren Unterschenkel.
Raphaelas Mund stand ungläubig offen. Sie konnte den Blick von der roten Gestalt und dem Riemen nicht abwenden. Dann schluckte sie hörbar den Speichel runder und röchelte: „Miss Gerda…“, dem Neffen fehlten die Worte, es dauerte viele Sekunden ehe er den Satz fortsetzte, „…es tut mir Leid.

„Schließ die Augen!“, wies Gerda an.
Dann setzte sie sich breitbeinig auf den Schoß des verängstigten Mädchens und näherte sich deren Gesicht. Bei diesem zweiten Freundschaftskuss des Abends änderte sie die Strategie, sie öffnete leicht ihre Lippen, offensichtlich nicht gewillt, die Liebkosungen so schnell zu beenden. Sie hauchte ihm ein: „hab dich lieb“ zu, ehe sie sich nahm was sie brauchte. Fest umschlungen knutschte sie Raphaela voller Inbrunst. Er ließ es zunächst einfach nur geschehen, die Bilder von Miss Gerda waren im Kopf verankert. Dann schaffte es die fordernde Zunge der Mistress, dass er aktiver wurde. Er spielte mit und versank für Sekunden im Meer der widersprüchlichen Gefühle.
„Vertrau mir“, flüstere die Tante, löste sich erst nach Minuten aus der Umarmung, „jetzt kannst du die Augen wieder öffnen.“

Sie ließ ihn noch ein bisschen glotzen. Dann nahm sie behutsam und andächtig den vorderen Rock vom Kleid aus seinem Schoß. Sie zog diesen immer weiter nach oben über die verschränkten Arme, über die Brust. Dann faltete sie das schwarze Latexkleid über den Kopf und küsste den Mund von Raphaela mit einer Latexschicht zwischen ihren Lippen. Sie spürte sofort, das war eine gute Idee. Die linke Hand fuhren zärtlich über das gummierte Mädchengesicht. Der Mund öffnete sich und Gerda drang liebevoll mit dem Zeigefinger ein. Ein kräftiges Nuckeln und Saugen von Raphaela verriet ihr, sie war richtig unterwegs.
„Vertrau mir.“ flüsterte sie erneute.
„mmmaaach iiiiich“, kam verzerrt die Antwort aus dem verhüllten Latexkopf.
Für den nächsten Schritt benutzte Gerda den Ledergürtel. Sie raffte sich alle Rockensäume, die von der Lehne, die vor dem Gesicht und die seitlichen und stopfte sie zu einem Bündel zusammen. Das Gebilde sah aus wie ein Bonbon. Das Ledergürtel wurde mehrmals Mal drumgewickelt und dann schloss Gerda die Schnalle straff beim letzten möglichen Loch. Es war ein luftdichter Kokon entstanden. Gerda küsste erneut zärtlich den Latexmund unter diesem Latexgefängnis. Sie überprüfte die Reaktionen von Raphaela, hoffte auf Wohlgefallen und wartete.
Ein leichtes Stöhnen von Raphaela quittierte es erfreulicher Weise. Jetzt war Gerda dran auch sich selbst zu bedenken. Sie angelte sich die achtlos hingeworfene weiße Küchenschürze, warf sie über und schloss die Schleife hinter ihrem Rücken. Dann öffnete sie, sicher dass ihr Neffe sie nicht mehr beobachten kann, den Schrittreißverschluss des Catsuite. Ein wenig außer Contenance, stopfte sie hastig das Unterteil der Schürze mit den schönen Rüschen vorn in ihren Schlitz. Das noch kühle Latex ließ sie kurz erschaudern und innehalten. Kurz darauf war der Temperaturunterschied vergessen, es tat ihr sichtlich gut. Was man daran erkennen konnte, dass sie heftig begann mit der einen Hand ihren Schritt zu massieren. Mit der anderen Hand liebkoste sie weiterhin Raphaelas Lippen, steckte auch mal zwei Finger in den Lutschemund. Dann wanderte die Linke nach unten. Zunächst berührte sie den Busen des Mädchens, um schließlich weiter zu wandern und im Schritt zu verweilen. Sie drückte und rubbelte vorn und zwischen den Beinen sehr heftig, dort wo Ralphs Penis und Hoden gefangen waren.

„Uuuummmmppp“ kam kaum hörbar aus dem Kokon und der Atem wurde lauter und schneller. Das spornte sie an, schneller voran zu schreiten. Sie zog geschickt Raphaelas neue Polsterhose unter dem Korsett hervor, streifte sie nach unten bis auf die Oberschenkel. Gerda griff beherzt zwischen die Beine und fummelte den nass geschwitzten eingesperrten Penis in die Freiheit. Oh wie der sich freute und sofort begann Blut hineinzupumpen. Er richtete sich dank der gewonnenen Freiräume schnell auf. Auch Gerdas Atem wurde lebhafter. Sie klettert vom Schoß, kniete sich vor ihm hin. Genüsslich roch sie an seinem Schritt und sog den Mix aus Latex, Schweiß und Männlichkeit in sich auf. Dann küsste sie den Bauch, den Schaft, die Hoden und liebkoste jede Stelle mit großer Intensität. Weiterhin verwöhnte die linke Hand seine Lippen und die Zunge durch das Latexkokon.
Aber auch sie kam nicht zu kurz. Ihre Hand war in den Catsuite gewandert und ihre weit geöffnete Grotte war bereit für mehr. Gerda stopfte wie von Sinnen die Schürze mit seinen Rüschen hinein. Mehr, mehr, mehr, war ihr Ziel und je mehr sie davon unterbringen konnte, desto wilder wurde sie.
Stopfen, Rubbeln, Spielen an seinen Lippen, mit Fingern in den Mund eindringen und – sie konnte gar nicht mehr anders – diesen wunderschönen aufrechten Penis in den Mund einsaugen. Gerda war nicht mehr zu bändigen. Eine bedingungslose Lust überkam sie, so dass kein Einhalten mehr möglich war. Sie drückte ihren Kopf mit voller Absicht immer tiefer, bis die Eichel in ihren Hals eindrang, dann noch tiefer, bis sie mit den Lippen die Sch****zwurzel erreichte. Das Gewühl so tief genommen zu werden, überrannte sie mit einem letzten Schauer. Sie drückte das letzte Stück Schürze auch noch in ihre weite heiße Grotte und rubbelte gleichzeitig auf Ihrer Klitoris als gebe es kein Morgen. Dann begann der Orgasmus. Wie ein Donnerschlag überrollte er sie, heftiger als erwartet. Sie zuckte und verkrampfte dermaßen hart und rhythmisch, dass der Penis mehrmals in Ihrem Rachen ein und aus drang. Das war dann auch zu viel Stimulation für Ralph, er entlud sich mit voller Kraft mitten in Ihrem Mund.

Auch nach einer Minute zitterte Gerda noch am ganzen Leib - war aber dann geistig gegenwärtig genug, schnell den Gürtel oberhalb seines Kopfes zu öffnen. Eine keuchende nach Luft schnappende Raphaela kam zum Vorschein.
Gerda wartete, bis beider Atem sich beruhigte. Erst dann drehte sie seinen völlig verschwitzten und verschmierten Kopf langsam zu sich: „Danke“, flüsterte sie, und gab ihm einen langen Zungenkuss.
„Den Dank gebe ich gern zurück, aber“, flüsterte Ralph immer noch im siebten Himmel und fügte verwirrt hinzu: „Du schmeckst jetzt irgendwie salzig.“
„Das kann schon sein, ist von dir.“



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  RE: Tante Gerdas Geheimnis Datum:22.05.21 14:41 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo K2,

wieder ein klasse Teil.

Ich konnte mich wunderbar in Ralph/Raphaela rein versetzen.
Die ganze Geschichte ist sehr stimmig.

Ich denke, erwarte, vermute, dass die Aktivitäten sich nicht mehr lange nur auf die Wohnung vom Tantchen beschränken werden, oder?

Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon auf deine nächste Fortsetzung.
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