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  Kreuzfahrt ins Glück?
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IronFist
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BW




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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:10.06.19 19:46 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo SmartMan,

bei problematischer Werbung haben die Anbieter dann aber das gleiche rechtliche Problem.
Sofern sie natürlich nicht im Ausland sitzen und deshalb für die deutsche Justiz nicht greifbar sind.
YouTube dürfte aber sicher auch in Deutschland eine Niederlassung haben.


Hallo Toree,

wenn du Daheim nichts zu lachen hast, dann passt Pacific 231 doch eigentlich ganz gut.
Und in deinem Alter ist der Sport doch umso wichtiger.


Hallo Ihr_joe,

und wohin ging die Reise?
Vermutlich ins heilige Land, dort wo alle Kreuzfahrer hinfahren.

Ich dachte mir schon, dass die Verlinkung rechtlich einen Unterschied macht.
Und ich kann auch die Idee dahinter verstehen, nämlich dass sich niemand rausreden soll, dass er für den Inhalt nicht verantwortlich sei.
Allerdings dürfte die Wirkung bei einem globalen Internet und lokaler Gesetzgebung eher beschränkt sein.
Denn wer problematische Inhalte veröffentlichen will, der sucht sich einen Server in einem Land, in dem er keine Strafverfolgung fürchten muss.


Hallo jonnyf,

in diesem Zusammenhang wäre dann Schlacht wohl die passende Übersetzung.
Und genau das ist es doch eigentlich auch, was Schach im Grunde ist. Eine stilisierte Schlacht, die verloren geht, sobald der König fällt.

Mit anderen Worten ein Vorläufer aller modernen Kriegsspiele.
Da ich aber ein friedliebender Mensch bin, verdränge ich die Herkunft ganz gerne.


Hallo BaldJean,

ich vermute mal, dass jonnyf genau dieses Spiel im Sinn hatte.
Daran kann ich mich auch noch erinnern, muss irgendwann Anfang der 90-er gewesen sein.


Hallo marpsp,

die Stärke der KI lag wohl weniger an der Leistung der Computer.

Auch heutzutage fällt die KI bei vielen Computerspielen noch regelmäßig mit dummen Zügen auf.
Die zugehörigen Algorithmen sind mittlerweile sicherlich komplexer geworden, aber das gleiche gilt eben auch für die Spiele selbst.


LG
Fist
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206318797  206318797  206318797  206318797  private_lock  
  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:10.06.19 20:00 IP: gespeichert Moderator melden


Noch mal wegen der Video-Links:

Sicherlich wären schon einige Links möglich. So wie man im Straßenverkehr auch noch mit einem Bierchen fahren kann. Allerdings muss man irgendwo eine Grenze ziehen. Die am einfachsten zu kontrollierende Grenze ist 0 Promille bzw. gar keine Video-Links. Man mag das für Faulheit oder auch für Feigheit halten, aber so lautet nunmal die Regel hier im Forum.

Andersherum muss man sich die Frage stellen, was es mit dem Forum macht, wenn keine Texte mehr bei uns eingestellt werden, sondern nur noch einzeilige Beiträge mit nichtssagenden URLs, die vielleicht ab und an noch mit einem "Boah geil!" kommentiert werden. Wollen wir wirklich so ein Forum sein? Porno-Link-Station? Wie würde sich das auf den eh schon minimalen Frauenanteil auswirken?

Schließlich noch ein letzter Blickwinkel: Wie häufig drehen die Leute hier im Forum selbst Videos verglichen mit, selbst einen Beitrag zu schreiben? Es hat glaube ich einen Grund, dass sich hier in einem textlastigen Medium eben solche Menschen gefunden haben, die sich ebenso textlastig ausdrücken. Wer einen Vlog führen möchte, wird dafür von vorn herein eine andere Plattform und ein anderes Publikum wählen.

LG
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:10.06.19 22:53 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo IronFist
Zitat

Denn wer problematische Inhalte veröffentlichen will, der sucht sich einen Server in einem Land, in dem er keine Strafverfolgung fürchten muss.


Ausschlaggebend ist die Staatsbürgerschaft, wenn ein Deutscher das in wo auch immer veröffentlichen würde, ist dennoch deutsches Recht ausschlaggebend.

So nun aber Kreuzfahrten, deren sogar zwei, nicht ins Land der Kreuzzüge, ins Land von Nike und Nikolaus, der Medusa und aber auch der Pharaonen und Götter und deren Tempel. Das eine Schiff, war ein richtiges Kreuzfahrtschiff... Das andere Boot auch, es war viel kleiner und dennoch eine Kreuzfahrt auf dem Nil.

Ihr_joe
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Toree
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:10.06.19 23:58 IP: gespeichert Moderator melden


Zitat

...Hallo Toree,

wenn du Daheim nichts zu lachen hast, dann passt Pacific 231 doch eigentlich ganz gut.
Und in deinem Alter ist der Sport doch umso wichtiger.


LG
Fist


Hallo Eisen Faust,

Wie sagt schon ein altes Sprichwort: Sport ist Mord!
Außerdem bin ich im 'knackien' Alter. Hier kankt es, da knakt es, dort knakt es.
OKay, bald knakt es etwas weniger, bereite mich auf eine Knie OP vor. Es gibt ein künstliches.

LG
Toree
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IronFist
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BW




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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:11.06.19 18:54 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo private_lock,

ich habe ja bereits geschrieben, dass ich durchaus Verständnis für die vorsichtige Regelung habe.

Das von dir beschriebene Szenario mit den Einzeilern und beigefügten Links ist allerdings extrem unwahrscheinlich. Vereinzelt mag es sowas geben, aber sicher nicht im großen Stil.
Denn wie du auch selbst schreibst, sind die Leute in erster Linie hier um Texte zu lesen und zu posten.


Hallo Ihr_joe,

der Urheber problematischer Inhalte muss aber erst einmal einem deutschen Staatsbürger zugeordnet werden können.
Eine schwierige Sache, wenn dies mit einem ausländischen Strohmann verschleiert wird.

Die Schiffe bei Flusskreuzfahrten sind ganz naturgemäß etliche Nummern kleiner, da hast du natürlich Recht.
Eine Fahrt auf dem Nil hatte ich auch schon mal gebucht, musste sie aber wegen eines Bänderriss absagen. Irgendwann hole ich das aber nach.

Soso im Land der Nike warst du also.
Ist Schleichwerbung hier überhaupt erlaubt?


Hallo Toree,

hoffentlich war es nicht der Sport, der zu dieser OP geführt hat.
Ich wünsche dir dafür jedenfalls einen guten Verlauf.

Auf das es danach nicht mehr knacke!


LG
Fist
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IronFist
Stamm-Gast

BW




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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:11.06.19 19:20 IP: gespeichert Moderator melden


Teil 30


5 Minuten später war das weiße Team schließlich komplett. Ferdinand hielt eine kurze Ansprache und dankte allen Anwesenden für die Mitwirkung. Danach sollten wir uns auf dem Spielbrett aufstellen. Einige der Frauen wussten nicht wohin und wurden deshalb von den Dominas zu ihren Positionen geleitet. Na ja, wenn man kein Schach spielte, dann konnte man natürlich auch nicht wissen, wie die Grundstellung aussah. Und sie wussten somit auch nicht, wie sich ihre Spielfigur bewegen durfte. Das könnte während des Spiels eventuell zum Problem werden. Ich selbst war zwar keine besonders gute Schachspielerin, aber ich kannte zumindest die Regeln. Da ich in meinem Turm aber noch immer in der Luft hing, war ich ohnehin nicht in der Lage, selbständig meinen Platz einzunehmen. Irgendwann schob mich eine der Dominas auf das rechte Eckfeld. Bevor sie mich verließ, senkte sie meinen Turm ab, so dass ich nun wieder Boden unter den Füssen spürte. Ich hatte schon Überlegungen angestellt, warum mein Turm wohl leicht angehoben worden war. Eigentlich war die Erklärung dafür nicht sonderlich kompliziert. Aus eigener Kraft war ich extrem langsam und vermutlich wollte man den Transport ein wenig beschleunigen. Und wenn man mich einfach geschoben hätte, dann wären meine Absätze über den Boden geschleift. Das hätte sicher hässliche Kratzspuren auf dem Fussboden hinterlassen.

Auf der gegenüber liegenden Seite des Schachbretts wurden auch die schwarzen Figuren aufgestellt. Deren Kostüme schienen identisch mit den unseren zu sein. Nur eben in Schwarz. Meine Sicht war durch den Electric Suit etwas eingeschränkt. Ob das bei einem schwarzen Anzug vielleicht noch schlimmer war? Falls das so war, dann konnte es nur zu unserem Vorteil sein. Jedenfalls erinnerten mich diese schwarzen Schachfiguren ganz stark an die Statuen von Senor Varga. Eine gewisse sexuelle Erregung und auch Vorfreude auf das Spiel konnte ich nicht verhehlen. Neben dem Spielbrett stand dort drüben ein rundlicher Mann mit dem Ansatz einer Glatze. Er trug einen teuer aussehenden Anzug und er gab Anweisungen welche Figur wo hin sollte. Vermutlich war das der Gegner von Ferdinand, dieser Salvatore Conti.

Als alle Figuren platziert waren, baute sich die Domina Anführerin mit einem Mikrofon seitlich des Schachbretts auf. Sie blickte in Richtung der Tribüne und begrüßte herzlich die anwesenden Zuschauer. Danach stellte sie in aller Ausführlichkeit die Spieler vor. Sie schmierte den beiden Kontrahenten zuckersüß Honig ums Maul und ließ dabei kaum eine Schmeichelei aus. Also ehrlich, man konnte es auch wirklich übertreiben! Kein einziges Wort hingegen verlor sie zu uns Schachfiguren, obwohl wir doch die eigentlichen Hauptdarsteller waren. Das kränkte mich, weil ich mich nicht richtig geschätzt fühlte. Irgendwie steckte aber auch eine gewisse Logik dahinter, denn wer sprach schon mit seinen Schachfiguren. Das war erniedrigend, aber unerklärlicherweise auch ziemlich geil. Es war nicht das erste Mal, dass ich diese zwiespältigen Gefühle hatte. Und wahrscheinlich würde es auf diesem Schiff auch nicht das letzte Mal bleiben. Eine rationale Erklärung hatte ich für meine Gefühlswelt aber noch immer nicht. Letztendlich durchbrach die Domina diese Logik aber doch noch, denn sie musste uns das Spiel erklären.

» Also Ladies, wenn sie das hier spüren, … «

In diesem Moment begann mein Anzug zu knistern und ich wurde völlig überraschend von einer Welle der Lust getroffen. Mein ganzer Körper kribbelte und augenblicklich beschleunigte sich meine Atmung. Ich war mit meinen Empfindungen aber nicht allein, denn der Springer neben mir hatte im gleichen Moment laut aufgestöhnt. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich im Feld dahinter, wie sich der Läufer ein Stück nach vorne beugte. Dabei berührte seine Schwertspitze die Mistgabel des Bauern davor. Sofort zuckte der Läufer zusammen und das Schwert wurde wieder zurückgerissen. Nach wenigen Sekunden war der Spuk mit unseren Electric Suits auch schon wieder vorbei. Schwer atmend lauschte ich den weiteren Worten der Domina.

» … dann wissen sie, dass sie am Zug sind! Halten sie dann Ausschau nach so einem Feld! «

Sie zeigte mit der Hand auf ein schwarzes Feld in der Mitte des Spielbretts. Rund um dieses Feld herum blinkte ein helles Licht. Es war ziemlich auffällig und kaum zu übersehen.

» Sie haben dann 30 Sekunden Zeit ihre Spielfigur zu diesem Feld zu bewegen. Sollten sie dafür länger benötigen, werden wir sie ein wenig motivieren! «

Das letze Wort hatte sie mit einem seltsamen Unterton ausgesprochen. Ich hatte keine Ahnung worin diese Motivation bestand, aber ich hatte das mulmige Gefühl, dass es besser wäre dies nicht herauszufinden. Nun machte ich mir ein wenig Sorgen, denn ich kam mit meinem Turm kaum vom Fleck. Was wenn ich mehrere Felder vorrücken sollte? Oder etwa zur Seite? Oder gar nach hinten? Oh Gott, oh Gott! Hoffentlich würde ich meine Entscheidung mitzuspielen nicht noch bereuen.

Jetzt war es aber soweit, das Spiel konnte beginnen. Ferdinand spielte mit Weiß und hatte somit den ersten Zug. Er bewegte einen Bauern auf der anderen Seite des Bretts 2 Felder nach vorne. Eigentlich hatte ich vorgehabt das Spiel aufmerksam zu verfolgen, um so besser abschätzen zu können, wann ich an die Reihe kam. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass mir aus meiner Perspektive der Überblick über das Spielbrett fehlte. Außerdem reichten meine rudimentären Schachkenntnisse einfach nicht aus, um Züge vorhersagen zu können. Deshalb änderte ich meine Strategie. Ich versuchte zu entspannen und das Spiel zu genießen. Interessiert beobachtete ich die anderen Spielfiguren und versuchte mir vorzustellen, was wohl gerade in diesen Frauen vorging. Nach ein paar Zügen hörte ich links von mir ein Knistern. Zur gleichen Zeit stöhnte der Springer auf und wurde unruhiger. Es leuchtete ein Spielfeld auf, welches zwei Felder vor und ein Feld links von dem Springer lag. Jetzt hatte das Pferdchen ein Problem, denn die Bauern davor hatten noch nicht gezogen und blockierten den Weg. Etwas unschlüssig blickte der Springer hilfesuchend zu Ferdinand. Doch dieser reagierte nicht im Geringsten darauf. An der Wand hing ein Timer, welcher von 30 Sekunden herunter zählte. Als dieser bei 22 angekommen war, versuchte das Pferdchen sich zwischen 2 Bauern hindurch zu quetschen. Sie passte gerade so zwischen den Figuren hindurch. Doch dann blieb sie mit ihrem Huf an einem der Wagen hängen und segelte Kopf voraus zu Boden. Die Frau schüttelte sich kurz und versuchte wieder auf die Beine zu kommen. Zum Glück schien ihr nichts passiert zu sein. Aber dafür hatte sie jetzt ernsthafte Probleme beim Aufstehen. Kein Wunder, bei auf dem Rücken gefesselten Armen und mit diesen komischen Hufstiefeln an den Füßen. Kniend versuchte sie den rechten Huf auf den Boden zu setzen, während der Timer dabei gnadenlos herunter tickte. Bei 6 Sekunden hatte sie es endlich geschafft sich aufzurichten. Aber sie kämpfte noch mit dem Gleichgewicht und schwankte bedenklich hin und her. Irgendwie schaffte sie es aber gerade noch rechtzeitig zu dem beleuchteten Feld. Einerseits freute ich mich für die Frau, dass ihr die ominöse Motivation erspart geblieben war. Auf der anderen Seite wollte ich aber auch wissen, worin diese bestand. Schließlich wollte ich nicht diejenige sein, die als erste in den „Genuss“ einer Motivation kam. Die Auflösung dieses Rätsels wollte ich lieber jemand anderem überlassen.

Das Spiel schritt weiter voran, aber bisher war noch keine Spielfigur motiviert worden. Irgendwann knisterte es direkt vor mir. Der Bauer sollte 2 Felder vorrücken. Die Frau fummelte am Stiel der Mistgabel herum und ihr Wagen ruckte ein kleines Stück nach rechts. Jetzt stand sie zur Hälfte außerhalb des Spielfeldes. Ob es eine Strafe dafür gab, wenn man unerlaubter Weise das Brett verließ? Sie hantierte erneut an dem Stiel herum, bis ihr Wagen plötzlich einen Satz nach hinten machte und meinen Turm rammte. Nach dem ersten Schreckmoment presste ich meine Füße so fest wie möglich in den Boden, um ein weiterrollen zu verhindern. Als ich zum Stillstand gekommen war, stand ich ebenfalls nur noch halb auf dem Spielbrett. Um keine Strafe zu riskieren, bewegte ich mich mit Minischritten zurück auf mein Feld. Was sollte das nur, warum hatte mich dieser Bauer gerammt? Ich hatte mich anscheinend geirrt, denn diese Wagen wurden wohl doch nicht ferngesteuert. So wie es aussah, steuerte jeder Bauer seinen Wagen selbst. Und meine Vorderfrau hatte die richtigen Knöpfe noch nicht gefunden. Sie fingerte weiter an dem Stiel ihrer Mistgabel herum und irgendwann schaffte sie es den Vorwärtsgang zu finden. Ihr Wagen bewegte sich nach vorn zu dem vorgesehenen Feld und etwas später stand sie auch wieder komplett auf dem Spielbrett. Die ganze Aktion hatte insgesamt 27 Sekunden gedauert und sie war somit ebenfalls knapp einer Motivation entkommen.

So langsam lichtete sich das Brett um mich herum und es gab mehr Platz für meine Spielfigur. Das erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass ich bald selbst ins Spiel eingreifen würde. Irgendwie freute ich mich darauf, aber gleichzeitig war mir auch etwas bange wegen des Zeitlimits. Plötzlich ertönte ein lauter Aufschrei und ich versuchte zu ergründen, woher dieser kam. Jedoch ließ sich das nicht so leicht sagen. Der Schrei verwandelte sich langsam in ein rhythmisches Stöhnen. Das war definitiv ein Ausdruck der Lust. Mir fiel auf, dass in der Mitte des Spielbretts ein Feld aufleuchtete, auf dem bereits ein schwarzer Bauer stand. Erst war ich etwas verwirrt, aber dann wurde mir klar, dass dieser Bauer geschlagen werden sollte. Und ziemlich offensichtlich hatte das einen gewissen Effekt auf den schwarzen Bauern. Also wenn das die sogenannte Motivation war, dann konnte ich mir bei meinem Zug durchaus Zeit lassen. Aber irgendwie hatte ich den Verdacht, dass dies eher eine Belohnung für das nahende Spielende des Bauern war. Das Stöhnen wurde immer heftiger, bis irgendwann ein langgezogenes „Jaaaaaa“ erschallte. Der Bauer konnte sich durch die vielen Gurte kaum rühren, aber trotzdem schien der gesamte Wagen bei ihrem Höhepunkt zu erzittern. Sie hatte eindeutig ihren Spaß. Zwei Dominas tauchten auf und schoben den geschlagenen Bauern vom Spielfeld. Danach nahm ein weißer Bauer das beleuchtete Spielfeld ein. Dies war dann wohl die Figur, die den schwarzen Bauern geschlagen hatte.

Das Spiel setzte sich fort und ich bekam das Schauspiel einer geschlagenen Figur noch 3 weitere Male zu sehen. Aber ich selbst hatte mich noch immer nicht bewegt. So langsam wurde ich ungeduldig. Ich hatte das Gefühl die einzige Figur zu sein, die noch nicht ins Spiel eingegriffen hatte. Doch dann war es endlich soweit. Mein Anzug knisterte und mir lief ein Schauer den Rücken hinunter. Allein durch die Beobachtung des Spiels hatte sich schon eine gewisse Feuchtigkeit in meinem Schritt gebildet. Aber jetzt schien sich mein Feuchtgebiet in ein Nassgebiet zu verwandeln. Nur zu gerne hätte ich mich selbst befingert, aber das war mir ja leider nicht möglich. Ich war enttäuscht und frustriert zugleich, als das Knistern meines Anzugs nach ein paar Sekunden endete. Doch dann sprang mir der Timer ins Auge. Nur noch 26 Sekunden. Die ganze Zeit hatte ich meinem ersten Zug entgegen gefiebert und nun wo es soweit war, wurde ich von meinen Gefühlen abgelenkt.

» Konzentrier dich! «, mahnte ich mich selbst.

Ich hielt Ausschau nach dem erleuchteten Feld und entdeckte es 3 Felder voraus. Also los! So schnell ich konnte schob ich meine Beine abwechselnd nach vorn. Es schien unendlich lange zu dauern, bis ich das erste Feld vor mir erreicht hatte. Dann das Zweite. Der Timer sagte noch 7 Sekunden, oh verdammt! Panisch hoppelte ich weiter und schaffte es gerade noch rechtzeitig das Zielfeld zu erreichen. Erleichtert atmete ich tief durch. Damit war klar, dass für mich mehr als 3 Felder ohne Motivationshilfe unmöglich waren. Vielleicht gingen auch noch 4 Felder, wenn ich am Anfang keine Zeit vertrödelte. Mir schwante Böses bei dieser Erkenntnis.

Einige Zeit später passierte etwas Seltsames. Auf der anderen Seite des Spielbretts leuchtete ein Feld auf, aber es bewegte sich keine Figur dorthin. Der Timer tickte unaufhaltsam herunter, jetzt stand er schon bei 15 Sekunden. Hatte ich vielleicht meinen Einsatz verpasst? Nein das war unmöglich, denn meine Figur durfte überhaupt nicht auf dieses Feld ziehen. Schließlich erreichte der Timer die 0, wechselte auf Rot und zählte dann wieder nach oben. Jetzt würde ich also eine Motivation zu sehen bekommen. Ich schaute mich um, aber noch immer reagierte niemand. Nach 3 Sekunden kam schließlich Bewegung in die weiße Dame. Sie drehte sich und schritt danach gemächlich in Richtung des beleuchteten Feldes. Mir war zuvor schon aufgefallen, dass sich die Dame eher langsam bewegte. Natürlich konnte es sein, dass diese Dame nur einen majestätischen Eindruck vermitteln wollte. Aber ich hatte eher den Verdacht, dass es unter dem weiten Rock einen fesselnden Grund dafür gab. Wie auch immer, bei 9 Sekunden hatte sie jedenfalls ihr Ziel erreicht. Keine Ahnung auf welche Weise sie motiviert worden war, aber es hatte offensichtlich funktioniert.


Fortsetzung folgt!
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BaldJean
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JeanisBald  JeanisBald  
  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:11.06.19 21:03 IP: gespeichert Moderator melden


Meine Frau Friederike (gleichgeschlechtliche Ehe) war bevor sie mich traf eine hervorragende Schachspielerin; sie war die einzige Frau in ihrem Verein. Ich habe ihr dann Bridge beigebracht (Turnierbridge ist das einzige Kartenspiel, bei dem es absolut kein Kartenglück gibt; es ist alles reines Können), und sie ist komplett zum Bridge gewechselt. Sie hat in den letzten 25 Jahren vielleicht zehn Schachpartien gespielt, ist also völlig aus der Übung. Stattdessen sind wir jetzt ein spielstarkes Paar im Bridge (Bridge wird immer Zwei gegen Zwei gespielt).

Es gibt viele Romane, in denen das Schachspiel eine wichtige Rolle spielt; der bekannteste Roman ist wohl "Die Schachnovelle" von Stefan Zweig. Andere wichtige Romane, in denen das Schach zentral ist, sind "Защита Лужина" ("Die Lushin Verteidigung") von Vladimir Nabokov und "La torre herida por el rayo" ("Hohe Türme trifft der Blitz") von Fernando Arrabal. Im Gegensatz zu Nabokov und Arrabal, die beide hervorragende Schachspieler waren (Nabokov war ein leidenschaftlicher Schachspieler und hat selbst Schachprobleme entworfen, Arrabal war mal Mitglied der spanischen Schachnationalmannschaft) hatte Zweig keine Ahnung von Schach; die Art und Weise, in der er die Denkprozesse eines Schachspielers beschreibt, ist völlig falsch und entspricht der üblichen Vorstellung eines Schachlaien (sagt meine Frau). Bei Arrabal werden die Denkprozesse richtig beschrieben.

Tatsächlich kommt in Arrabals Roman sogar eine notierte Schachpartie vor (mit Diagrammen nach jedem Halbzug), sogar bei einem fiktiven Weltmeisterschaftskampf. Bei dieser Partie handelt es sich bis kurz vor Schluss um eine tatsächlich zwischen zwei Großmeistern gespielte Partie. Ganz am Schluss macht einer der Spieler, bedingt durch äußere Umstände in dem Roman, einen Fehler und weicht von der eigentlichen Partie ab.

Über die Qualität der Beschreibung der Denkprozesse bei Nabokov kann ich leider nichts sagen; das Buch haben wir Beide noch nicht gelesen. Vermutlich sind sie jedoch genauso richtig beschrieben wie bei Arrabal.
BaldJean
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endymion?
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:11.06.19 23:43 IP: gespeichert Moderator melden


Der "kleine Tod" als Belohnung für die aus dem Spiel genommenen Figuren finde ich ein nettes Detail
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IronFist
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BW




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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:13.06.19 19:18 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo BaldJean,

du kommst von meinem Geschreibsel zu Stefan Zweig? Wow!
Die Schachnovelle habe ich noch in der Schule gelesen, die beiden anderen von dir genannten Bücher sind mir hingegen unbekannt.

Meine eigenen Schachkenntnisse sind in etwa mit denen von Sabine vergleichbar. Ich kenne die Regeln, war aber nie ein besonders guter Spieler.
Vermutlich liegt das daran, dass mir das Spiel sehr früh verleidet wurde. Mein Vater war einfach zu gut, so dass ich immer verloren habe.

Ich persönlich bevorzuge hingegen Backgammon, weil dieses Spiel unberechenbarer ist und auch späte Wendungen möglich sind.
Natürlich hat Backgammon mit den Würfeln einen gewissen Glücksfaktor, so das auch schwächere Spieler mal gewinnen können.
Nichtsdestotrotz setzt sich Können in der Regel am Ende durch.


Hallo endymion?,

an den "kleinen Tod" hatte ich noch gar nicht gedacht.
Irgendwie passend für eine Figur, die auf dem Schlachtfeld gefallen ist.


LG
Fist
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Toree
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  RE: Kreuzfahrt ins Glück? Datum:14.06.19 00:22 IP: gespeichert Moderator melden


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Hallo private_lock,

Hallo Toree,

hoffentlich war es nicht der Sport, der zu dieser OP geführt hat.
Ich wünsche dir dafür jedenfalls einen guten Verlauf.

Auf das es danach nicht mehr knacke!


LG
Fist



Nein, es war ein Fahrradunfall nach einer Übungsstunde beim Fanfarenzug.
Ist im Übrigen fast vierzig Jahre her. (OP 05.10.1979)

Ein ehemaliger Chef von mir beim Fußball spielen, ein anderer Kollege beim Skilaufen.
Also beim Sport.

Aber wie sich die Zeiten ändern.
Damals bei mir, ich war der erste außerhalb des Uniklinikums Halle /Saale bei dem eine Kreuzbandnaht gemacht wurde.
(Alles was in meiner Klinik Rang und Namen hatte, standen um den OP Tisch als mit Prof. Dr. Fischer operiert hatte. )
Zwei Jahre absolutes Sport verbot und auch kein Fahrradfahren. Ski-, Rollschuh- Schlittschuhfahren, auf Lebenszeit verboten.

Heute viel Sport, damit die Innenbänder und die Muskeln die Aufgaben vom Kreuzband übernehmen.


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