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Gummimike Volljährigkeit geprüft
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Immer Elastisch bleiben.Gummi find ich gut!

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  RE: Labor Datum:30.11.16 07:11 IP: gespeichert Moderator melden


So liegen Freud und Leid dicht beieinander für Matthias. Erst der kleine Erfolg über Marcel und seine Freunde und dann das Malheur mit der Nassen Hose in der Schule.
Das mit dem Spielzeug ist eine gute Idee der Eltern. Bringt bestimmt mehr als der Stuben und Hausarrest.
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ronn2321
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  RE: Labor Datum:30.11.16 12:18 IP: gespeichert Moderator melden


Das ist eine spannende Geschichte.
Das Matthias dann Marcel helfen wollte.
Das finde gut
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babywerni
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  RE: Labor Datum:01.12.16 20:41 IP: gespeichert Moderator melden


danke für alle antworten so macht es auch den autoren spas geschichten zu schreiben.

hier gleich der nächste teil

18.
Als er sich endlich raus traute, war der Gang schon leerer geworden. Im Klassenzimmer stand ihre Deutschlehrerin schon an der Tafel. So konnte sich Matthias in Ruhe auf seinen Platz setzen, ohne viel ertragen zu müssen. Seinen Beutel verstaute er wieder und holte das Buch und Schreibzeug auf den Tisch. Sein Banknachbar, ach ja, hab ich fast vergessen, er hieß Jonas, beugte sich etwas zu Matthias rüber.

„Is es schlimm?“
„Was? Ähm, nee, alles wieder in Ordnung.“
„Die erzählen, du hast ne nasse Hose.“
„Siehst du irgendwas?“
„Nee. Hattest du nicht vorhin eine andere an?“
„Ja, hab schnell umgezogen. Erzähl es aber keinem.“
„Is geritzt. Sag mal, merkst du wirklich nicht, wenn du musst?“
„Weder merke ich es, noch kann ich was gegen machen. Es ist einfach so. Scheiße, die Alte guckt schon.“

Damit war das Thema erst mal beendet. Beide schauten jetzt wieder an die Tafel und versuchten dem Unterricht zu folgen. Bei Matthias war das schwieriger, da er ja nie gut in Deutsch war. Jonas hingegen war nun einmal ein Musterschüler. Die Freundlichkeit, die er von seinem Nachbarn bekommen hatte, hellte sein Gemüt wieder auf. Die ganze Zeit ging ihm aber Marcel nicht aus dem Kopf. Er hatte es endlich geschafft, mit ihm vernünftig zu reden und dann passiert so etwas. Sie werden wohl wieder beide alleine spielen, da Marcel mit Sicherheit seinen Freunden nicht die Wahrheit sagt. Das war ja die Bedingung, die er nun besser nicht zurück nimmt. Er konnte nichts anderes machen, als die Sache auf sich zu kommen zu lassen. Obwohl ihm schon sehr mulmig war.

Die letzten zwei Stunden waren dann auch bald vorbei und es ging an den Nachhauseweg.
„Du Matthias, was machst du eigentlich in den Ferien?“
„Keine Ahnung, wahrscheinlich nur rumhängen. Kenn mich hier doch nicht aus.“
„Wenn de willst, kannste ja mit ins Freibad kommen. In den Ferien ist es zwar voll, aber auch irgendwie lustig.“
„Ich weiß nicht.“
„Kannst wohl nicht schwimmen?“
„Was... Nee, ich kann schon schwimmen, ist doch nur wegen der Windel. Glaub nicht, dass die mich damit ins Wasser lassen.“
„Wie hast dann eigentlich schwimmen gelernt?“
„Da gab es so einen großen See und halt auch ein paar Ecken, wo es ruhig war. Hat halt keinen interessiert, weil keiner da war.“
„Sag mal, stimmt es, dass deine Eltern nicht mehr leben?“
„Nee, sie leben noch. Aber das erzähl ich dir später mal. Muss jetzt nach Hause.“
„Na dann, tschau Matthias.“
„Tschau Jonas.“

Vor der Schule stand schon Marcel mit seinen Freunden. Sie sahen Matthias und fingen gleich wieder das Lachen an. Etwas widerwillig stellt er sich daneben.
„Marcel, kommst du endlich?“
„Will das Baby an die Hand genommen werden?“
„Ich hab dir doch heute schon einmal gesagt: Halt dich raus, wenn ich mit ihm rede.“
„Weißt du eigentlich, wie die Alte uns wegen dir rund gemacht hat?“
„Anscheinend nicht genug.“
„Eigentlich waren nur wir drei fällig. Marcel hatte sie irgendwie in Frieden gelassen. Ich weiß immer noch nicht wieso.“
„Was ist denn überhaupt heute mit dir los?“
„Ach nichts. Los komm Baby, wir gehen. Tschau, bis morgen.“
„Warte mal. Kommst du dann heute nachmittag zu mir?“
„Ok, ich gehe schon mal los. Ist ja nicht mein Problem, wenn du Ärger bekommst.“
„Franz, ich hab dir doch heute schon gesagt, dass ich nicht kann. Matthias warte, ich komm ja.“
„Du hast es ihnen immer noch nicht erzählt? Na ja.“

Man sah richtig, wie er sich quälte. So einen Druck hatte Marcel wahrscheinlich noch nie gehabt. Auf der einen Seite war er ja immer der Coole, zu dem die anderen auf sahen und auf der anderen Seite wusste er ja, was ihn diesen Sommer erwartete.

„He Baby, erzähl!“
„Matthias, wehe du sagst was!“
„Wie willst du mich denn aufhalten? Na ja, ich bin mal nicht so, sind ja deine Freunde die du anlügst.“
„Ich lüg nicht!“
„Nenn es wie du willst.“
„Was quasselt ihr da?“
„Ach, vergiss es.“

Marcel ging nun los und folgte Matthias, der voraus lief. Franz brauchte nicht lange um sich von den anderen zu verabschieden und dann Marcel einzuholen. Franz fing leise an zu erzählen. Was, konnte Matthias nur erahnen, da nur ein paar Wortfetzen zu seinem Ohr drangen. Es kam schnell raus, dass es um ihn ging und dass es wieder eine Gemeinheit werden sollte. Matthias schaute ab und zu nach hinten zu den beiden. Franz stupste ihn immer wieder einmal von der Seite an. Anscheinend wollte sich Marcel nicht so direkt an dem Gespräch beteiligen. Auch wurde er merklich langsamer, je näher sie ihrem zuhause kamen. Das Haus warf nur einen sehr kurzen Schatten als sie vor der Gartentür standen. Marcel verabschiedete sich noch einmal von Franz und trottete dann hinein. Franz wollte aber noch nicht nach Hause gehen und kam somit hinterher.

„Marcel, sag du es ihm.“
„Was?“
„Na, dass er nicht hinein darf!“
„Vergiss es Baby, ich war schon vor dir hier gewesen und du wirfst mich nicht raus.“
„Marcel, sag es endlich oder willst du noch mehr Ärger?“
„Er hat recht, du darfst nicht mit rein.“
Franz schaute etwas komisch.
„Ok, dann bleiben wir eben im Garten.“
„Vergiss es, da darfst du auch nicht sein. Genau so wenig wie Marcel.“
„Halt die Klappe, wehe, du erzählst es ihm.“
„Soll das heißen, ich darf nicht mal mehr im Garten mit ihm spielen? Oh man, dann gehen wir halt wieder zu mir. Ich warte hier unten auf dich.“
„Marcel, willst du, dass er den ganzen Nachmittag hier unten auf dich wartet?“
„Nein. Franz, geh nach Hause. Ich hab heute keine Zeit und du, mach endlich die Tür auf.“

Matthias kramte nach dem Schlüssel und steckte ihn ins Schloss. Marcel rannte förmlich in sein Zimmer. Franz hingegen hielt Matthias am Arm fest.
„Was ist hier los?“
„Hast du es denn noch nicht geschnallt? Sag mal, wie dumm seid ihr eigentlich?“
„Nenn mich nicht dumm!“
„Mann, er hat Stubenarest und darf erstmal keine Freunde mitbringen.“
„Is ja blöd. Na ja, die paar Tage gehen schon vorbei. Meine halten das auch nie lange durch.“
„Wer es glaubt. Er hat die ganzen Ferien bekommen und ich denke das sie es ernst meinen.“
„Was. Nee, das glaub ich dir nicht.“
„Dann eben nicht.“

Matthias schob die Tür vor einem verdattertem Franz zu, der darauf auch seinen Heimweg antrat. Als Matthias seine Schuhe auszog hörte er, wie Marcel oben die Tür zuknallte. Jetzt saß er da, zwar zuhause und nicht mehr der Böse doch immer noch alleine. Bis Anita oder Adriane kamen, konnte er sich wenigstens erst mal sonnen. So ging er im Garten eine Runde. Am Anfang sah er öfters, dass Marcel vom Zimmer aus ihm zu sah, doch später hatte er dann das Rollo runter gezogen. Beim schlendern fiel ihm der, noch nicht fertige, Zaun auf. Es fehlte ja nicht mehr viel und die paar Latten konnte er auch ohne Anita streichen. Wo die Farbe stand, wusste er noch von gestern. So suchte er alles zusammen und machte sich ans Werk. Als er den Pinsel in der Hand hielt, fiel es ihm auf. Gestern hatte er ja ein altes T-Shirt an. Anita wird bestimmt nicht erfreut sein wenn er seine normalen Sachen mit Farbe bekleckert. Er schaute sich um, ob ihn jemand sehen konnte und zog sich dann vorsichtig bis auf die Windel aus. Fröhlich fing er nun an mit dem streichen. Er konnte so den Schmollenden oben im Zimmer vergessen. Nach Gestern machte es sogar richtig Spaß, nur die Unterhaltung fehlte. Na ja, lange brauchte er nicht für den doch kleinen Rest Zaun und so machte er sich auch bald ans Aufräumen.

„Matthias, was machst du denn da?“
Ups, das war Anita, sie ist also von der Arbeit zurück.
„Ähm, ich hab den Rest Zaun noch gestrichen.“
„Ah ja, eigentlich wollte ich, dass Marcel das macht.“
„Tschuldigung, ich dachte halt.“
„Was dachtest du? Dass wir das nicht alleine hin bekommen?“
„Nein. Mir war halt langweilig und gestern waren wir doch noch nicht fertig.“
„Stimmt auch wieder. Marcels Lehrerin hat mich angerufen.“
„Ich weiß.“
„Was weißt du?“
„Na ja, sie hat uns gesehen und ich hatte gestern zugehört, wie du mit Horst gesprochen hast.“
„Papa! Du hast Papa und mich belauscht?“
„Na ja, ihr habt ziemlich laut gesprochen. Ich wollte es eigentlich ja nicht. Bist du sehr böse?“
„Enttäuscht bin ich. Hast du Marcel etwas davon erzählt?“
„Nur ein bischen aber er hat mir nicht geglaubt.“
„In Ordnung, obwohl ich nicht möchte, dass du uns belauschst. Wenn du mitbekommst, dass wir uns unterhalten, dann komm entweder rein oder geh in ruhe spielen. Ist das ok so?“
„Ja, sorry, ich werde jetzt brav sein, wirklich.“
„Biste doch schon.“
„Du Anita, was macht ihr denn jetzt mit Marcel? Ich meine wegen heute.“
„Stopp, wie heiß ich?“
„Ähm Mama.“
„Erst einmal nichts. Du darfst dir heute eben nur zwei Spielzeuge raus suchen. Ich denke wir werden noch mal mit ihm reden.“
„Sein Freund, Franz, wollte heute unbedingt mit reinkommen.“
„Habt ihr ihn rein gelassen?“
„Nein. ich hab ihm die Wahrheit gesagt. Er war nicht gerade glücklich.“
„Schon ok. Soll ich dir noch beim aufräumen helfen?“
„Nein, bin gleich fertig.“
„Ok. Denk dran den Pinsel in die Dose zu den anderen zu stellen, sonst trocknet er ein. Ach ja und leere nachher noch deinen Windeleimer in der Mülltonne aus. Morgen kommt die Müllabfuhr.“

Anita strich Matthias noch über den Kopf und ging dann ins Haus. Sie nahm auch gleich seine Sachen mit hinein, so dass er wohl oder übel nur mit der Windel herumlaufen musste. Besser war es ja, da sich Matthias wieder selber angestrichen hatte. So tat er, was ihm seine „Mama“ aufgetragen hatte. Beim Müll wegbringen war ihm dann doch mulmig, da man von der Straße aus die Tonnen sehen konnte. Na ja, sie standen etwas verdeckt vor der Garage, doch wenn irgend einer zufällig schaute, musste ihm Matthias ja auffallen. So versuchte er sich zu beeilen. Die erste Tonne war schon fast voll. So musste er weiter nach vorne zur zweiten. Als er seinen Eimer ausgeleert hatte schaute er noch einmal in die Erste. Da lag es ganz oben: Horsts, halt nein, Papas kleines Schiffchen. Er überlegte, was er hätte dagegen tun können, aber ihm viel einfach nichts ein. Er entschied irgendwie, es wieder gut zu machen, auch wenn er noch nicht wusste wie er das anstellen sollte. Hier unten, halb nackt in der Einfahrt zu grübeln ist eh nicht der Hit. Also machte er den Deckel wieder zu und ging nach oben auf den Dachboden. Matthias durfte sich ja heute wieder zwei Spielsachen aussuchen. Wenn das so weiter geht würden ihm bald alle Leckerbissen aus der Sammlung gehören. Vor allem, da sie ja nicht jeden Legostein einzeln verhökern.

Nachdem er etwas mit seinem neuen Lego gespielt hatte ging er wieder nach unten. Adriane war nun auch von der Schule gekommen und half mit beim Abendbrot. Beide schickten ihn sofort, als er in die Küche kam, wieder hoch in sein Zimmer. Ist halt nicht gerade einfach, eine nasse Windel zu verstecken, wenn man nichts anderes anhat als selbige. Bisher hatte er sich ja davor gedrückt in sein Zimmer zu müssen. Doch nun musste er die Zähne zusammen beißen. Er öffnete langsam die Tür und schlich sich ins Zimmer. Marcel hatte seinen Kopf ins Kissen vergraben und atmete ganz ruhig ein und aus. Matthias nahm sich eine Windel und verzog sich ins Badezimmer. Leider kam ein Windzug und die Türe flog mit einem Lauten Schlag ins schloss. Er konnte noch hören wie Marcel drinnen erschrocken aufschrie. Er wechselte nicht nur seine Windel, sondern wusch sich noch die Farbe von der Haut. Nach dem er fertig war ging er noch mal zurück, um sich ein T-Shirt zu holen. Wenigstens beim Abendessen wollte er nicht völlig nackt sein.
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babywerni
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  RE: Labor 19 Datum:04.12.16 21:30 IP: gespeichert Moderator melden


19.
„Du wolltest doch mit mir Spielen!“
„Was wollte ich?“
„Du hattest gesagt wenn Franz weiß das ich Stubenarest hab dann spielst du mit mir.“
„Stop ich hatte gesagt „Wenn du es ihnen sagst“ aber dazu warst du ja zu feige.“
„Ich bin kein Feigling!“
„Musst nicht gleich das heulen an fangen.“
„Spielst du nun mit mir?“
„Nur wenn du Bitte sagst.“
„Oh man na gut Bitte.“
Matthias machte es richtig spass ihn da sitzen zu sehen wie er den Tränen nah war.
„Die Sache mit dem küssen der Füße müssen wir wohl noch üben. Das kannst du doch bestimmt besser! Na ja ich will mal nicht so sein. Was wollen wir denn spielen?“
„Ich dachte an Lego. Kannste es nicht von oben runterholen?“
„Weist du wie schwer die Kiste ist? Die kann ich noch nicht mal an heben.“
„Ok wenn wir es gemeinsam machen müsste es gehen. Los komm.“

Marcel hatte schon die Türe auf gemacht als Matthias Halt rief.
„Was ist denn? Du wolltest doch mit mir spielen.“
„Ja. Du weißt doch das du nicht hoch darfst.“
„Ja aber wenn du es ihnen nicht sagst dann sag ich auch nichts.“
„Selbst wenn sie dich nicht sehen. Ich darf mit den Sachen nur oben Spielen. Hat Papa extra gesagt. So dumm sind sie nicht die wissen was los war wenn wir die Legokiste hier unten haben. Dann bekommen wir beide Ärger.“
„Scheiße. Was wollen wir denn dann Spielen?“

„Eins haste doch noch behalten dürfen.“
„Ja, es ist da hinten. Das alte Ding ist doch scheiße.“
„Na ja entweder das oder keins.“
„Papier – Stein – Schere?“
„Gut ok.“
Matthias fing an nach zu denken, wie ging das eigentlich noch? 1-2-3 und dann die Hand ausstrecken. Gut das war ja der einfache nur was gewann gegen was? Na ja sie setzten sich gemeinsam auf Marcels Bett und begann zu spielen. Nach ein paar Runden hatte er es endlich auch wieder raus. Leider etwas schmerzlich weil er mit drei Punkten im Rückstand war. Am Anfang saßen beide noch recht steif neben einander. Mit der Zeit aber lockerte sich das und Matthias hatte sich nun im Schneidersitz gesetzt. Irgendwann allerdings verflog die Freude etwas und das Spiel wurde nun langweilig. Also wurde wieder überlegt was man nun machen konnte. Aus Marcel sprudelten die Ideen nur so raus. Leider waren die meisten mit mehr als zwei Spielern zu spielen und mit den anderen konnte man nicht in einem kleinen Zimmer spielen. Matthias wunderte sich wie viele Spiele er doch in den letzten Jahren vergessen hatte. Besser gesagt Jahrzehnte. Wie schön war es doch als Kind gewesen!

Matthias reichte es bald, immer wieder musste er Marcel enttäuschen weil irgendwas an seinem Plan nicht machbar war. Er Stand einfach auf und ging zum Regal. Marcel machte ein missmutiges Gesicht als Matthias mit der Schachtel zurück kam.
„Nun Komm so schlimm ist es doch auch wieder nicht.“
„Na ja hast ja recht.“
Matthias packte die Schachtel aus. Als erstes las er sich die Beschreibung durch während Marcel das Spiel auf zu bauen. Das Spiel war nach Matthias Geschmack endlich etwas wo es um Logik ging. Am Ende der ersten Runde kam Horst ins Zimmer und brachte Marcel sein Abendbrot. Matthias packte nun zusammen und ging mit Horst wieder nach unten. In der Tür schaute er noch mal zurück in Marcels Gesicht. Die nun tiefer stehende Sonne spiegelte sich in einer Träne. Es war das erste mal wo Matthias so eine Verlassenheit bei Marcel spürte. Die Wut die bisher immer im Vordergrund stand war wie weggeblasen. Ihn so da stehen zu sehen war schlimmer wie gestern Abend, als er geweint hatte. Lag wohl auch daran das er heute ihm näher gekommen war.

Horst hatte seinen Blick kommentarlos aufgefangen. Erst als sie unten am Tisch saßen wurden wieder geredet.
„Mama wie lange wird er noch alleine Essen müssen?“
„Adriane er hat sich heute schon wieder etwas geleistet und das werde ich auf keine Fall noch belohnen.“
„Schatz davon hast du mir ja noch nichts erzählt.“
„Wollte ich erst nach dem Essen. Na gut von mir aus kann ich es ja auch jetzt erzählen. Er hat heute Matthias geschlagen.“
„Wie.“
„In der Schule, seine Freunde haben ihn festgehalten und er hat dann zu geschlagen. Ich hab mit ihm noch nicht darüber gesprochen. Allerdings sollten wir das besser noch machen.“
„He Kleiner stimmt das? Hat er wirklich?“
„Ja.“
„Adriane, Matthias hat einen Namen!“
„Sorry. Vielleicht solltet ihr ihn mal mit ner Windel in die Schule schicken. Die Strafe wird er sich bestimmt merken.“
„NEIN.“
„Schatz könntest du bitte nicht so schreien.“
„Tschuldigung. Nur damit das klar ist wir werden nie eine Windel als Strafe einsetzen.“
„Äm Schatz kannst du mir das erklären?“
„Sicher. Was machen wir wenn die Strafe vor bei ist?“
„Hä?“
„Na was machen wir dann mit Matthias für ihn wird dann die Strafe ein Leben lang dauern. Wir würden ihn damit mehr bestrafen als Marcel.“
„Is ok Schatz. Matthias du hast vorhin mit Marcel gespielt stimmt doch oder.“
Matthias nickte.
„Und hat er dich geärgert?“
Matthias schüttelte den Kopf. Anita merkte das Matthias jetzt nicht direkt darüber reden wollte.

„Adriane weißt du schon wie dein Zeugnis wird?“
„Werd schon durchkommen.“
„Und wie sieht es mit Mathe aus?“
„Manchmal frag ich mich ob sie wirklich meine Tochter ist. Von wem hat sie das nur? Schatz selbst du warst nicht so schlecht.“
„Ihre Stärken liegen halt wo anders. Und sag nicht so was, sie ist deine Tochter ganz sicher.“
„Mama muss das denn jetzt sein können wir nicht in den Ferien drüber sprechen?“
„Ich dachte du könntest dich schon jetzt für einen Ferienkurs anmelden. Irgendwie musst du es doch schaffen und sagst ja immer das es nur an deiner Lehrerin liegt.“
„Das stimmt auch die ist einfach zu blöd.“
„Deshalb sollst du dir ja auch jemand anderen suchen der es dir erklärt.“
„Ich?“
„Ja du bist alt genug. Außerdem wenn wir dich da zu verdonnern könnten wir das Geld genau so gut aus dem Fenster werfen.“
„Darf ich es auffangen?“
Anita konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und Horst fing an leise zu lachen.
„Matthias das ist doch nur ein Sprichwort.“
„Ich weiß.“
„Wenn das ein dezenter Hinweis sein soll das du mehr Taschengeld haben willst vergiss es.“
„Ich wollte doch nur auch was sagen.“

Nun entspannte sich die Stimmung sichtlich und das Essen ging weiter. Adriane bedankte sich für die Rettung bei Matthias in dem sie ihn nicht mehr neckte. Nach dem alle gegessen hatten und ab geräumt war holte Matthias den Teller aus dem Kinderzimmer. Matthias bemerkte sofort den fragenden schon richtig bettelnden Blick von Marcel. Mit Sicherheit hatte er mitbekommen das unten gelacht wurde. Aber wie sollte er ihm die Sache erklären? So etwas geht gar nicht vor allem nicht bei einem Kind. Er tat ihm leid. Aber machen konnte er ja auch nichts. Er hob nur entschuldigend die Schultern und ging dann wieder nach unten.

Auf der halben Treppe sah er Horst. Der Ihm denn Teller nun abnahm und wieder nach oben schickte mit einer Botschaft für Marcel.
„Papa hat gesagt du sollst mit in den Garten kommen.“
„Wieso das denn?“
„Keine Ahnung hat er nicht gesagt. Ich glaub aber nicht das er wütend ist.“
„Na gut ich komm.“
Sie gingen beide nach unten in den Garten. auf dem Flur verhielt sich Marcel als wenn er ein Einbrecher wäre. immer umschauend ob jemand kommt und vor allem sehr leise. Im Garten saß Horst gemütlich auf der Bank und lies sich sein Bier schmecken.

„He ihr könnt euch ruhig setzen. Hier sind noch zwei Plätze frei.“
Marcel setzte sich auf die rechte und Matthias auf die linke Seite.
„Will einer von euch auch ein Bier?“
„Igitt so was schmeckt doch nicht.“
„Hast du ein dunkles da? Das helle is nicht mein Fall.“
„Matthias! Sag bloß sie haben dich Alkohol trinken lassen! Was hast du alles schon getrunken?“
„Ähm ne nichts weiter.“
„Matthias du lügst mich an!“
„Horst ich kann es dir nicht sagen. Anita hat mir versprochen das ihr mich nicht weiter fragt.“
„Ja das hatte ich allerdings unter der Bedingung das du uns nicht anlügst. Ich möchte das du uns die Frage nachher noch beantwortest. Jetzt gibt es glaub ich wichtigeres.“
„Genau. Marcel wir wissen was du Heute in der Schule getrieben hast. Das wir darüber sehr traurig sind kannst du dir bestimmt denken. Na ja immerhin habt ihr heute schon einmal mit einander gespielt. Es gibt also noch Hoffnung das du dich wirklich ändern willst.“
„Also dieses Wochenende werden wir zu Oma fahren. Ja Marcel ich weiß das das dich das freut.“
„Wir sind noch am überlegen ob du mit kommen sollst. Auf der anderen Seite müsste so keiner hier bleiben um auf dich auf zu passen.“
„Wir werden das jetzt nicht direkt entscheiden mal sehen wie sich die Sache entwickelt. Ok ich denke du kannst jetzt wieder nach oben gehen und mach nicht so lange, morgen ist wieder Schule.“

Marcel stapfte missmutig wieder ins Haus und Anita setzte sich an Matthias Seite.
„Jetzt erzähl doch mal bitte was du alles schon getrunken hasst.“
„Und sei bitte ehrlich. Du weißt was unsere Abmachung war?“
„Wenn ich es nicht sagen will?“
„Dann können wir nichts machen außer traurig sein.“
„Anita bitte.“
„Na ja ich dachte wir sind wirklich schon einen Schritt weiter. War wohl eine Fehler meinerseits.“
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  RE: Labor Datum:05.12.16 17:47 IP: gespeichert Moderator melden


Tja das alte Dilemma, Erwachsener Geist im Kindlichen Körper und er kann Horst und Anita nicht die Wahrheit sagen, das er in Wirklichkeit sehr viel Älter ist und nur durch einen Unfall verjüngt wurde.
Auch schön wie der Erwachsene Mathias dann doch Mitleid mit Marcel hat und die Rachegedanken beiseite schiebt.
Scheint er hat in der Schule schon einen Freund gefunden.
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babywerni
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  RE: Labor Datum:05.12.16 21:48 IP: gespeichert Moderator melden


20
Matthias wusste nicht warum aber er kuschelte sich nun wieder an sie. So wie früher. Sie nahm ihn in den Arm und strich im über den Kopf. Er schaute nach oben in ihr Gesicht. Es strahlte neben Liebe und Güte auch Enttäuschung und Frust aus. Sie schaffte es das er sein Gesicht schuldbewusst ab wand.
„Anita.“
„Schatz du brauchst nicht weiter zu erzählen. Wenn du so anfängst.“
„Wie?“
„Na mit Anita.“
„Ach so Tschuldige.“
„Brauchst du nicht ich dachte hallt das du schon so weit bist. Na ja wir haben halt nicht die Erfahrung mit so alten Pflegekindern.“

Das war wie ein Stich in Matthias Herz. Er rang mit sich. Er wollte nicht das sie enttäuscht wird vor allem nicht von ihm aber konnte er wirklich weitere Sachen aus seiner Vergangenheit preisgeben. Als ihm die erste Träne über das Gesicht rollte nahm sie ihn hoch und setzte ihn auf seinen Schoß. An ihre Brust gedrückt konnte er nicht mehr.

„Angefangen habe ich mit Bier, Wein, dann halt noch Pfeffi, Baileys, Wodka, noch Malteser am besten war aber Tequila. Na ja guter Tequila halt.“
„Um Gottes willen was haben sie denn mit dir gemacht?“
„Waren das deine Eltern?“
Kopf schütteln.
„Hast du es freiwillig getrunken?“
„Ja.“
„Und hat es geschmeckt?“
„Mal so mal so.“
„Wie war das noch Tequila schmeckt am besten.“
„Aber nur der Beste.“
„Ah ein Feinschmecker beim Bier wolltest du nur Dunkles nicht war?“
„Ja.“
„Noch irgendwelche Vorlieben?“
„Beim Rotwein trockene mit wenig Säure.“
„Warum hab ich nur gefragt? Eins ist wohl klar, so lange wie wir was zu sagen haben bekommst du keinen Tropfen.“
„Da muss ich ihm Recht geben. Ich denke mal dass das kein Problem ist.“
„Is Ok hab ich mir eh schon gedacht. Seit bitte nicht böse auf mich.“
„Du gibst uns immer mehr Rätsel auf. Aber na ja es ist zeit fürs Bett.“
„Muss ich wirklich schon?“
„Ja. So wie du jetzt in meinem Arm liegst, kann ich gar nicht glauben das du schon acht bist. Eher sechs, oder vier, na ja vielleicht sogar drei und so kleine Buben müssen nun mal früh ins Bettchen. Wenn du willst wickele ich dich noch zuvor.“
„Ich bin nicht klein.“
„Is Ok. Los komm ab ins Bett.“

Matthias stand nun auf und ging mit hängendem Kopf zur Tür.
„Hast du nicht was vergessen?“
„Was?“
„Na uns gute Nacht zu sagen.“
„Tschuldigung gute Nacht Hor... äh Papa gute Nacht Mama. Kommst du gleich mit?“
„Wieso mitkommen?“
„Du hast es gerade versprochen.“
Matthias schielte mit einem gespieltem Schmollmund zu den beiden. Horst konnte nun nicht mehr an sich halten und musste laut los lachen. Anita schüttelte nur den Kopf. Beim hochgehen nahm sie ihn an die Hand damit es auch so richtig kindisch aus sah. Irgendwie schien ihr dieses Spiel zu gefallen.

Matthias dachte das es so wird wie die letzten male aber weit gefehlt. Anita war noch etwas in ärger Laune und so wickelte sie ihn wie beim ersten mal im Krankenhaus. Also ganz genau wie bei einem Baby. Marcel schaute von seinem Bett aus zu und ihm klappte sprichwörtlich der Kiefer runter.
„Na Schatz willst du auch eine? Matthias gibt dir bestimmt eine ab.“
„Bitte nicht ich bin kein Baby.“
„Ich auch nicht.“
„Na ja so wie du gerade hier liegst. Ach ja keine Panik Marcel wir werden dich nie zwingen eine Windel an zu ziehen.“
„Danke.“
„So fertig Großer, ab unter die Decke. Marcel du weißt das Matthias nichts dafür kann. Es wäre also nette wenn du ihn nicht deswegen aufziehst. Und du lässt ihn wegen dem Stubenarrest in Frieden. Klar?“

Beide nickten. Anita gab Matthias noch einen Kuss auf die Stirn und setzte sich dann an Marcels Bett.
„So ich Hoffe du träumst was schönes.“
„Muss ich noch lange hier oben bleiben? Ich bin ab jetzt auch wirklich Brav.“
„Nach dem was du dir heute geleistet hast?! Ne mein Großer wir wollen uns sicher sein das du es ernst meinst. Papa und ich haben dich lieb, auch wenn du es jetzt nicht glaubst es ist nur zu deinem besten.“
Marcel verzog sein Gesicht, traute sich aber nicht etwas zu sagen. Nach dem er auch noch einen Kuss bekommen hatte, ging Anita nach draußen und machte das Licht aus.
„Sie sind gemein.“
„Selber schuld.“
„Gar nicht.“
„Gute Nacht.“
„Nacht Baby“
„Du lernst es nie.“

Bevor weitere dumme Bemerkungen noch folgen drehte sich Matthias um und versuchte zu schlafen. Dies war nicht gerade leicht da ihm so einiges durch den Kopf ging. Er hat sich freiwillig von Anita wickeln lassen und dann auch noch vor Marcel. Auch lag er an ihrer Brust und genoss die Wärme. In ihm waren eine menge Gefühle die sich jetzt überschlugen. Er merkte immer mehr das sein Leben nicht von ihm gelenkt wurde. Na ja das andere ihm jetzt sagen was er zu tun hat war ja schon lange klar aber selbst seine Gefühle und sein Verstand wollten nicht mehr auf ihn hören. Es war ernüchternd. Immer wieder ertappte er sich dabei wie er sich schuldig fühlte. Sie gaben ihm so viel Liebe und er konnte ihnen nicht die Wahrheit sagen. So sehr er es auch wollte.

Beim Frühstück sah Anita diesmal besser aus als gestern. Auch war Marcel etwas lockerer na ja geknickt sah er immer noch aus. Lag wohl auch daran das er nicht unbedingt zur Schule wollte. Jetzt wo sein Freund vom Stubenarrest wusste. Na ja Matthias lies er jedenfalls in Frieden. Anita brachte die beiden wie gestern zur Schule. Diesmal gab es einen Unterschied. Horst hatte gestern Abend noch Matthias Sitz umgebaut so das er jetzt sich mit dem normalen Dreipunktgurt festschnallen konnte. Endlich brauchte er keine Hilfe mehr. Marcel schaute in Gedanken aus dem Fenster. Mann merkte ihm an wie schlecht es ihm ging. Matthias konnte sich vorstellen wie er sich fühlte. Diese Ungewissheit was ihn heute erwartete hatte Matthias ja fasst jeden Tag gehabt. Als Anita vor der Schule an hielt drehte sie sich zu den beiden um.

„So ihr beiden, ich erwarte das ihr euch Heute vertragen werdet. Gestern Abend hat es ja auch geklappt. Marcel du sorgst dafür das deine Freunde ihn in Frieden lassen. Oder willst du überhaupt keine Spielzeug mehr haben?“
„Doch möchte ich.“
„Na also, dann ab ihr beiden und seit brav.“
„Tschau Mama.“
„Tschau Anita.“
„Matthias!!!“
„Sorry, Tschau „Mama“.“
Beide schnappten sich ihre Schulranzen und gingen über die Straße.
„Mist da ist schon Franz. Er hat es bestimmt schon allen erzählt.“
„Na ja da musste jetzt durch ob du willst oder nicht. Was meinst du wird es heute sehr heiß werden?“
„Keine Ahnung. Wie kommste denn da darauf?“
„Ach nur so. Würde gerne mal wieder Baden gehen.“
„Na herrlich ich sitze zu Hause und schwitze wie ein Bär und du hast dein Spaß. Na ja die lassen dich mit der Windel eh nicht ins Wasser.“
„Schiet daran hab ich gar nicht gedacht. Na ja wir sehen uns nach der Schule. Viel Glück.“
„Ok Danke.“

Hatte er sich verhört oder war das ein Danke? Nein er hatte sich nicht verhört. Mal sehen was der Tag noch so mit sich bringt. Marcel ging direkt an seinen Freunden vorbei ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen. Im inneren ging jeder wieder in seine Klasse und so wusste Matthias auch nicht was Marcel so alles durch machen musste. Matthias setzte sich an seinen Tisch und packte aus. Heute gab es als erste Stunde wieder Mathe. Der Vormittag verlief ohne nennenswerte Vorkommnisse. Aber eben nur bis zur großen Pause.

Matthias ging gemeinsam mit Jonas auf den Hof und sie suchten sich eine ruhige Ecke. Na ja Matthias befolgte immer noch den Rat von Anita. Eine Ecke zu nehmen die von den Lehrern gut eingesehen werden konnte. Matthias schaute sich um. Wo war Marcel abgeblieben? Wie ist es ihm ergangen? Hat er noch seine Freunde? Vor allem aber, werden sie ihn heute wieder ärgern? Bald sah er die drei sie standen etwas abseits direkt im Schatten einer Eiche. Na ja fasst alle hatten sich ein schattiges Plätzchen gesucht. Bei der Sonne ja nach vollziehbar. Die Drei unterhielten sich. Über was war Matthias klar als Franz auf Marcel zeigte. Sein neuer Bruder saß unter dem Dach am Eingang. Marcels Blick sagte eigentlich schon alles. Sie mussten im ziemlich zugesetzt haben. Matthias rang mit sich sollte er zu ihm gehen? Diese Frage war sehr bald nicht mehr wichtig. Das Trio hatte ihn gesehen und watschelte nun zu Matthias in die Ecke. Dabei schauten sie immer wieder nach oben und suchten die Fenster ab. Na ja nach gestern war diese Vorsicht wohl gesünder.

„He verschwinde. Wir müssen mal mit dem Baby alleine sein.“
Jonas schwankte ob er wirklich gehen soll oder nicht. Matthias freute sich innerlich das er endlich eine Art Freund hatte. Da er aber nichts mit der Sache zu tun hat wäre es unfair wenn er auch dresche bekommt. Matthias nickte Jonas zu damit er sich in Sicherheit bringt. Insgeheim hoffte Matthias er zu den Lehrern geht und Hilfe holt.
„Stimmt das was Franz sagt? Marcel hat Hausarrest?“
„Ähm ... eigentlich nicht.“
„Hä du hast es doch gestern gesagt.“
„Das Haus ist nur falsch. Er hat Stubenarrest.“
„Sag mal wie haste denn das geschafft?“
„Gar nicht. Er war es selber. Jetzt sagt erst mal was ihr mit ihm gemacht habt.“
„He das Baby ist neugierig.“
„Erzählt was ihr wollt und dann verschwindet.“
„Hast wohl lange keine Schmerzen gehabt?“
Matthias bekam jetzt einen Lachanfall.
„Bist du verrückt oder was?“
„Ne ne ich hab mir nur vorgestellt was du mir für Schmerzen machen willst.“
„Da lachst du? Hasst wohl noch nie richtig Schmerzen gehabt?“
„Ganz im Gegenteil. Ich kenne welche gegen die seit ihr kleine Engel. Ihr seit zwar mehr und stärker als ich aber wenn ich die Wahl habe zwischen euch und denen dann seit ihr mir lieber.“

Die Drei wussten nicht mehr was sie sagen sollten auch hatte ursprünglich keiner mehr Lust ihn zu verprügeln.
„Ach ja bevor ich es vergesse. Lasst Marcel in Frieden!“
Er schaute jedem eindringlich in die Augen und das mit einem Blick der ohne Zweifel töten könnte. Sie ließen ihn gehen. Er hatte es geschafft. Sie wussten nicht wo sie ihn einordnen sollten. Ihre Opfer fürchteten sich immer vor ihnen nur er nicht. Er war anders er strahlte etwas unantastbares aus. Matthias war nicht immer so nein es hatte erst seit gestern angefangen und nur er wusste wer daran schuld war. Seine neuen Eltern. Sie hatten ihn lieb und sie zeigten es ihm. Diese glücklichen Momente konnte kein Schuft der Welt zerstören. Na ja seine Vergangenheit hätte es doch schaffen können. Hoffentlich bleibt sie für immer verborgen.
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  RE: Labor Datum:09.12.16 20:06 IP: gespeichert Moderator melden


21
In Gedanken versunken schlenderte Matthias zum Eingang.
„He wie haste das denn hinbekommen?“
„Was? Wie? Ach Jonas du bist es.“
„Komm sag schon wieso haben die dich in Frieden gelassen?“
„Ach nichts weiter hab denen nur klar gemacht das es nichts bringen wird.“
„Versteh ich nicht. Na ja mich lassen sie wegen meinem Vater in Frieden.“
„Wieso?“
„Er ist bei der Polizei. Als sie angefangen haben mich zu ärgern hat er ihre Eltern besucht. In Uniform natürlich.“
„Ach so.“

Sie hatten beide Marcel erreicht Matthias setzte sich neben ihn während Jonas den Mund verzog und weiter ging.
„War es schlimm?“
„Was ach du bist es.“
„Na sag schon. War´s schlimm?“
„Ging so. Ham die ganze Zeit gelacht. Na ja das wars dann wohl.“
„Vielleicht sind sie halt doch nicht die richtigen für dich.“
„Ach halt die klappe.“
„Dann mach doch was du willst. Wir treffen uns dann vor der Schule.“
Marcel grummelte etwas in seinen nicht vorhandenen Bart und Matthias ging wieder zu Jonas.

„Was gibst´e dich eigentlich mit dem ab?“
„Marcel? Er ist doch quasi mein Bruder.“
„Oh Gott. Bei dem als Bruder würde ich weglaufen.“
„So schlimm is er nun auch wieder nicht. Na ja jetzt zumindest.“
„Du kennst ihn nicht. Mein Vater und seine Mutter sind gute Freunde. Er hatte mich immer mitgeschleppt wenn er sie besucht hat. Früher war er noch ok jetzt ist er nur noch ein Arschloch.“
„Na ja vielleicht wird es ja jetzt besser.“
„Wieso?“
„Horst und Anita sind ziemlich sauer auf ihn.“
„Wer ist denn Horst?“
„Ach ja. Unser Papa.“
„Du nennst sie beim Vornamen?“
„Sind doch nicht meine richtigen Eltern.“
„Ach ja du wolltest noch erzählen was mit deinen richtigen Eltern ist. Haben sie dich rausgeschmissen?“
„Ne ne. Ich weiß nicht wer meine richtigen Eltern sind. Bin vor nem Monat einfach im Krankenhaus aufgewacht. Ich kann dir nichts über sie erzählen.“
„Is ja blöd.“
„Na ja ist ok kann ja eh nichts gegen machen. Los komm gehen wir rein. Drin is es kälter.“

Marcel war als einer der ersten drinnen verschwunden. Irgendwie interessierte es Matthias jetzt überhaupt nicht was mit Marcel los ist. Die folgende Stunde Deutsch machte ihm mehr sorgen. Es ist einfach nicht sein Fach. Am ende des Tages war er fertig einerseits wegen dem Wetter und als zweites hatte ihm Deutsch wieder sehr zugesetzt. Diktate sind nun wirklich nicht sein Fall. Matthias setzte sich draußen auf einen Stein und wartete auf Marcel. Der kam mit hängendem Kopf angeschlichen. Seine Kumpels hatten sich schon vorher aus dem Staub gemacht. Sie schauten sich kurz an und machten sich wortlos auf den Weg. Auf halbem weg wartet Franz an einem Baum.

„So jetzt biste fällig. Hier gibt es keine Lehrer die den kleinen beschützen können.“
Autsch der erste schlag in den Magen sass perfekt.
„Lass ihn in Frieden.“
„Spinnst du? Wegen ihm hast du Hausarrest. Ich weiß immer noch nicht wie er das geschafft hat. Du brauchst ihn nur fest zu halten den Rest mache ich.“
„Marcel du weißt was Mama gesagt hat?“
„Klar weiß ich das.“
„Hört auf so zu reden. Ich verstehe dann immer nichts.“
„Das ist gewollt.“
„Baby halt endlich die klappe sonst stopfe ich sie dir. Marcel halt ihn endlich fest.“
„Nein lass uns endlich in ruhe.“
„He wir sind doch Freunde also hab dich nicht so.“
„Warum hast du dann allen erzählt das ich Hausarrest hab? Und mich damit geärgert?“
„Komm der wird doch vorbei gehen. Hab dich mal nicht so.“
„Lass mich in Frieden. Matthias komm gehen wir.“

Franz holte zum nächsten schlag aus. Doch diesmal war Matthias vorbereitet. Wie war das noch wenn du nicht willst das dich einer Haut dann sei nicht da wo er hin schlägt. Matthias wich dem schlag gekonnt aus und lies Franz ins leere laufen. Natürlich nicht bevor er ihm noch ein Bein gestellt hatte. Franz klatschte elegant mit rudernden Armen auf den staubigen Boden. Marcel schaute erst verdutzt was allmählich in ein schmunzeln über ging.
„Marcel können wir gehen, oder hast du noch etwas mit ihm zu klären?“
„Ne wir gehen.“
sie ließen ihn auf dem Boden liegen und verschwanden um die nächste Ecke.

„Tut dein Bauch schlimm weh?“
„Geht so. Allerdings Brauch ich dringend ne frische Windel. Der Depp hat meine Blasse getroffen.“
„Wirste davon Mama erzählen?“
„Wovon?“
„Na von Franz. Sie hatte doch gesagt das ich auf dich aufpassen soll.“
Matthias musste etwas schmunzeln so wie es aussieht hat Marcel einen Großenbruderinstinkt. Er brauch doch eigentlich nicht auf ihn auf zu passen immerhin ist Matthias drei mal so alt wie Marcel. Marcel verstand das grinsen falsch und war sofort eingeschnappt.
„Keine Bange wenn sie mich fragen werde ich sagen, das du mir geholfen hast. War doch auch so oder?“
„Immerhin hat er dich einmal gehauen.“
„Immerhin haste mich nicht fest gehalten. Komm hören wir auf damit es wird zeit das wir aus der Sonne kommen sonst bin ich durchgebraten.“

Sie brauchten nicht all zu lange bis sie endlich die Haustür hinter sich zu machen konnten. Marcel hatte sich gleich aufs Zimmer verzogen. Während Matthias erst im Bad und dann frisch gewickelt hoch auf den Dachboden verschwand. Dort war es aber wieder ziemlich Heiß so, das er doch bald wieder in die Küche kam um sich etwas zu trinken zu holen. Er dachte mal wieder über Marcel nach. Heute hatten sie ihn in der Schule ziemlich aufgezogen. Auch wenn er so einen Dämpfer mal gebraucht hat war es doch etwas krass. Bei Matthias überwog das Mitleid so schnappte er sich den Eistee und ging hoch zu Marcel. Von Anita bekam er ja immer nur Wasser hin gestellt damit er nicht nach unten musste. Matthias hatte immer noch den drang an zu klopfen bevor er rein ging. Er konnte einfach noch nicht verinnerlichen das es ja sein Zimmer ist und er die selben Rechte hat wie Marcel. Drinnen saß Marcel im Fenster und hatte sein Kuscheltier im arm. Er starte in den Himmel und bemerkte Matthias überhaupt nicht.

„Erde an Marcel.“
„Hä? Was? Wie?“
„Wo warst denn du jetzt? Na ja ich hab Eistee mitgebracht. Willste auch nen Schluck?“
„Na klar. Danke. Denkste nicht das sie Sauer werden.“
„Weswegen?“
„Na ja sie haben mir doch nur Wasser hingestellt.“
„Sie haben dir doch nur verboten runter zu gehen. Und da ich es ja geholt habe hast du doch nichts verbotenes getan.“
„Meinste wirklich.“
„Entweder das oder ich bekommen alleine Ärger. Los trink endlich bevor er warm wird.“

Die zwei spielten nun mit einander. Da die Auswahl immer noch begrenzt war wiederholte sich der gestrige Nachmittag nun noch einmal. Allerdings kamen sie immer besser mit einander klar. Sie konnten öfters miteinander lachen. Marcel fing an über sein bisheriges Leben zu erzählen. Natürlich als erstes die Streiche die er bisher den anderen gespielt hatte. Matthias hörte genau zu um sich die wichtigsten Sachen zu merken. Marcel gab ihm ja dadurch eine Unmenge an Munition in die Hand. So wie er mit seinen Gemeinheiten prallte gefiel es ihm richtig andere zu ärgern. Er wusste, das er nun etwas pädagogische wertvolles sagen sollte. Um Marcel irgendwie auf den Pfad der Tugend wieder zurück zu führen. Leider viel ihm nichts ein was er als 8 Jähriger hätte sagen können. Da er Marcels Begeisterung nicht teilte und ab und zu etwas murrte ging dem Kleinen nun doch ein Licht auf. Mann sah, das in seinem Kopf etwas arbeitete und er sich ab und zu etwas schuldig fühlte.

Bald kam Anita nach Hause und verschwand dann auch kurz wieder. Als sie wieder da war kam sie kurz nach oben um nach den Kleinen zu schauen.
„Na ihr zwei wie war die Schule?“
„Ging so.“
„Wie immer. Na ja fast.“
„Haben sie dich wieder geärgert?“
„Nein nein diesmal war er mehr dran.“
„War es sehr schlimm Marcel?“
„Ja. Ich dachte immer Franz ist mein Freund.“
„Leider ist das nicht immer einfach die richtigen von den falschen zu unterscheiden.“
„Er hat nach der Schule Matthias gehauen. Ich hab ihm gesagt das er es nicht machen soll er hat einfach nicht auf mich gehört.“
„Matthias wo hat er dich gehauen?“
„In den Bauch.“
„Schlimm?“
„Na ja hat schon ein bissel weh getan. Schlimmer war das mit meiner Windel die wäre fast übergelaufen.“
„Was hat das jetzt damit zu tun?“
„Na ja der Doc hatte mir doch gezeigt wie ich meine Blasse ausdrücken kann wenn ich mal auf dem Klo bin. Na ja er hat halt an die gleiche stelle getroffen.“
„Ich hoffe ihr schwindelt mich jetzt nicht an. He was sehe ich denn da. Wieso ist der Eistee hier oben? Marcel?“
„Er war es nicht, ich hab es mitgebracht. Er hat doch sonst nur Wasser. Sei bitte nicht böse auf mich. Ihr hattet ihm doch nur Stubenarrest geben und nicht trocken Brot und Wasser.“
„Du bist mir einer. Na ja irgendwo haste ja auch recht. Und Marcel hat wirklich nicht euer Zimmer verlassen?“
Beide nickten.
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  RE: Labor 22 Datum:12.12.16 20:17 IP: gespeichert Moderator melden


so hier der nächste teil meiner Geschichte

22
„Na dann wollen wir mal zur tat schreiten. Kommt ihr mit?“
Anita stand aus der Hocke wieder auf und lächelte. Die zwei kleinen schauten etwas verdutzt sich an.
„Wollt ihr kein Spielzeug? Immerhin könnt ihr beide euch eins raus suchen.“
Marcel war als erstes an der Tür fast wie ein Blitz. Na ja das lag wahrscheinlich daran das Matthias noch immer schwach war. So große Erfolge wie am Anfang seiner Genesung gab es nun nicht mehr. Lange Strecken konnte er nicht ohne die entsprechenden Pausen schaffen. Auf jeden Fall gingen sie nun zu tritt auf den Dachboden. Bei Marcel konnte man die Erwartung richtig spüren. Oben angekommen war diese drückende Schwüle immer noch ob wohl zwei Belüftungslöcher für Frischluft sorgten. Marcel rannte gleich zu den Kartons. Einer stand etwas daneben und genau der zog Marcel magisch an.

„Ich nehm das Lego.“
„Ähm tut mir leid mein kleiner dieser Karton ist schon vergeben. Dort ist alles drin was Matthias gehört.“
„Ich wollte aber das Lego haben. Er hat sich das beste raus gesucht. Das is gemein.“
„Wie gemein warst du denn eigentlich zu ihm?“
„Von mir aus kann er den Gameboy haben spiele eh nicht so gerne damit.“
„Las mal Matthias er muss lernen zu teilen. Auch wenn das weh tut. Schatz wenn du lieb zu ihm bist denke ich das du mit seinem Spielzeug spielen darfst. Immerhin spielt ihr jetzt auch schon zusammen. Such dir doch etwas von den anderen aus.“
„Heißt das ich darf jetzt mein Spielzeug mit nach unten nehmen? Hier oben ist es einfach zu warm.“
„Na gut aber nur das was bisher dir ist. Sollte Marcel ärger machen kannst du in der Stube spielen ok.“
Marcel schaute etwas betrübt. Er merkte, das es noch lange nicht ausgestanden ist. So ergab er sich seinem Schicksal und fing nun an in den anderen Kisten zu wühlen. Nach längerem suchen hatte er auch etwas gefunden. Jetzt durfte Matthias ran an die Kisten. Er suchte fast doppelt so lange wie Marcel aber so richtig konnte er sich für nichts begeistern. Zuletzt kramte er bei den Büchern rum und fand ein riesiges Märchenbuch. Da er ja noch etwas schwach war musste er sich abmühen um das Buch heraus zu ziehen. Er betrachtete es erst einmal. Außen hatte es einen Ledereinband mit goldenen Buchstaben. Man sah, das es schon sehr alt sein musste. Er klappte es auf und fragte sich wie alt es wirklich ist. Auf der ersten Seite stand nur „Gesammelte Märchen“, aber in altdeutscher Schrift. Wie lange hatte er so etwas schon nicht mehr gesehen. Na ja sein Vater hatte so einige Raritäten im Regal stehen. Aber die wird er wohl nie wieder sehen.

„Ich glaube nicht das du dies lesen kannst.“
Anita hatte ihn aus seinen Gedanken gerissen und schaute nun sehr verdutzt.
„Ich will dich damit nicht ärgern nur das ist Altdeutsch sehr schwer zu lesen vor allem wo du doch eh so deine Probleme hast.“
„Ich weiß ja. Marcel kannst du das lesen?“
„Das ne das hat früher immer Papa oder Mama vorgelesen.“
„Ganz früher auch deine Ticktack Oma. Als du noch klein warst.“
„Weiß ich gar nicht mehr.“
„Anita kannst du es noch lesen? Tschuldigung Mama.“
„Sicher kann ich das noch. Willst wohl was vorgelesen bekommen? ... Du bist wirklich sicher das du schon acht bist? So wie du mit den Augen bettelst bist vielleicht gerade mal fünf.“
„Bin nicht Klein.“
„Kein Problem. Sie gibt es aber erst vorm ins Bett gehen und auch nur eine einzige pro Abend. Klar?“
„Jep.“
„Darf ich da auch zu hören?“
„Ok wir machen das so wie früher wer brav ist bekommt eine Geschichte vorgelesen und wer böse war muss ohne ins Bett. Wenn ihr einverstanden seit dann Hand drauf.“

Anita hielt ihre offene Hand zwischen die beiden und einer nach den anderem legten seine Hand darauf. Sie schickte nun beide nach unten. Immerhin hatte sie noch den Haushalt zu schmeißen und Marcel Stubenarrest. Unten angekommen spielte Marcel schlagartig nur noch mit sich alleine. Er hatte ja endlich ein brauchbares Spielzeug gefunden. Er war deshalb nicht direkt fies und gemein geworden. Nein er beschäftigte sich so intensiv mit sich selbst das er alles andere rund herum vergaß. Matthias hingegen hatte ja nur das Buch mit nach unten genommen und wollte weiter mit einander spielen. Nach dem dritten versuch sich bemerkbar zu machen nahm er das Buch und schmiss es mit aller Wucht auf den Schreibtisch. Dann ging er schnurstracks aus dem Zimmer. Marcel bemerkte was los war und rannte hinterher. Leider direkt in Mamas Arme.

„He was ist denn hier los? Hast du nicht Stubenarrest? Und warum ist Matthias so sauer?“
Marcel hob mit gesenktem Kopf die Schulter.
„Matthias kommst du bitte zurück.“
Der genannte erschien.
„Hatten wir nicht gerade eine Abmachung getroffen. Was ist passiert?“
„Ach nichts. Er will einfach nicht mehr mit mir spielen.“
„Ich hatte schon fast vergessen wie es ist zwei kleine Kinder zu haben. Marcel hast du ihn geärgert?“
„Nein, ich wollte doch nur mal das Ding ausprobieren. Hatte es doch schon so lange nicht mehr gespielt.“
„Schon ok Marcel. Matthias du kannst nicht erwarten das er immer für dich zeit hat. Du kannst doch auch alleine spielen. Der Tag ist doch noch lange nicht vorbei. Marcel du gehst wieder ins Kinderzimmer ok.“

Matthias verschwand wieder auf dem Dachboden. Suchte etwas zusammen und ging dann mit einer großen Tüte in den Garten. Der Schuppen war zum Glück nur mit einem Nummernschloss versehen. So musste Matthias nicht erst fragen ob er hinein darf oder nicht. Wie soll er sich denn je heimisch fühlen wenn er vor jedem Handschlag erst einmal fragen muss. Außerdem hatte Anita auf seine gestrige Streichaktion gut reagiert. Anita hingegen fing an den Haushalt zu schmeißen. Adriane kam auch bald von Marion wieder und wollte sich etwas in die Sonne legen. In einem abgeschiedenen Garten kann man immer hin diese blöden Bikinistreifen vermeiden. Sie hatte sich gerade hingelegt als sie ein leises „Aua“ aus dem Schuppen vernahm. Erschrocken saß sie gerade auf der Liege und bedeckte alles was niemand sehen sollte. Sie schaute sich nach allen Seiten um ob irgendwo ein Gebüsch sich bewegte. Doch Fehlanzeige nur zwei Vögel hockten in der Baumkrone und unterhielten sich, wahrscheinlich übers Wetter. Ein warmer Sommerregen war ja nun schon seit Wochen mehr als überfällig. Na ja sie zog sich ihr Top und ihre Radlerhose erst einmal drüber und suchte nach dem Gemütlichkeitsstörer. Wie erwartet fand sie Matthias.

„He was machst du denn da?“
Jetzt war es an Matthias erschrocken herum zu wirbeln.
„Äm äh ich wollte nur etwas basteln. Oder muss ich erst fragen ob ich hier rein darf?“
„Weiß Mama das du hier drin bist?“
„Glaub nicht. Sie hat nur gesagt ich soll spielen gehen.“
„Na ja denke nicht das es ärger gibt. Musst aber hinterher aufräumen. Ach ja zeig mal was du da eigentlich machst.“
„Ne is ein Geheimnis.“
„Lass mal Kleiner ich habs gesehen. Aber das wirst du doch niemals hinbekommen.“
„Ja ich weiß.“
„Warum willst das überhaupt machen?“
„Horst hat doch bald Geburtstag.“
„Welcher Horst?“
„Ähm Papa.“
„Kannst ihn nicht gleich so nennen! Na ja wenn du es eh nicht hin bekommst dann mach doch gleich etwas anderes.“
„Nein ich will es etwas anders machen. Hier hinten mal ich ein Bild und das hier kommt so ungefähr davor. Unten wollte ich etwas Sand und paar Steine machen. Mit dem Holzleim werden die schon halten. Und hier soll noch ne Schatzkammer kommen Goldfarben hab ich ja auch noch gefunden.“
„Na ja die Idee ist gar nicht mal so schlecht. Musst bloß aufpassen, das er es nicht vorher sieht. Bist du dir sicher das du das rechtzeitig hin bekommst?“
„Denke schon ist ja noch etwas zeit.“
„Blöd is nur das ich mich jetzt nicht mehr sonnen kann.“
„Wieso das? Es regnet doch nicht.“
„Ja ich hasse nur Bikini streifen.“
„Hä?“
„Ich sonne mich gerne nackig. ... grins nicht so die Sache ist ernst.“
„Mich Wickeln ist nicht peinlich aber das ich dich nackig sehe. Irgendwie unfair.“
„Grrr. Wie sieht eigentlich deine Windel aus? Biste Nass?“

Matthias kam gar nicht erst zum antworten da Adriane ihn schnappte und über ihr Knie legte. Die einfachste Art ihm am abhauen zu hindern und dabei seine Windel zu kontrollieren. Natürlich war sie Nass. Na ja sie hätte bestimmt noch bis nach dem Abendbrot durchgehalten doch für Adriane reichte es um im eine neue verpassen zu können. Sie stellte Matthias wieder auf seine Füsse.
„Du bleibst hier und ich hol dir ne neue Windel. Wehe du verschwindest dann kitzele ich dich so durch wie du es noch nie erlebt hast. Na ja wenn ich es mir recht überlege lauf ruhig weg hab schon lange keinen mehr durch gekitzelt.“
„Du bist gemein.“
„Das ist das Vorrecht einer großen Schwester.“

Nach einer Weile kam Adriane wieder zurück in der einen Hand die Windel und in der anderen eine gefüllte Tüte. Sie zog ihn nach draußen auf die die Liege. Matthias fühlte sich sichtlich unwohl so in der Öffentlichkeit. Ok es war kaum von außen ein zu sehen aber von oben oder vom Haus aus schon sehr gut. Matthias hatte sich immer noch nicht so richtig vom Komma erholt so, das ihm einerseits die Kraft fehlte sich zu wehren und auf der anderen Seite sein Gewicht viel zu niedrig für sein Alter war. Das Adriane ihn ärgern wollte war ihm schon klar nur viel gegen machen konnte er ja eh nicht. Also ergab er sich dem Schicksal und überlegte wie er es ihr heimzahlen könnte. Als Adriane fertig war wusste er erst richtig was er ihr überhaupt heim zu zahlen hat. Sie hatte die gesamte Prozedur wie bei einem Baby durchgezogen. Also mit sauber machen, eincremen, an den Beinen anheben und dem obligatorischen Klaps auf den Po. Seine Hose bekam Matthias nicht wieder, mit der Bemerkung das sie so besser sehen konnte ob er wieder nass ist. Mit einem Grinsen von einem Ohr zum anderen erlaubte sie im gnädig das er spielen darf. Sie hingegen zog sich jetzt aus und begann sich zu Sonnen.

Matthias überlegte eine ganze Weile wie er es ihr heimzahlen konnte. In seinem Kopf wuchs eine Idee nach der anderen. Einige waren zu gemein um sie durch zu ziehen andere viel zu lasch. Bald hatte er alles für seine Rache vorbereitet und wartete nur noch darauf, das Anita sie zum Essen ruft. Der ersehnte Moment kam und Adriane richtete sich krebsrot von der Liege auf. Noch ein griff zum Hahn und schon wurde sie von einem nicht gerade sanften Strahl Wasser erwischt. Matthias drehte etwas an der Düse um ihn etwas zu fächern. Aber nur ein bissel, weil weh sollte es ihr ja nicht tun. Die Getroffene lief erst einmal weg und versuchte sich zu verstecken. Nach dem das aber kaum geholfen hatte und sie eh nass war lief sie auf Matthias zu. Adriane hatte es gerade geschafft ihm den Schlauch aus der Hand zu nehme als der Wasserstrahl versiegte. Pitschnass stand sie da und schaute zum anderen Ende der Leitung. Da stand Anita mit einem etwas mürrischem Gesicht.
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  RE: Labor Datum:13.12.16 23:46 IP: gespeichert Moderator melden


Gute Racheaktion von Matthias. Nur warum ist Anita jetzt etwas mürrisch? Eigentlich ollte sie doch eher belustigt sein da Matthias und Adriane Blödsinn treiben.
Gute Idee das mit dem Schiff. Als versunkenes Schiff macht die Pamir bestimmt was her.
Wie es scheint braucht Marcel noch etwas Zeit um Matthiss zu Akzeptieren. Wenigstens hat er Matthias etwas vor seinen "Freunden" beschützt.

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Gummimike am 13.12.16 um 23:46 geändert
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  RE: Labor Datum:27.12.16 08:50 IP: gespeichert Moderator melden


hallo alle ich hoffe das alle artigen auch reichlich vom Weihnachtsmann Geschenke bekommen haben. Die andern werden schon wissen warum die Rute besser für sie ist.

leider habe ich keine Ahnung warum ich den Nächten teil nicht Posten kann.
Ab einer gewissen Länge blockiert das Forum vielleicht kann mir das ja jemand erklären.

Gruß Benni
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  RE: Labor Datum:27.12.16 21:56 IP: gespeichert Moderator melden


Vermutlich ist der nächste Teil etwas zu lang. Mach am besten an einer geeigneten Stelle eine Trennung und mach einfach 23a und 23b draus oder 23.1 und 23.2 .
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  RE: Labor 23 Datum:19.01.17 20:04 IP: gespeichert Moderator melden


da ich jetzt weiß wie ich auch wieder längere Teile schreiben kann hier der 23 teil komplett

23
„Ihr braucht das Wasser nicht zu verschwenden.“
„Na warte ich krieg dich.“
Matthias lief weg und dank das er, anders als seine Verfolgerin, Schuhe an hatte war er als erstes bei Anita und versteckte sich.
„Mama er hat mit meine Frisur ruiniert.“
„Sie hat mich zu erst geärgert.“
„Hab ich nicht.“
„Doch. Du hättest mir meine Windel nicht wechseln dürfen. Vor allem nicht so.“
„STOOOOOP. Was ist hier los. Matthias was du getan hast hab ich ja gesehen aber was hat sie jetzt mir dir gemacht? Bitte etwas ausführlich.“
„Sie hat meine Windel gewechselt und wenn ich nicht mitmache dann wollte sie mich durch kitzeln.“
„Seine war wirklich nass.“
„Sie hätte noch ne Weile gehalten. Außerdem brauche ich nicht eingecremt zu werden. Mich wie ein Baby zu behandeln war gemein.“
„Fräulein Schmidt. Er ist kein Baby und auch kein Versuchskaninchen. Normalerweise wäre jetzt eine kleine Strafe fällig. Wie ich sehen, kann Matthias sich aber sehr gut selber wehren. Auch wenn das nun wirklich nicht nett ist und ich das nicht noch einmal sehen will. Adriane du gehst dich erst mal abtrocknen und anziehen dann gibt es Abendbrot. Matthias geh und hol Marcel. He und ihr vertragt euch jetzt nicht das ich noch Strafen verteilen muss.“

Mit einem kopfschütteln ging Anita hinter den beiden ins Haus. Adriane konnte es sich nicht verkneifen Matthias ein paar Tropfen entgegen zu spritzen. Aber mehr wurde da auch nicht daraus die Warnung war ja eindeutig. Marcel saß wieder auf seinem Bett er hatte sich das Märchenbuch genommen und schaute sich die Bilder an. Etwas verlegen schaute er schon als Matthias herein kam. Ein Versuch das Buch zu verstecken wäre ja eh kläglich gescheitert.
„Wir sollen runter kommen, Abendbrot ist fertig.“
„Ich auch?“
„Jep. Stell besser noch das Buch ins Regal nicht das sie nachher noch meckern.“
„Ich weiß ich hätte dich fragen sollen. Bist du sauer?“
„Geht so. Los komm.“

Beim Essen gab es wieder eine Menge Sticheleien von Adriane. Allerdings nur so lange bis Anita es endgültig reichte und ihr androhte wenn noch irgendwas kommt das sie dann auf ihrem Zimmer zu ende essen darf. Marcel hingegen war überglücklich und benahm sich wie ein Musterknabe. Horst hingegen war noch irgendwie mürrisch irgendwas muss in der Firma ihm aufs Gemüt geschlagen haben. Fragen wollte Matthias nun auch nicht da alle anderen ihn auch in Frieden lassen.
„So da wir fertig sind kann Adriane jetzt abräumen.“
Die genannte fing auch gleich damit an. Da der Blick von ihrer Mutter kein Wiederwort zu lies.
„Matthias du hast übrigens ein Paket bekommen.“
„Matthias? Schatz ist es vom Jugendamt?“
„Nein es kommt aus dem Kongo und der Absender ist nur Anne. Das komische ist aber es geht Direkt an Matthias Schmidt. Noch kein Monat bei uns und schon hat er unseren Nachnamen. Woher kennst du diese Anne und warum schreibt sie drauf das nur du es aufmachen darfst?“

In Matthias begannen sich die Gedanken zu überschlagen. Er kannte ja nur eine Anne nur die war jetzt wo ganz anders. Aber es kam ja auch aus dem Kongo hatten sie das Labor jetzt dahin verlegt? Ne das war zu abwegig vielleicht hat sie mal wieder eine ihrer Reisen unternommen. Na ja nur woher wusste sie das er jetzt hier wohnte. Gut sie ist eine Profi Hacker vielleicht hat sie ja mal beim Jugendamt vorbei geschaut. Nur was sollte er jetzt Anita sagen? Er wusste es nicht also musste er die Schulter heben. Wenn er keine Ahnung hat kann er das ja auch zugeben. Anita war nicht direkt begeistert von dem Ergebnis ihrer Frage aber machen konnte sie ja auch nichts. So stellte sie Matthias das Päckchen auf den Tisch.
„Gut wenn drauf steht das nur du es auf machen darfst dann ist das halt so. Wäre aber sehr nett wenn wir mit rein schauen dürfen.“
Das letzte war weniger eine bitte als ein Befehl. Neugierig und mit einer gehörigen Portion schiss machte er sich an dem Päckchen zu schaffen. Am Anfang musste Anita auch gleich helfen da er den Strick einfach nicht aufbekam. Als es endlich offen war, kam ne Menge zerknülltes Papier zum Vorschein. Allerdings war jetzt auch klar das es seine Anne war der ihm das Päckchen geschickt hatte. Da neben Zeitungen aus Afrika auch eine Seite aus Deutschland war. Es war eine mit Todesanzeigen und nicht nur irgend welche nein es war die Seite mit seiner Todesanzeige. Um sicher zu stellen das die anderen das nicht auch noch bemerken schmiss er erst mal alles auf den Boden um an den wirklichen Inhalt heran zu kommen. Es kam eine hölzerne Kiste zum Vorschein. Eine die er schon mal gesehen hatte. Damals bei Anne zu Hause. Sie war reich mit afrikanischen Motiven verziert und war ein Mitbringsel ihres Vaters. Das gut an ihr war sie war zum abschließen und hatte ein Geräumiges Geheimfach. Erst einmal ging es darum den Brief der oben drauf Klebte zu öffnen. Ihn hatte eindeutig ein Kind geschrieben so eine krakelige Schrift schafft wahrscheinlich sonst keiner. Na ja darauf wetten wollte Matthias jetzt auch nicht.
Zitat

Hallo Matthias hier ist Anne
tut mir leid das ich dir im Krankenhaus nicht mehr auf wieder sehen sagen konnte Mama wollte gleich weg. Mir geht es jetzt prima hoffentlich geht es dir auch besser. Ach ja Mama hat irgendwie deine Adresse rausbekommen musste sie nur öfters mal nerven.
Hier unten hatte ich die Kiste gefunden und dachte sie könnte dir gefallen. Hab auch noch ein paar Fotos von mir rein getan bitte lache aber nicht darüber. Vielleicht werde ich dir später mal wieder schreiben unsere Weltreise dauert ja noch etwas.

Tschau.

Im Umschlag lag noch der Schlüssel für den Kasten. Den nun Anita rüber reichte. Nicht ohne gegen Leistung denn sie schnappte sich der weilen den Brief und las ihn durch. Natürlich musste sie das Grinsen anfangen. Na ja Matthias machte sich nun über die Kiste her. Viel war nicht drinnen nur ein Tagebuch allerdings ohne Einträge und vier Bilder. Die Bilder waren alles Kinderbilder von Anne, sie musste damals 10 gewesen sein. Zumindest hat sie das immer erzählt. Einige hatten aber neue Hintergründe. Es sah so aus als wenn Anne sich mal wieder ans Photoshop gesetzt hat und etwas zurecht geschnitten hatte. Na ja sie war halt ein As am Rechner. Hätte sie jetzt noch kochen und waschen können wäre sie die perfekte Frau gewesen. Na ja man kann nicht alles verlangen. Nun kamen natürlich die Kommentare die kommen mussten. Angefangen von „ist sie nicht niedlich“ bis hin zu „Matthias hat ne Freundin“. Das letzte kam natürlich von Marcel nicht ohne einen bösen Blick von Anita dafür zu ernten. Nun musste Marcel wieder hoch ins Kinderzimmer und Anita nahm Matthias mit nach draußen auf die Gartenbank.

„So jetzt erzähl mal von ihr.“
„Was soll ich denn erzählen?“
„Na wie sie ist, was sie gerne hat und so was halt. Lass mich doch nicht dumm sterben.“
„Na ja hab sie schon fast vergessen.“
„Wie kann man denn ein so hübsches Mädchen vergessen?“
„Mama.“
„Ist schon ok. Ich finde es nett, das sie dir das geschickt hat. Willst ihr nicht danke sagen?“
„Na ja schon wie soll ich das denn machen sie ist doch immer wo anders?“
„Ach ja sie hatte was von Weltreise geschrieben. Weisst du wo sie vorher gewohnt hat?“
„Nö hat sie nicht gesagt.“
„Weswegen hat sie eigentlich im Krankenhaus gelegen? Ich meine es ist doch schon komisch das sie gleich nach dem Krankenhaus vereisen.“
„Keine Ahnung kann sein das es irgendwas mit ner Impfung zu tun hatte. Ich weiß es doch auch nicht mehr. Wir haben halt meistens nur miteinander gespielt.“
„Ach so und hast du sie gerne gehabt? Oder weisst du das auch nicht mehr?“
„Doch sie war sehr nett.“
„Dir muss man heute wieder alles aus der Nase ziehen. Mal was anderes erzähl mal genauer was Adriane mit dir angestellt hat.“

„Na ja sie hat mich im Schuppen gefunden. Wir haben dann mit einander geredet und sie hat auf einmal meine Hose runter gezogen und nach meiner Windel geschaut. Danach hat sie ne frische geholt und wenn ich weglaufe wollte sie mich durch kitzeln. Na ja ich dachte das sie nur ne Frische drum macht so wie vorgestern halt.“
„Wie sie hat dich schon einmal gewickelt?“
„Ja Vorgestern. Als du gesagt hast das sie sich darum kümmern soll das ich eine an hab. Nach dem Bad mein ich.“
„Damit meinte ich nicht, das sie dich wickelt. Fräulein wir haben uns zu unterhalten.“
„Anita äh Mama lass sie bitte so schlimm ist es ja eigentlich auch nicht. Nur heute hat sie es so wie du gestern Abend gemacht. Sie hat mir sogar den Arsch eingeschmiert.“
„Das heißt Hintern oder Po klar das andere Wort möchte ich nie wieder hören. Hat sie nur deinen Po eingecremt oder noch mehr?“
„Vorne auch. Und sie hat mich an den Beinen an gehoben.“
„Auch wenn du es nicht willst ich muss mit ihr reden. So etwas kann und darf ich nicht dulden. Keine Bange ich werde sie nicht gleich zusammen stauchen.“

„He ihr zwei ich muss noch etwas arbeiten. Braucht ihr vorher noch etwas?“
„Kannste uns die Rommé Karten bringen?“
„Klar ich sag Adriane bescheit sie will bestimmt auch mitspielen.“
Es dauerte nicht lange bis die genannte mit den Karten da war. Anita wischte noch kurz den Tisch ab und los konnte es gehen. Adriane hatte jetzt nicht mehr viel zu lachen gehabt. Durch ihre Mathe Probleme hatte sie nun das nachsehen und sie verlor sehr schnell die Lust.
„Oh man das ist gemein. Lasst mich doch auch mal gewinnen.“
„Ne meine Kleine wer meint das er erwachsen ist muss durch so etwas durch.“
„Noch bin ich nicht erwachsen.“
„Das weiß ich. Warum behandelst du Matthias so?“
„Was meinst du?“
„Das Spielchen mit dem Wickeln.“
„Er brauchte doch ne Frische.“
„Das ist gut möglich. Er kann das aber sehr gut alleine. Außerdem ist es nicht gerade fein ihn auch noch mit kitzeln zu drohen. Und welche Creme hast du eigentlich für ihn benutzt?“
„Penaten wir hatten sie doch noch oben.“
„Ich glaub es nicht. Fräulein sei vorsichtig was Marcel gerade durchmacht kann dir auch passieren.“
Schluck „Meinst du das ernst?“
„So ernst wie bei Marcel. Noch ist es eine Warnung. Also komm, Spiel weiter. Rommé meine ich.“
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  RE: Labor Datum:19.01.17 22:55 IP: gespeichert Moderator melden


Arme Adriane, Matheprobleme und Romme spielen ist eine schlechte Kombination.gg
Bin mal gespannt wie lange Anitas Warnung an Adriane wegen ihrem Verhalten gegenüber Mathias anhält. War eine schöne Rache von Mathias an Adriane.
Ob Anna auch durch den gleichen Virus verjüngt wurde wie Mathias?
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  RE: Labor 24 Datum:23.01.17 20:17 IP: gespeichert Moderator melden


24
Adriane war ziemlich geknickt. Sie spielte aber tapfer weiter auch wenn ein gewinnen einfach unmöglich war. Als die Sonne dann langsam sich dem Horizont näherte beendeten sie das Spiel. Anita gewann knapp vor Matthias, Adriane war die letzte wie zu erwarten. Matthias ging nun nach oben morgen war ja Schule. Als erstes machte er sich Bettfertig bevor er sich mit Annes Geschenk ins Bett legte. Zur Sicherheit hatte er sich noch eine Taschenlampe mitgenommen. Mann weiß ja nicht was noch zum Vorschein kommt. Marcel hatte sich müde gespielt und lag schon in der Falle. Als erstes schaute er sich die Fotos an. Sie brachten ihm viele Erinnerungen zurück. Als nächstes suchte er nach dem Geheimfach. Anne hatte es ihm doch mal gezeigt. In einer ihrer besten Stunden. Er versuchte sich daran zu erinnern warum ihr Vater ihr das Kästchen geschenkt hatte. Ihm wollte es aber überhaupt nicht einfallen. Na ja endlich hatte er das Schloß gefunden. es machte klack und da war der Spalt. Genau wie er es noch in Erinnerung hatte. Hatte sie ihm wirklich noch eine Nachricht hinterlassen? Er traute sich gar nicht hinein zu schauen. So machte er sie mit geschlossenen Augen auf und tastete nach dem Inhalt. Was war denn das? Er schaute sich verwundert die Geldbündel an. Das ganze Fach war voll mit gebrauchtem Geld und davon nicht gerade wenig. Ganz unten lag zusammengeknüllt ein Brief.
Zitat

Hi Purzelchen

ich hoffe mal das du diesen Brief alleine lesen kannst ohne das irgendeiner mit liest. Wie ich schon gedacht habe hast du nichts vergessen. Danke für dein Lebenszeichen (das Passwort mein ich). mir geht es soweit gut auch wenn nur wenige mit hierher gekommen sind. Keine Panik ich bin hier unten nur im Urlaub so weit versetzen sie eigentlich niemanden. Bevor ich es vergesse das Geld ist für dich ist alles was ich heimlich abzweigen konnte. Ich kann es ja nicht ausgeben dafür werden wir einfach zu gut überwacht. Aber dir geben ist kein Problem übrigens sie sind nicht registriert also keine bange dafür hab ich schon gesorgt. Seh es als Abfindung an für dein etwas anderes ausscheiden aus der Firma. Ich werde weiterhin etwas auf dich aufpassen na ja ein Glück das die im Jugendamt nicht denn allerbesten Admin haben. Mal sehen wie lange der Zugang unentdeckt bleibt. Ich hoffe dir ergeht es gut bei deiner neuen Familie.

Machs gut ich hab dich lieb.

Das wars was er jetzt noch brauchte. Mit Tränen in den Augen verstaute er das Geld. Nur den Brief tat er nicht wieder ins Versteck. Das Kästchen schob er nun unters Bett. Den Brief las er immer wieder durch. Was seine Tränen nicht gerade versiegen lies. So ging das fast anderthalb Stunden bis Anita noch mal vorbei schaute.

"He Großer was ist denn los?"
Matthias versteckte unauffällig den Brief unterm Kopfkissen.
"Hat dich Marcel geärgert?"
Kopfschütteln "Er hat schon geschlafen."
"Tut dir etwas weh?"
Kopfschütteln
"Was ist denn los?"

Anita nahm Matthias in den Arm. Sein jetziger Gemütszustand und diese Liebe von Anita brachten noch mehr Tränen zum Vorschein. Er schlang seine Arme um Anitas Hals und steigerte sich richtig in seinen Weinkrampf hinein. Da sie ihn nicht beruhigen konnte hob sie ihn aus seinem Bett. Marcel musste ja nicht unbedingt aufwachen. Matthias nahm das schon gar nicht mehr war. Für ihn gab es nur noch die Liebe von Anita und sein Schmerz. Es war so weit das erste mal wo Anita ihn mit ins elterliche Schlafzimmer nahm. Sie legte ihn in die Mitte und krabbelte daneben. Sie streichelte ihn weiter und er kuschelte sich an sie. Horst schaute etwas verdutzt als er zu Bett gehen wollte. Da aber bereits schon beide schliefen sagte er besser nichts da zu.

Ein eindringliches Piepen weckte Matthias auf. Als erstes viel ihm das Krankenhaus wieder ein. Obwohl das Piepen hier war anders als das auf der Intensivstation. Vor allem hörte es nach einem Grummeln und einem Schlag auf. Als weiteres bewegte Matthias Kopfkissen sich instinktiv krallte er sich hinein und hielt es fest.
„Kleiner lass mich bitte los ich muss zur Arbeit.“
Matthias machte seine Augen auf. Horst lächelte ihn an und wuselte durch Matthias Haare.
„Tschuldigung.“
„Schon ok. Und gut geschlafen?“
Matthias nickte.
„Dann schlaf noch etwas. Wenn ich fertig bin wecke ich euch.“
Matthias bekam noch Horsts Kissen untergeschoben und dann verschwand er.

„Morgen Schatz ich glaube du musst dich mal um unseren Kleinen kümmern. Er riecht schon etwas. Besser noch bevor Marcel und Adriane aufwachen. Ich werde jetzt zur Arbeit fahren tschau dann.“
„Morgen.“
„Ist es wichtig zu wissen warum Matthias die Nacht bei uns geschlafen hat oder kann das bis heute Abend warten?“
„Er hatte nur einen Weinkrampf. Warum weiß ich auch noch nicht. Werde ihn gleich mal fragen.“
„Ist schon herrlich jetzt Marcel aus dem Alter raus da er öfters bei uns am Bett stand und Matthias fängt damit an. Haben wir denn nie unsere Ruhe?“
„Keine bange in zehn Jahren werden sie bis früh um vier feiern sein.“
„Und dann werden wir von zwei gröllenden halbstarken aus dem Schlaf gerissen. Perfekt, ist Eltern sein nicht schön.“

Horst ging jetzt zur Arbeit und Anita ins Bad. Matthias lies sie erst einmal schlafen, er sah so süß aus wie er sich in das Kissen gekuschelt hatte. Nach dem sie sich selber frisch gemacht hatte ging sie wieder ins Schlafzimmer. Sie kniete sich vors Bett und streichelte über Matthias Wange.
„Morgen Großer. Komm wach auf. Ich möchte gerne deine schönen Augen sehen.“
„Morgen.“
Matthias brauchte eine Weile biss er richtig begriffen hatte wo er lag.
„Wieso bin ich denn hier? Ist das euer Zimmer?“
„Ach stimmt ja, du warst ja noch nie hier. Ja das ist unser Schlafzimmer. Gestern Abend hattest du die ganze Zeit geweint und ich wollte nicht, das du Marcel aufweckst. Weißt du noch warum du so geweint hast?“
Matthias holte sich den gestrigen Abend wieder ins Gedächtnis und wusste auch wieder von dem Brief und dem Geld. Allerdings konnte er das nicht Anita erzählen also schüttelte er nur mit dem Kopf.
„Matthias wir haben doch eine Abmachung das du uns nicht anlügst! Ich sehe dir an der Nasenspitze an das du lügst.“
„Tschuldigung.“
„Also erzähle was los is.“
„Kann ich nicht. Du hattest versprochen das ihr nicht nachbohrt.“
„Ja wenn es etwas mit deiner Vergangenheit zu tun hat. Hier geht es aber um gestern Nacht. Ist es wegen dem Paket?“
Matthias nickte verschämt.
„Ok Hat diese Anne etwas mit deiner Vergangenheit zu tun?“
Matthias rollten die ersten Tränen die Wange hinunter er konnte sich trotzdem ein Nicken abringen. Der drang ihr alles zu beichten wurde größer und größer.
„He komm mal her. Keine bange ich bin ja da.“
Sie nahm Matthias in den Arm und streichelte ihm über den Rücken.
„Ok belassen wir es erst mal dabei. Deine Windel ist jetzt wichtiger. Obwohl ich sehr gerne wissen würde was mit dir wirklich los ist. Was dich so sehr bedrückt?“
„Ich kann es nicht sagen.“
„Willst du es denn mir sagen?“
„Ja aber ich kann es nicht.“
„Warum denn nicht?“
„Es darf keiner wissen sie würden mich finden.“
„Und wenn wir es keinem erzählen?“
„Nein Ihr könnt es nicht verstehen. Ihr werdet mich dann ins Heim stecken.“
„Matthias hast du etwas Schlimmes gemacht? Schau mich bitte an.“
„Nein, ich nicht. Ich hab nur etwas gelogen.“
„Du nicht, aber jemand anderes?“
Nicken.
„Sagst du mir bitte was er schlimmes gemacht hat! Oder war es eine Sie?“
„Ich kann es dir nicht sagen. Bitte frag nicht.“
„He ganz ruhig mein Kleiner. Erst einmal kommst du unter die Dusche. So wie deine Windel riecht ist das bitter nötig.“

So langsam bekam auch Matthias den Geruch in die Nase und er schämte sich fürchterlich. Das erste mal das ihn seine neue Mama mit in ihr Bett genommen hatte und er macht auch noch Groß in die Windel. Instinktiv begann er sich dafür zu entschuldigen. Allerdings lies Anita es gar nicht erst richtig zu das er sich dafür selber hasst.
„He mein Großer wir wussten das so etwas passieren kann und wir haben dich trotzdem hier aufgenommen. Außerdem ist überhaupt nichts Schlimmes passiert. Du bist doch sicher verpackt. Wenn wir uns beeilen dann merken deine Geschwister noch nicht einmal das du einen Unfall hattest.“
Sie half ihm beim aufstehen und kontrollieren erst noch ob die Windel ausgelaufen war. Da dies zum Glück nicht der Fall war liefen sie Hand in Hand ins Badezimmer. Er versuchte seine Tränen zurück zu halten doch so richtig ging es nicht. Immer wieder rollten ihm Tropfen über die Wange. Allerdings schluchzte er nicht mehr dabei was auch schon ein Gewinn war.

Das Szenario was sich jetzt abspielte hätte Matthias sehr gerne aus seinem Gedächtnis gestrichen. Seinen Schlafanzug durfte er ja noch alleine ausziehen doch die Windel übernahm Anita. Selbst zusammengeknüllt konnte man den Inhalt erraten. Nun wurde er in die Wanne gehoben und Anita griff nach dem Duschkopf. Genau als sie die richtige Temperatur gefunden hatte öffnete sich die Tür. Völlig schlaftrunken kam Adriane herein gewankt. Sie nahm erst gar nicht war was ihre Mutter da gerade machte. Nein sie ging nur zum Klo klappte den Deckel hoch und setzte sich. Wie sie nun da saß machte sie auch gleich die Augen zu. Anita konnte sich ein breites Lächeln nicht verkneifen. Na so amüsant das auch aus sah sie musste ja sich erst mal um ihren Dreckspatz kümmern. Also duschte sie Matthias ab und gab ihm seinen Bademantel. Bei soviel Wasserrauschen wachte auch Adriane auf und erschrak richtig. Hätte sie nicht schon gesessen wäre sie wohl umgefallen.
„Ähm was machte ihr den hier?“
„Guten Morgen erst einmal. Matthias musste mal kurz geduscht werden mehr nicht. Du solltest vielleicht erst dich umschauen. Bevor du hier hinein platzt.“
„Sorry hab noch geschlafen.“
„Haben wir bemerkt.“
„Oh man hat er etwa ein geschissen?“
„Fräulein die Drohung von gestern gilt immer noch. Du weißt ganz genau das er nichts dafür kann.“
„Ist ja schon gut.“
„Und du sagt auch Marcel nichts davon. Klar?!“
„Ja mache ich.“
„Wehe wenn nicht.“
„Keine bange ich werde schon nichts erzählen. Bist du denn immer noch sauer wegen gestern?“
„Mehr enttäuscht als sauer.“
„Ich werde es nicht wieder machen, versprochen.“
„Deine Versprechen kenne ich. Wie war das noch mit dem Lernen?“
„Oh man müsst ihr denn immer darauf rumkauen?“
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  RE: Labor Datum:23.01.17 22:23 IP: gespeichert Moderator melden


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  RE: Labor 25 Datum:03.02.17 20:04 IP: gespeichert Moderator melden


25
Adriane wollte sich das jetzt nicht weiter anhören und verschwand in ihrem Zimmer. Anita wickelte Matthias noch fertig und schickte ihn dann zum anziehen. Der Schultag verlief ohne nennenswerte Vorkommnisse. Na ja zumindest für Matthias, Marcel hatte so ein Paar Probleme mit Franz. Der konnte Marcels Verhalten nicht verstehen. Zur großen Pause setzte sich Matthias neben Marcel was beiden irgendwie neuen Mut machte. Am ende der Pause lächelte Marcel schon wieder auch wenn noch etwas gequält. Zu Jonas hatte Matthias immer mehr Freundschaft geschlossen. Na ja wenn es gut geht hatte er so doch jemanden für die Ferien gefunden. Wer weiß schon wie lange Marcel noch Stubenarest hat und alleine draußen herum zu stromern macht auf die Dauer auch kein Spaß. Insgesamt war das Thema Ferien immer wichtiger geworden. Jeder erzählte wo er mit seinen Eltern hin fahren wird. Matthias konnte da nicht mitreden. Er wusste ja nicht wohin es bei den Schmidts ging und ob sie überhaupt in den Urlaub fuhren.

Vor der Schule verabschiedete sich Matthias von Jonas und wartete auf Marcel.
„Matthias. Komm ich fahre dich nach Hause.“
Der angesprochene schaute sich um wer ihn da gerufen hatte. Neben einem wirklich großem und anscheinend auch nicht billigem Auto stand ein Mann mit Jonas. Er winkte ihm und lächelte dabei. Matthias war sehr verwundert. Wer war das und woher wusste er Matthias Namen? So wie Jonas bei ihm stand musste er ihn kennen wahrscheinlich war er sein Vater. Das erklärte aber immer noch nicht woher er seinen Nahmen wusste. Matthias grübelte was er machen sollte. Er ging erst mal hinüber reden kann ja nicht schaden.
„Hallo.“
„Hi weißt du wo Marcel ist?“
„Er müsste noch drinnen sein.“
„Ok warten wir bis er raus kommt. Ihn soll ich auch gleich mitbringen.“
„Wohin?“
„Zu euch nach Hause natürlich. Ach ja hab ich vergessen. Eure Mutter hat mich angerufen sie möchte mit mir mal reden. Wir haben dabei gleich beschlossen das ich euch von der Schule abhole.“
„Ist was passiert?“
„Keine Angst es ist nichts. Sie möchte einfach mal wieder mit mir reden.“

Matthias traute der Sache nicht so ganz. Ein Gefühl ganz von innen sagte ihm das da etwas nichts stimmt. Er hatte diesen Mann noch nie gesehen und nun sollte er gleich bei ihm einsteigen. Ok er hatte so ein kleines Blaulicht im Auto liegen, also musste er bei der Polizei sein. Durch sein Grübeln bekam er gar nicht mit wie Marcel nach draußen gekommen ist und nun zu ihm kam.
„Tag Marcel.“
„Tag Onkel Reinhard. Matthias können wir los?“
„Marcel du brauchst heute nicht zu laufen ich bring euch heim. Also steigt ein sonst wartet eure Mutter noch und ich bekomme Ärger.“
Matthias hatte sich jetzt etwas beruhigt. Wenn Marcel ihn als Onkel bezeichnet musste er ja ok sein. Onkel Reinhard machte den Kofferraum auf und neben den Sachen die er anscheinend für seine Arbeit brauchte stellten sie ihre Taschen ab. Matthias und Marcel durften sich an die Fenster setzen. Jonas wollte zwar sich nach vorne setzen aber er durfte nicht. Matthias hoffte das er wenigstens hier mal auf den Kindersitz verzichtete wurde, aber Fehlanzeige diese Auto hatte schon welche eingebaut. Mit einem einzigem griff hatte Reinhard zwei Erhöhungen aus dem Polster gezaubert. Eins war sicher dieses Auto hatte ne Menge gekostet.

Auf der Fahrt war allen unwohl. Marcel weil er wohl dachte das es wieder Ärger gibt, Jonas weil er neben Marcel sitzen musste und bei Matthias war es nur so ein Gefühl das da noch etwas Dummes folgen wird. Er konnte sich aber nicht einmal ausmalen in welche Richtung das gehen sollte. Reinhard fuhr sehr gesittet nie zu schnell oder ähnlich. Sehr lange brauchten sie auch nicht und er parkte seinen Schlitten vor der Gartentür. Als sie ausstiegen schaute Anita aus dem Fenster und winkte. Matthias wollte schon hineinrennen als er noch einmal von Reinhard zurückgerufen wurde. Er hatte ja seinen Ranzen vergessen. Marcel musste gleich wieder aufs Zimmer gehen. Wodurch sich Jonas erst entspannte. Die beiden machen nun den Garten unsicher und Matthias erfuhr so noch einige Sachen über Marcel. Zum Beispiel zeigte er das Lieblingsversteck von Marcel. Früher hatte er dort so einiges von Adriane versteckt wenn sie ihn mal wieder geärgert hatte. So einiges fand sich darin wieder allerdings nichts wichtiges eine offene Tüte mit Gummibärchen allerdings alle so hart das man sie nicht mal mit einer Kreissäge klein bekommen hätte. Ein paar Dinge konnte man noch nicht einmal mehr identifizierend. Sie alberten rum und spielten in der Sonne bis es passierte.
„He deine Hose ist ja nass. Du hast dir in die Hose gepinkelt.“
„Scheiße sie ist ausgelaufen. Ich hätte mich doch vorhin frisch wickeln sollen.“
„Ach stimmt ja du hast ja ne Windel an. Sorry das ich gelacht habe.“
„Ich muss erst mal rein. Kannst ja hier draußen auf mich warten.“

Matthias lief nur mit einer frischen Windel und seinem T-Shirt über den Gang zu seinem Zimmer. Seine nasse Hose hatte er gleich in den Wäschekorb getan.
„Matthias warte mal. Du sollst mal in die Küche kommen deine Mama wartet. Ach ja wo ist denn Jonas? Ich wollte jetzt eigentlich mit ihm heimfahren.“
„Ähm Jonas ist draußen und wartet auf mich.“
„Ok dann ab in die Küche mit dir.“
„Ich komme ja gleich will mir nur noch was anziehen.“
„Bei dem Wetter? Jonas rennt zu Hause eh meistens nackig rum. Komm du hast doch genug an.“
Irgendwie hatte er ja recht und so überwand er seine Hemmschwelle und ging so wie er war nach unten.
„Ach bevor ich es vergesse wie lange bist du eigentlich schon tot?“
„Hä?“
„Du hast doch deiner Mama erzählt das du beerdigt wurdest so mit Grab mein ich. Also ist das schon lange her oder erst vor ein paar Wochen? Oder hast du sie angelogen?“
„Ein paar Monate.“
„Und woher weißt du das? Wenn du dabei im Sarg gelegen hast, dann wärst ja ein Geist und so siehste mir nicht aus.“
„Sie hat es mir gesagt und in der Zeitung stand es auch.“
„Deine Mutter?“
„Nein. Du fragst mich aus das ist gemein. Ich geh jetzt zu Mama.“

Reinhard rief ihm noch hinterher das sowas ja seine Arbeit ist er nicht darüber sauer sein soll. Matthias nahm das aber nur noch schwach wahr und verschwand in der Küche. Reinhard holte seinen Jungen. Beide verabschiedeten sich noch wobei Jonas etwas über Matthias Aufzug grinste und dann verschwanden die Gäste.
„Mama warum hast du ihm alles erzählt?“
„He jetzt weine mal nicht gleich. Er kann dir ja vielleicht helfen. Auf jeden Fall wird er sich nur inoffiziell umhören. Das bedeutet das nichts passiert er wird nur mir sagen was er heraus findet dieser Herr Just muss nicht alles erfahren. Oder was meinst du soll er es erfahren?“
„Nein nein er soll gar nicht erst suchen. Bitte es soll es nicht machen.“
„Ach Kleiner er wird den finden der dir das angetan hat und dann wird er bestraft werden. Du brauchst keine Angst zu haben. Er ist gut.“
„Hoffentlich nicht. Sonst bringen die ihn um.“
„He mach mal hier nicht so einen Wind. Er ist bei der Polizei so schnell bringt ihn keiner um.“
„Das is denen doch egal. Bitte ich will nicht das ihm was passiert.“
„Na gut. Ich werde noch mal mit ihm telefonieren. Nun komm hör auf mit Weinen und spiele noch etwas. Halt habt ihr Hausaufgaben?“
„Nein es sind doch bald Ferien.“
„Na gut, dann geh ruhig noch etwas an die frische Luft.“

Matthias ging noch nach draußen allerdings war es so warm das er sich nur in den Schuppen verzog. Er hatte ja noch etwas vor. Irgendwann kam Adriane wieder vorbei um ihn zum Abendessen zu holen. Sie staunte nicht schlecht wie weit er in den letzten Stunden gekommen war. Zwar hatte sie immer noch Zweifel ob er es wirklich schaffen würde immerhin ist Horsts Geburtstag gleich nach dem Ferienanfang. Bei der Gelegenheit präsentierte Matthias ihr seine Liste an Dingen die er noch brauchte. Er wusste ja nicht wo er hier etwas besorgen sollte in dieser Gegend war er früher ja nicht. Das sie ihm erlauben durch die ganze Stadt zu wandern glaubte er ja auch nicht. Sie musste ihm helfen sonst hätte er nur noch Anita fragen können und dann wüssten schon zwei weitere von seinem Vorhaben.
„Und du willst das ich dir das jetzt einkaufe.“
„Ich gehe ja schon selber nur weiß ich doch nicht wo her ich es bekomme.“
„Gut bis auf die drei Sachen bekommst ja bestimmt alles unten im Center. Dafür kenne ich allerdings nur ein Laden und er ist in der Innenstadt.“
„Mist da lässt sie mich bestimmt nicht hin.“
„Alleine, nie und nimmer.“
„Und wenn du mitkommst?“
„Vielleicht aber ich will nicht dein Babysitter sein.“
„Dachte ich mir schon. Wenn du mich ärgern kannst dann ja aber wenn ich dich brauche... na ja Schwestern sind halt so.“
„Willst du dich mit mir anlegen?“
„Ich. ... Niemals.“
„Ok was bekomme ich?“
„Ich hab nichts was ich dir geben kann und mein Taschengeld brauche ich für das ganze Zeug.“
„Du kannst ja mein Zimmer aufräumen... ne besser nicht da geht nur noch was kaputt. Was kannste dann für mich machen?“
„Ok ich mache deine Hausaufgaben wenn du mitkommst.“
„Du Meine Hausaufgaben. Du hast doch gar keine Ahnung.“
„Na ja bei deinen Mathe Noten kann ich nicht viel schlimmer sein.“
„Grrr, ok du machst heute meine Mathe Hausaufgabe und wenn wir wirklich gehen dann darf ich dich wickeln wann wo und wie ich will.“
„Das mit den Windeln ist gemein.“
„Wenn du dich benimmst dann werde ich auch nicht gemein sein. Wenn du rumzigst dann mache ich es mitten auf der Straße. Es hängt also an dir.“
„Wenn du das machst sag ich es Mama.“
„Klar aber ich bin vorher dran. Also überlege es dir.“
„Ich brauch das doch.“
„Wirst eh nicht alles bezahlen können dafür reicht dein bissel Taschengeld nie und nimmer. Bevor du jetzt in Tränen ausbrichst. Ich kann ja mal mit Mama reden vielleicht gibt sie mir ja etwas Geld für dich. Aber dann hältst du auch die Klappe.“

Schweren Herzens akzeptierte er die Bedingungen. Wohl wissend das er ihr damit einen Freibrief ausgehändigt hat. Aber eines ist auch klar wenn sie es übertreibt dann bricht er sein Versprechen und petzt. Beim Essen war Marcel wieder dabei. Glücklich sah er nicht aus. Man merkte das ihm der Stubenarest ziemlich auf die Nerven ging. Ein Lichtblick blieb ihm aber immer noch. Heute durfte er sich auch wieder ein Spielzeug aussuchen und da war ja noch der Besuch bei Oma. Das Spielzeug durften sie sich auch gleich nach dem abgeräumt war holen. Matthias tat es zwar leid das er ihm einen Korb geben musst als er fragte ob sie heute noch etwas spielen. Er hatte ja noch etwas bei Adriane zu erledigen. So ging er, mit einem nicht all zu gutem Gefühl, in die Höhle des Löwen.
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  RE: Labor 26 Datum:03.02.17 20:32 IP: gespeichert Moderator melden


so hier ist der nächste teil

26
„He was ist denn? Kannst du nicht anklopfen?“
„Du wolltest doch das ich deine Hausaufgabe mache.“
„Du willst das wirklichen durch ziehen?“
„Los gib her so schlimm kann es doch nicht sein. Du bist in der achten da gab es doch meistens nur Geometrie oder so.“
Adriane begann zu Lächeln und stand auf damit Matthias platz hat.
„Na dann bitte Professor, zeig mir wie es richtig geht.“
Matthias schaute sich in Ruhe die Aufgaben an und grübelte erst einmal wie das damals eigentlich ging. Na ja Geometrie hatte er ja bei seiner Ausbildung nun bis zum umfallen gelernt. Nur die Schule will bestimmt das die Sache etwas einfacher angegangen wird. Auch schaute er sich die Aufgaben die Adriane bisher gelöst hatte an. Er erkannte das hier noch eine Menge zu tun ist. Sie war, um es mal sanft aus zu drücken, grottenschlecht. Na ja um sie nicht zu verletzten legte er ihren Zettel weiter weg. Dabei musste er sich überwinden ihn nicht aus versehen in den Mülleimer fallen zu lassen. Auf dem neuen Blatt machte er sich dann sogleich ans Werk. Die Textaufgaben waren nicht schwer zwar mit ein paar Fallen gespickt aber im Großen und Ganzen eigentlich leicht zu verarbeiten. Alls er dann das erste mal etwas schreiben wollte hielt er inne. Nach einem verstohlenen Blick auf Adriane nahm er sich ein zweites Blatt und schrieb dort den Text drauf. Seine Handschrift war nun wirklich von Adrianes zu unterscheiden. Alles was zu zeichnen war übernahm er für sie. Er hatte sogar richtig Spaß dabei. Er konnte so mal wieder etwas sein Gehirn trainieren. Das was er zur Zeit in der Schule machte war für ihn nur langweilig.

Nach einer halben Stunde war er endlich fertig. Er hatte alle Aufgaben geschafft. Sogar die zusätzliche Hausaufgabe. Wobei er bei der dann doch etwas zu knobeln hatte und öfters nachschlagen musste.
„Adriane ich bin fertig. Musst nur noch das hier drüben abschreiben damit sie glauben das du es geschrieben hast. Die Zeichnungen kannst so lassen wie sie sind.“
„He du willst mir doch nicht sagen das du den Kram verstehst.“
Matthias nahm die anfängliche Arbeit von Adriane in die Hand.
„Na ja besser als das hier ist es alle mal.“
Dabei lies er das Blatt demonstrativ in den Papierkorb rutschen. Das brachte ihm auch gleich eine mächtige Kopfnuss ein. Adriane schaute jetzt auf die Uhr und es war Zeit das Matthias ins Bett verschwindet. Also schickte sie ihn rüber und widmetet sich nun ihren arbeiten. Ihr Blatt hatte bei dem Sturz in den Eimer zum Glück keinen Schaden genommen. Nach zwei Minuten hatte sie aber so die Schnauze voll, so das sie jetzt doch Matthias Bogen abschrieb. Dabei las sie leider noch nicht mal das durch was er geschrieben hatte. Na ja immerhin hatte sie etwas. Zumindest bekam sie nun keine Sechs eingetragen ihr fehlte ja nur noch eine vergessene Hausaufgabe. Zwei Striche standen schon im Buch.

An diesem morgen wurde Matthias von Marcel geweckt.
„Morgen.“
Gähn „Morgen.“
„Du? Spielst du heute mit mir?“
„Weiß noch nicht wollte eigentlich noch was für Papas Geschenk holen.“
„Das wird ja wohl nicht den ganzen Nachmittag dauern.“
„Mal sehen.“
„Menno. Du bist blöd.“
Marcel rannte nun ins Bad und Matthias grinste von einem Ohr zum anderen. Beim Frühstück musste Matthias Adriane zwar anschieben aber dann fragte sie doch Anita. Etwas widerwillig gab sie dann doch ihr ok. Allerdings mussten beide versprechen das sie sich anständig benehmen. Adriane das sie aufpasst und nicht gemein ist und Matthias das er auf Adriane hört. Adriane hatte in einem kleine Vieraugengespräch das bissel extra Geld heraus geholt. Wie viel wollte sie nicht sagen nur das Matthias dafür heute sich kein Spielzeug aussuchen durfte. Was ihm dann aber auch egal war. Immerhin kam er nun seit langem mal wieder in die Stadt.

„He was ist denn mit dir los? Ist irgendwas in der Schule passiert?“
„Ach nichts hätte nur fasst ne Eins bekommen.“
„In welchem Fach?“
„Mathe.“
„Du und Mathe ne Eins. Wenn ich das mal erleben dürfte.“
„War ja auch nur fasst. Warum musste die mich auch fragen!“
„So meine Große jetzt erzähl es mal von vorne an.“
„Ach besser nicht.“
„Nichts da ich will es wissen.“
„Du wirst nur sauer.“
„Genau deswegen will ich es ja auch wissen, also was haste nun wieder angestellt?“
„Nicht viel Mama. Mir hat nur jemand bei den Hausaufgaben geholfen.“
„Und wieso soll ich darauf jetzt sauer sein?“
„Na ja bei der Zusatzaufgabe habe ich es einfach nicht kapiert so hab ich es dann einfach abgeschrieben.“
„Na ja fein ist das nicht gerade. Und wie verhält es sich dann mit der fast Eins?“
„Außer mir hatte keiner die Frage richtig. Ich sollte dann erklären warum wie ich darauf gekommen bin.“
„Schon klar. War wohl noch nicht bekannt das du ein Mathe Genie bist?“
„Ja lach du noch. Die Alte hat gemeint das ich soll meinen Freund nicht meine Hausaufgaben machen lassen sondern lieber Nachhilfe bei ihm nehmen. Vor der ganzen Klasse. Jetzt haben die mich alle gefragt wer mir geholfen hat. Mann war das stressig.“
„Der Mensch würde mich allerdings auch interessieren. Vielleicht nimmt er ja nicht all zu fiel für Nachhilfestunden.“
„Ähm ich hab den allen gesagt das Papa war.“
„Lügnerin wir wissen beide was raus kommt wenn er dir etwas beibringen will. Also wer war es?“
„Glaubst du mir wenn ich sage das es Matthias war?“
„Sicher und morgen fliegen hier Kühe vorbei. Also wer war es? Aus deiner Klasse stammt er ja nicht sonst hättest du ja nicht als einzige es richtig. Hast du einen Freund gefunden?“
„Schön wär es ja. Aber da ist es wie mit den Klo´s entweder besetzt oder beschissen. Aber da du mir die Wahrheit ja eh nicht glaubst kann ich sie dir ja auch erzählen. Gestern ist ein Marsmensch gelandet und hat mir geholfen.“
„Ah ja dann sag dem Marsmensch das er dir das beibringen soll und nicht vorsagen klar?“
„Mache ich wenn ich ihn wieder sehe.“
„Ok ich frage dich nicht wer es ist wenn du nächstes Jahr mindestens ein Eins ablieferst. Ist das ok so?“
„Das ist Erpressung.“
„Wie schön ist es doch Mutter zu sein. Ach ja wenn du nachher mit Matthias verschwindest dann nehmt genug Windeln mit. Ich möchte nicht das er mit einer nassen Hose nach Hause kommt.“
Adriane murrte etwas in ihren nicht vorhandenen Bart und ging in ihr Zimmer.

Viel Zeit hatte sie aber nicht da bald schon Matthias an ihre Tür klopfte.
„Was ist denn?“
„Adriane können wir?“
„Ach du bist es.“
„Wenn wir noch etwas bummeln wollen müssen wir langsam los.“
„Hab kein Bock.“
„Adriane du hast es ihm versprochen also musst du da jetzt auch durch. Hier ist das Geld. Ach ja ich will das Restgeld und die Quittungen. Keine bange Papa wird nichts davon erfahren. Will nur nicht das du das Geld für Schmuck oder so was ausgibst und Matthias leer aus geht.“
„Hab trotzdem kein Bock.“
„Du willst doch nicht etwa bei dem Wetter die ganze Zeit im Zimmer sitzen?“
In Anitas Stimme klang etwas bedrohliches durch. Was Adriane sogleich als Androhung von Stubenarest verstand.
„Ok ich beuge mich der Gewallt. Aber dafür darf ich am Wochenende bei Marion schlafen.“
„Darüber reden wir wenn ihr wieder da seid. Mal sehen wer wen am meisten ärgert.“

Missmutig begann Adriane sich fertig zu machen. Als Mädel will man ja auch hübsch aus sehen. Anita gab ihrer Tochter zum Abschied den Rucksack mit Matthias Sachen in die Hand. Draußen meinte sie dann nur das er nicht zu ihrem Outfit passt und drückte ihn Matthias in die Hand. Na ja eigentlich mehr auf den Rücken. So trotteten sie langsam Richtung Bushaltestelle.
„Ist irgendwas?“
„Wieso fragst du?“
„Na ja gestern wolltest noch mit mir los ziehen und jetzt lässte nur den Kopf hängen.“
„Du hast mir ein schönes Ei mit den Hausaufgaben gelegt.“
„Wieso waren viele falsch?“
„Ne eben nicht. Du warst der einzige in der Klasse der die Zusatzaufgabe richtig hatte.“
„He ist doch super oder?“
„Eben nicht die Alte hat mir ne Standpauke gehalten. Ich soll meine Hausaufgaben gefälligst selber machen und nicht abschreiben.“
„Ups daran hab ich nicht gedacht. Nächstes mal muss ich ein paar Fehler einbauen.“
„Sie hat auch gesagt das ich bei meinem Papa lieber Nachhilfe nehmen soll.“
„Ist doch ne gut Idee.“
„Sicher. Du hattest anscheinend noch nie bei Papa Nachhilfe. Das ist echt der Horror. Wo her kannst du das eigentlich.“
„Was?“
„Na Mathe. Das was wir da machen ist doch viel zu hoch für dich.“
„Ähm ...“ (eine Minute Pause) „... Na ja meine Schwester ist halt etwas älter wie du.“
„Und sie hat es dir beigebracht?“
„Ich hab ihr halt etwas über die Schulter geschaut.“
„Du bist echt nicht ganz dicht.“
„Ich weiß deshalb brauche ich ja auch Pampers.“
„Du doof.“
„Immerhin lachste mal wieder. Wie lange braucht denn noch der Bus?“
„Du quengelst ja schon wie ein Baby. Und wenn du so weiter machst dann werde ich dich auch so behandeln.“
„Du bist gemein. Aber wenn du das unbedingt willst dann mache ich da mit. Mal sehen was ich alles für scheiß bauen kann. Und mit einem Baby wird nicht geschimpft das weißt du doch.“
„Im Notfall kann ich dich übers Knie legen.“
„Darfst du nicht. Wird Mama sauer.“
„Sie wird auch sauer wenn du nicht brav bist. Ok, hab ja nicht das erste mal Babysitter gespielt. Hand her!“
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ronn2321
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  RE: Labor Datum:25.02.17 19:55 IP: gespeichert Moderator melden


Das Adriane mit Matthias in die Stadt für das Geschenk

Das ist eine coole Geschichte

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babywerni
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  RE: Labor Datum:26.02.17 11:33 IP: gespeichert Moderator melden


verdamte grippe hat mich mächtig auf kreuz gelegt.
hier mal die nächsten teile

27
Als die beiden den ersten Laden betraten ging Matthias immer noch an Adrianes Hand. Er lies locker um schnell zu einem Regal zu kommen. Doch hatte er da die Rechnung ohne Adriane gemacht. Sie hielt seine Hand weiterhin fest und so tat ihm auch schon der Arm weh.
„Aua, muss das denn sein. Kannst mich ja wenigstens hier los lassen.“
„Ja Könnte ich.“
„Machst du es auch?!“
„Weiß ich noch nicht. Immerhin hab ich wegen dir Ärger bekommen.“
„HÄäääää?“
„Hausaufgaben schon vergessen?!“
„Musst du denn immer noch darauf rum reiten?“
„So lange wie ich will. Ach ja was macht denn deine Windel eigentlich? Brauchst du schon ne Frische?“
Matthias schaute sich um ob jemand etwas gehört hat. Einige schienen es gehört zu haben, zumindest schauten einige verdutzt herüber.
„Muss das denn so laut sein. Du bist gemein.“
Bei Matthias bahnte sich die erste Träne schon ihren Weg über die Wange.

„Jetzt fang nicht gleich das Heulen an. Ok ok ich mache es ja nicht wieder versprochen. Und Mama wollte das ich mir von dir bei Mathe helfen lasse.“
„Was wollte sie?“
„Ach nichts sie dachte ich hab einen neuen Freund und der soll mir halt Mathe beibringen.“
„Wie kommt sie denn darauf?“
„Hab ihr das mit der Hausaufgabe erzählt. Allerdings hab ich nicht gesagt das du sie für mich gemacht hast. Das hätte sie mir auch niemals geglaubt.“
„Is Blöd.“
„Genau. Sie will eigentlich auch nicht wissen wer meine Hausaufgaben gemacht wenn ich nächstes Jahr bessere Noten schreibe. Das schaffe ich doch nie und nimmer.“
„Was heißt das jetzt?“
„Das ich nun doch Nachhilfe nehmen muss und nur wegen dir.“
„Entschuldigung. Soll ich dir welche geben?“
„Du wenn einer Spitz kriegt das ich von einem Baby Nachhilfe bekomme dann kann ich mich auch gleich umbringen.“
„Stimmt auch wieder. Außerdem kann ich dann eh nicht so viel spielen, dir Mathe bei zu bringen ist ja ne Lebensaufgabe.“
„Du kleines ... äh ... warte mal bleib mal stehen ich muss mal kontrollieren ob deine Windel noch trocken ist.“
„Ähm nein nicht wenn du das machst dann sag ich es Mama.“
„Wehe du sagst noch mal so was. Du tust ja so als wenn ich überhaupt nichts könnte.“
„Ähm ... ok lassen wir das. Also ich brauche noch Goldfarbe weißt du wo wir die hier bekommen?“
„Ok kaufen wir erst mal ein. Aber ich vergesse das nicht. Irgendwann brauchst du ne frische Windel so viel ist schon mal klar.“
„Ähm Adriane wo wir gerade da bei sind, ich müsste mal aufs Klo.“
Ein viel sagendes Grinsen machte sich auf ihrem Gesicht breit.
„Wieso du hast doch ne Windel an? Benutze sie ich mache dich dann auch irgendwann mal sauber.“
„Egal was drin ist?“
„Oh nein. Ok hast gewonnen. Auf geht´s wir müssen nach ganz oben.“

Wie immer gab es eine Schlange und Adriane stellte sich artig bei den Mädels an. Matthias hielt sie immer noch an der Hand. Matthias hatte schon gedacht das dieser Ausflug nicht einfach für ihn wird, aber das es so schlimm kommt, hätte er sich nicht mal in seinem schlimmstem Albtraum ausgedacht. Adriane bemerkte auch die etwas blöden Blicke der anderen Frauen. So schaute sie sich nach einer Alternative um auch wenn sie nicht wusste wo nach sie genau suchte. Einen separaten Wickelraum hatte sie hier noch nie gesehen es gab nur so ein ausklappbares teil hinten auf dem Frauen WC. Ein eigener Raum wäre auch nicht so gut dann könnte Matthias nicht aufs Klo gehen. Und da fiel es ihr ins Auge hinten auf der breiten Tür hing das Rollstuhl Schild. Direkt darunter war auch das Zeichen für den Wickelraum. Warum hatte sie nicht gleich daran gedacht.

„Komm Matthias ich hab es gefunden.“
„Was? Wie?“
„Mist abgeschlossen. Oh da steht es ja wir sollen uns ans Personal wenden.“
„He ihr Zwei das ist nur für welche die es brauchen und kein Spielplatz.“
„Tschuldigung könnten sie nicht doch bitte aufschließen. Er muss ganz dringend.“
„Der Raum ist nur für Behinderte und Babys und du willst mir doch nicht etwa weiß machen das er noch ein Baby ist?“
„Nein. Nur behindert.“
„Wie? was hat er denn?“
„Er kann doch nichts dafür das er noch Windeln braucht.“
Das letzte hatte Adriane sehr leise gesagt so das es nur die Klofrau verstand. Wofür Matthias ihr von Herzen dankbar war. Jetzt musterte die Dame erstmal eindringlich Matthias. Erst als sie die leichte Ausbeulung an Matthias Hintern erkannte hellte sich ihr Gesicht auf. Jetzt konnte man das Mitleid richtig ablesen. Sie wuselte nun Matthias durchs Haar und holte endlich den Schlüssel. Auch wenn es ihm überhaupt nicht gefiel wenn jemand ihn so behandelte, immerhin ist er 27 na ja zumindest innerlich, jetzt aber machte er eine gute Miene zum bösen Spiel. Ihm war fasst alles recht wenn er nur nicht in einer wirklich vollen Windel vor den anderen Stehen muss, wer weiß was sich dann Adriane einfallen lassen wird.

Endlich viel die Tür ins Schloss. Matthias riss sich sofort los und wollte sich aus ziehen.
„He Kleiner so haben wir nicht gewettet. Gut für den Wickeltisch bist du zu groß. Die Liege hier ist aber genau richtig. Los Komm leg dich hin. Wenn du brav bist dann kannste auch gleich aufs Töpfchen.“
„Bist gemein.“
Er murrte zwar aber fügen musste er sich ja. So hilflos ihr ausgeliefert zu sein gefiel ihm überhaupt nicht. Er der als Adriane selber noch Windeln brauchte schon mit Freunden Zelten gefahren ist. Na ja sie zog ihm die Hose, Schuhe und Windel aus. Als er versuchte auf zu stehen drückte sie ihn mit der Hand wieder auf die Liege. Mit der Anderem griff sie unter die Liege und Schob etwas mitten in den Raum. Sie lies Jetzt Matthias los und setzte sich auf den Klodeckel.

„Oh Nein darauf setze ich mich nicht.“
„Wieso ist doch lieb von denen hier ein Töpfchen für dich zu haben. Kleine Babys die noch Windeln brauchen können ja nicht auf ein richtiges Klo gehen. Na mal sehen wie lange du es noch aushältst.“
„Du bist gemein. Das sage ich alles Mama.“
Ihm flossen nun die Tränen wie bei einem Wasserfall. Unfähig an der Situation etwas ändern zu können setzte er sich auf das leuchtend rosane Ding. Da es keine Möglichkeit gab sich mit dem Töpfchen zu verstecken drehte er es so das Adriane nur seinen Rücken sehen konnte. Er hoffte das er sich so einen Hauch von Privatsphäre erhalten konnte. Da er dringend musste brauchte er auch nicht all zu lange bis es verräterisch roch. Da er nicht wusste was Adriane jetzt von ihm verlangte oder überhaupt vor hatte schaute er hilfesuchend zu ihr. Sie sahen sich ein paar Sekunden in die Augen. Adriane erkannte das sie zu weit gegangen war. Sie hatte ihn eigentlich nur etwas ärgern wollen. Doch diese Augen sprachen Bände. Durch ihre Wut wegen der Hausaufgabe hatte sie ihn verletzt und das ganz tief in seiner Seele. Am liebsten wollte sie weglaufen. Nur ging das nicht immerhin musste sie auf ihn aufpassen. Sie konnte ihn nicht alleine lassen, vor allem jetzt nicht. Die nächste Schrecksekunde bekam sie als sie an Anita dachte. Was wird wohl ihre Mutter mit ihr machen wenn sie das heraus bekommt. Sie wusste das sie das irgendwie wieder gut machen musste.

„Bist du fertig?“
Matthias nickte und ihm flossen immer noch die Tränen übers Gesicht. Adriane holte eine neue Windel aus dem Rucksack und breitete sie auf der Liege aus. Matthias wollte so schnell wie möglich die Sache vergessen. Man konnte schon beinahe einen Überschallknall vernehmen als er aufstand und sich dann hinlegte. Seinen Kopf legte er zur Wand und spielte etwas mit seinen Fingern rum. Adriane wunderte sich das er immer noch keinen Ton von sich gab. Er weinte zwar aber halt nur mit den Augen. Adriane wollte ihm gerade die Windel um machen als sie sah das sein Hintern ziemlich verschmiert war. Sie nahm eine paar Blätter Klopapier und reichte sie Matthias.
„Hier wenn du dich selber sauber machen willst.“
Matthias nahm zwar das Papier allerdings trocknete er sich damit die Augen ab.
„Eigentlich war das für ne andere Region bestimmt.“
Matthias regte sich nicht im geringsten. Sie wusste nicht ob er sie verstanden hatte oder nicht. Sie hatte keine Chance er musste erstmal frisch gemacht werden. Danach kann man ja immer noch reden. So säuberte sie ihn, wickelte und zog ihm noch seine Sachen wieder an. Jetzt sah er wieder wie ein achtjähriger Junge aus und saß auf der kannte der Liege. Sie reichte ihm ein frisches Taschentuch und setzte sich daneben.
„Sorry das ich gemein zu dir war. War einfach noch sauer.“
Matthias schaute kurz zu ihr rüber und nahm das Taschentuch. Danach schaute er wieder auf seine Füße. Adriane stieg nun wieder der Geruch in die Nase. Also begann sie das Zimmer aufzuräumen und das Töpfchen aus zu Spülen. Als alles wieder sauber war und durch das Fenster auch der Geruch normaler wurde setzte sie sich wieder zu Matthias.

„Willst du gleich nach Hause? Oder erst noch den Rest einkaufen?“
Matthias nickte nach einer kurzen Pause leicht.
„Ähm du willst wirklich gleich nach Hause?“
Adriane fiel ein kleiner Fels vom Herzen als sie sah das er den Kopf schüttelte.
„Komm hör auf mit dem Weinen ich will jetzt weiter. Sonst werden wir nie fertig.“
Sie streichelte ihm dabei über den Kopf. In Matthias kam ein Gefühl nach dem anderem hoch. Angefangen mit Wut über Enttäuschung, Einsamkeit, Dankbarkeit bis hin zu Liebe. Ja so blöd es auch klingt in ihm kam sogar Liebe auf. Nur Freude war das was überhaupt nicht aufkommen wollte. Seit dem er ins Krankenhaus kam schaltete sich in Extremsituationen immer sein Verstand sich ab und nur sein Unterbewusstsein lenkte sein handeln. So war es auch jetzt ohne eine Vorwarnung kuschelte er sich an Adriane heran. Adriane war völlig überrascht. Sie nahm ihn in den Arm so wie sie es immer machte wenn sie als Babysitter arbeite. Nur wusste sie nicht was sie machen sollte. Matthias war ja ihr achtjähriger Bruder und kein dreijähriger den sie nur ins Bett bringen soll weil seine Eltern auf irgendein Fest wollen. Wie sollte sie ihn jetzt behandeln, noch dazu war sie ja an der Situation schuld? Eine Ausrede hatte sie ja immer noch. Sie konnte ja nicht wissen das der Kleine so empfindlich ist.

„Matthias komm wir müssen langsam. Es gibt bestimmt noch andere die hier rein müssen.“
Der Kleine nickte leicht und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Seine Augen waren immer noch stark gequollen von den vielen Tränen. Er ging nun zur Tür und schloss auf. Adriane schaute sich noch einmal um und folgte ihm dann. Vor der Tür stand wieder die Frau und machte gerade einen Gast rund weil er den Zwanziger nicht bezahlen wollte. Die Frau hatte wirklich Biss. Am Ende wechselte sie dem Typen einen Zehner weil er kein Kleingeld hatte. Aber sie hatte ihren Lohn nun doch bekommen. Adriane hatte nun einiges an Respekt bekommen und fing an in ihrem Geldbeutel nach ein paar Münzen zu kramen.
„Ach lasst ihr mal stecken. Dein kleiner Bruder hat es bestimmt nicht leicht. Musst doch nicht Weinen kannst doch nichts dafür.“
Die Frau kam näher zu Matthias und steckte ihre Hand nach seinem Kopf aus. Matthias bekam richtig Angst auch wenn er nicht so richtig wusste warum. Das Gefühl wurde so stark das er nach Adrianes Hand griff und sich an sie kuschelte. Adriane bedankte sich bei der Dame und dann verschwand sie in der Einkaufsabteilung. Adriane nahm jetzt Daniels Zettel und suchte alles zusammen was drauf stand. Na ja bis auf zwei Sachen für dieses müssen sie dann doch noch in einen anderen Laden. Alls sie soweit fertig war gingen sie aus versehen durch die Kinder und Jugendabteilung. Das wars, Adriane sah Klamotten. Schon stürzte sie sich auf die ersten Stofffetzen.
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babywerni
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  RE: Labor 28 Datum:26.02.17 11:36 IP: gespeichert Moderator melden


28
„Adriane?“
„Hä? Was? Wie? Ach du bist es.“
„Können wir bitte weiter. Das ist jetzt das zwölfte Teil.“
„Spielverderber. Na ja hab eh nicht mehr so viel Geld.“
„Immer hin hast du noch welches Marcel nicht mehr.“
„Bei dem was er gemacht hat. Meine CD wir er auf jeden Fall bezahlen.“
„Können wir jetzt gehen oder willst du das ich quengele wie ein Dreijähriger?“
Das letzte hatte Adriane erstmal als Scherz aufgefasst und wollte schon loslachen. Allerdings sah sie in Matthias Augen und ihr verstarb jedes lachen auf der Zunge. Sie sah das er es ernst gemeint hatte. Die Betonung lag dabei auf Dreijähriger. Sie fühlte sich schlagartig wieder schuldig. Was hatte sie ihm nur angetan? Noch schlimmer was wird Mama jetzt mit ihr machen. Ihr kam nur eine Idee sie musst dem kleinen irgendwie wieder gut stimmen. Wenn er alles petzt würde es Feuer geben.

„Na gut verschwinden wir. Weißt du ich hab richtig Lust auf ein Eis. Hier um die Ecke machen sie das beste Eis der Stadt. Wir müssen eh in die Richtung wegen den letzten paar Sachen.“
Matthias sagte nichts mehr sondern trottete ihr einfach hinterher. In der Masse der Menschen verloren sie sich und erst draußen vor dem Eingang schaffte es Adriane ihn wieder auf zu gabeln. Wie zu erwarten hatte Matthias wieder Tränen in den Augen.
„Mensch da bist du ja. Bitte versuche das nächste mal bei mir zu bleiben. Wüsste nicht wie ich das Mama erklären sollte.“
Beide gingen jetzt weiter und schon fing es wieder an Adriane ging etwas schneller und Matthias musste ihr hinter rennen. Langsam hatte Matthias die Schnauze voll er wollte sie nicht schon wieder verlieren. So griff er nach ihrer Hand und zog etwas damit sie langsamer läuft.
„Oh man zieh doch nicht so.“
„Du bist zu schnell.“
„Marcel ist nicht so lahm.“
„Marcel ist auch nicht behindert.“
„Oh stimmt Entschuldigung hatte nicht daran gedacht.“

Matthias lies jetzt Adriane nicht mehr los, sie würde sonst beim nächsten Klamottenladen sofort vergessen weswegen sie eigentlich hier sind. Bei der Eisdiele angekommen suchte Adriane einen etwas abgelegenen Tisch. Die Speisekarte lag auf dem Tisch und Adriane schnappte sie sich als erste. Während sie langsam die Karte durchsuchte kam der Kellner hinzu. Adrianes Augen begannen zu leuchten und sie bekam so einen verklärten blick. Na ja der Junge sah gut aus nicht zu dick nicht zu viel Muskeln eben genau richtig und vor allem komplett schwarze Haare. Adriane bestellte einen großen Erdbeerbecher für sich. Danach schaute der Kellner Matthias an.
„Na Kleiner was möchtest du?“
„Ich weiß noch nicht. Sie hat mir die Karte noch nicht gegeben.“
„Die Eisbecher sind hier eh viel zu groß für dich. Da ich zahle bekommst du einen Kinderbecher.“
„Will aber Zimteis haben. Nur drei Kugeln bitte.“
„Matthias bitte. Mama wird mich umbringen wenn dir übel ist.“
„Macht sie eh.“
„Ach streitet euch doch nicht. Weißt du ich mache dir einen besonders leckeren Clown mit Zimteis in Ordnung?“
„Na gut.“
„He er wird dir Schmecken obendrauf ist sogar noch ein Kaugummi. Kleiner Tipp iss den als letztes so wird das warten auf deine Schwester dir nicht so lang.“
„Wieso soll er auf mich warten?“
„Glaub mir kleine Kinder sind immer die Schnellsten mit ihrem Eis, egal wie groß die Becher sind.“
„Bin kein kleines Kind.“
„Sorry ist mir so raus gerutscht.“

Es dauerte zwar eine Weile bis das Eis auf dem Tisch stand dafür war es aber wirklich lecker. Wie der gute Mann voraus gesagt hatte war Matthias schnell fertig und warte nun auf seine Schwester. Sie lies sich davon aber nicht ablenken und löffelte genüsslich ihr Eis.
„Wie lange brauchst du noch?“
„Noch ne kleine weile. Wie hat es dir geschmeckt?“
„War gut.“
„Wie nur gut! Also ich finde es Klasse.“
„Du hast ja auch keinen Clown bekommen.“
„Bist du mir deswegen immer noch sauer.“
„Du behandelst mich immer wie ein Baby. Das echt fies.“
„Das mit dem Klo tut mir leid. Ich wollte dich doch nur ein bissel necken. So schlimm war es doch nun wirklich nicht.“
„Doch war es. Kannst ja mit mir tauschen.“
Das saß er hatte mal es geschafft in ihr Schuldgefühle zu wecken. Oder besser er hatte die Schuldgefühle wieder ans Tageslicht gebracht. In Adriane kam jetzt ein Gedanke nach dem anderem hoch. Was wird Mama Sagen? Welche Strafe wird sie wohl bekommen? Ihr kamen so einige Strafen in den Sinn auch die die sie selber für Marcel vorgeschlagen hatte. Sie stellte sich gerade bildhaft vor wie sie mit einer Windel in die Schule müsste und sie von allen ausgelacht wird. So kurz vor den Ferien noch zum Gespött der Schule werden war ein schrecklicher Gedanke. Na ja eine Gefahr das dies passiert bestand eigentlich nicht Anita hatte ja schon damals gesagt das sie so etwas nicht machen wird. Schlimmer war das sie sich gerade in Matthias hinein versetzt hatte. Sie erkannte was sie angerichtet hatte und ihr wurde dabei fast schlecht.

„Matthias erzählst du bitte Mama nichts davon. Du bekommst auch mein Eis.“
„Hm.“
„Es war wirklich so schlimm?“
„Kannst es ja mal selbst probieren!“
„Ne ne muss nicht sein. Hier kannst mitessen. Nimm ruhig meinen Löffel deiner ist ja zu kurz.“
Matthias kostete ein bissel und schob dann den Becher wieder zu Adriane rüber. Er hatte gesehen wie sie auf jeden Bissen von ihm geachtet hatte. Ganz tief im inneren wollte sie ihr Eis wieder haben. Da sie nun mal nicht die beste Schauspielerin ist bemerkte Matthias das voll. Irgendwie kam es ihm auch recht er mochte Erdbeereis eh nicht. Adriane schaute auf den Becher hin und her gerissen zwischen ihren eigenen Wünschen und dem wissen das sie bei Matthias was gut machen muss. Nach einer weile konnte Matthias nicht mehr zu sehen und nahm wieder den Becher an sich. Allerdings huschte ein kleines Grinsen über sein Gesicht.
„So Schwesterchen dann mach mal brav den Mund auf.“
Adriane sah gebannt auf den Löffel der vor ihr schwebte. Mitten im Eis steckte auch noch ein Stückchen Erdbeere. Sie war so perplex das sie nur noch Matthias verdattert anschauen konnte. Bei Matthias blitzte etwas im Auge, das war aber wahrscheinlich nur eine Spiegelung von der Sonne. Na ja da sein Schwesterchen ihren Mund nicht aufmachte griff er zu Plan B.
„Na komm kleine. Also hier ist ein kleines Flugzeug und das möchte sehr gerne bei dir im landen. Ach ja wenn du nicht kleckerst dann kann ich Mama auch sagen das du Heute brav warst.“
Adriane verstand den Wink mit dem Zaunpfahl. Sie schluckte erst einmal ihren Speichel hinunter. Der hatte sich phänomenal vermehrt je länger sie auf das schöne Eis schaute. Als nächste öffnete sie den Mund und schwups war der Löffel drin. Adriane schmeckte es aber diese Tat schrie schon förmlich nach Rache. Beim zweiten Löffel biss sie auf den selbigen und riss ihm Matthias aus der Hand. Alls sie sich auch noch den Becher gekrallte hatte war nun Matthias dran.
„So wer A sagt muss auch B sagen.“
Sie hielt ihm den Löffel kurz vor die Nasse und lutschte dann auf einmal selber das Eis. Mit dem nächsten Löffel war es nicht anders da Matthias immer noch sein Mund geschlossen hielt.
„Na ja wenn du nicht mitspielen willst dann esse ich es halt alleine.“
Beim nächsten machte er dann doch zaghaft den Mund auf. Allerdings tat er es Adriane gleich und riss ihr den Löffel aus der Hand. So ging das dann weiter bis der Becher alle war. Mal war der eine dran und mal der andere.

Als endlich das Eis alle war bezahlte Adriane alles und beide gingen weiter. Matthias nahm schon fast aus Reflex Adrianes Hand. Nachdem sie den Rest noch geholt hatten ging es Heim immerhin wollte Matthias heute noch etwas für Horsts Geschenk machen. Auf dem Rückweg saßen sie sich gegenüber und Adriane konnte ja nun sein Gesicht sehen. Er sah immer noch nicht gut aus. Seine Augen strahlten überhaupt nicht. Er sah fast genau so aus wie auf der Kaufhaustoilette. Adriane kamen dadurch die ganze Geschichte wieder ins Gedächtnis und auch die Schuldgefühle kamen wieder hoch. Sie versuchte sich noch einmal bei ihm zu entschuldigen was aber nicht so einfach war da ja im Bus auch andere Menschen zuhören. Als sie endlich Daheim angekommen sind ging Matthias gleich in den Schuppen und Adriane in die Küche. Anita bereite schon das Abendessen vor. Adriane setzte sich geschafft auf ihren Stuhl und schnaufte.

„Na seit ihr wieder zurück?“
„Ja Matthias ist gleich raus wollte noch etwas basteln.“
„Und Alles geklappt?“
„Na ja wir haben auf jeden Fall alles bekommen was er wollte.“
„Ich war vorhin mal im Schuppen. Er hat sich wirklich was vorgenommen.“
„Hm.“
„Ich werde Papa klar machen das er nicht wühlen soll. Er mag ja eh Überraschungen. Hoffentlich bekommt er es bis dahin fertig. Hast du eigentlich schon dein Geschenk.“
„Seit Dezember.“
„Warum bist du eigentlich so wortkarg? Immer noch sauer wegen der Schule?“
„Ne nicht direkt... Ich hab mist gebaut.“
„DU hast mist gebaut. Also nicht ihr beide?“
„Nein nur ich.“
„Hast du irgendwas mit Matthias gemacht?“
„Ja.“
„Darf ich auch noch erfahren was oder soll ich erst ihn fragen?“
„Ich hab ihn etwas ärgern wollen und etwas übertrieben. Ich war noch sauer wegen der Schule und na ja bin halt zu weit gegangen. Ich habe versucht es wieder gut zu machen.“
„Wie?“
„Wir waren Eis essen und ich hab ihn eingeladen.“
„Eigentlich wollte ich wissen wie du ihn geärgert hast. Obwohl ich da schon eine Idee habe. Seine Windeln. Lieg ich da richtig?“
Adriane nickte nur. Anita legte nun alles bei Seite und ging raus in den Garten.
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