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  New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an.
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rabe57 Volljährigkeit geprüft
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Nordliches Westfalen


Behandel die Menschen so, wie du selbst von ihnen behandelt werden willst

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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:01.03.22 18:35 IP: gespeichert Moderator melden


Alles Gut!

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goya
Freak





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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:02.03.22 13:27 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank Hermann...
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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:02.03.22 13:31 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,

nun geht es weiter.
Ich habe eigentlich gar keine Zeit heute, aber ich habe sie mir gestohlen.
In der nächsten Zeit werde ich höchstens einen Beitrag pro Tag schaffen.

Der folgende Teil ist ein Bißchen verwirrend, da Sherri als angebliche Strafe nur Deutsch reden darf, was bei der deutschen Übersetzung natürlich komisch rüberkommt, aber wenigstens durch Kursivschrift deutlich gemacht wird.


Und Carpegenk: Es werden ständig subtil neue Kapitel vorbereitet...

...die demnächst kommenden werden jedenfals sehr spannend.

Viel Spaß!

Herman
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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:02.03.22 13:31 IP: gespeichert Moderator melden


New in Town – eine neue Welt Kapitel 7D


John freute sich auf sein heutiges Training. Nach seinem Einkaufsbummel am Vortag fühlte er sich gut ausgeruht. Larry traf ihn in Joes Fitnessstudio, und sie konzentrierten sich mehr auf seine Schulter. Nach Johns langem Bad im Whirlpool schauten sowohl Larry als auch Joe zu, wie John während des Mittagessens der Arbeiter mit seinen Messern übte. Obwohl er nicht so gut abschnitt wie am Vortag, da er vom Training erschöpft war, fühlte er sich dennoch gut, da er besser abschnitt, als er erwartet hatte, und sogar seinen linken Arm unter Larrys strenger Aufsicht bei einigen einfachen Übungen gegen ein stationäres Ziel einsetzen konnte. Joe und Larry trafen sich mit John zu einem schnellen Mittagessen, bevor er zu Sherri fuhr, um mit ihr über den Brief zu sprechen, den er am Morgen erhalten hatte.



Die Fahrt durch das Gelände von St. Sybil's war wie immer angenehm, und das sonnige Wetter trug dazu bei, dass die letzten Herbstblätter im Fahrtwind verwehten. Nachdem er im Mutterhaus eingecheckt hatte, erfuhr John, dass Sherri unter Disziplinarmaßnahmen stand, aber in der Lage sein würde, ihn zu ihrem Spaziergang über das Gelände zu treffen. John fragte sich, was das zu bedeuten hatte, während er vor der Treppe auf das Mädchen wartete. John beobachtete, wie mehrere der uniformierten Mädchen vorbeigingen. In ihren restriktiven, alles bedeckenden Uniformen und seltsamen langschnabeligen Hüten konnte er keine von ihnen erkennen. Schließlich kam ein Mädchen und wartete unten an der Treppe. John ging auf sie zu. "Sherri?" fragte er und benutzte das Gerät, das ihm gegeben worden war, um mit ihr zu kommunizieren. Das Mädchen drehte sich um und suchte nach der Quelle der Stimme, und John sah das Namensschild an ihrem Hut, das ihm bestätigte, was ihm seine Nase bereits sagte, dass es sich tatsächlich um Sherri handelte.

"Guten Tag Herr Scott. Danke, dass sie heute gekommen sind, um mich zu besuchen." Unter der Haube des knickenden Mädchens erklang eine Stimme, die wie die von Sherri klang.

"Ähm, Sherri?"

"Ja, Herr Scott. Ich muss mich entschuldigen; ich werde für meine schlechte Leistung in meinem Fremdsprachen-Unterricht heute morgen bestraft. Ich darf für den Rest des Tages nur noch Deutsch sprechen," sagte Sherri mit einem Unterton in ihrer Stimme.

"Es tut mir leid, Sherri, ich kann dich nicht verstehen."

"Oh, Herr Scott," sagte Sherri mit einem kleinen Fußstampfen. "Bitte entschuldigen sie. Ich werde heute streng überwacht, und ich wage es nicht, auch nur für einen Moment ungehorsam zu sein." Sherri senkte den Kopf.

"Du sprichst Deutsch?" fragte John verwirrt, als sein Albtraum von vor ein paar Wochen wieder auftauchte.

"Ja."

"Okay, das erkenne ich zumindest als "Ja," sagte John nachdenklich. "Okay, Jah heißt Ja und Nine heißt Nein. Richtig?"

"Ja, das ist richtig."

"Okay, du sprichst also Deutsch. Ja?"

"Ja."

"Okay, warum sprichst du Deutsch?" sagte John zu sich selbst.

"Ich will es nicht, Herr Scott, aber ich muss meine Strafe ableisten," versuchte Sherri zu erklären.

"Tut mir leid, ich habe nur laut gedacht," erklärte John verständnislos. "Ich nehme an, dass es einen Grund gibt, warum du auf Deutsch sprichst," fragte John.

"Ja. Natürlich," sagte Sherri, während sie zu gehen begann. "Herr Scott, ich muss jetzt meinen Gesundheitsspaziergang machen. Können wir uns beim Gehen unterhalten? Oh, ich wünschte, sie könnten mich verstehen."

"Sherri warte. Geh nicht weg," sagte John aufgeregt, dann hielt er inne und holte das sich langsam bewegende Mädchen ein. "Oh, du musst weiterlaufen," sagte er, als ihm dämmerte, warum sie ging.

"Ja, Herr Scott," sagte Sherri glücklich, dass er sie verstand.

"Okay, du sprichst Deutsch. Mussst du aus irgendeinem Grund Deutsch sprechen?"

"Ja, Herr Scott."

"Gehört das zu deiner Disziplin?"

"Ja, Herr Scott. Schwester Ririka fand meine Leistungen nicht ausreichend, obwohl ich dachte, ich hätte alles richtig gemacht. Aber sie ist die Lehrerin," sagte sie mit einem Hauch von Bedauern in ihrer Stimme.

"Okay, das macht das Reden nicht gerade einfach," sagte John mit einem Seufzer.

"Nein, Herr Scott."

"Na ja, das kann ich wenigstens verstehen," sagte er und Sherri stieß ein kleines Kichern aus, als sie weiterging. "Und ich habe etwas über Schwester Ririka verstanden. Hat sie dir diese Disziplin auferlegt?"

"Ja, Herr Scott."

"Vielen Dank für die Einladung zur Party deines Vaters, Sherri," sagte John nach einer Minute des Schweigens, während er darüber nachdachte, was Ririka mit all dem zu tun hatte. Was auch immer es war.

"Gern geschehen, Herr Scott. Ich freue mich darauf, mit ihnen zusammen zu sein."

"Richtig. Entschuldigung. Ich sollte nur Fragen stellen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden müssen. Ich habe deine Einladung zu der Party deines Vaters erhalten. Ich würde dich gerne begleiten, Sherri. Ist es das, was du wolltest?"

"Ja!" antwortete sie freudig.

"Ich verstehe allerdings nicht, wie du zu der Party gehen kannst. Ich dachte, du sitzt hier in St. Sybil's fest, bis ich wieder gesund bin," sagte John, während er versuchte, eine Frage zu formulieren, die mit Ja oder Nein beantwortet werden konnte.

"Vater hat spezielle Arrangements getroffen, und spezielle Erlaubnis erteilt, damit ich zu seiner Party kommen kann. Obwohl ich sehr gerne in St. Sybil's bin, freue ich mich auf die Gelegenheit, mit ihnen zusammen zu sein, ohne meine Uniform," versuchte Sherri zu erklären.

"Okay, ich habe etwas über deinen Vater und St. Sybil's und deine Uniform verstanden. Ich nehme an, dass er seinen Einfluss geltend gemacht hat, damit du gehen darfst, aber es klingt, als wolltest du nicht gehen. Musst du in deiner Uniform erscheinen?"

"Schon wieder," seufzte Sherri. "Nein Herr Scott, ich werde meine Uniform nicht tragen müssen. Ich möchte wirklich gerne zu der Party gehen, und ich habe ein Kleid ausgesucht, von dem ich denke, dass es ihnen gefallen wird, obwohl ich mir da bei Daddy nicht so sicher bin."

"Du musst also deine Uniform nicht tragen?"

"Nein."

John dachte einen Moment lang darüber nach, denn er wusste, dass er die doppelte Verneinung vermeiden musste. "Nun, es wird schön sein, mit dir zusammen zu sein."

"Oh ja," sagte Sherri fröhlich.

Sie gingen schweigend weiter, während John versuchte, Fragen für sie zu formulieren, aber mit dem begrenzten Wortschatz für ihre Antworten fiel ihm nicht viel ein. "Ich freue mich darauf, dich am Samstag zu sehen," sagte John, als sie sich am Ende ihres Spaziergangs dem Mutterhaus näherten.

"Oh Herr Scott, ich hoffe, sie am Freitag zu sehen. Ich werde an diesem Tag früh zu Hause sein, obwohl ich die meiste Zeit am Samstag bei meinen Schulstunden bin und mich dann für die Party fertig machen werde," sagte sie ihm sinnlos.

"Verdammt, hast du etwas von Freitag gesagt? Eines Tages, Sherri, werden wir frei reden können, ohne diese ganze St. Sybils-Beschränkungen," sagte John angewidert. "Freitag ist doch Freitag, oder? Vielleicht am Freitag, dann," sagte John hoffnungsvoll. "Auf Wiedersehen Sherri."

"Auf Wiedersehen, Herr Scott," sagte Sherri traurig, als sie die Stufen zum Mutterhaus hinaufstieg.



Als John langsam zu seinem Taxi zurückging, fragte er sich erneut, wann oder ob er wirklich in der Lage sein würde, mit Sherri zu sprechen. Und dass sie auf Deutsch sprach? Das war wirklich ziemlich beängstigend. Wenigstens war Lily nicht da und nahm ihm Sherri weg.



John war ein wenig überrascht, als Demetri ihm mitteilte, dass Colbys Büro angerufen hatte, um sein Treffen am Nachmittag abzusagen. Er fragte sich, ob er sich in seiner neu gewonnenen Freizeit noch einmal mit Sherri treffen könnte, aber Demetri teilte ihm mit, dass das unwahrscheinlich sei. Stattdessen beschloss John, sein Versprechen gegenüber Sherri einzulösen und Henry zu besuchen. John musste tatsächlich ein wenig nachforschen, um herauszufinden, wo Henry war. Es wäre einfacher gewesen, wenn er zuerst im Büro des Richters angerufen hätte, aber daran dachte er erst, nachdem er im Krankenhaus angerufen und Henrys Privatnummer herausgefunden hatte.

Henry wohnte im Haus seiner Schwester, während er sich erholte. Sie hatten ihn eine Woche nach der letzten Vergiftung aus dem Krankenhaus entlassen. John rief an und vereinbarte einen Besuch für den Nachmittag.

"Ja?" sagte eine Frau säuerlich, als sie die Tür öffnete.

"Hi, ich bin John Scott. Ich bin hier um Henry zu sehen," sagte John und reichte ihr die Hand. In der linken Hand hielt er einen Blumenstrauß.

"Ja, ich weiß, wer sie sind," sagte sie empört und nahm Johns angebotene Hand nicht an, sondern öffnete die Tür, damit er eintreten konnte. "Er ist im hinteren Schlafzimmer." Sie wies ihm den Weg und ging in eine andere Richtung.

Drinnen an der Tür stehen gelassen, schloss John die Tür hinter sich und ging in die angegebene Richtung. "Henry?" rief er und klopfte an die teilweise geschlossene Tür.

"Mr. Scott, kommen Sie herein," sagte Henry, zumindest ein wenig freundlicher als seine Schwester. "Schließen Sie die Tür hinter sich."

"Ähm, wo soll ich die hinstellen?" fragte John und überreichte Henry die Blumen.

"Warum zum Teufel sollten sie mir Blumen bringen?" fragte er und zog die Augenbrauen hoch.

"Denken sie, Sophia würde mich ohne etwas kommen lassen?"

Henry lachte kurz, dann hustete er, bevor er an der Glocke neben seinem Bett rüttelte. Ein paar Minuten später kam seine Schwester herein. "Ja, Eure Hoheit," fragte sie eisig.

"Mary, wärst du so freundlich, die hier in Wasser oder so zu tun?" fragte er mit einer widerlichen Süße.

"Wie Seine Wichtigkeit es befiehlt," sagte sie säuerlich und ging mit den Blumen in einem Todesgriff davon.

Nachdem sie gegangen war, herrschte einen Moment lang eine peinliche Stille. "Tut mir leid wegen Mary," sagte Henry schließlich. "Sie ist nicht wirklich glücklich darüber, dass sie sich um mich kümmern muss, und gibt dir die Schuld an der ganzen Sache," erklärte er, als es an der Tür klopfte.

"Ich gehe einkaufen," sagte Mary und trat unaufgefordert ein, als sie an die Tür klopfte. "Mach mich fertig," sagte sie, während sie sich einen Umhang über die Schultern zog, ihr Gesicht bereits hinter einem Schleier verborgen. Henry griff nach oben und schloss die Verschlüsse fest um seine Schwester, die dann ohne ein Wort ging. Natürlich ließ sie die Schlafzimmertür offen, und sie hörten einen Knall, als sie sich zur Vordertür hinauszwängte.

"Kein Knebel, äh, Kandare?" fragte John.

"Schön wär's," sagte Henry. "Naa, sie ist eine Stufe 3. Sie braucht den Umhang und den Schleier nicht wirklich, aber sie hält sich gerne für wichtig."

"Wird das nicht ein kleines Problem beim Einkaufen?"

"Das kriegen sie im Supermarkt schon hin," sagte Henry, und John nickte wissend und erinnerte sich an die Einkäufe mit Sophia. "Sie haben ich immer noch nicht an diesen weiblichen Anziehkram gewöhnt, was?" fragte Henry.

"Nun, ich war mit Sophia einkaufen, also weiß ich ein bisschen, wie das funktioniert," erklärte John, "Aber die ganze Sache mit den Umhängen, den Kandaren und den Schleiern, nein, daran habe ich mich immer noch nicht gewöhnt, und das Warum und die Regeln verwirren mich immer noch."

Henry lächelte nur. "Haben sie Fräulein Sherri in letzter Zeit gesehen?" fragte er nach einem Moment, und sein Lächeln wurde breiter.

"Ja, ich habe sie Anfang der Woche gesehen, und heute Morgen noch einmal, obwohl das ein bisschen seltsam war," sagte John, dessen Erinnerung an Sherri, die Deutsch sprach, und seinen Traum über Lily ihn immer noch verwirrte. "Sie hat nach ihnen gefragt, und ich weiß, dass sie sich Sorgen macht, wie es ihnen geht, und da sie so isoliert ist, dachte ich, ich komme mal vorbei und sehe, wie es ihnen geht. Ich kann ihnen sagen, dass ich es auch vermisse, hinten in ihrer Limousine mitzufahren."

"Sie haben immer noch nicht gelernt, wie man fährt?"

"Noch nicht, ich dachte, ich warte, bis mein Bein ein bisschen besser verheilt ist," sagte John und hob seinen Stock. "Wann können sie denn wieder arbeiten? Ich hoffe, dass Miss Sherri in ein paar Wochen aus dem St. Sybil's entlassen wird."

"Ich hoffe, dass ich bis dahin bereit sein werde. Nachdem alle Gifte aus meinem Körper verschwunden waren, begann ich besser zu heilen. Was war das überhaupt? Ich habe gehört, dass es in Miss Sherris Wohnung einen Angriff gegeben haben soll."

"Ähm, ja, den gab es, aber ich schätze, das wurde aus irgendeinem Grund geheim gehalten. Ich weiß nicht genau, was sie wollten, außer uns alle zu töten."

"War der Richter da?"

"Nein."

"Zu schade. Dann war es wohl ein Fehler. Es sei denn, sie waren hinter ihnen her."

"Ich bin mir nicht ganz sicher," sagte John und schüttelte den Kopf.

"Was sagen die Bullen?"

"Keiner sagt wirklich etwas. Ich denke, es könnte mit der Entführung von Sherri durch die Militantetten zusammenhängen," versuchte John zu erklären, wohl wissend, dass auch er keine wirklich sinnvollen Antworten hatte. "Ich wollte mich nur vergewissern, dass es ihnen gut geht."

"So gut, wie es nur geht. Miss Sherri, oder zumindest ihre Stiftung, bezahlt alle meine Arztrechnungen. Ich weiß nicht, worüber Mary sich beschweren kann. Ich weiß, dass sie für meine Behandlung mehr verlangt, als angemessen ist."

"Gut. Heilen sie sich und melden sie sich bei mir, wenn Sie sich besser fühlen. Wenn sie etwas Zeit haben, brauche ich ein paar Fahrstunden," sagte John. Sie unterhielten sich noch ein wenig, hatten sich aber eigentlich wenig zu sagen. John ging wenig später, nachdem er ein Taxi gerufen hatte. Er achtete darauf, Henrys Anweisungen zum Schließen der Türen zu befolgen, damit Mary in ihrem eingeschränkten Zustand wieder ins Haus gelangen konnte.





John war froh, dass der Pförtner ihm in das Gebäude half. Die Pakete waren zwar nicht schwer, aber groß und unhandlich. Er war froh, dass die Delphinis es geschafft hatten, ihm noch vor Samstag einen Smoking zu besorgen. Er fuhr mit dem Aufzug zum Penthouse und wurde durch die Tür eingelassen, wo er den Weg teilweise durch eine große blaue Kiste versperrt fand. Er erkannte sofort, dass es sich um eine Art FAC handelte, aber sie war anders als alle anderen, die er bisher gesehen hatte. Sie war eher kastenförmig mit schärferen Ecken und mit dem Wappen von St. Sybil‘s verziert. Er betrachtete sie und sah, dass sie dicht verschlossen war, ja, sie war sogar an die Wand angeschlossen. John war ein wenig überrascht. Offensichtlich war Sherri da drinnen. Sie war nicht mehr in St. Sybil's, aber immer noch in einem ihrer FACs eingesperrt. Sophia empfing ihn an der Tür, war aber keine große Hilfe bei der Erklärung von Sherris Zustand, da sie einen Knebel trug, offensichtlich eine Strafe, die ihr von Demetri auferlegt worden war. Er hatte festgestellt, dass das Mädchen, oder die Frau, auch in den Wohnungen oft geknebelt war.

"Ähm, Sherri ist in der Kiste?" John beschloss, so viel Information wie möglich aus Sophia herauszuholen.

Sophia nickte.

"Sie ist wegen der Party morgen Abend hier?"

Wieder ein Nicken.

"Wann werden sie sie freilassen?"

Sophia schüttelte den Kopf.

Na gut, dachte John, das führt zu nichts. Er brachte die Schachtel mit dem Smoking in sein Zimmer, musste aber feststellen, dass seine Sachen bereits ausgeräumt worden waren. Demetri traf ihn in der Halle. "Seine Ehren hat sein Zimmer wierder in Besitz genommen. Ihre Sachen sind ins Gästezimmer gebracht worden." Demetri zeigte ihm den Weg zum Gästezimmer. John war überrascht. Auch das Bett war ausgetauscht worden. Er nahm an, dass es ihn nicht hätte überraschen sollen, dass er nicht im Bett des Richters schlafen durfte, aber er wusste nicht, dass es vertauscht worden war, und nun wieder vertauscht wurde. Es sah so aus, als ob seine Freifahrt in der Wohnung des Richters und von Sherri zu Ende gehen würde. Er würde mit Frank sprechen, um herauszufinden, ob seine alte Wohnung, in der er nur eine Woche lang gewohnt hatte, noch frei war. Wenn möglich, wollte er in diesem Gebäude bleiben. Demetri nahm den Smoking an sich. John hielt ihn auf, als er gehen wollte. "Ähm, Demetri?"

"Ja, Sir?"

"Die Kiste neben der Tür? Der FAC von St. Sybil's."

"Ja, Sir?"

"Sherri ist da drin?"

"Ja, Sir."

"Wollen sie sie nicht rauslassen?"

"Nicht bevor ihr Unterricht beendet ist, Sir."

"Unterricht?"

"Ja, Sir. Ihr FAC funktioniert wie ein tragbares Klassenzimmer. Es wurde so programmiert, dass es ihr Verhalten an diesem Wochenende instruiert. Sie wird so lange unter Verschluss gehalten, bis der FAC feststellt, dass sie die Lektion richtig verinnerlicht hat," sagte Demetri schlicht. "Wir erwarten sie heute Abend zum Abendessen," fügte er mit einem leichten Lächeln hinzu, als er den Raum verließ.

Neugierig begutachtete John Sherris Kiste. Sie war relativ schlicht. Abgesehen von dem Stromkabel, das so aussah, als könnte es sich in den Kasten zurück aufrollen, befanden sich drei Lampen in der Nähe der Oberseite des Kastens. Ein kleines Schild an jeder Lampe zeigte ihre Funktion an. Die mit der Aufschrift "PHYSICAL CONDITION" war grün, die mit der Aufschrift "LESSON PROGRESS" blinkte rot, und eine war mit "POWER" beschriftet, die ebenfalls grün war. "Solange die Lektionslampe nicht grün ist, können wir Miss Sherri nicht entlassen, " sagte Demetri hinter John und ließ John sich schnell umdrehen. Er war immer noch überrascht von der Fähigkeit des Mannes, sich an ihn heranzuschleichen. "Sobald das Licht grün ist, können wir das Kontrollpult anbringen. Dann wird der Richter den Code eingeben können, den er von St. Sybil‘s erhalten hat. Danach wird er entweder eine neue Lektion einprogrammieren oder das Mädchen freilassen."

"Eine neue Lektion?"

"Ja, alle Absolventen von St. Sybil's erhalten jetzt eine eigene Lektionsbox, mit der sie ihre Ausbildung aktualisieren können. Die Unterrichtsboxen sind eine neue Errungenschaft, und ich gehe davon aus, dass Miss Sherri ihre Box gelegentlich in Anspruch nehmen wird, sobald sie sich erholt haben und sie aus der direkten Obhut von St. Sybil's entlassen wird. Sie soll morgen früh um halb acht wieder in ihrer Box sein und weiteren Unterricht erhalten. Ich hoffe nur, dass sie ihre Lektionen schnell genug annimmt, um rechtzeitig zu ihren Schönheitsterminen zu kommen, damit sie morgen Abend für die Party bereit ist. Da fällt mir ein: Der Richter bittet sie, rechtzeitig im Ballsaal zu sein, um Fräulein Sherri und Sophia, die mit ihr reisen wird, in Empfang zu nehmen. Sie sollte frühestens um vier Uhr dreißig eintreffen, obwohl sie frühestens eine Stunde später entlassen werden darf," teilte Demetri ihm lächelnd mit. "Vielleicht wäre später besser, als sie herumstehen und warten zu lassen." John wollte gerade eine Frage stellen, als Demetri sich umdrehte. "Bitte entschuldigen sie mich, Sir. Ich muss mich vergewissern, dass in der Küche alles für das heutige Abendessen vorbereitet ist. Sophia war heute ein bisschen lästig." Er ging weiter in die Wohnung zurück und ließ John mit Sherri und ihrer Kiste zurück.

"Nun, Fräulein Schneider", sagte John mit Blick auf Sherris FAC, "da sind wir wieder allein, und wir können immer noch nicht kommunizieren." Er schaute angewidert auf die Kiste, tätschelte sie zweimal und ging zurück auf die andere Seite der Wohnung.



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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:02.03.22 20:26 IP: gespeichert Moderator melden


Ich kann nur sagen,danke für deine Arbeit!!!!
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:03.03.22 13:07 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,
nun der heutige Teil.

Der Editor hat einen komischen Fehler und macht aus pro-mo-vieren promovieren.
Kann das jemand überprüfen? Drum die komische Schreibweise im Text unten.

Sherri springt viel zwischen förmlichem 'Sie' und vertrautem 'Du', je nachdem, ob sie gerade kontrolliert oder diszipliniert wird bzw. unterwürfig sein muß. Dann redet sie John formell an, und der antwortet manchmal formell. Dann wieder springen sie zum vertrauten 'Du'.
Das ist volle Absicht.

Übrigens gibt es eine dezente Anspielung auf eine andere Geschichte hier im Board - hat es jemand bemerkt?

Viel Spaß,

Herman


[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von herman am 03.03.22 um 15:51 geändert
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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:03.03.22 13:07 IP: gespeichert Moderator melden


New in Town – eine neue Welt Kapitel 8A



John zog sich zum Abendessen an und lachte bei dem Gedanken, dass dies das kleinere Schlafzimmer war. Das angeschlossene Bad hatte fließendes Wasser. Das war mehr als in allen anderen Unterkünften, in denen er in den letzten zehn Jahren bis vor kurzem gewohnt hatte. Er fühlte sich ziemlich gut und freute sich ein wenig darauf, Sherri außerhalb ihrer restriktiven Uniform und der noch restriktiveren Schule zu sehen, obwohl es in Anwesenheit ihres Vaters nicht ganz so "frei" sein würde, wie er es sich wünschte.



Sherri erschien, und die beiden Männer standen auf, um sie zu begrüßen. Sie war viel konservativer gekleidet, als John es von ihren früheren Abendessen erwartet hatte. Das blassgelbe Kleid hatte ein Perlenmuster auf dem Oberteil, das in einen einfachen Ausschnitt überging. Da es ärmellos war, ließ es in Kombination mit den passenden schulterlangen Handschuhen nur einen Hauch von Haut erkennen. Das Design brachte ihre schlanke Korsett-Taille zur Geltung, die durch einen schmalen Gürtel betont wurde, unter dem der Rock des Kleides in weichen Falten bis zum Boden floss und verbarg, was, wie John aufgrund ihrer derzeitigen Größe wusste, sehr hohe Absätze waren. Ihr Hals war mit einer doppelreihigen Perlenkette geschmückt, und ihr Haar fiel in lockeren Locken über ihre Schultern.

Ihr Vater begleitete sie zu ihrem Platz. "Du siehst heute Abend wunderschön aus, meine Liebe," sagte er zu ihr. "Erkenne ich das Kleid irgendwoher?" fragte er.

Sherri schenkte ihm ein erfreutes Lächeln. "Es gehörte Mutter," sagte sie ihm, während sie sich auf ihren Stuhl setzte und Demetri ihr den Gurt anlegte.

"Du siehst jedes Bisschen genauso wunderbar aus, wie ich sie in Erinnerung habe. Ich glaube, sie hat es bei der Feier nach meiner ersten Anhörung zur Bestätigung getragen."

"Ich glaube, du hast recht, Vater." Sie lächelte, als die Männer ihre Plätze einnahmen. "Guten Abend, Mr. Scott. Es ist so schön, sie außerhalb der Grenzen von St. Sybil's zu sehen.

"Darf ich mich der Wertschätzung ihres Vaters für ihre Schönheit anschließen?" sagte John so galant, wie er konnte.

"Ich danke ihnen, Mr. Scott. Ihre Wertschätzung wird gebührend zur Kenntnis genommen." Ihr Lächeln wurde breiter, und Sophia, in ihrem knappen, kurzen Dienstmädchenoutfit, brachte die Vorspeisen, während Demetri den Männern ein Glas Rotwein und Sherri ein kleines Glas Weißwein servierte. Die Konversation war formell und spärlich. Es verlagerte sich schnell auf die Party des Richters am nächsten Abend.

"Ich habe noch nicht gesehen, was du für die Party ausgewählt hast, oder ist deine jetzige Kleidung eine Vorschau?" fragte der Richter.

"Oh nein. Ich habe mir etwas ganz anderes ausgesucht," sagte sie ihm. "Wäre es nicht peinlich für mich, in einem Kleid zu erscheinen, das meine Mutter bei einer ähnlichen Gelegenheit trug? Deine Freunde könnten ja denken, dass du versuchst, sie durch deine Tochter zu ersetzen."

"Hm", stimmte der Richter zu und nahm einen Schluck Wein. "Ich hoffe, es ist auch etwas Moderneres. Ich möchte nicht, dass die Öffentlichkeit denkt, dass ich in der Vergangenheit feststecke."

"Ich bin sicher, dass es deinen Erwartungen entsprechen wird, Vater," versicherte Sherri ihm. Das Gespräch drehte sich darum, John zu helfen, seine Angst vor der bevorstehenden Party zu überwinden. Aus offensichtlichen Gründen hatte John keine Erfahrung mit dieser Art von Veranstaltungen, und er befürchtete, dass Mr. Gerald, Richter Schneiders Wahlkampfmanager, morgen Nachmittag wenig hilfreich sein würde. Der Mann hatte zwar große Erfahrung in der Planung und Durchführung einer wunderbaren formellen Party, aber er hatte große Schwierigkeiten, Johns Naivität zu verstehen. Beide versicherten ihm, dass er es gut machen würde. "Beschränken Sie nur das Töten auf ein Minimum," scherzte der Richter, zumindest hoffte John das.

Richter Schneider nahm John mit in sein Arbeitszimmer, um einige Dinge zu besprechen, während Sophia den Tisch abräumte und Demetri Sherri entließ, damit sie sich auf den Abend vorbereiten konnte.

"Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, ihnen für Ihre Hilfe bei der Verteidigung meines Hauses zu danken," sagte der Richter, schenkte einen Brandy ein und bot ihn John an, der höflich ablehnte, oder es zumindest versuchte. Der Richter setzte sich hinter seinen Schreibtisch, und nachdem er John eine Zigarre angeboten hatte, zündete er sich selbst eine an, nachdem er einen versteckten Schalter umgelegt hatte, der einen leisen Ventilator in Gang setzte. "Sherri drängt mich schon seit Jahren, mit diesen Dingern aufzuhören," erklärte der Richter. "Sie kommt ganz nach ihrer Mutter," lächelte er. "Aber manche Gewohnheiten lassen sich nur schwer ablegen, und es ist ja auch ein ganz harmloses Laster." John vermutete, dass das Laster des Richters nicht so heimlich war, wie er vielleicht dachte. John wusste mit Sicherheit, dass er seit dem Tag, an dem sie sich kennengelernt hatten, mehr als eine Zigarre pro Tag rauchte.

"Was denken Sie, warum sie angegriffen haben?" erkundigte sich der Richter.

"Ich kann mir nur vorstellen, dass es etwas mit meinem Angriff auf das Gelände der Militantetten zu tun hat. Ich befürchte, dass ich sie und ihr Personal durch mein Handeln in Gefahr gebracht habe," erklärte John ihm.

Der Richter winkte abschätzig mit seiner Zigarre. "Das war leider nicht das erste Mal, dass in mein Haus eingedrungen wurde. Es könnte sein, dass die Angreifer hinter ihnen her waren, aber ich hätte genauso gut das Ziel sein können. Vielleicht waren sie über meinen Aufenthaltsort falsch informiert. Ich bin nur froh, dass sie Demetri helfen konnten, meine bescheidene Burg gegen diese Marodeure zu verteidigen," scherzte er. "Eine Fähigkeit, die jedem nützlich sein wird, der sich für meine Tochter interessiert," sagte er und lenkte das Gespräch dorthin, wo John befürchtete, dass es hinführen würde.

"Entschuldigen sie, Sir," unterbrach Demetri ihn gekonnt. "Fräulein Sherri fragt, ob sie sich mit ihr zusammen ein neues Fernsehprogramm ansehen möchten."

"Fernsehen," sagte der Richter mürrisch. "Worum geht es in der Sendung?"

"Sie heißt einfach "Katerina", ein historisches Drama über die Tochter eines Grafen aus dem dreizehnten Jahrhundert, die eine politische Geisel war. Es ist anscheinend eine Art Liebesgeschichte, wie ich gehört habe," erzählte Demetri ihnen. "Sowohl Fräulein Sherri als auch Sophia sind ganz begierig darauf, es zu sehen."

Der Richter runzelte die Stirn. "Wie lange dauert es?" fragte er und schaute auf die Uhr.

"Ungefähr zwei Stunden, Sir."

"Und Sherri ist bettfertig?"

"Ja, Sir. Sie muss nur noch ihre Maske aufgesetzt bekommen."

"Sehr gut. Ich bin sicher, dass es ihr gefallen wird," sagte der Richter und vermittelte John den Eindruck, dass er nicht glaubte, dass es ein Vergnügen für sie sein würde. Er drückte seine Zigarre aus, stieß sich von seinem Stuhl ab und verließ mit Demetri den Raum. John folgte ihm.

John hatte das Glück, hinter Demetri und dem Richter zu gehen, und blieb stehen, als er Sherri auf der Couch sitzen, oder besser gesagt, sich leicht anlehnen sah. Die Fußstütze der Liege war hochgeklappt, um ihre Füße zu stützen, und die Rückenlehne war nach hinten geneigt, so dass Sherri eine bequeme, halb liegende Position einnahm. Und in dieser Position würde sie auch bleiben. Sherri war hilflos, nur ihr Gesicht war durch die passende Kapuze zu sehen, die ihren Kopf fest umschloss. Sie war mit weißen Riemen an Knöcheln, Waden, Oberschenkeln, Taille, unterhalb und oberhalb ihrer Brüste und an ihrem Hals fest verschnürt. Sophia brachte Schüsseln mit Popcorn, Getränken und anderen Snacks, bevor sie sich auf einen der beiden Klappstühle hinter dem Mädchen setzte. John bemerkte, dass sie zusätzlich zu ihrem Dienstmädchen-Outfit vom Abendessen nun eine der Kopfbedeckungen trug, die Demetri sie und Sherri manchmal beim Putzen tragen ließ. John wusste, dass sie mit dieser Kappe nur das hören würde, was Demetri ihr zu sagen wünschte.

"Danke, dass Sie sich uns anschließen, meine Herren," sagte Sherri zu den drei Männern, sah aber John an. Der Richter ging und setzte sich in einen Sessel auf der einen Seite der Couch, während Demetri sich auf einen Stuhl neben seiner Frau setzte. John brauchte nur einen Moment, um neben dem gefesselten Mädchen Platz zu nehmen.

Über seine Schulter reichte Demetri John ein kleines Mikrofon. "Wenn Sie mit Fräulein Sherri sprechen wollen, benutzen sie dieses, ihre Kopfhörer sind sonst nur auf die Fernsehsendung eingestellt," wurde John gesagt, während Demetri sich ein Popcorn in den Mund steckte.

"Könnte einer der Herren bitte die Show beginnen?" fragte Sherri ein wenig zu laut. Der Richter griff auf den Tisch neben sich und untersuchte eine Fernbedienung. John suchte vor ihnen nach dem Fernseher, sah ihn aber erst, als der Richter eine Lesebrille aufsetzte und ein paar Tasten auf der Fernbedienung drückte. Das Licht im Raum wurde gedimmt und ein ganzer Teil der Wand begann zu leuchten. John hatte noch nie einen so großen Fernsehbildschirm gesehen. Es erinnerte ihn eher an die Kinoleinwände, die zu seiner Zeit auf dem College entstanden waren. Die Sendung begann. Am Ende des Vorspanns wand sich Sherri, bis sie sich an John schmiegte, der, mit einem etwas nervösen Blick auf den Mann im Sessel, seinen Arm um das Mädchen legte. In dem abgedunkelten Raum sah John die drei wissenden und ein zufriedenes Lächeln nicht.



"Oh, das ist Müll!" rief Sherri während einer der Szenen aus. Ein kurzer Blick auf das stirnrunzelnde Gesicht ihres Vaters verriet ihnen beiden, dass Sherris Verhalten nicht akzeptabel war.



Nach der Hälfte der Vorstellung entschuldigte sich der Richter. Zum Glück hatte seine Tochter eine direkte Verbindung zum Ton des Films, denn ihr Vater hatte in den letzten zwanzig Minuten in verschiedenen Stufen der Unausstehlichkeit geschnarcht. Sherri war so vertieft in das Kostümdrama mit all den Frauen in schicken Kleidern mit einer, wie John bis vor kurzem gedacht hatte, unmöglichen Taille, dass sie den Abgang ihres Vaters nicht bemerkte. Zumindest dachte John das, bis sie sich noch näher an ihn schmiegte. "Kann ich ein bisschen Popcorn haben, Mr. Scott?" fragte sie während einer Kampfszene. John löste sich von dem Mädchen und holte eine Schale mit dem fluffigen Snack. Bald hielt er ein Getränk in der Hand, das praktischerweise mit einem Strohhalm versehen war, damit das gefesselte Mädchen die Erfrischung genießen konnte. Gelegentlich streckte Sherri ihren Hals aus, um sich ein weiteres Popcorn aus Johns Hand zu schnappen. Sie spielten eine Weile damit, aber Sherri interessierte sich mehr für den Film, als die, wie John meinte, interessanteren Actionszenen nachließen. Bald waren sie in ihren intimeren Positionen, die sie beide genossen, bis der Film zu Ende war.

"Demetri, komm bitte in mein Arbeitszimmer, sobald du hier draußen fertig bist, und bring Sophia mit. Ich möchte einige Details für die morgige Party besprechen," sagte der Richter und betrat für einen Moment den Raum, während der Abspann über den Bildschirm lief.

"Sofort, Sir", sagte Demetri, stand auf und half seiner Frau auf die Beine. "Mr. Scott. Ich möchte mich nicht aufdrängen, aber könnten sie Miss Sherri ins Bett helfen. Sie weiß, was notwendig ist, falls Sie Hilfe brauchen." John nickte aufgeregt und besorgt zugleich.

"Wohin gehen Sophia und Demetri?" fragte Sherri, wieder ein bisschen zu laut.

John tastete nach dem Mikrofon, das Demetri ihm zuvor gegeben hatte. "Der Rich...ähm, dein Vater hat darum gebeten, sie zu sehen. Demetri hat mich gebeten, dir ins Bett zu helfen."

Sherri nickte, dann wurden ihre Augen groß, als sie sich ein wenig errötete, dann verengten sich ihre Augen wieder ein wenig, bevor sie lächelte. "Da spielt jemand ein Spielchen," sagte sie leise, mehr zu sich selbst. "Nun gut, Mr. Scott, ich denke, ich muss mich in mein Schlafzimmer zurückziehen. Wenn sie mir bitte helfen würden."

"Was hätten sie denn gerne, das ich tun soll?" fragte John.

"Oh, das ist in meinem derzeitigen Zustand völlig unmöglich, Mr. Scott," versicherte Sherri ihm, obwohl er sich nicht sicher war, was genau. "Ähm, sind ihre Schulter und ihr Bein so weit verheilt, dass sie mich in mein Zimmer tragen können?" fragte sie. "Wenn nicht, glaube ich, dass der Wagen, den Demetri benutzt, irgendwo in der Nähe steht."

John hob das Mädchen in seine Arme, und wieder legte Sherry ihren Kopf mit einem zufriedenen Lächeln auf seine Schulter. John trug sie den Flur entlang. "Das ist die Tür?" fragte John und erinnerte sich an das Schlafzimmer, in das er sich vor ein paar Wochen geschlichen hatte.

"Leider nicht heute Nacht," seufzte Sherri. "Die dritte Tür bitte." John ging weiter den Flur hinunter, vorbei an dem Zimmer, in dem er zuvor Sherris Bestrafung gesehen hatte.

"Vielleicht hätte ich den Wagen benutzen sollen," sagte John, während er auf den Türknauf schaute und sich fragte, wie er Sherri jonglieren und die Tür aufbekommen sollte. Schließlich entschied er sich, das Mädchen für einen Moment auf die Beine zu stellen und sie mit einem Arm zu halten, während er mit dem anderen die Tür öffnete. Sherri zuckte zusammen, als er sie für die paar Sekunden, die er brauchte, um die Tür zu öffnen und Licht zu machen, auf die Füße stellte. "Es tut mir leid, Fräulein Sherri, habe ich ihnen wehgetan?"

"Das ist kein Problem, Mr. Scott, es ist nur so, dass mein Schuhwerk nicht dafür ausgelegt ist, Gewicht zu tragen," sagte sie mit einem Lächeln, als John sie wieder aufhob. Der Raum war wie ein kleiner Schönheitssalon eingerichtet, komplett mit Waschbecken und Haartrockner. An einer Seite standen zwei verschiedene gepolsterte Bänke, und Sherri wies John an, sie auf die flachere der beiden zu setzen. John platzierte seine Fracht vorsichtig auf der Bank. Nach ihren weiteren Anweisungen hatte er sie bald sicher auf der Bank festgeschnallt, zusätzlich zu den Gurten, die sie im Schlafsack hielten.

"Du schläfst so?" fragte John, der sich nicht sicher war, wie sie so eingeengt schlafen konnte.

"Ja, Sir, ziemlich oft," versicherte sie ihm, während sie ihn anwies, einen der Riemen noch fester zu ziehen. John bemerkte, dass diese Gurte zwar nicht verschlossen waren, aber die, die an ihrem Bodybinder befestigt waren, hatten alle kleine Schlüssellöcher, die sie zweifellos vor neugierigen Fingern verschlossen. Sie müssen für ihn bestimmt gewesen sein, entschied John, denn ihre waren komplett in der Röhre gefangen. "Danke, Mr. Scott," sagte Sherri, während sie versuchte, sich in ihrem ledernen Gefängnis zu winden. "Jetzt nur noch meinen Mundschutz und die Maske, und ich kann sie auch ausruhen lassen," sagte sie zu ihm. "Lassen sie mich ihnen zuerst erklären, wie sie meine Maske vorbereiten müssen, denn mit dem Mundschutz könnte die Kommunikation etwas schwierig sein. Sehen sie meine Maske?" fragte sie, und John sah sich um und entdeckte eine Maske aus Plastik und Stoff auf einem kleinen Tisch neben ihrem Kopf. Sie war mit einem schweren Kabel an einem Kasten befestigt.

"Das?" fragte John und hielt die Maske in Sherris begrenztes Blickfeld.

"Ja, Sir," bestätigte Sherri. "Jetzt sollte eine graue Tube auf dem Tisch neben meiner Maske liegen. " John hob die Tube an, und Sherri nickte. "Wenn sie so freundlich wären, leeren sie die Tube auf die grauen Flächen. Achten sie bitte darauf, dass nichts davon in die farbigen Bereiche gelangt." John leerte die Pampe aus der Tube auf die von Sherri beschriebenen Bereiche. Nach ihren nächsten Anweisungen ging John durch mehrere Farben und füllte kleine Fächer in der Maske mit verschiedenfarbiger Pampe. "Okay, Mr. Scott. Ich glaube, ich muss ihnen mein Steuergerät beschreiben. Sehen sie den Kasten, an dem die Maske befestigt ist?" John nickte. "Der erste Regler ist für mein Gesichtsprogramm. Bitte stellen sie es auf, ähm, stellen wir es auf zwölf für heute Nacht," erklärte sie ihm. John sah nach und stellte fest, dass auf dem ersten Knopf Gesichtsbehandlung stand, und stellte ihn wie gewünscht auf zwölf. "Der nächste ist für meine Haarspflege und sollte bereits auf fünf eingestellt sein." John überprüfte und bestätigte dies. "Die nächsten drei können sie nach Belieben einstellen," sagte sie ihm. "Der erste ist meine Lustkontrolle. Ich glaube nicht, dass ich sie jemals über einer Einstellung von zehn erlebt habe. Sie können natürlich tun, was sie wollen, Mr. Scott, aber darf ich sie bitten, ihn nicht über vier einzustellen?" fragte sie ein wenig besorgt. "Ich werde die ganze Nacht hier sein und würde mich gerne ein wenig ausruhen." John wusste nicht, was er sagen sollte, und stellte das Gerät auf zwei. Sherri nahm einen tiefen Atemzug. "Jetzt kommt meine Erbauungseinstellung. Ich vermute, dass Demetri das bereits voreingestellt hat. Bitte lassen sie das, ich bin sicher, dass es für meinen Unterricht heute Abend optimal eingestellt ist," sagte sie ihm und schloss die Augen. "Die letzte ist für meine Bestrafungsstufe." Sie hielt inne. "Ich bin sicher, dass Demetri aufgrund meiner früheren Vergehen für heute ein Minimum festgelegt hat. Bitte Mr. Scott." Sie schloss wieder ihre Augen und biss sich auf die Lippe. "Bitte fügen sie jeden Betrag hinzu, den sie für mein schlechtes Benehmen heute Abend für nötig halten."

"Welches schlechte Benehmen sollte das sein?" fragte John.

"Ihr Popcorn zu stehlen, mein Getränk zu verschütten, sie während der Kampfszene zu unterbrechen, die, wie ich vermute, für sie der interessanteste Teil des Films war, und sie überhaupt dazu zu bringen, den Film anzusehen. Ich vermute, dass das nicht wirklich nach ihrem Geschmack war," sagte sie bescheiden. "Und natürlich für meinen Ausbruch während der Vorstellung. Wenn man bedenkt, dass ich meinen Vater tatsächlich aus dem Zimmer getrieben habe," sagte sie traurig und schockiert über sich selbst, nicht wissend, dass sie ihn eigentlich nur aufgeweckt hatte.

"Hm, ja, da hast du recht," sagte John, als er die letzte Einstellung untersuchte. Wie die anderen schien sie bis auf zwanzig gehen zu können. "Die höchste Einstellung ist nur zwanzig?" sagte John neckisch und Sherri erschauderte. Er selbst war schockiert, dass man sie so hoch einstellen konnte, bevor er es sich anders überlegte, denn er hatte keine Ahnung, was sie genau bewirkte. Im Moment stand sie auf vier, und John drehte sie auf die niedrigste Stufe, die zu seiner Enttäuschung eins und nicht null war. Zu seiner Überraschung sprang der Zeiger auf vier zurück. "Ähm, es bleibt nicht da, wo ich es eingestellt habe," erklärte John ihr.

Sherri lächelte ihn an und klimperte mit den Wimpern. "Nein, Sir. Ich bin sicher, dass Demetri es für heute schon auf ein Minimum eingestellt hat."

"Oh," sagte John und ließ den Controller los.

"Ich bin mir sicher, dass sie erwarten, dass sie sie für meine Possen heute Abend zumindest ein wenig erhöhen," sagte sie ihm.

"Und wenn ich es nicht tue?"

"Dann werde ich beim nächsten Mal einfach viel härter bestraft," sagte sie ihm. "Bitte John, mindestens zwei Stufen höher wäre das Minimum für meinen Ausbruch." John lenkte ein und stellte Sherris Bestrafungsstufe auf sechs.

"In Ordnung," sagte John zu ihr, "alles bereit."

"OK. Siehst du jetzt meinen Mundschutz in der kleinen Schale?" John nickte. "Okay, nachdem du mir den in den Mund gesteckt hast, ziehst du mir den Mundschutz über das Gesicht. Achte bitte darauf, dass er richtig sitzt," bettelte Sherri. "Dann schnallst du sie mit den beigefügten Bändern fest. Wenn das Licht auf dem Bedienfeld aufleuchtet, weisst du, dass alle Anschlüsse richtig sitzen, dann bin ich bereit für die Nacht."

"Sehr gut, Fräulein Sherri. Sehen wir uns morgen beim Frühstück?"

"Oh. Wenn das nur möglich wäre, Mr. Scott. Gleich nach dem Aufstehen habe ich eine Unterrichtsstunde in meinem tragbaren St. Sybil's-Klassenzimmer. Ich rechne nicht damit, dass ich sie vor der Party sehen werde."

"Oh, wenn das so ist ..." John beugte sich hinunter und gab dem Mädchen einen langen Kuss. Das Leder der Gurte, die Sherri festhielten, knarrte, als sie sich bemühte, John festzuhalten. Schließlich lösten sie den Kuss und John schob das Mundstück in den Mund des nun atemlosen Mädchens. Er lächelte noch einmal in ihre sehnsüchtigen Augen und schob die Maske in Position. Die Kontrollleuchten leuchteten auf, als er sie festschnallte, dann ging er traurig zur Tür hinaus, schaltete das Licht aus und überließ Sherri ihren Verwöhnungen, Bestrafungen und Freuden.





John kam dem Taxi entgegen, als es vor die überdachte Tür des Apartmenthauses fuhr, und ließ sich vom Pförtner die Tür öffnen. Es war eine schnelle, aber, zumindest für John, kalte Fahrt am relativ frühen Morgen. Es war bereits sieben Uhr, und John hatte die Morgenübungen gemacht, die Larry Johnson ihm verschrieben hatte, eigentlich hatte er sie zweimal gemacht, wahrscheinlich nicht die vorgeschriebene Aktion, aber er fühlte sich geheilt genug, um sie zu machen. Er war überrascht, als er sah, dass die Lichter auf Sherris SSPC mit der Aufschrift "PHYSICAL CONDITION" und eines mit der Aufschrift "POWER" grün leuchteten, und das mit der Aufschrift "LESSON PROGRESS" blinkte wieder rot, genau wie gestern. Könnte es sein, dass Sherri bereits bei ihrem Unterricht in der Box war? Er hatte es überprüft, als er gerade aufgestanden war, und da waren alle Lichter aus gewesen.

Der Verkehr war an einem Samstag so früh sehr gering, und John genoss die Fahrt. Evergreen Meadows zeigte sich hinter seinen großen, imposanten Mauern wie immer von seiner stattlichen Seite. John nickte der Empfangsdame zu, als er sich auf den Weg zurück zu Colbys leerem Büro machte. Er musste eine Weile warten, bevor Colby auftauchte, und er untersuchte den Raum sorgfältig. Die Bücherregale waren durch vom Boden bis zur Decke reichende Einbauregale ersetzt worden. Es würde keine Möglichkeit geben, dass sich Susan oder irgendjemand anderes über diesen Regalen verstecken konnte. John schnüffelte herum. Susan war in den letzten zwanzig Stunden oder so in diesem Raum gewesen, aber nicht in letzter Zeit. Er lächelte und fragte sich, wie es dem Mädchen ging. Besser, hoffte er. Er fühlte eine Art Verbindung zu ihr, wahrscheinlich eine Kameradschaft, weil sie beide an diesem Ort eingesperrt gewesen waren, oder vielleicht, weil er sie aus dem Aufzugsschacht gerettet hatte.

"Guten Morgen John," sagte Colby, als er sich in den Raum schleppte und einen Donut zu Ende aß. "Tut mir leid, dass es so früh am Morgen ist, aber ich schätze, das ist eher eine Herausforderung für mich als für sie. Hoffentlich werden wir dieses Mal nicht gestört." Er deutete auf die Bücherregale.

"Und wie geht es Susan?" fragte John.

"Ungefähr gleich," sagte Colby beiläufig. "Oder vielleicht sogar ein bisschen besser, wenn ich so darüber nachdenke," sagte er nachdenklich. "Sie redet ein bisschen mehr mit mir und sagt nicht mehr ganz so ‚fi**k dich‘ zu mir. Aber wir sind wegen ihnen hier."

"Na gut, aber ich muss ihnen sagen, dass sie letzte Woche ein paar ziemlich schmerzhafte Erinnerungen wachgerufen haben."

"Nun, das gehört manchmal zu meinem Job. Wenn man diese Erinnerungen schwären lässt, kommen sie oft zurück und suchen einen auf sehr seltsame Weise heim, wie sie vielleicht schon bemerkt haben," sagte Colby mit einem schiefen Lächeln. "Normalerweise ist es gut, wenn man diese Ereignisse wenigstens erkennt."

John schwieg, während er über Colbys Worte und seine Erlebnisse der letzten Woche nachdachte. "Nun, jetzt, wo sie von diesem Erlebnis wissen, bin ich geheilt?"

"Ich weiß es nicht. War das das schlimmste oder einzige Mal, dass sie einen Menschen getötet haben, zumindest vor ihren letzten Eskapaden?"

John schwieg eine Weile. "Sie haben über mich nach geforscht, was denken sie?"

"Werden wir jedes Mal so hart arbeiten müssen, um eine Beziehung herzustellen, oder wiederherzustellen?" fragte Colby müde. "Ich hatte gehofft, dass wir nach unserer letzten Sitzung hier und unseren weiteren Sitzungen in meinem Büro in der Innenstadt etwas weitergekommen sind."

"Sie haben selbst gesagt, dass diese Sitzungen beunruhigend und schmerzhaft sind. Glauben sie wirklich, dass ich noch einmal darüber nachdenken möchte?"

"Wahrscheinlich nicht, aber das ist ein Teil des Problems mit diesen Erinnerungen und Ereignissen. Sie sind da, sie existieren, sie sind passiert, und jetzt wollen sie sie verstecken, sie vergessen, aber sie sind immer noch da. Über sie zu sprechen, sie zu akzeptieren, ist die einzige Möglichkeit, mit ihnen umzugehen."

John dachte eine Weile darüber nach. "Okay," sagte er schließlich.

"Wollen sie weitermachen?"

"Ich bin bereit, vorerst weiterzumachen, um zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln," sagte John zögernd.

"Ich schätze, ich werde nehmen müssen, was ich kriegen kann," sagte Colby mit einem leichten Stirnrunzeln. "Wenigstens sollten wir heute nicht von unerwünschten Ohren über den Bücherregalen gestört werden. Also, erzählen sie mir von ihren ersten Tagen am College."

John erzählte von seinen ersten Tagen am College. Da er noch minderjährig und noch dazu sehr jung war, wurde er von Mitarbeitern des Colleges zu seinem Schlafsaal eskortiert, die ihn wie eine Mischung aus Kind und Ausgestoßenem behandelten. Sein Zimmergenosse, obwohl im normalen College-Alter, schien John viel unreifer zu sein, als er erwartet hatte, und sie verstanden sich nicht besonders gut. Seine ersten Kurse waren langweilig und wiederholten nur das, was er bereits wusste. Die Zulassungsstelle des Colleges wollte ihn nicht für fortgeschrittene Kurse anmelden oder aus den Grundkursen herausnehmen. Es war eine sehr einsame Zeit, und er fühlte sich einigen der weniger verständnisvollen Mitglieder seiner und der oberen Klassen gegenüber verletzlich. Er wurde gehänselt und war die Zielscheibe vieler Witze. Da er der Jüngste und Kleinste war und, obwohl er weit davon entfernt war, wie einer der Schwächsten in der Klasse aussah, musste er das hinnehmen. Hätten einige der Rüpel gewusst, was er mit einem Messer anstellen konnte, hätte er vielleicht etwas mehr Ruhe oder zumindest etwas mehr Respekt gehabt, aber er war klug genug, um zu wissen, dass es gefährlich war, von seinen Fähigkeiten zu erzählen, und dass man ihm wahrscheinlich nicht glauben würde. Er hatte seine Messer bei seinen Eltern gelassen, weil er wusste, dass er sie nicht mit ins Flugzeug nehmen konnte, und dass sie in dieser so genannten zivilisierten Gesellschaft auch nicht erlaubt waren. Er stand ganz unten in der Hackordnung, hatte keine Familie, keinen Stamm, keinen Schutz und keine Waffen.

John hatte versucht, mehreren Clubs beizutreten, war aber nur selten willkommen. Der einzige, bei dem er blieb, war der Fechtclub, wo er sich durch seine Schnelligkeit und sein Geschick mit dem Degen Respekt verschaffte. Anfangs fiel es ihm schwer, dem Verein beizutreten, da er die Erlaubnis seiner Eltern brauchte, um beitreten zu können, und die Briefe zwischen ihnen wegen der großen Entfernungen und der wenigen Poststationen nur langsam vorankamen. Er begann erst nach der Hälfte des Semesters mit der Gruppe.

Im zweiten Semester schließlich konnte er mit Hilfe seines Fakultätsberaters und seines Notendurchschnitts von 2,0 sein Pensum erhöhen. Da er sich nicht mehr langweilte, studierte er hauptsächlich und fechtete. John war etwas enttäuscht, dass er nicht in der Lage war, sich dem Fechtteam anzuschließen, als dieses zu einem Wettkampf an eine andere Schule fuhr, aber auch hier war aufgrund seines Alters die Erlaubnis der Eltern erforderlich. Er musste sich damit begnügen, beim Training der Wettkämpfer zu helfen.

Nach dem zweiten Semester hatte er seine erste Begegnung mit Bernard Payn. Bernard war ein Tackle in der Footballmannschaft und ein großer und ungestümer Mann, obwohl Mann eine schlechte Bezeichnung für den unreifen Rüpel Bernard war. John hätte ihn völlig ignoriert und wäre auch von ihm ignoriert worden, wäre da nicht Tammy gewesen, eine Fechterkollegin und frischerblühte Frau. Aus irgendeinem Grund waren sie und John Freunde geworden, wenn auch auf rein platonische Weise, denn Tammy sah in John eher einen jüngeren Bruder als einen potenziellen Partner. John, vielleicht ein wenig enttäuscht von dieser Tatsache, war froh, überhaupt Freunde zu haben. Tammy, eine Designstudentin im zweiten Jahr und brillante Künstlerin, war, wie so oft, völlig ratlos, wenn es um Wissenschaft ging. Sie versuchte, einen Biologiekurs auf niedrigem Niveau zu belegen, in dem auch Bernard Schwierigkeiten hatte, und bat John um Nachhilfe, die er gerne in seinem Stundenplan unterbrachte, so dass er sogar gelegentlich in der Klasse hospitierte, um zu sehen, was gelehrt und von den Schülern erwartet wurde. Von Johns Standpunkt aus gesehen war das nicht viel. Bernard und Tammy wurden ein Paar, eine weitere von Bernards Eroberungen, aber Tammys erste Liebe. John hätte es kaum bemerkt, wäre da nicht Bernards Eifersucht gewesen, dass Tammy in den zwei Monaten, in denen er mit ihr zusammen war, Zeit mit einem anderen Mann verbrachte.

Die Dinge spitzten sich zu, als die Noten bekannt gegeben wurden und Tammy eine Zwei in ihrer Klasse bekam (Bernard schaffte irgendwie eine Drei, wie er es in all seinen Klassen tat) und überschwänglich zu John kam, um ihn zu umarmen, ihm zu danken und ihn leider auch zu küssen. John lernte an diesem Tag eine Lektion über Menschen und Kämpfe. Es war zu hoffen, dass Bernard das auch tat, aber er war es gewohnt, verletzt zu werden. Obwohl es nur wenige zugeben würden, vor allem nicht Bernard, waren die Zuschauer überrascht, dass Bernard mit einer blutigen Nase auf dem Boden landete, vor allem nachdem er einen kleineren, jüngeren Gegner von hinten angegriffen hatte. Wie bei allem, was er tat, gab John auch bei diesem Kampf alles, weshalb Bernard die nächsten beiden Trainingseinheiten verpasste und sich für sein blaues Auge entschuldigen musste. John erging es nicht so gut. Zwar wurden keine Knochen gebrochen, und John konnte weglaufen, bevor das passierte, aber die Prellungen und Quetschungen brauchten einige Zeit, um zu heilen, und John verbrachte die meiste Zeit der zwei Wochen zwischen den Semestern damit, sich zu erholen. John wurde von der Campus-Polizei zu der Schlägerei befragt, die ganz offensichtlich seine Schuld war, denn ein Sportstar würde so etwas niemals anzetteln. Es meldeten sich keine Zeugen, die Johns Version der Ereignisse bestätigen konnten, und John wurde mit einer disziplinarischen Verwarnung belegt. Die Ungerechtigkeit des Ganzen zermürbte John, während er sich allein in seinem Zimmer erholte. Tammy wurde nicht mehr gesehen.

Das dritte Semester verlief ruhig, da John versuchte, sich unauffällig zu verhalten. Sein hohes Studienpensum und sein Wunsch, seinen Master-Abschluss zu machen und bald zu pro-mo-vieren veranlassten ihn, während des Sommersemesters ein volles Pensum zu absolvieren. Außerdem war er froh, dass er sich in relativer Abgeschiedenheit erholen konnte.

Johns kurzer Ausflug nach Hause in den Dschungel endete ebenfalls in einer Katastrophe, als die vier Soldaten getötet wurden, aber er hatte das bereits mit Colby besprochen und sah keinen Grund, es zu wiederholen.

Johns zweites Jahr verlief besser als das erste. Er befand sich am Ende seines zweiten Studienjahres und war bei seinen Professoren etwas aus seinem Schneckenhaus herausgekommen, nachdem er bewiesen hatte, dass er das Arbeitspensum ihrer Kurse nicht nur bewältigen, sondern sogar übertreffen konnte. Eine seiner Professorinnen, die mehr über seine Konfrontation mit dem Footballspieler wusste, drängte ihn, mit dem Boxen anzufangen, eine Gruppe, die sie gesponsert hatte. Zunächst fragte sich John, warum er nicht einen der Kurse für orientalische Kampfkünste belegte, wenn er doch kämpfen lernen wollte. Nach einigen Nachforschungen stellte er fest, dass er beim Boxen nicht nur das Kämpfen lernen würde, was in den meisten Kampfsportkursen nicht der Fall war, sondern dass er auch schneller stärker werden und lernen würde, einen Schlag ohne großen Schaden zu überstehen. Außerdem stellte er fest, dass es zu seinem Fechtstil passte und ihn verbesserte.

Die Dinge beruhigten sich ein wenig für John, obwohl er zunächst von der Campus-Polizei, dann von der örtlichen Polizei und schließlich von der Staatspolizei wegen Tammy befragt wurde. Sie war nicht lange nach Johns und Bernards Streit verschwunden. Da von dem Mädchen keine Spur zu finden war, wurden alle Ermittlungen bald eingestellt und gerieten in Vergessenheit, aber nach drei Ermittlungen wurde Bernard, der zuletzt mit Tammy gesehen worden war, immer angespannter und zurückgezogener. Schließlich verlor er sein Sportstipendium und verschwand auch aus dem Blickfeld, eine Erleichterung für John, denn selbst mit seiner verbesserten Kraft und seinen Boxkünsten war er dem viel größeren, älteren und erfahrenen Mann nicht gewachsen, zumindest nicht ohne seine Messer oder seinen Degen. Da er sich nun von seinen Eltern entfremdet hatte und auf dem Campus immer noch ein Außenseiter war, stürzte sich John in sein Studium und wusste, dass er mit einem vollen Pensum während der Sommersession in der Lage sein würde, seinen Bachelor-Abschluss nach dem ersten Semester zu machen. Seine Eltern stimmten zu, und John blieb während der Sommerpause und belegte einen Selbstlernkurs direkt bei einem seiner Professoren. Mit einigen seiner Professoren verband ihn eine enge Freundschaft, vor allem mit einer älteren Frau, die trotz vieler Proteste im Amt blieb. Sie war kein Sportfan und widersetzte sich standhaft dem Druck, irgendeinen Spieler, der die Note nicht verdient hatte, bestehen zu lassen. Außerdem wurde sie wegen ihrer Friedens- und Umweltproteste und ihres offen zur Schau gestellten Lesbentums mit einer Flut von Hassbriefen und Briefen des Präsidenten und des Vorstands konfrontiert, die sie alle an einer Pinnwand vor ihrem Büro aushängte. Dennoch war sie eine brillante und weltweit anerkannte Biologin und brachte der Universität Geld, Forschung und Ruhm ein, die sie trotz aller Beschwerden nicht entlassen wollte. Jetzt, wo John darüber nachdachte, fragte er sich, was wohl nach der "Verschwörung" mit ihr geschehen war.

Die Abschlussfeier war eine seltsame Zeit für John, denn er sah seine Eltern nach so langer Zeit wieder, und ihre Beziehung war immer noch kühl, wenn überhaupt. John sah Bernard auf einer der Abschlussfeiern, zu denen ihn seine Mutter gedrängt hatte, wahrscheinlich illegal, denn es wurde reichlich Alkohol ausgeschenkt, und John war noch minderjährig, wahrscheinlich auch nicht der einzige. Nachdem er von dem alkoholisierten Ex-Sportler bedroht und geschubst wurde, beschloss John, die Party zu verlassen, während Bernards Freunde ihn mit einem weiteren Drink ablenkten.

Leider musste Colby John dort in seiner Erinnerung aufhalten. John hatte nicht bemerkt, wie die Zeit verging, während er von seiner Collegezeit schwärmte und den Kopf schüttelte, wenn er an die Zeit erinnert wurde. Er konnte nicht mit Colby zu Mittag essen, da er mit Mr. Gerald, dem Wahlkampfmanager des Richters, verabredet war, um Johns Rolle auf der Party zu besprechen, während sie ein "Power Lunch", wie Mr. Gerald es nannte, zu sich nahmen. John fragte sich, ob der Mann überhaupt einen Vornamen hatte, oder vielleicht einen Nachnamen.



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Behandel die Menschen so, wie du selbst von ihnen behandelt werden willst

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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:03.03.22 13:54 IP: gespeichert Moderator melden


Nee,habe ich nicht! Noch so eine Schöööne Geschichte? Wo und wie sie Lautet?
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:03.03.22 15:49 IP: gespeichert Moderator melden


Lies noch mal genau, wovon die Fernsehsendung handelt...

Herman
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:04.03.22 13:02 IP: gespeichert Moderator melden


So, hier kommt das heutige Stück.

Hat wirklich niemand die Anspielung auf eine andere Geschichte gefunden?


John begegnet einem Mann, der Brasilianisch spricht. Sherri kann kein Brasilianisch, eine der wenigen Sprachen, die sie nicht beherrscht, und versteht kein Wort.

Wer es dennoch wissen will, der möge selbst Google oder DeepL bemühen!

Schönes Wochenende,

Herman

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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:04.03.22 13:02 IP: gespeichert Moderator melden


New in Town – eine neue Welt Kapitel 8B


Das Taxi brachte John gerade noch rechtzeitig zum Restaurant, um ihn zu seinem Treffen mit Mr. Gerald in einem schicken Club in der Innenstadt zu bringen. John wurde vom Türsteher eingelassen, der ihn schon beim Aussteigen aus dem Taxi beobachtet hatte. In dem kleinen, schwach beleuchteten Empfangsbereich fühlte sich John angespannt, zumal das Licht nicht viel von dem Raum erkennen ließ. Die schwarz-rot getäfelten Wände reflektierten das Licht nicht und dämpften den Schall, aber John konnte jemanden in der Nähe riechen. An einer Seite des kleinen Raums öffnete sich ein Paneel und gab den Blick auf einen Mann frei.

"Kann ich Ihnen helfen, Sir?" fragte der Mann hinter einem Tresen.

"Ja, ich bin hier, um einen Mr. Gerald zu treffen," sagte John zu dem Mann.

"Ihr Name bitte, Sir?"

"John Scott."

"Sehr gut, Mr. Scott, Mr. Gerald hat uns über ihre bevorstehende Ankunft informiert. Wenn ich ihnen ihren Mantel abnehmen dürfte, würde ich sie zu dem Ort führen, an dem sie sich mit Mr. Gerald treffen werden." Ein Paneel zu seiner Rechten schob sich leise weg und führte zu einem Flur. John ging hindurch und bemerkte, dass es sich um mehr als nur eine dekorative Verkleidung handelte. Die Schiebetür war sechs Zoll dick. Offensichtlich nahmen sie ihre Sicherheit hier sehr ernst. Er führte John durch ein Labyrinth von Gängen und schließlich durch eine weitere Schiebetür in einen kleinen Raum.

Der elegant eingerichtete Raum enthielt einen sechs Fuß großen runden Tisch, der mit einem langen weißen Tischtuch bedeckt und für zwei Personen gedeckt war, mit feinem Porzellan und mehr Utensilien, als John zu gebrauchen wusste. Die Wände waren mit dunklen, alten Holztäfelungen und Gemälden mit Jagdszenen reichlich ausgestattet. Vor jedem Gedeck stand ein bequemer Sessel.

"John! Es ist schön, dich wiederzusehen." Ein junger Mann in einem Anzug kam mit ausgestreckter Hand auf John zu. Es dauerte einen Moment, bis John den Mann erkannte. Es war David, von dem Paintballspiel und den Pokerabenden. In einem Anzug sah er anders aus.

"David. Es ist schön, dich wiederzusehen. Was machst du denn hier?"

"Ich arbeite jetzt für Mr. Gerald. Er hat sich ein wenig verspätet und bat mich, zu kommen und dir zu sagen, dass er bald hier sein würde. Tut mir leid, ich kann nicht bleiben und plaudern, er lässt mich für die Party heute Abend durch die ganze Stadt laufen."

"Oh. Nun, ich schätze, ich sehe dich dort."

"Leider nicht. Es tut mir leid, dass ich sie verpasse, es sollte ein guter Ort sein, um sich zu treffen und zu unterhalten, aber meine Mutter hat Geburtstag und sie würde mich umbringen, wenn ich ihre Party verpasse. Ich wünsche dir viel Spaß!" sagte David zu ihm, als er John allein im Zimmer zurückließ. John schaute auf seine Uhr und sah, dass er genau pünktlich war und nicht nur ein paar Minuten zu spät, wie er befürchtet hatte. Seine Entschuldigung für die Verspätung war ebenso schnell wieder vergessen. Er fragte sich, wo Mr. Gerald wohl war. Er hatte doch auf diesem Treffen bestanden.

Wenige Augenblicke später trat Mr. Gerald ein, John stellte sich ihm entgegen und reichte ihm die Hand, wie er es als Kind gelernt hatte. Mr. Gerald schüttelte sie flüchtig und setzte sich, wobei er die Mappe, die er bei sich trug, auf seinen Teller legte.

"Sie müssen ihren Griff etwas fester halten, wenn sie die Hand schütteln, Mr. Scott," sagte Mr. Gerald und warf einen kurzen Blick auf seine Notizen. "Ich habe mir die Freiheit genommen, ein Essen für uns zu bestellen. Wir haben viel zu besprechen und nicht viel Zeit," sagte er schnell. "Was wissen sie über das Programm von Senator Schneider?"

"Senator Schneider?" fragte John.

"Das ist eine vorauseilende Schlussfolgerung, gewöhnen sie sich an den Titel. Bitte unterbrechen sie mich nicht. Das Programm? Was wissen sie darüber?"

John sah den schroffen Mann einen Moment lang an. "Nichts," sagte John. "Ich bin nicht wirklich..."

"Das habe ich schon befürchtet." Mr. Gerald unterbrach ihn. "Ich hoffe, sie sind ein schneller Lerner." Er reichte John einen Stapel Papiere. "Das sind die wichtigsten Punkte von Senator Schneiders Programm. Ich bete dafür, dass sie schnell lernen." Er schüttelte den Kopf. "Sie müssen das lesen, sobald unser Treffen vorbei ist. Wenn sie Fragen haben, habe ich vielleicht kurz vor der Party noch ein bisschen Zeit für sie, aber bitte nur sachbezogene Fragen. Ah, hier ist das Essen."

Ein weiterer Mann trat ein, gekleidet in etwas, das John für die Kleidung eines englischen Butlers im alten Stil hielt, selbst Demetri würde sich nicht so antiquiert förmlich kleiden. Die schwere Kombination aus reichhaltigen französischen Soßen, schwerem Rindfleisch und Geflügel verunsicherte John, doch Mr. Gerald ließ es sich nicht nehmen, zwischen den Bissen zu sprechen und Johns Position bei der bevorstehenden Zeremonie zu erklären, wobei er jede wirkliche Bedeutung oder Rolle, die er oder Sherri spielen könnten, herunterspielte, während er seine eigene Bedeutung und Rolle aufpumpte. John hatte diese Art von Verhalten schon einmal gesehen und wartete den Mann ab. Schließlich ging ihm der Gesprächsstoff aus, während sich die Kellner abmühten, sein Weinglas und seinen Teller gefüllt zu halten. Er ignorierte ihren Service völlig, während er John weiter vollschwallte. John lächelte bei dem Gedanken, dem Mann eines der zu sehr durchgebratenen Steaks in die Kehle zu schieben.

Wenigstens war John froh, dass er nicht viel zu dem Gespräch beitragen musste. Nur ein paar Nicken und ein bejahendes Grunzen ab und zu, und Mr. Gerald schien zufrieden zu sein. Er fragte sich, warum Richter, nein, Senator, nein, Herr Schneider einen solchen Mann für seinen Wahlkampf auswählen sollte. Die Mittagessenssitzung dauerte glücklicherweise nicht lange, da Mr. Gerald gehen musste, um die Millionen von Dingen zu erledigen, die für die Party an diesem Abend vorbereitet werden mussten, und er war so schnell zur Tür hinaus, wie er hineingegangen war, wobei er John warnte, nach einem Führer zu rufen, der ihn aus dem Labyrinth der Gänge führen sollte. John blieb noch einen Moment und stocherte in den wenigen Dingen auf seinem Teller herum, die er für essbar hielt, obwohl er vermutete, dass die meisten der Dinge als Delikatessen galten, wenn auch wahrscheinlich nicht, wenn sie zur gleichen Mahlzeit gegessen wurden. Schnell kehrte er durch die verwinkelten Gänge zum Eingang zurück, wo er seinen Mantel von der Empfangsdame entgegennahm. Als er draußen am Türsteher vorbeiging, wurde ihm klar, was das Schild an der Tür bedeutete. Das stilisierte Symbol für "weiblich" in einem Kreis mit einem durchgehenden Strich war jetzt, da er im Männerclub gewesen war, offensichtlich. Mädchen sind nicht erlaubt, genau wie in der sprichwörtlichen Festung für Jungen. Für John war es offensichtlich, dass manche Leute einfach nie erwachsen werden. Da er noch ein wenig Zeit hatte, bevor er zurück zum Apartmenthaus musste, um sich für die Party fertig zu machen, ging er die paar Blocks zurück zum Apartment, wobei er einen Umweg durch den Park und das Marktviertel machte, um etwas Gutes zu essen.



John wartete erwartungsvoll, als die beiden Uniformierten die FACs hereinbrachten. Es war fast fünf Uhr, und John hatte erwartet, dass Sherri und Sophia um vier Uhr dreißig geliefert würden. Er unterschrieb, nachdem er überprüft hatte, ob die Nummern übereinstimmten. Solche FACs hatte er noch nie gesehen. Anstelle der kurzen, quadratischen Kästen waren es lange, abgerundete Rechtecke, die etwa einen Meter hoch waren. Er überprüfte die beiden Fernbedienungen, die Demetri ihm gegeben hatte, und sie reagierten auf die Boxen, aber wie angewiesen, gab er die Mädchen noch nicht frei. Die Kellner waren immer noch dabei, den Ballsaal herzurichten, und die Sicherheitskräfte waren immer noch dabei, das Gelände zu sichern. John hatte zunächst Schwierigkeiten, hineinzukommen, bis Mr. Gerald ihn an der Sicherheitsstation entdeckte, die gleich hinter der Lobby eingerichtet war. Er gab John einen speziellen Sicherheitsausweis, damit er keine Probleme mehr mit den Metalldetektoren haben würde.

Die meisten FACs durften die Sicherheitsstation nicht passieren, aber John ließ die beiden Kisten in einen kleinen privaten Raum um die Ecke bringen. In diesem Raum befand sich bereits ein FAC. Das Wappen auf dem Kasten deutete darauf hin, dass sich darin ein Diplomat oder zumindest die Frau eines Diplomaten befand, und John sah an den Kontrollleuchten, dass er besetzt war, und bemerkte, dass er an eine Steckdose angeschlossen war. John schloss seine beiden Geräte ebenfalls an das Stromnetz an. Da er ein wenig Zeit hatte, da die Party erst um sieben Uhr beginnen sollte, verbrachte er einige Zeit damit, das Gebäude zu erkunden, wobei er gelegentlich auf Sicherheitskräfte stieß, aber sein Sicherheitsausweis gewährte ihm leichten Zugang.

Mr. Gerald schien im ersten Stock überall zu sein und dirigierte Kellner, Sicherheitskräfte und Reporter mit der gleichen Nonchalance. Zu diesem Zeitpunkt waren die einzigen Reporter die Kamerateams, die sich auf die Aufzeichnung des Ereignisses vorbereiteten, wahrscheinlich stundenlange Aufnahmen für einen fünfzehnsekündigen Soundbite in den Abendnachrichten. Als Mr. Gerald John entdeckte, beauftragte er ihn, ihm zu helfen, in letzter Minute Flugblätter an alle Tische zu verteilen. Eine unbedeutende Aufgabe, das wussten sie beide, aber so hatte John etwas zu tun, um sich die Zeit zu vertreiben. Die Tatsache, dass Mr. Gerald seine Zeit damit verbrachte, die Flugblätter fertig zu stellen, ließ John wissen, dass es zumindest wichtig für die Wahl des Richters war.

Demetri kam zu ihm, als John seine Arbeit beendete, und half ihm mit den letzten Tischen, bevor er zu den FACs zurückging. Als sie den Ballsaal verließen, sah John jemanden aus dem FAC-Lagerraum kommen, aber er verließ das Gebäude, bevor sie in die Nähe kamen. Demetri schien nicht besorgt zu sein, und als sie den Raum betraten, sahen sie, dass nun fünf FACs im Raum waren.

"Wir werden Sophia zuerst freilassen, damit sie uns helfen kann, Fräulein Sherri vorzubereiten," sagte Demetri und deutete auf den richtigen Knopf, mit dem John Sophias FAC öffnen sollte. John drückte den Knopf und hörte ein zischendes Geräusch, gefolgt von einem kleinen Elektromotor. Die Vorderseite des FAC bewegte sich etwa einen Zentimeter nach vorne. Demetri griff nach vorne und schwenkte die Vorderseite des FAC weg, wodurch Sophia zum Vorschein kam, die elegant in ein schwarzes Spaghettiträger-Abendkleid gekleidet war. Sie blinzelte ein paar Mal und lächelte, als sie Demetri sah. Sie sah umwerfend aus, ihr schwarzes Haar war kunstvoll auf dem Kopf aufgetürmt, gekrönt von einem mit silbernen Stecknadeln befestigten Pillendosenhut, und ihr Make-up brachte ihre dunklen Augen, die hohen Wangenknochen und die großzügigen Lippen wunderbar zur Geltung. Demetri löste schnell die Riemen an ihren Knöcheln, ihrer Taille und über ihren Brüsten. Er stützte sie, als sie einen Schritt nach draußen machte, und erst dann lösten sich ihre Arme, die in Vertiefungen hinter ihr gefangen gewesen waren, aus der Box.

"Guten Abend, Mr. Scott," knickste Sophia vor John, "Sir", und tat dasselbe bei Demetri. Demetri hielt ihre Hand, sein Lächeln wurde breiter, als er sie musterte.

"Bist du bereit dafür?" fragte er, nachdem er seine Frau einige Augenblicke lang angestarrt hatte.

"Natürlich, Sir. Miss Sherri hat sich heute sehr gut benommen. Ich erwarte heute Abend keine Schwierigkeiten von ihr. Ich denke, du wirst feststellen, dass ihre Zeit in St. Sybil's und die Verstärkung ihrer Anstandsprogramme für das, was heute Abend von ihr erwartet wird, die sie heute Morgen in ihrem mobilen Klassenzimmer erhalten hat, sie zu einem neuen Verständnis gebracht hat. Ich würde nicht erwarten, dass sie das richtige Verhalten, das von ihr erwartet wird, vergisst", sie hielt einen Moment inne, "zumindest nicht bis morgen." Sie lächelte.

"Endlich etwas, das unser Fräulein Sherri zähmen kann," gluckste Demetri.

"Nun, ja, aber du weißt, dass sie heute Abend auf jeden Fall perfekt und charmant gewesen wäre," sagte sie. "Obwohl ich mir ein wenig Sorgen mache, was Seine Ehren von ihrem Kleid halten wird."

"Ah. Darüber hatte ich mir schon ein wenig Sorgen gemacht, als sie es ausgeheckt hatte, es direkt in den Salon liefern zu lassen, anstatt es erst nach Hause zu bringen," sagte Demetri ein wenig besorgt. "Ist es so schlimm?"

"Oh, nicht unbedingt nach ihren Maßstäben, aber es entspricht nicht gerade dem konservativen Image, das ihr Vater vermittelt hat."

"Nun, die Gäste werden jeden Moment eintreffen, Mr. Scott, wenn Sie Fräulein Schneiders FAC öffnen würden?"

John, der sich einen Moment lang vergessen gefühlt hatte, drückte auf die Knöpfe der kleinen Fermbedienung und sah zu, wie sich Sherris FAC genauso öffnete wie der von Sophia. Nachdem er die Tür weit aufgeschoben hatte, betrachtete er die Gestalt von Sherri, die frisch aus dem Schönheitssalon kam. Wie Sophia hatte auch Sherri ihr Haar zu einer Hochsteckfrisur frisiert, die sie um fast fünfzehn Zentimeter größer machte. Ihr hellbraunes Haar wurde von einer silbernen Tiara mit schwarzen Perlen gekrönt und war geschickt so hergerichtet, um die Aufmerksamkeit auf ihr Gesicht zu lenken, das kunstvoll völlig natürlich aussah. Ihre Lippen sahen aus wie ein gesundes Rosé, und ihre Wangen hatten einen gesunden Bauernhofglanz. Die dezente Farbe auf ihren Augenlidern passte zu ihrer natürlichen Augenfarbe. Sie stand still, die Augen geschlossen, während John den Rest von ihr untersuchte. Ein zwei Zentimeter breites, silbernes Lederhalsband ließ ihren Hals besonders lang erscheinen, unter dem sich eine große Fläche perfekter Haut befand. Das Oberteil ihres trägerlosen Kleides begann schließlich nach einem mehr als großzügigen Dekolleté, was John zu der Frage veranlasste, was das enge Kleid oben hielt. Als sein Blick nach unten wanderte, stellte er fest, dass es eigentlich gar kein Kleid war, sondern ein Korsett, ein sehr langes Korsett. Die Stangen waren deutlich zu sehen, sogar mit schwarzen Nähten, die sich von dem silbernen Leder des Kleides abhoben und ihre schmale Taille betonten. Zu Johns Überraschung gab es vorne eine Lücke, die von Sherris Brustbein bis zu ihrer schmalen Taille reichte und eine dünne Hautlinie zeigte, einschließlich ihres Bauchnabels, der im Licht funkelte. Der Spalt schien durch einen Verschluss zwischen ihren Brüsten geschlossen zu sein. Das Korsett reichte ihr bis zu den Knien, wo es dann in einer Wolke aus schwarzem, flauschigem Stoff auslief und die Füße verbarg, von denen John wusste, dass sie auf hohen Absätzen thronten.

Bevor sie die Augen öffnete, atmete sie so tief ein, wie es ihr Outfit zuließ, was so aussah, als würden ihre Brüste aus ihrer prekären Hülle springen. John atmete ebenfalls noch einmal tief durch und löste schnell die vier Riemen, die Sherri immer noch an ihr FAC fesselten. Mit Johns stützender Hand auf ihrer nackten Schulter machte Sherri einen zaghaften Schritt nach vorne. Fast schien ein Schock durch Johns Körper zu gehen, als er ihre nackte Haut berührte. Sherris Outfit strahlte Weiblichkeit und Sinnlichkeit aus. Zu Johns Überraschung kamen ihre Arme im Gegensatz zu Sophia nicht frei, aber als John ihr half, von dem Podest im FAC herunterzusteigen, sah er, dass ihre Arme hinter ihr in einem einzigen Lederärmel gefangen waren, der wie ein Korsett geschnürt war und ihre Ellbogen zusammenschnürte. Ein einzelner Riemen führte vom oberen Ende des Ärmels zu ihrem Kragen und hielt den Ärmel an seinem Platz, was ihre Haltung weiter einschränkte. Zu seiner Überraschung (wieder einmal) sah John, dass ihre behandschuhten Hände frei waren und eine kleine Handtasche umklammerten, obwohl er nicht wusste, was sie mit der kleinen Tasche anfangen sollte, geschweige denn, was sie enthalten würde, obwohl er lächelte, als er daran dachte, dass das kleine Gerät in seiner Hosentasche auch noch Platz finden würde.

"Guten Abend, Mr. Scott," knickste Sherri, "Mr. Pantera." Sie knickste erneut.

"Guten Abend, Fräulein Sherri," sagte John, aber er war beunruhigt über ihre Stimme, die nicht den üblichen Unterton enthielt, und über die Flachheit ihrer Augen, die nie ganz zu ihm aufblickten.

"Guten Abend, Fräulein Sherri," sagte Demetri. "Sind sie bereit für den heutigen Abend?"

"Oh ja, Sir. Ich bin bereit und ich bin gut auf meine Rolle vorbereitet worden," sagte sie ihm mit der gleichen sittsamen Stimme. John glaubte, in Demetris Gesichtsausdruck einen leichten Anflug von Besorgnis zu erkennen, als er nickte.


"Gibt es irgendetwas, das du tun musst, um Fräulein Sherri vorzubereiten?" fragte Demetri seine Frau.

Sophia betrachtete Sherri und nahm einen kleinen Kamm aus einer kleinen Tasche, die sie bei sich trug, richtete ihr Haar, frischte Sherris und ihr eigenes Make-up auf und nahm Sherris Farben aus der kleinen Tasche, die das gefesselte Mädchen in ihren Händen hinter ihrem Rücken hielt, bevor sie alles wegpackte. "Alles bereit, Sir," sagte sie und machte einen Knicks vor ihrem Mann.

"Sehr gut. Mr. Scott, wenn sie Miss Sherri bitte in den Ballsaal begleiten würden," sagte er, nahm den Arm seiner Frau und verließ den Raum. John war zunächst etwas verwirrt, wie er den Arm des Mädchens nehmen sollte, bis er die Riemen sah, die an der Seite des Armbinders befestigt waren. Er ergriff den Arm, und Sherri folgte pflichtbewusst seiner Führung.

Der Ort war viel belebter als zu der Zeit, als sie losgezogen waren, um die Mädchen zu holen. Mr. Gerald begrüßte sie, als sie den Ballsaal betraten. Er betrachtete Sherri einen Moment lang von oben bis unten und schüttelte dann den Kopf. "Können sie irgendetwas tun?" fragte er Demetri und Sophia. Sophia schüttelte den Kopf. "Nun, das muss reichen," sagte er seufzend, "Sind sie bereit?" fragte er. Demetri nickte. "Okay, ich lasse den Sicherheitsdienst öffnen und die Leute in die innere Lobby lassen, dann holen wir den Richter und fangen an, alle durchzuschleusen," sagte er ihnen, während er zur Tür hinausging.

John nahm einen tiefen Atemzug. Das war der Teil, vor dem er am meisten Angst hatte. Mr. Gerald hatte ihm versprochen, dass er es gut machen würde und dass der Richter im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen würde, aber John wusste, dass seine Anwesenheit aus einem bestimmten Grund erwünscht war. Frank, Joe und sogar Lily, der Richter und Demetri hatten ihr Bestes getan, um ihn vor der Berühmtheit zu schützen, die er verabscheute, aber es gab immer noch gelegentlich Nachrichtenartikel über die Angriffe der Militantetten, und sein Name wurde immer noch erwähnt. "Sie sehen ein wenig nervös aus, Mr. Scott," bemerkte Sherri, die immer noch an seiner Seite war, was zum Teil an dem Todesgriff lag, mit dem er den Gurt festhielt.

"Ja, danke, dass sie das bemerkt haben, Fräulein Sherri," sagte John mit einem versuchten Lächeln. "Das ist nicht gerade das, was ich gewohnt bin."

"Keine Sorge, das wird schon," sagte sie ihm ernst. "Ich habe so etwas schon oft erlebt, und glauben sie mir, ich habe mich gründlich auf diese Situation vorbereitet," sagte sie ihm ein wenig traurig. "Sie haben mich nicht so sehr gehemmt, dass ich nicht für sie einspringen kann, wenn es nötig ist, aber ich bin sicher, dass es ihnen gut gehen wird. Lächeln sie einfach, nicken sie und sagen sie danke," sagte sie ihm mit einem leichten Lächeln.



Ein paar Minuten später kam Mr. Gerald mit dem Richter zurück. "Alle auf ihre Plätze," sagte er, als er in der Nähe der Tür stand. John begleitete Sherri an die rechte Seite ihres Vaters, während der Sekretär des Richters, ein Mann namens Franklin, und sein Assistent Sotheby an der linken Seite des Richters die Gäste zuerst empfingen, den Strom der Gäste kontrollierten und dem Richter wichtige Informationen weitergaben. Hinter John standen Kellner bereit, um die Gäste zu ihren Tischen zu geleiten. Mit einem Nicken von Mr. Gerald wurde eine einzelne Tür geöffnet, und zwei Sicherheitsleute traten hindurch. John konnte durch die Tür sehen, dass andere Sicherheitsleute die Einladungen noch einmal überprüften, bevor die Gäste durchgelassen wurden. John hatte den Eindruck, dass die Sicherheitsvorkehrungen hoch waren, aber er war gestern darüber informiert worden, dass Proteste und andere Störungen angedroht worden waren. Der Richter drehte sich zu Sherri um, und sein Gesicht färbte sich rot bis violett, als er ihr Kostüm begutachtete. Es sah so aus, als wollte er gerade etwas sagen, als sie hörten, wie sich die Türen öffneten. In einem bemerkenswerten Kraftakt von Selbstkontrolle sah John, wie sich der Mann umdrehte und beobachtete, wie sich seine Gesichtsfarbe fast wieder normalisierte.



Okay, dachte John, nachdem er die ersten zwanzig Minuten dort gestanden hatte. Das war nicht so schlimm, wie er gedacht hatte. In mancher Hinsicht war es schlimmer. Er war so besorgt darum, dass er nicht wusste, was er sagen sollte, oder um andere mögliche Peinlichkeiten, dass er nicht an die Langeweile gedacht hatte. Es schien, dass die meisten Gäste den Richter anhimmelten, Sherri kaum beachteten und ihn bestenfalls als Kuriosität betrachteten, den Erstaunlichen Mr. Scott, Meister der Messer und Killer der Militantetten. Das Lächeln, das Sherri ihm nach einem besonders seltsamen Paar zuwarf, erfrischte ihn ein wenig.

Schließlich gab es eine kurze Pause in der Menge, bevor der nächste Gast kam. "Wie kommen Sie mit allem zurecht, Mr. Scott?" erkundigte sich Sherri.

"Ich halte immer noch durch, Fräulein Sherri," sagte John mit einem gezwungenen Lächeln und legte ihr, wie er hoffte, eine beruhigende Hand auf die Schulter. Am liebsten hätte er sich allein auf einem Baum versteckt oder Sherri vielleicht mitgenommen. Allein der Geruch all dieser Menschen war schon überwältigend. Die Frauen mit ihrem Parfüm, die Männer mit ihrem Aftershave, kombiniert mit dem Geruch von Menschen, die zu lange gewartet haben, und den Kochgerüchen aus der Küche, es war für John unmöglich, sie alle auszublenden.

Er spürte, wie Sherri sich versteifte, zuerst dachte er, sie sei erschrocken, aber bald wurde ihm klar, dass es Vorfreude war.

"Frederik!" sagte der Richter freundlich, als der ältere Mann den Raum betrat und eine gut aussehende ältere Frau hinter ihm herging. John bemerkte, dass drei weitere Männer mit ihm hereinkamen, sich aber nicht in die Empfangsreihe einreihten.

"Guten Abend, mein Freund," sagte der Mann mit einem deutlichen deutschen Akzent, der sofort Johns Aufmerksamkeit erregte. "Ich gratuliere dir zu deiner Pensionierung und zu deiner neuen, bald wichtigen Position."

"Mit etwas Glück, alter Freund," sagte der Richter und umarmte den Mann. Er schüttelte der Frau die Hand, und die beiden Freunde unterhielten sich eine Weile.

"Fräulein Sherri, sie sehen wundervoll aus!" sagte er und warf Sherri einen Blick zu, bevor er sie umarmte, gefolgt von einer Umarmung durch die Frau, von der John bald herausfand, dass sie seine Frau Martina war.

"Danke Papa Frederik! Sie sehen gut aus. Wie geht es Christoph und Martin?" antwortete Sherri.

"Ach, Sherri, dass du dich endlich entschlossen hast, eine zivilisierte Sprache zu erlernen. Ich bin so stolz auf dich mein Kind," sagte er mit einem breiten Grinsen.

"John, darf ich dir den Botschafter Frederik Weidemann und seine Frau Martina vorstellen. Herr und Frau Weidermann, darf ich ihnen Mr. John Scott vorstellen."

"Ah ja, der berühmte John Scott. Es ist mir eine Ehre, sie kennenzulernen, Sir," sagte der Mann und reichte John die Hand, während er nahtlos zu einem kaum akzentuierten Englisch zurückkehrte. "Ich bin sicher, sie sind erschöpft von den vielen Fragen zu ihrer Geschichte. Ich werde sie im Moment verschonen, aber ich erwarte einen Besuch von ihnen und Sherri, um von ihren Abenteuern zu einem günstigeren und angenehmeren Zeitpunkt zu hören." Er lächelte und klopfte John auf die Schulter, während Sherri und seine Frau sich in aller Ruhe unterhielten. Ihr Besuch gab John einen Schub an Zuversicht und Besorgnis zugleich, weckte ihn aber genug, um weiterzumachen. Einige weitere Gäste kamen und gingen, offensichtlich Freunde oder zumindest Bekannte von Richter Schneider. Es war leicht, die Freunde von den anderen anhand von Sherris Körpersprache zu unterscheiden. Selbst ohne ihre Arme konnte Sherri vor allen Gästen einen anmutigen Knicks machen und die Gäste, die sie gut kannte, mit einer Umarmung ohne Arme begrüßen.

Endlich kam jemand, den John kannte, durch die Reihe. Der Richter begrüßte Frank herzlich, und John freute sich, Sherri Kaitlin vorzustellen. John war ein wenig überrascht, dass Kaitlin so viel Dekolleté zeigte. Vielleicht lag es daran, dass sie eine der jüngeren Frauen war, die durch die Schlange kamen, zumindest jünger im Vergleich zu ihrer Begleitung, aber ihr Outfit war freizügiger und weniger nachsichtig als die meisten, die John gesehen hatte. Sie trug einen Hut mit breiter Krempe, was nicht allzu ungewöhnlich war, aber er umrahmte die Seiten ihres Gesichts und versperrte ihr wohl die periphere Sicht, sozusagen eine viel, viel mildere Version von Sherris Uniformhut. Ein langes, enges, trägerloses Kleid betonte ihre großzügigen Brüste, wenn auch weniger stark als Sherris offenes Kleid, und das enge, mit Juwelen besetzte Halsband betonte ihren langen Hals so stark, dass es aussah, als würde es ihr schwer fallen, den Kopf zu bewegen. Die enge Halskette hielt ein netzartiges Material herunter, das ihren Kopf unter dem Hut eng bedeckte. Ihre schulterlangen Handschuhe passten zu dem Tuch, das sie an den Ellbogen um die Arme gewickelt und hinten zusammengebunden hatte und das ihre Arme an den Seiten hielt. Wie Sherri war sie für die Menge an Haut, die sie zeigte, ein ziemlicher Sklave ihrer Mode. Das Paar begrüßte Sherri herzlich, und John vermutete, dass Kaitlin Sherri gerne ihr scheinbares Markenzeichen, einen Kuss auf beide Wangen, gegeben hätte, aber der Hut, die Halskette und der Schleier ließen es nicht zu. Sie unterhielt sich einige Minuten lang mit Sherri, bis John sah, wie Frank etwas in seiner Tasche drückte, woraufhin Kaitlin sich versteifte und sich entschuldigte. Sie erlaubte Frank, sie zu begleiten und folgte einem der Kellner zu ihrem Tisch.

Als die Uhr sich auf acht Uhr zubewegte und sich die Schlange am Empfang lichtete, entdeckte John einen Mann in der Schlange, der nur Augen für ihn zu haben schien. Als er näher kam, hörte er, wie er dem Richter als Oberst Rodrigues, der Kulturattaché der brasilianischen Botschaft, vorgestellt wurde. Er sprach nur kurz mit dem Richter und wünschte ihm alles Gute für seinen Ruhestand, bevor er Sherri ganz ausließ und sich direkt an John wandte.

"Eu compreendo que você está retornado recentemente de uma visita longa a meu país, Sr. Scott," sagte er zu John.

"Sim, eu estava em uma expedição prolongada da pesquisa na selva, não apenas em seu país," erwiderte John. Sherri drehte sich zu ihm um und sah ihn an – anscheinend konnte sie es nicht verstehen. "É um bonito na selva e eu faltarei estar lá," sagte John lächelnd, nicht nur wegen seiner Erinnerung, sondern auch wegen Sherris Gesichtsausdruck. Sie hatte die meisten ausländischen Würdenträger, die hier auftauchten, in ihrer eigenen Sprache begrüßt, und John war tatsächlich ein wenig stolz auf sich, eine Sprache zu beherrschen, die sie nicht kannte.

"Mesmo com a nuvem da vingança que vagueia a selva?" fragte der Colonel misstrauisch.

"Certamente coronel você não acredita em tales de tais crianças. A nuvem da vingança é justamente um mito," sagte John und kontrollierte sorgfältig seine Stimme und seine Nervosität.

"Este mito matou meu irmão e eu começarei minha vingança," sagte der Oberst barsch. "Foi um prazer encontrar o senhor," sagte er mit einem öligen Grinsen.




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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:07.03.22 15:43 IP: gespeichert Moderator melden


So, heute etwas später.

Das nächste Stück, jkreegs Genie entsprungen, ist mir eines der liebsten, und es legt einen wichtigen Grundstein für die Beziehung von John und Sherri.

Viel Spaß.

Herman
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:07.03.22 15:43 IP: gespeichert Moderator melden



New in Town – eine neue Welt Kapitel 8C


Lily Henderson war eine der Letzten, die die Schlange passierten. Sie begrüßte den Richter herzlich, und obwohl er diese Wärme nicht zu erwidern schien, war er zumindest freundlich. Sherri hingegen war der violett gekleideten Frau gegenüber viel herzlicher. "GeMa, es ist schön, dich wiederzusehen," sagte sie mit einer tiefen Verbeugung.

"Oh, lass dich umarmen, Mädchen," sagte Lily, umarmte das Mädchen und wickelte die Federboa, die zu ihrem lila Anzug und den lila Handschuhen passte, um Sherri. "Obwohl ich denke, dass Umarmungen in dieser Aufmachung ein wenig einseitig sind," sagte sie und musterte Sherri von oben bis unten. "Was denkt der Mann hinter dir, wenn du ihn nicht in deinen Armen halten kannst?" John fand, dass sie in ihrem lilafarbenen Outfit, das von einem lilafarbenen Hut und einer großen lilafarbenen Feder gekrönt wurde, etwas skandalös aussah, aber irgendwie hatte sie es drauf und ließ es stilvoll aussehen.

"Es sind seine Arme, die dafür gemacht sind, mich zu halten," erklärte Sherri mit einem verschmitzten Grinsen. Sie unterhielten sich leise miteinander, während John sich mit Lilys Begleiter unterhielt, einem älteren Mann, der ein wenig abgelenkt wirkte, aber recht höflich war. Sherri wirkte nach dem Gespräch mit Lily viel lebendiger und angeregter.

Es gab noch ein paar Nachzügler, aber noch bevor die Schlange zu Ende war, wies Mr. Gerald alle an ihre Tische. John setzte sich neben Sherri an den Haupttisch, der auf einem niedrigen Podest stand. Ein seltsames Gerät ersetzte den Stuhl an Sherris Platz. Sie rutschte zwischen die vier gepolsterten Stangen, und John fand heraus, wozu es diente. Mit einer Reihe von Knöpfen an der Seite konnte John die Stangen um Sherri direkt unter ihren Knien und Hüften schließen. Ein weiterer Schalter, und Sherri wurde in eine halb kniende Position gebracht, die einzige Möglichkeit, sich zu beugen und auf der richtigen Tischhöhe zu sein, da ihr eng geschnürtes Korsett ihr kaum erlaubte, sich in der Taille zu beugen. Als alle Platz genommen hatten, begannen die Kellner, Getränke auszuteilen, und schon bald wurde auf die Erfolge des Richters angestoßen, auf die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen. John half Sherri bei ihrem, wobei er dem Mädchen vielleicht etwas mehr von dem Getränk aufzwang, als sie wollte. Während ein paar Reden gehalten wurden, begannen die Kellner mit dem Servieren der Mahlzeiten. Ein interessanter Vorgang, bei dem die Kellnerinnen den männlichen Kellnern folgten und die Teller auf große Tabletts stellten, die ihre schmalen Hüften umschlossen.

John schaute sich nervös in der Menge um. Er war froh, dass die Empfangsschlange vorbei war, fühlte sich aber immer noch zur Schau gestellt. Wie Sherri vorausgesagt hatte, hatte er sich gut geschlagen, zumindest dachte er das. Er wusste, dass Sherri ihm ein paar Mal wirklich geholfen hatte, indem sie Fragen höflich beantwortete und ablenkte und die Leute irgendwie dazu brachte, weiterzugehen, ohne sie direkt anzusprechen, zu beleidigen oder in Verlegenheit zu bringen. Sie schien eine Expertin für Smalltalk zu sein, wechselte von einem Thema zum anderen, während die Leute vorbeigingen, und gab jedem das Gefühl, besonders und willkommen zu sein. Vielleicht war es das, wofür ihre ganze Ausbildung in St. Sybil's und in ihrem mobilen Klassenzimmer gedacht war.

Das war, bis das letzte Paar vorbeikam. Der Richter kannte den Mann und die Frau offensichtlich. Sie waren eines der jüngsten Paare, die durch die Schlange gekommen waren, etwa in Sherris Alter, und Sherri versteifte sich und erschauderte beim ersten Klang der Frauenstimme, obwohl John nicht glaubte, dass der Mann, mit dem Sherri gerade sprach, dies bemerkte.

"Mary Ellen," begrüßte Sherri die Frau kalt, und ihre Stimme wurde noch kälter, als sie sie ansah, "Mark," begrüßte sie den Mann mit wenig Gefühl. "Darf ich Mr. John Scott vorstellen?" Sherri deutete mit dem Kinn zu John, der seine Hand ausstreckte, um die Hände des Paares zu schütteln, doch dann bemerkte er, dass die Frau keine zum Schütteln hatte. Wie Sherri war auch sie armlos, aber John sah, dass ihre Arme nirgends Platz fanden. Ihre schmale Taille verhinderte, dass sie in ihrem Korsett an den Seiten eingeschnürt sein konnten, und sie schienen nicht um ihre Brust gewickelt zu sein, und sie lagen auch nicht hinter ihrem Rücken hinunter wie bei Sherri. [i]Wurde sie ohne Arme geboren?[i] fragte sich John, aber nein, das würde Sherris Reaktion nicht erklären. Sherris unnahbare Kälte hielt das Gespräch kurz, und obwohl er sich bemühte, es nicht zu tun, starrte John dem Paar nach, als sie weggingen, und er versuchte zu erraten, wo die Arme des Mädchens sein könnten. Als sie wegging, kam John schließlich zu dem Schluss, dass sie irgendwie an ihren Rücken gepresst waren, ihre Hände und Arme waren wie die von Sherri entlang ihrer Wirbelsäule gefangen, aber unter ihrem Kleid und in ihren Rücken gepresst, was sie noch mehr verbarg. Im Profil sah die Ausbuchtung etwas seltsam aus, was die Illusion etwas zerstörte. Ein sehr beeindruckendes Outfit, dachte John, als Sherris Absatz seinen Fuß traf und seine Aufmerksamkeit schmerzhaft wieder auf sie lenkte. "Sogar du starrst die Schlampe an," zischte Sherri, sehr zu Johns Überraschung.

Sherri saß am Tisch und schien den Trinksprüchen und Reden nicht viel Aufmerksamkeit zu schenken; stattdessen starrte sie Mary Ellen an und murmelte etwas vor sich hin. "Flittchen!" hörte John sie sagen. "Hure!" Sie sagte es noch etwas lauter. Die Kellner brachten jetzt das Essen, und die meisten Leute aßen oder unterhielten sich mit ihren Tischnachbarn.

"Strauchdieb." Sherri sagte es so laut, dass sich zwei der Leute am Nachbartisch umdrehten und Sherri und dann die Frau ansahen, die sie anstarrte.

"Sherri, du musst lernen, deine Stimme ein wenig zu kontrollieren," sagte John ihr ernst.

"Es ist mir egal, ob sie mich gehört hat. Sie ist eine Schlampe," erwiderte Sherri, während John zwei Gegenstände aus seiner Tasche zog.

"Das ist genug, Fräulein Sherri," sagte John. "Aufmachen!" befahl er, wie es die Notizen ihm nahelegten zu tun, die die Doktoren Hill der Beschreibung zu Sherris neuem Gerät beigefügt hatten.

"Was?" fragte Sherri, obwohl sich ihr Mund auf seinen Befehl hin automatisch öffnete. John nutzte die Gelegenheit, um das kleine, biegsame Teil in ihren Mund zu schieben und es gegen ihre oberen Zähne zu drücken. Sherri schloss sofort ihren Mund um das Objekt, und John holte seine Finger gerade noch rechtzeitig heraus. Die Zahnspange glitt über ihre Zähne, und John sah auf den kleinen Controller, den anderen Gegenstand, den er aus seiner Tasche geholt hatte, und nickte, als ein grünes Licht aufleuchtete. Sherri versuchte sofort, die Zahnspange mit ihrer Zunge herauszuziehen.

"Mach den Mund zu, Sherri," sagte John leise, aber bestimmt. Sherri fuhr fort, ihre Zunge zu bewegen, ohne ihn zu beachten.

"Autsch!" sagte sie, als John einen Knopf auf dem Controller drückte.

"Mach deinen Mund zu, Sherri," wiederholte John, den Finger immer noch auf dem Controller. Mit großen Augen gehorchte Sherri. John sah ein weiteres grünes Licht. Er drückte einen Knopf unterhalb des Lichts. Das Licht wurde gelb: "Wenn du jetzt deinen Mund wieder öffnest, wirst du eine Korrektur spüren. Hast du verstanden?"

"Ja," sagte Sherri wütend durch ihre Zähne. John lächelte nur. Wenn es ihr jetzt schon nicht gefiel, würde ihr sicher nicht gefallen, was als nächstes kam.

"Sehr gut. Fühle mit deiner Zunge direkt hinter deinen Vorderzähnen," befahl John ihr. "Fühlst du den kleinen Schalter dort?"

"Ja," sagte Sherri nicht weniger wütend, aber jetzt hatte sich auch ein wenig Sorge in ihre Stimme geschlichen.

"Gut. Drück den Schalter mit deiner Zunge." Ein weiteres Licht leuchtete auf dem Controller auf. "Du musst nicht fest drücken, nur einen leichten Druck." John drückte den Knopf unter dem neuen grünen Licht, das gehorsam gelb aufleuchtete. "Wenn du den Druck länger als ein oder zwei Sekunden loslässt, weißt du, was dann passiert." Sherri starrte ihn nur an. "So ein hässliches Gesicht, Fräulein Sherri. Das können wir nicht gebrauchen," sagte John mit einem Lächeln. "Lächeln Sie doch bitte für mich." Sherri starrte weiter, bis John den Controller anhob und seinen Finger auf eine der Tasten legte. Plötzlich brach sie in ein breites Lächeln aus, das aber nichts an ihren glühenden Augen änderte. Ein viertes Licht leuchtete auf, und John drückte den Knopf darunter. "Okay, es gibt kleine, er nannte sie Mikroschalter, an deiner neuen Zahnspange, die spüren, wenn du lächelst. Lächle weiter, und alles wird gut." Sherri knurrte. "Hm. Das klang nicht gerade nach einem fröhlichen Geräusch," erwiderte John kopfschüttelnd und drückte einen weiteren Knopf. "Wenn du keine angenehmen Geräusche machen kannst, dann denke ich, dass du still sein solltest. Meinst du nicht auch?" Sherris Augen weiteten sich, als ihr bewusst wurde, wie sehr John sie mit diesem kleinen Gerät kontrollierte.

"Emph!" Sherri gab einen kurzen, schnell korrigierten Kommentar von sich, als ihr Gesicht sich senkte, aber schon bald lächelte sie wieder und war ruhig, obwohl ihre Augen John anstarrten.

"Nun, wenn du dich beruhigt hast, können wir uns vielleicht zivilisiert unterhalten," sagte John und wandte sich wieder seinem Essen zu. Sherri war wütend, ihre lächelnden Lippen standen in krassem Gegensatz zu ihren zornigen Augen.

Obwohl er nicht hinschaute, verfolgte John Sherri mit seinen anderen Sinnen und war überrascht über das, was ihm seine Nase verriet. Er versuchte, diese neuen Informationen zu verarbeiten, während er Sherri zur Ruhe kommen ließ. Schließlich sah John wieder zu Sherri, die ihren Kopf unterwürfig gesenkt und ihre Atmung unter Kontrolle gebracht hatte. Sie lächelte noch immer mit dem Mund, obwohl ihre Augen noch immer nicht dazu passten, aber sie blickte John nicht mehr an, sondern senkte sanftmütig den Blick. "Bist du bereit für ein ruhiges, leises Gespräch?" Sherri nickte. "Sehr gut," sagte John, holte den Controller wieder aus seiner Tasche und drückte drei der Knöpfe. "Ich habe den Zungenschalter und den Geräuschsensor ausgeschaltet, und du kannst jetzt deinen Mund öffnen, aber nur für einen Moment, ohne Korrektur. Okay."

"Ja, Schir," sagte Sherri und entspannte ihr Gesicht, um dann mit einem EEK wieder zu lächeln.

"Nein Sherri, du musst immer noch lächeln," ermahnte John sie.

"Ja, Schir."

"Wolltest du etwas sagen?"

"Nimm diesches Ding aus meinem Mund," verlangte sie, die Wut in ihrer Stimme zurück. John schüttelte nur den Kopf und drehte die drei Knöpfe wieder auf. "NEIN! Bitte..." Sherris Stimme brach ab, als die Sensoren aktiviert wurden.

"Vielleicht haben wir später noch einmal die Gelegenheit dazu."



"Kannscht du bitte meine neue Kandare entfernen?" fragte Sherri zaghaft, nachdem John die Zungen-, Zahn- und Geräuschsensoren ausgeschaltet hatte. Sie lispelte immer noch leicht, da sie sich an die neue Zahnapparatur noch nicht gewöhnt hatte.

"Warum?" fragte John.

Sherri war einen Moment lang sprachlos. "Ähm. Esch tut weh," sagte sie schließlich.

"Es sollte nicht wehtun. Es ist nach einem Abdruck von deinem Mund gemacht worden, den dein Zahnarzt gemacht hat."

"Na ja, esch ischt unangenehm," jammerte sie.

"Du beschwerst dich über deine Zahnspange, während du diesen Ärmel trägst, der deine Arme hält?"

"Na ja, esch läscht mich nicht frei schprechen, und mein Geschicht tut weh, weil ich scho viel lächle." Ihr Lispeln wurde etwas besser, je mehr sie sich an die neue Zahnspange gewöhnte.

"Nun, es soll deine Stimme kontrollieren. Aber lass mich die Lächel-Sensoren ausschalten," sagte John und drückte einen weiteren Knopf. Er konnte sehen, wie Sherri zaghaft ihr Gesicht entspannte. "So, ist das besser?"

"Jawohl, Schir. Danke," sagte sie, ohne ihm in die Augen zu sehen, aber John spürte, dass ein Hauch von Triumph in ihrer Stimme lag. Er erwog, die Lächel-Sensoren wieder einzuschalten, hielt sich aber zurück.

"Gut," sagte er und wandte sich wieder seinem Essen zu. "Möchtest du einen Bissen essen?"

"Könntescht du wenigschtensch diesches Ding aus meinem Mund nehmen, während wir eschen?"

"Es soll beim Essen getragen werden können," sagte John und hielt ihr einen Bissen hin, den sie essen sollte. Sie zögerte einen Moment, dann öffnete sie den Mund und nahm den Bissen an. Als sie diesen geschluckt hatte, hielt er einen weiteren bereit. "Nun, es scheint dich nicht vom Essen abzuhalten," entschied John, nachdem er sie fünfmal gefüttert hatte, ohne sie zu Wort kommen zu lassen.

"Nein, Schir," sagte sie niedergeschlagen.

"Also, was ist los? Tut es weh?"

"Nein, Schir."

"Es kann nicht so unangenehm sein wie einige der Knebel, die ich dir anlegen musste."

"Nein, Sir." Ihr Lispeln wurde besser.

"Es hält dich nicht vom Sprechen ab, zumindest nicht im Moment."

"Nein, Sir."

"Ich würde sogar sagen, dass es das Bequemste ist, was du heute trägst." Sherri schwieg, ihr Blick war immer noch gesenkt. "Also, was ist los?"

"Ich ... ich mag es einfach nicht," sagte sie schließlich.

"Magst du normalerweise deine Kandare?"

"Manchmal," antwortete Sherri nach einem Moment. Ein Hauch von Verlegenheit lag in ihrer Stimme, als John die Wahrheit in ihrem Geständnis erkannte.

"Sag mir, was an dieser Kandare so anders ist als an all deinen anderen," sagte John schließlich. "Inwiefern unterscheidet sich diese von der, die du mich gebeten hast, dir anzulegen, als wir uns das erste Mal trafen und wir zum Paintballspiel gingen."

"Ich ... ich habe dich gebeten, mir die anzulegen," stammelte Sherri schließlich. John schwieg einen Moment lang.

"Und das hier habe ich dir angelegt, ohne dass du darum gebeten hast," sagte John schließlich. Sherri nickte mit dem Kopf. "Nun, das kann doch nicht das erste Mal sein, dass man dir die Kandare anlegt, ohne dass du darum bittest. Stimmt's?"

Sherri sah zu Boden und schüttelte den Kopf. John bemerkte, wie sich ihre Atmung veränderte, verwirrt durch den stärker werdenden Geruch ihrer Erregung.

"Nein, ich habe gesehen, wie du geknebelt wurdest, obwohl du es offensichtlich nicht wolltest." John beantwortete seine eigene Frage. "Also, was hat es mit dieser Kandare auf sich?" Sherri antwortete nicht. "Liegt es an mir?" fragte John schließlich.

Sherri nickte.

"Du bist verärgert, weil ich sie dir angelegt habe, ohne dass du mich darum gebeten hast?" sagte John schließlich. Sherri nickte. "Obwohl andere dir Kandare angelegt haben, obwohl du es nicht wolltest, bist du sauer auf mich." Sherri nickte erneut, und John hielt inne, um die Bedeutung ihrer Reaktion zu erfassen. "Sherri, du hast mich gebeten," sagte John schließlich. Sherri sah erschrocken und verwirrt zu ihm auf. Er ließ sie einen Moment nachdenken. "Als du mich gebeten hast, dich zu dieser kleinen Feier zu begleiten, hast du mir die Verantwortung für dich und deine Handlungen übertragen, vor allem, nachdem die Welt jetzt so funktioniert. Als du anfingst, diese Frau zu beleidigen und deine Stimme nicht unter Kontrolle halten konntest, hast du mir keine andere Wahl gelassen, als dir zu helfen, sie zu kontrollieren, bevor du dich in Schwierigkeiten bringst." Sherri blickte auf die Tischplatte hinunter. "So gesehen, Sherri, hast du mich gebeten, dir eine Kandare anzulegen, ja, du hast mich sogar dazu gezwungen."

John sah, dass Sherri zu weinen begann, und wollte ihr gerade sein Taschentuch anbieten, als ihm klar wurde, wie nutzlos diese Geste war. Er nahm ihr Kinn und wischte ihr vorsichtig die Tränen weg. Ihr Gesicht erhellte sich, als sie gezwungen war, ihn anzusehen und sein Lächeln zu sehen. "Es tut mir so leid, Mr. Scott," sagte Sherri und kehrte zur Förmlichkeit zurück. "Manchmal kann ich mich nicht beherrschen, wie es scheint. Ich sollte dankbar sein, dass sie da waren, um mir zu helfen."

"Ja, richtig," sagte John, der ihr die Entschuldigung nicht wirklich abnahm. "Wirklich, Fräulein Sherri." John fuhr mit dem formellen Akt fort. "Sie scheinen ein Problem mit der Selbstkontrolle zu haben. Manchmal glaube ich, sie machen das absichtlich, um zu sehen, was passiert. Nun, jetzt wissen sie es, und übrigens, ich könnte ihre kleine Apparatur gar nicht entfernen, selbst wenn ich es wollte. Sie ist mit den Klammern verbunden, die ihr Zahnarzt an ihren hinteren Backenzähnen gelassen hat. Das Gerät, um es zu entfernen, ist in ihrer Wohnung," sagte er mit einem Lächeln. "Noch einen Bissen?" Er bot ihr eine weitere Gabel voll Essen an.

"Nein danke, Mr. Scott," sagte sie leise. "Könnten sie bitte meine Kandare reaktivieren?" John war verblüfft.

"Alles?" fragte John.

"Nun, ich würde gerne selbst meine Gefühle zeigen, wenn sie es erlauben," sagte sie.

"Sehr gut, Fräulein Sherri," sagte John und nahm den Controller wieder heraus. Wieder einmal hatte ihn das Mädchen verwirrt. "Zähne geschlossen." Sherri schloss ihren Mund und das Licht wurde grün. John schaltete den Schalter ein. "Zunge vor." Das Licht leuchtete auf und John aktivierte diese Funktion. "Du musst jetzt still sein," sagte John zu ihr und schaltete den dritten Schalter ein. Er sah Sherri an. "Lächle für mich, Sherri," sagte er zu ihr. Erschrocken und mit großen Augen sah sie ihn an, und schnell kam ein Lächeln auf ihren Mund, das ihr einen seltsamen Ausdruck verlieh. "Nein Sherri, schenk mir ein richtiges Lächeln. Ich werde diese Funktion nicht einschalten." Sherri entspannte sich ein wenig und schenkte John ein echtes Lächeln, oder zumindest eines, das für John echt aussah. Sie ließ sich auf ihrem Stuhl nieder, lehnte sich an John und legte ihren Kopf auf seine Schulter.



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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:08.03.22 13:53 IP: gespeichert Moderator melden




New in Town – eine neue Welt Kapitel 8D


Seine Emotionen waren wieder in Aufruhr mit dem Kopf des Mädchens an seiner Schulter, als John über die Menge blickte. Er entdeckte Lily in ihrem Lila an einem Tisch ganz hinten. Frank und Kaitlin saßen etwas besser, an einem Tisch in der Mitte, gleich links daneben. Das Objekt von Sherris Hass, Mary Ellen und Mark saßen an einem Tisch neben Frank, und dann fiel Johns Blick auf Colonel Rodriguez. Sein Blick war ganz und gar nicht freundlich. John würde mehr Informationen über ihn herausfinden müssen. Da er die Situation nicht kontrollieren konnte, setzte John seine Beobachtungen schnell fort, um dem Oberst keinen weiteren Grund zu geben, ihn zu verdächtigen. Herr und Frau Weidemann saßen an einem Tisch in der Nähe des Eingangs, John sah, wie sich das Paar unterhielt, aber ihre Begleiter blieben seltsam stoisch und schweigsam.

Sherri setzte sich wieder auf und starrte auf die Essensreste auf ihrem Teller. Die Kellner waren herumgegangen, um leere Teller einzusammeln, aber John hatte sie von Sherris fast vollem Teller weggewunken. "Möchten sie noch mehr von ihrem Essen, Fräulein Sherri?" fragte John. Sherri sah zu John auf und nickte mit dem Kopf. "Haben wir die Kontrolle über unsere Stimme?" fragte er herablassend. Sherri blickte ihn kurz an, dann sank ihr Blick und sie nickte wieder. John stellte den Controller ein und gab Sherris Stimme frei.

"Danke, Mr. Scott."

"Gern geschehen, Fräulein Sherri. Womit möchten sie beginnen?" fragte John. Er fütterte das Mädchen langsam, wobei er ihr die Fleischstücke in kleine Stücke schnitt, da es ihr mit dem neuen Gerät nicht ganz so leicht fiel, zu kauen, wie es in der Broschüre stand. Als Sherri den Mund für einen der letzten Bissen öffnete, gab es eine laute Explosion in der Lobby, die Lichter flackerten und gingen für einen Moment aus, um dann durch die Notbeleuchtung ersetzt zu werden. Frauen und einige Männer schrien, und es liefen Leute herum. John hatte Sherri bei dem ersten Geräusch sofort unter den Tisch gezogen, mitsamt dem Stuhl, und tastete schnell nach den Schaltern, um sie zu befreien.

Kurz darauf ging das Licht im Haus wieder an, und der Richter, der von einem Leibwächter niedergehalten wurde, wies John an, Sherri wieder in ihren FAC zu bringen. "Das ist der sicherste Ort für sie," versicherte er ihm. Mit einem Nicken, ein Messer größtenteils unter dem Ärmel seiner Jacke verborgen, suchte John den Raum ab. Als er das Gefühl hatte, einen sicheren Weg zu finden, half er Sherri auf die Beine und begann, sie aus dem Raum zu führen, während die Leibwächter des Richters ihn durch den Hintereingang hinausbrachten. In der Lobby herrschte Verwirrung, da einige Leute den Ballsaal verließen und einige, die dort draußen gefangen waren, mit dem Rauch konfrontiert wurden. John bahnte sich einen Weg durch die Leute und brachte Sherri in den Raum mit ihrem FAC.

"Dein Vater hat gesagt, dass du in deinem FAC am sichersten bist," sagte John zu dem Mädchen mit großen Augen.

Sherri holte tief Luft und nickte. "Ja, ich bin in meinem FAC gut geschützt, aber ich möchte bei dir bleiben," sagte sie ihm.

"Und ich muss wissen, dass du in Sicherheit bist," sagte John und zog die Tür der Box auf und führte das Mädchen an seinen Platz. Sie versteifte sich und sträubte sich einen Moment lang gegen ihn, begann dann aber zu kooperieren, als sie realisierte, dass sie in ihrer jetzigen Kleidung kaum von Nutzen war.

"Okay, aber du kannscht mich wenigschstensch vorher küschen," verlangte sie, und ihr Lispeln kehrte in ihrer Aufregung und Beklemmung zurück. John drückte sie in die formpassende Röhre und presste seine Lippen auf ihre. Sie verweilten, bis weitere Geräusche von außerhalb des Raumes die gegenwärtige Gefahr in den Vordergrund rückten. John brach den Kuss ab und schwang die Tür zu. Er hörte, wie der Motor die Schlösser einrastete, dann eine kleine Pumpe, von der er annahm, dass sie die Kissen aufblies, die die Insassin schützten. Ein braunhaariger Mann betrat den Raum und starrte John einen Moment lang an.

"Der Richter möchte sie sehen," stotterte er nach einer Sekunde. John war ein wenig misstrauisch gegenüber dem Fremden, der mit seinem hageren Gesicht und den eingefallenen Augen ein paar Jahre älter zu sein schien als er.

"Wo ist er?" fragte John und beäugte den Mann.

"In der Küche, er wartet auf seinen Wagen," sagte der Mann.

"Was ist passiert?"

"Ich weiß es nicht, aber ich werde auf Fräulein Sherri aufpassen," sagte der Mann und lächelte breit. "Er möchte, dass sie sich beeilen."

Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, bei Sherri zu bleiben und ihr zu helfen, entschied John schließlich, dass Sherri so gut wie möglich geschützt war, und bahnte sich schnell seinen Weg zurück durch die Menge in den Ballsaal. Die Dinge waren immer noch verworren, aber sie beruhigten sich. John sah, wie der Richter den Weg zurück in den Ballsaal anführte, während Mr. Gerald nervös hinterherlief und anscheinend versuchte, den Richter davon zu überzeugen, ins Hinterzimmer zurückzukehren.

"Ist Sherri sicher in ihrem FAC?" fragte der Richter, als John ihn einholte.

"Ja," sagte ihm John, und der Richter ging schnell zum Podium und hob das Mikrofon auf, das in den ersten Minuten des Durcheinanders zu Boden gestoßen worden war. Der Richter testete es. "Sie wollten mich sprechen?" fragte John.

"Was?" fragte der Richter, während er das Mikrofon anhob. "Ich bitte um Aufmerksamkeit," sagte er laut, wobei seine Stimme widerhallte und ein Rückkopplungskreischen den Saal erfüllte, der nur wenig leiser wurde.

"Sie haben diesen Kerl geschickt, um mir zu sagen, dass ich zu ihnen kommen soll?" fragte John.

"Achtung," befahl der Richter in das Mikrofon, und die Lage beruhigte sich. "Ich habe niemanden geschickt. Ihre Aufgabe ist, Sherri zu beschützen," sagte der Richter und starrte John an. Johns Adrenalin schoss in die Höhe und er rannte aus der Tür. Er rannte an mehreren Leuten vorbei, die zurück in den Ballsaal kamen, einige Frauen bereits in ihren Umhängen und Schleiern, offensichtlich bereit, oder sich bereit machend, zu gehen. John sah, dass Polizisten und Sicherheitskräfte die Leute am Gehen hinderten. Er eilte zurück in den Raum, wo er Sherri in ihren FAC gesteckt hatte, nur um festzustellen, dass er weg war. Die anderen waren noch an ihrem Platz, ein Mann war gerade dabei, eine Frau in den mit dem Wappen zu stecken.

"Was ist mit dem anderen FAC passiert, der hier war?" fragte John den Mann, als der FAC zuschnappte. Nachdem der Mann einen kurzen Blick auf das Messer geworfen hatte, das John immer noch in der Hand hielt, begann er, in seinen Mantel zu greifen. Schnell packte John den Arm des Mannes und verdrehte ihn hinter seinem Rücken, woraufhin eine Pistole auf den Boden fiel. "Wo ist der andere FAC?" forderte John erneut und drückte den Mann gegen die Wand, wobei das Messer bedrohlich auf die Nieren des Mannes drückte.

"Jemand hat ihn herausgenommen, als ich hereinkam," sagte der Mann.

"Etwa 1,90 m groß, sandfarbenes Haar?" fragte John schnell?

"Ähm, nein, ein bisschen kleiner, braunes Haar," antwortete der Mann. John ließ ihn los.

"Tut mir leid," sagte John, während er aus der Tür eilte. Er eilte zum Sicherheitskontrollpunkt. Sicherheitsbeamte und Polizisten hielten die Leute zurück. John zeigte seinen Ausweis vor und ging schnell nach vorne. "Ist hier in den letzten Minuten jemand mit einem FAC vorbeigekommen?" fragte er schnell. Der Mann, den er fragte, schaute einen älteren Mann an, der zu John vortrat, der dann frustriert seine Frage wiederholen musste.

John rannte zurück in den Gang. Die Wachen hatten ihm versichert, dass sie seit der Explosion niemanden mehr durchgelassen hatten. Als er die Türen zum Ballsaal passierte, hörte er die Stimme des Richters, der die Menge beruhigte. Hinter dem Ballsaal begann John, die Türen auf dem Gang zu überprüfen, da er wusste, dass einige in kleine Konferenzräume führten. Eine Tür war verschlossen, die vorher nicht verschlossen gewesen war. An diesem Punkt kam Demetri zu ihm. "Was ist los, Sir?" fragte er.

"Sherri ist verschwunden," teilte John ihm mit.

"Ich dachte, sie wollten sie in ihr FAC bringen?"

"Habe ich auch. Dann hat mir jemand gesagt, dass der Richter mich sehen muss. Jetzt ist sie weg, mitsamt dem FAC und allem," sagte John und stieß mit seinem Messer die Tür auf. Die beiden Männer betraten den Raum und fanden den braunhaarigen Mann vor, der eine Steuereinheit an Sherris FAC anbrachte.

"Haha. Jetzt gehört sie mir." Der Mann lachte für die Sekunde, die es dauerte, bevor John ihn rammte. Der Mann und das Steuergerät prallten gegen die Wand und fielen auf den Boden.

"Bleiben sie da," sagte John, sein Messer in der linken Hand, während seine rechte Hand nach dem kleinen Controller fischte, der Sherris FAC öffnen würde. Er drückte die Knöpfe, aber nichts geschah. Er drückte sie noch einmal und untersuchte dann den Kasten. Nach einer kurzen Inspektion sah er den kleinen Mann auf dem Boden an. "Was haben sie getan? Holen sie sie da raus!"

"Wenn ich sie nicht haben kann, dann kann sie niemand haben." John sah, dass der Mann einen ähnlichen Controller wie seinen gezogen und einige Knöpfe gedrückt hatte. Kleine explosive Knall- und Zischgeräusche kamen aus Sherris FAC, gefolgt von etwas Rauch.

"Was haben sie getan?" verlangte John, als er den Mann am Hals packte, ihn an die Wand drückte und ihm den Controller aus der Hand schlug.

"Sie wird dafür bezahlen, dass sie mich zurückgewiesen hat. Und du kannst es nicht verhindern, großer Mann." Der braunhaarige Mann spuckte John ins Gesicht, bevor er zu gurgeln begann, als Johns Hand sich um seinen Hals schloss.

"Mr. Scott!" sagte Demetri und zerrte an Johns Arm. "Stopp. Das ist nicht der richtige Weg." Er wusste, wie es war, das Opfer von Johns Wut zu sein. Mit einem tiefen Atemzug ließ John den Mann zu Boden sinken und eilte zu Sherris FAC hinüber, um noch einmal den Knopf zu betätigen, bevor er zu husten begann. "Mr. Scott," rief Demetri, "drehen sie sich um!" John drehte sich zu dem Mann um, der gerade aufgestanden war, um den Braunhaarigen zu untersuchen. Demetri zog schnell sein Taschentuch hervor und begann, auf Johns Gesicht zuzugehen. John versuchte zunächst, ihn aufzuhalten, bis er den Schaum aus dem Mund des Braunhaarigen sah. Als Demetri die Spucke aus Johns Gesicht wischte, konnte er erkennen, dass etwas von dem Gift übertragen worden war. Demetri, der immer auf alles vorbereitet zu sein schien, zog einen kleinen Erste-Hilfe-Kasten aus seiner Tasche. Er holte ein antiseptisches Feuchttuch hervor und wischte Johns Gesicht ab. "Sieht aus wie Zyanid, sollte ihnen nicht mehr viel ausmachen," versicherte Demetri ihm.

"Mein Controller öffnet Sherris FAC nicht," erklärte John dem Mann, während er sich mehr Sorgen um Sherri als um sein Gesicht machte. Demetri streckte seine Hand aus, und John reichte ihm das Gerät, aber Demetri hatte nicht mehr Erfolg als John. Eine schnelle Untersuchung des Mannes auf dem Boden, während Demetri die Steuereinheit untersuchte, die der Mann benutzt hatte, ergab, dass der braunhaarige Mann Baxter Loring war. Der Name sagte John nichts, aber Demetri erkannte ihn. Er sah den Mann erneut an. "Mr. Loring?" sagte Demetri. "Ja, ich nehme an, das ist er. Die Jahre waren nicht gerade freundlich zu ihm."

"Wer ist er?" fragte John und blickte über Demetris Schulter auf die Steuereinheit.

"Er war ein Freund von Sherri, obwohl sie sich ziemlich zerstritten haben," sagte Demetri, während er die Steuereinheit mit Sherris FAC verband. "Ich habe ihn seit Jahren nicht mehr gesehen oder von ihm gehört. Jetzt wollen wir mal sehen, ob wir Sherri damit rausholen können." Demetri sah stirnrunzelnd auf die aktivierte Steuereinheit.

"Ohhh, bitte aufhören!" Sherris Stimme stöhnte aus dem Gerät, nachdem Demetri einen Knopf gedrückt hatte.

"Sherri?" fragte John.

"Mr. Scott! Warum haben sie ein Disziplinierungsprogramm gestartet?" Sherri schrie.

"Habe ich nicht!" rief John aus. "Sherri, geht es dir gut?"

"Oh, es tut weh, bitte hör auf. Bitte, ich werde mich benehmen," schrie sie auf.

"Können sie es stoppen, Demetri?" fragte John.

"Ich weiß es nicht, Sir. Alle Funktionen sind durch ein Passwort oder so geschützt. Das Gerät scheint nicht zu reagieren. Nur die Kommunikation funktioniert."

"Sherri, halte aus. Dein FAC wurde sabotiert. Wir holen dich so schnell wie möglich raus," sagte John, während er begann, den Kasten mit seinem Messer zu attackieren. Er fand die Naht für die Tür, aber sie war versiegelt und anscheinend an einigen Stellen geschmolzen. John versuchte, die Plastikabdeckung aufzuschneiden, aber sie war aus zähem Material, und sein Messer machte kaum eine Delle darin, aber Sherris Stimme kam durch.

"OH STOPP! STOPP! ES WIRD IMMER SCHLIMMER!" schrie sie. "Oh bitte! Oh bitte mach, dass es aufhört," weinte sie.

"Bitte hören sie auf Sir," sagte Demetri. "FACs sind vor Manipulationen geschützt. Wenn sie manipuliert werden, wird das Mädchen darin bestraft." John stoppte sofort. "Offenbar hat Mr. Loring etwas mit der Steuerung gemacht. Nur er weiß, was er getan hat. Wir werden uns mit dem Hersteller in Verbindung setzen müssen, um das zu klären."

John durchsuchte den FAC, konnte aber keine weiteren Öffnungen finden, und auch die Steuereinheit lieferte keinen Hinweis. Auf der verzweifelten Suche nach einer Lösung hob John das Steuergerät auf, hatte aber noch weniger Erfolg als Demetri. Das Gerät war verschlossen, und er hatte weder den Schlüssel noch die Kombination, die er zum Öffnen brauchte. In diesem Moment erinnerte sich John an Susan. Das kleine Mädchen schien die Schlösser und die Elektronik in Evergreen Meadows zu überlisten. Vielleicht konnte sie Sherri befreien. Er würde Demetri den normalen Weg gehen lassen, und er würde Lily finden und das seltsame Mädchen hier herholen, um Sherri zu befreien.

Eine kurze Befragung der anderen Leute an Lilys Tisch ergab, dass sie und ihr Begleiter kurz vor dem Tumult gegangen waren. Als John ging, um nachzusehen, ob sie vom Sicherheitsdienst aufgehalten worden war, sah er die große Feder von Lilys Hut auf dem Boden. Die lila Feder konnte von niemand anderem stammen. Was hatte sie auf dem Boden zu suchen? Sicherlich hätte Lily sie nicht verloren. Eine Feder von ihrer Boa lag ein paar Meter entfernt und führte John zur Tür.

"Lily ist verschwunden, Mr. Scott," sagte eine Männerstimme leise hinter ihm. John wirbelte herum, ein Messer schnell in seiner Hand. Der Mann hob seine Hände ein wenig, und die beiden großen Männer neben ihm verkrampften sich. "Beruhigt euch, ihr zwei. Mr. Scott muss beschützt werden," sagte er zu den beiden Leibwächtern. "Lassen sie uns für einen Moment zur Seite gehen, Mr. Scott, damit wir uns kurz unterhalten können." Er ging voran zur Seite des Raumes, wo nur wenige Leute waren. "Mein Name ist Wilkerson. Ich bin sozusagen der Arbeitgeber von Mrs. Henderson." Der Mann hielt inne, damit John versuchen konnte, herauszufinden, was das bedeuten könnte. John sah den Mann an, der viel jünger aussah als Lily, näher an Franks Alter. "Ich bin ein wenig überrascht, dass sie Lily suchen. Ich dachte, ihre Beziehung wäre durch ihre Bemerkungen etwas angespannt."

"Ich weiß nicht, was sie mit mir vorhat, aber sie scheint ein geheimnisvolles Interesse zu haben, und das stört mich."

"Verständlich," sagte Mr. Wilkerson. "Das ist natürlich zum Teil meine Schuld, aber Lily scheint sich gerne mehr persönlich einzumischen, als sie sollte." Er fügte dem Geheimnis eines hinzu, ohne etwas zu klären. "Auf jeden Fall ist Lily verschwunden, und ich muss sie zurückholen."

"Was meinen sie mit verschwunden?"

"Wir wollten uns auf dem Heimweg von dieser netten Party unterhalten, und jetzt ist sie nicht da. Wie sie haben wir Spuren von ihr gefunden, und einer meiner Leute hat ihren Begleiter hinter einigen Stühlen versteckt gefunden."

"Versteckt?"

"Ja, hoffentlich erholt er sich wieder, aber im Moment nützt er uns wenig. Ich hatte versucht, dem Komitee zu sagen, dass sie Lilys Schutz nicht reduzieren sollen, aber selbst in unserer Fraktion gibt es Budgetsorgen," sagte er mit einem verlegenen Lächeln. "Offensichtlich wurde diese Kürzung bemerkt und ausgenutzt. Wenn Lily nicht bald gefunden wird, gilt sie als eine Belastung. Ich habe Leute, die nach ihr suchen. Man geht davon aus, dass sie kurz vor oder während der Ablenkung entführt wurde."

"Das war alles nur, um sie zu entführen?" fragte John. "Nein, das kann nicht sein. Baxter hat Sherri etwa zur gleichen Zeit entführt," sagte John.

"Fräulein Schneider ist verschwunden?" fragte Wilkerson und gestikulierte zu einem Mann neben ihm, der in ein kleines Mikrofon an seinem Revers zu flüstern begann.

"Nicht mehr vermisst. Ich habe sie gefunden, aber der Kerl hat etwas mit ihrem FAC gemacht, und wir können sie nicht herausholen, und sie wird gefoltert."

"Gefoltert, Mr. Scott?"

"Sie schreit ständig."

"Wollten sie Lily deswegen sehen?"

"Ja, ich dachte, sie könnte vielleicht Susan hierher holen, um zu helfen, sie zu befreien," sagte ihm John, während Wilkerson einen Moment innehielt und nachdachte.

"Die Sache scheint etwas komplexer zu sein, als es zunächst den Anschein hatte, und ich vermute, dass mehr dahinter steckt, als nur Sherri zu bestrafen und Lily zu entführen," sagte der Mann. "Holen sie Susan sofort her," sagte er zu dem Mann zu seiner Rechten. "Hat Johnson schon einen sicheren Raum gefunden?" fragte er den großen Mann zu seiner Linken, der nickte. "Wir werden die Kommandostation dort einrichten. Kommen sie, Mr. Scott, ich glaube, ich brauche sie." Die Gruppe verließ schnell und leise den Raum. John sah, dass noch ein paar weitere Männer und eine Frau zur gleichen Zeit den Raum verließen.

Sie betraten einen weiteren kleinen Konferenzraum am Ende des Flurs durch eine scheinbar unbewachte Tür. Scheinbar, bis John bemerkte, wie der Mann am Ende des Flurs einem der Sicherheitsbeamten zunickte. "Schicken sie Schröder zurück zum Training," sagte Wilkerson mit einem Stirnrunzeln, als sie den Raum betraten. Eine Frau war bereits im Raum und baute ein Gerät auf dem Konferenztisch auf. "Wie läuft die Suche?"

"Die Polizei ist immer noch hinter den Fahrzeugen her. Sie haben sich aufgeteilt, um die Verfolgung abzuschütteln."

"Wenn die Polizei eines der Fahrzeuge verliert, ist es zu zerstören."

"Ja, Sir."

"Hoffen wir, dass die Polizei erfolgreich ist, oder dass unsere Informationen falsch sind," sagte er zu John. "Es ist mir ein Rätsel, warum sie sie aus dem Weg haben wollen," sagte er und nahm sich einen Stuhl. "Es muss mehr sein als nur ihre jüngste Tendenz, ihre Pläne zu durchkreuzen." Er hielt einen Moment inne. "Mr. Scott, meine Leute sind damit beschäftigt, andere Spuren zu verfolgen, von denen ich vermute, dass sie sorgfältig gelegt wurden, um uns in die Irre zu führen. Ich brauche sie, um Lily zu finden, falls sie noch hier ist; ich vermute, dass man sich Sorgen gemacht hat, sie könnten sie aufspüren." Er lächelte. "Das riecht nach den Bidenbergs. Viel zu komplex mit zu vielen Plänen gleichzeitig am Laufen, das dürfte ihre Schwäche sein. Es geht um mehr als nur die Entführung von zwei Frauen. Sie müssen vorsichtig sein, John, diese Typen meinen es sehr ernst. Gehen sie kein Risiko ein."

"Warum sollte ich ihnen helfen?" fragte John nach dem Monolog des Mannes.

"Ja, natürlich," sagte Wilkerson zu sich selbst. "John, sie können nicht wissen, was Lily oder auch andere für sie bedeuten oder was sie für sie getan haben und weiterhin tun, und jetzt ist nicht die Zeit, ihnen davon zu erzählen. Ich hoffe, dass ich ihnen eines Tages ein wenig mehr darüber erzählen kann, wer sie sind, aber auch dafür ist es jetzt nicht die Zeit und der Ort. Bitte glauben sie mir, wenn ich ihnen sage, dass ihre Mitarbeit in ihrem besten Interesse ist."

"Wenn ich ihnen also nicht helfe, werden sie mir nicht helfen, Sherri aus ihrem FAC zu befreien."

"Susan ist zusammen mit anderen Helfern bereits auf dem Weg und ist in keiner Weise von ihrem Handeln abhängig. Ich drohe nicht, und soweit sie wissen, sind sie weder mir noch Lily gegenüber verpflichtet, und ich werde ihnen jetzt auch nichts anderes verraten. Ihre Mitarbeit ist für unser Endziel nicht erforderlich, zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Ich bitte sie, dies zu ihrem eigenen Nutzen zu tun, der in diesem Moment praktischerweise mit dem meinen übereinstimmt. Es steht ihnen frei, so zu handeln, wie sie es wünschen."

"Okay," sagte John, nachdem er die Worte des Mannes durchdacht hatte. Er war genauso schlimm wie Lily. "Wo wurde Lilys Begleiter gefunden?"



John schnüffelte an den Stühlen herum, auf denen man den verprügelten Körper des Mannes gefunden hatte. Wilkerson übergab John an einen seiner Assistenten, der alle Fragen von John beantwortete, so gut er konnte, und John versuchte, den Weg der Frau zu verfolgen. Gerüche waren hier, wo nicht viel Verkehr herrschte, etwas einfacher, aber eine Spur zu finden, war unmöglich. Lily war hier gewesen, zusammen mit vielen Männern, aber zu welchem Zeitpunkt, konnte John nicht wissen. John fragte sich, was er hier tat. Er war aus dem Dschungel zurück, angeblich sicher in der "zivilisierten" Gesellschaft. Er hatte geglaubt, diese Tage hinter sich gelassen zu haben, und mit Oberst Rodriguez in der Nähe wäre es sehr gefährlich, irgendetwas zu haben, das auch nur annähernd mit nuvem da vingança zu tun hatte, obwohl er das Gefühl hatte, dass jetzt die Zeit für Rache war. Aber das war nicht seine Art zu handeln. Er war allein, ohne die Mitglieder seines Stammes. Er hatte keinen Plan, kaum Waffen. Verdammt, er wusste nicht einmal, was oder wen er verfolgte. Das war kaum der Anfang einer erfolgreichen Mission.

John ging zurück und schaute in den Ballsaal, um zu sehen, was da drin vor sich ging. Die Lage hatte sich beruhigt, und die Polizei befragte alle Anwesenden. Kellner brachten den Männern und den Frauen, die noch nicht in ihren Reiseoufits steckten, Getränke. Der Richter ging von Tisch zu Tisch, sprach und beruhigte die Menge.

Als nächstes sah er nach Sherri. Demetri war immer noch bei ihr, redete mit ihr und versuchte, den Schmerz ihrer andauernden Bestrafung mit seinen Worten zu lindern. "Oh! John!" weinte Sherri. "Bitte hol mich hier raus!"

"Ich versuche es, Sherri. Ich habe jemanden, der hoffentlich helfen kann." In diesem Moment klopfte es an der Tür, und John spähte hinaus, um zu sehen, wer es war. Es waren zwei Männer mit Koffern.

"Wir sind von Wilkerson," sagte der erste Mann, und John öffnete ihm die Tür. Die beiden Männer setzten die Koffer ab. "Er sagte, sie wüssten, was damit zu tun sei." Die beiden drehten sich um und gingen.

"Was passiert denn?" rief Sherri.

"Hilfe ist auf dem Weg, Sherri," versicherte John ihr, obwohl er keine Ahnung hatte, was in diesen Koffern war. John erwiderte Demetris fragenden Blick mit einem stummen Achselzucken und begann, die Koffer zu öffnen. Der erste enthielt eine Reihe von elektronischen Geräten, von denen John einige erkannte, aber nicht wusste, wie sie zu benutzen waren. Der Rest war ihm einfach ein Rätsel. Der zweite enthielt Werkzeuge. Mit einem angewiderten Blick wandte sich John dem dritten und kleinsten Koffer zu. Gerade als er nach dem Reißverschluss greifen wollte, begann er sich zu bewegen, und ein Paar gefesselter Hände kam heraus und begann, den Rest zu öffnen.

Demetri wich zurück und hob ein Tischbein auf, das er gefunden hatte, aber John lachte nur. "Ich habe mich schon gefragt, wie sie dich hier reinbekommen würden," sagte John, als Susans Kopf aus dem Koffer auftauchte.

"Hi John!" sagte sie lächelnd. "Ich wusste, dass du mich irgendwie da rausholen würdest. Guter Plan." Sie schaute sich im Raum um. "Ohh! Und Werkzeug hast du auch!" sagte sie und bewegte sich zu den beiden anderen Koffern, während sie sie aufklappte. Demetri war beim Anblick von Susan zu verblüfft, um zu sprechen.

"Wer ist da?" heulte Sherri.

"Wer ist in der Zickenbox?" fragte Susan, die herbeieilte und sich die Hände an dem FAC rieb.

"John? Wer ist das da draußen? Will mir denn niemand antworten?" Sherri krächzte zwischen Tränen.

"Es ist Hilfe, Sherri," sagte John zu ihr und hoffte, dass es wahr war. "Susan," sagte John zu dem elfenähnlichen Mädchen. "Susan!" sagte er etwas lauter, um endlich die Aufmerksamkeit des Mädchens zu bekommen. "Du musst den FAC öffnen," sagte er ihr.

"Du musst die Schlampe rausholen, hm," sagte Susan und sah sich die Kiste etwas ernster an.

"Ja," sagte John ihr, während Susan hinüberging, um einen Lüftungsschacht in der Wand zu untersuchen. "Susan!" sagte John laut. "Wir müssen sie rausholen!"

"Ja, ich habe dich schon beim ersten Mal gehört. Wozu die Eile? Ich habe gehört, dass die Dinger ziemlich bequem sind."

"Ohhhh!" Sherris Heulen wurde unterbrochen, als Susan sich vorbeugte und einen Knopf an der Steuereinheit drückte.

"Laute Schlampe," sagte Susan.

"Susan!" schrie John, und das Mädchen wich zurück. John versuchte, sich zu beruhigen. "Susan. Sherri, das Mädchen in der FAC, ist eine Freundin von mir. Sie sitzt in der Kiste fest und wird gefoltert. Es ist überhaupt nicht angenehm für sie. Jemand hat sie sabotiert. Ich mache mir Sorgen, dass sie bleibende Schäden davontragen wird, wenn wir sie nicht bald befreien," sagte er so sanft, wie er konnte.

"OH?" Susans Augen weiteten sich. "Warum hast du das nicht gleich gesagt? Okay, die Operation "Open Bitch Box" beginnt sofort." Sie schüttelte ihre Hände, und die Handschellen flogen in die Ecke des Raumes. Sie drückte erneut den Knopf an Sherris Steuergerät. "Hellllloooo?" fragte sie.

"Bitte, jemand muss mir helfen." Sherris Stimme klang winzig und ängstlich. "John? Bist du noch da?"

"Ja, Sherri. Ich bin noch da. Ich habe hier jemanden, der mir hilft. Ihr Name ist Susan."

"Hi!" sagte Susan vergnügt. "Ich würde dir die Hand geben, aber du bist in einer Kiste gefangen." Susan tätschelte die Kiste. "Wer ist das?" fragte Susan und deutete auf Demetri, der immer noch den Zirkus vor ihm beobachtete und sich an seinen Knüppel klammerte.

"Das ist Demetri. Ein Freund," erklärte John ihr. "Demetri, das ist Susan."

Demetri holte tief Luft. "Es ist mir ein Vergnügen, sie kennenzulernen, Fräulein Susan," sagte er und kehrte zu seiner Rolle zurück. "Ich bin der Butler von Fräulein Sherri. Ich wäre ihnen dankbar, wenn sie mir helfen würden, Fräulein Sherri aus dieser schmerzhaften Situation zu befreien und werde ihnen auf jede erdenkliche Weise zur Seite stehen."

"Schön, sie kennenzulernen, Mr. D.," sagte Susan und schüttelte Demetri die Hand. Sie kehrte zu den Werkzeugkästen zurück. "Warum hast du ihn nicht einfach aufgebrochen?" fragte sie.

"Als ich versucht habe, ihn mit meinem Messer aufzuschneiden, hat es Sherri mehr weh getan," erklärte John dem Mädchen. "Der Controller funktioniert nicht," sagte er ihr nutzlos und reichte dem Mädchen den Controller. Susan schaute ihn an und warf ihn über ihre Schulter.

"AUTSCH!" Sherri schrie auf, als er ihr FAC traf.

"Tut mir leid," murmelte Susan zu John. "Empfindlich, nicht wahr." Sie holte ein paar Werkzeuge aus der Tasche und ging zur Steuereinheit. "Schade, dass sie nicht daran gedacht haben, etwas Sprengstoff einzupacken," sagte sie, während sie die Einheit untersuchte. John schaute ihr dicht über die Schulter. "Hast du nichts anderes zu tun?" fragte sie, als sein Schatten einen Teil der Einheit verdeckte.

"Tut mir leid, ja, das habe ich in der Tat. Ähm, Demetri kann dir so ziemlich alles besorgen, was du brauchen könntest. Bitte, bitte kümmere dich gut um Sherri und hol sie so schnell wie möglich da raus."

"Aye aye Captain!" sagte Susan und salutierte vor John mit einem Bündel Werkzeug in der Hand.

"Du bist in guten Händen, Sherri," sagte John zu der Steuereinheit. John hoffte nur, dass es wahr war. "Holen sie ihr, was immer sie braucht," sagte er zu Demetri. "Und versuchen sie, sie auf Kurs zu halten," sagte er dem Mann leise.

"Du gehst doch nicht weg?" Sherri wimmerte.

"Sind sie sich da sicher, Mr. Scott?" fragte Demetri leise.

"Ja Sherri, ich muss gehen. Es gibt ein paar Dinge, um die ich mich kümmern muss," sagte er dem Mädchen. "So sicher, wie ich nur sein kann", sagte er leise zu Demetri und schlüpfte zur Tür hinaus.




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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:08.03.22 13:54 IP: gespeichert Moderator melden


So,
ich glaube, jetzt mache ich ein Bißchen Pause, bis ich höre, ob denn noch jemand hier weiterlesen möchte!

Herman
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carpegenk
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Und es hat 'Klick' gemacht

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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:08.03.22 16:33 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Herman,
wie ich es noch aus der englischen Version im Kopf hatte, scheint unser Protagonist John recht viele Veranstaltungen 'gesprengt' zu bekommen, zu denen er alleine oder mit Sherri eingeladen wird.
Es mag an meiner selektiven Erinnerung liegen (spannende Dinge bleiben halt eher), kommen da noch 'gelingende' Veranstaltungen? Meist sind diese dann durch die Beschreibung der einschränkenden Outfits auch wieder spannend.
Danke für Deine Übersetzungsarbeit, ich würde 'New in Town' gerne auch auf Deutsch weiterlesen,
Carpegenk
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lot
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:08.03.22 16:43 IP: gespeichert Moderator melden


Servus Hermann,

Weiß schon Applaus ist des Künstlers Brot. Bei den Story Schreibern eben die Kommentare.

Aber du kennst doch auch den Spruch: Nix g´sagd is globbd gnua.

Es freut mich das Sherri wieder in den den Vordergrund rückte.
Auch wird es gerade richtig spannend was da alles vor sich geht. Da willst du doch hoffentlich nicht etwa eine Pause machen.


Viele Grüße

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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:08.03.22 17:55 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Carpegenk,

John und Sherri wären sich in der Welt vor der Verschwörung wahrscheinlich nie begegnet - zu unterschiedlich wären ihre Welten und sozialen Kreise gewesen.
Nach der Verschwörung nun hat Sherri viele Feinde, weil sie mit ihren Zeugenaussagen die Verurteilung vieler Militantetten verursacht hat. John ist ebenfalls ein Ziel, doch auch ich kenne nicht alle Gedanken von jkreeg hinter der Story - und so geraten sie immer wieder in schlimme Situationen.
Es ist aber unfair zu behaupten, John habe die Veranstaltungen 'gesprengt' - er wird davon völlig überrascht, und würde sie gerne vermeiden.


Aber nachdem es bei beiden schwer gefunkt hat, müssen sie heftig kämpfen, um überhaupt zusammenkommen zu können, und zusammen zu sein. Jede erlebte Katastrophe schweißt sie enger zusammen, obwohl sie große Schwierigkeiten haben, ihre Beziehung zu definieren und ihre jeweiligen Rollen zu finden.
Die neue Welt erfordert es, daß Sherri sich oft unterwerfen muß, und John muß sie oft dominieren, obwohl beide lieber gleichberechtigt zusammenleben würden. Das wird überdeutlich beim 'Control File Training', welches sich bei meinen alten übersetzten Stücken befindet.
Aber Sherri bleibt keineswegs passiv und unterwürfig, sie bestimmt die Beziehung heftig mit, dominiert sie auch manchmal, und beide finden ihre gleichberechtigten Momente. Und ab und zu muß Sherri für beide stark sein.
Das wird besonders schön und romantisch bei dem Abschlußball, der auch schon übersetzt ist.
Johns neue Familie mit Sherri, Demetri und Sophia und... wird immer enger und liebevoller, je mehr Abenteuer sie zusammen bestehen. Aber das braucht eben noch etwas Zeit.
Sie bekommen jedenfalls später genug Zeit für die Liebe, und für ganz 'normale' soziale Interaktionen - was dann halt normal in dieser Welt ist.

jkreeg ist der Spezialist für dunkle Verschwörungen, Verwicklungen und Machenschaften, und ich würde gerne von mir behaupten, daß ich später einige der liebevolleren Szenen beigetragen habe - ich bin eitel genug, um dann darauf hinzuweisen.
Das jeweils eine ohne das andere wäre langweilig.




lot,
ich kenne das als 'Ned gschimpft is g'lobt gnua'.

Aber bei mir ist es halt nicht genug, wenn nix zurückkommt, mache ich Pause.

Jeder neue Teil bekommt etwa 1000 reads, aber null bis drei Kommentare.
Drum danke an Euch beide!


Herman
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lot
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Der KG gehört zu meinem Leben wie das Leben selbst

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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:08.03.22 20:35 IP: gespeichert Moderator melden


Ich lese auch jeden Abschnitt ohne immer zu kommentieren. Lesen kann ich auch auf dem Handy ohne angemeldet zu sein.
Antworten muss ich dann vom PC aus machen. Und da bin ich jedoch nicht jeden Tag.

Freu mich auf den nächsten Abschnitt.

Schönen Abend noch
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Bertulomeuss
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:09.03.22 09:49 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Herman,
Bin auch dabei die Geschichte jeden Tag zu verfolgen und kann es nie erwarten den nächsten Teil zu lesen. Wirklich vielen Dank für deine Übersetzung und lass dir nicht zu viel Zeit für deine Pause (ein Süchtige muss schließlich seine Such befriedigen)
Bertulomeus
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