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oxymoronVolljährigkeit geprüft
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Lieber natürliche Intelligenz als künstliche

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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:23.10.05 09:41 IP: gespeichert Moderator melden


Moin moin

Ich kann weder zu „Operation Rubikon“ noch zu dem Film „Elektra“ etwas sagen. Lediglich der zweitgenannte Titel kam mir bekannt vor. Später fiel mir dann ein, daß es einen gleichnamigen Comic gibt, den ich bei meinem Dealer immer im Regal stehen lasse. Marvel-Comics (dazu zählen u.a. Superman, Batman und Daredevil) sind nicht mein Fall.
In dem Zusammenhang fällt auf, daß inzwischen mehr und mehr Comics verfilmt werden. „Road to Perdition“ mit Tom Hanks und Paul Newman ist ein Mafia-Film, angesiedelt in den dreißiger Jahren. „From Hell“ mit Johnny Depp und Robbie Coltrane erzählt die Geschichte von Jack the Ripper. „Akira“ ist ein Zeichentrickfilm, der in einem Japan der Zukunft spielt; dabei geht es um Kinder mit PSI-Fähigkeiten.

Apropos Trickfilm: Gestern war ich im aktuellen „Wallace und Gromit“. Die beiden Hauptakteure jagen als Tierfänger alle Tiere, die den Früchten des kommenden Riesengemüsefestivals gefährlich werden könnten. Später sorgt ein Riesenkaninchen für Aufregung.
Der Film steckt voller Anspielungen. So lauten Buchtitel des käseliebenden Wallace „Crated Expectations“ und „East of Edam“. Gromit spielt im Gewächshaus die „Plant Suite“. Später turnt das Riesenkaninchen wie King Kong auf einem Gebäude herum usw.
Insgesamt ein Film für die ganze Familie, auch wenn den Kids die o.g. Dinge verborgen bleiben.

oxymoron
Dreiviertel meiner ganzen literarischen Tätigkeit ist überhaupt Korrigieren und Feilen gewesen (Theodor Fontane)
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bluevelvetVolljährigkeit geprüft
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Ich kann allem widerstehen, nur nicht der Versuchung.

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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:29.10.05 19:59 IP: gespeichert Moderator melden


Nachem ich vor ein paar Tagen "Elektra" gesehen habe, war gestern Batman begins an der Reihe ...

"Blue, wie tief bist du gesunken?", werdet ihr jetzt sagen, aber so ist es nicht, denn "Batman begins" ist ein absolut klasse Film. Psychologisch gut motiviert, voller Kampfkunst-Weisheit, sozialkritisch die Realität des gesellschaftlich-politischen Lebens abbildend und mit tollen Fieslingen garniert, überzeugt diese Darstellung des Werdens der Figur Batman auf ganzer Linie.

"Ein Film, den man sich nicht nur einmal ansehen kann",

lautet das Urteil von

Bluevelvet
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bluevelvetVolljährigkeit geprüft
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:11.12.05 20:14 IP: gespeichert Moderator melden


Tja, wie wird der nächste Tag?

Habe Geduld und mische die Karten!

Ich ziehe aus dem vor mir ausgebreiteten Pack des Rider-Waite-Tarots "Die Mäßigkeit"!

Und mein Lieblingstarotbuch für den Alltag sagt unter der Rubrik "Als Blick in die Zukunft verheißt die MÄSSIGKEIT: Sie werden das rechte Maß, den goldenen Mittelweg oder einen fairen Kompromiss finden und gut weiterkommen." Das klingt doch gut und aufbauend und hebt die Stimmung!

Das Tarot-Buch, das ich seit einiger Zeit immer wieder mal gerne nutze, ist:

Hajo Banzhaf: Tarot. Weisheiten für jeden Tag. Integral Verlag. 12,- €

Dieses auf dem Rider-Waite-Tarot basierende Buch bietet keine tief schürfende Tarot-Philosophie - dafür gibt`s ja andere Bücher -, sondern für jede der 78 Karten eine thematisch gegliederte Serie von deutenden Prognosen und Anregungen.

Schlägt man das Buch an einer beliebigen Stelle auf, so findet man auf der linken Seite ein Bild mit einem passenden Zitat darunter. Auf der rechten Seite finden sich 6 Themen, zu denen die jeweilige Karte Auskunft gibt:

- Als Meditationsbild fragt Die **
- In Herzensangelegenheiten rät Die **
- Als Blick in die Zukunft verheißt Die **
- Wenn Sie in einer Krise stecken, rät Die **
- Wenn Sie heute nicht wissen,was Sie tun sollen, schlägt Ihnen Die ** vor
- Mit dieser Affirmation ermutigt sie Die **

Die Ausführungen sind kurz, treffend und lebensnah. Nur jemand, der sehr viel Erfahrung im Umgang mit dem Tarot hat, konnte ein derart gutes Buch schreiben.

Hat man einmal seine Karten vergessen, so kann man sie mit Hilfe dieses Buches auch ohne befragen. Einfach genial! Ich verrate nur so viel: Man nimmt dazu seine Finger ...

Für Freunde des Crowley-Tarots gibt es ein entsprechendes Pendant mit leichten Abänderungen in den 6 Deutungsbereichen:

Hajo Banzhaf: Tarot. Magie im Alltag. Integral Verlag. 14,- €

Ach so, fast hätte ich es vergessen: Beide Bücher eignen sich natürlich auch vorzüglich als Weihnachtsgeschenk!

Bluevelvet

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von bluevelvet am 11.12.05 um 20:24 geändert
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traumbVolljährigkeit geprüft
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bin ein träumer und bär ,der gerne ein mädchen wäre

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0  0  traumb31  
  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:28.12.05 01:46 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo als grosse Leseratte hier zwei Tips von mir

Die Brandmauer von Henning Mankell
ein sehr beklemender Roman über die Verwundbarkeit der modernen Gesellschaft

Geheime Geschichten 3 von Hartwig Hausdorf ein intresantes Buch über das sich jeder seine eigene Meinung bilden soll.

Traumb

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Mistressangel
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:29.12.05 06:31 IP: gespeichert Moderator melden


das neuste Buch was Ich gelesen habe ist =

Unerschrocken - Berufung zur Domina

Autobiographie.

Autor: Pia Barsch

ISBN: 3866110820


pro literatur Verlag

Erscheinungsdatum: Oktober 2005

Klappentext:
Pia, eine Frau Anfang vierzig, verheiratet und Mutter von vier Kindern, erzählt ihre Geschichte, wie sie nach Jahren der Trauer um ihren Sohn und ihre Schwester plötzlich an Rheuma erkrankt und diese unheilbare Krankheit, die ihre Schwester auch hatte, zum Anlass nimmt, ihr Leben zu überdenken. Sie beschreibt, wie sie es schafft, sich von der Trauer zu lösen und in ein völlig anderes Leben zu tauchen.

Bis zu diesem Zeitpunkt arbeitete sie ehrenamtlich als Sterbe- und Trauerbegleiterin. Sie begleitete sterbende Menschen in den Tod und trauernde Eltern ins Leben zurück.

Ein Schlüsselerlebnis hilft ihr, die Perspektive, bei der Betrachtung ihres Lebens, komplett zu verändern. Ihren langen, schmerzhaften Leidensweg vor Augen, stürzt sich sich in eine ihr neue Welt. Sie entdeckt ihre inzwischen gereifte Sexualität wieder neu und lebt diese intensiv und überaus offen, mit ihrem Mann zusammen, auch in Swingerclubs aus. Dort trifft sie auf einen jungen Mann, der ihre bisher unbewusst vorhandene Dominanz erkennt, sie neugierig macht und um Unterwerfung bittet.

Pia berichtet von ihren aufregenden Besuchen in Swingerclubs und von der sich entwickelnden Arbeit als professionelle Domina, aber auch von der Schwierigkeit, ein Doppelleben zu führen, sich in den unterschiedlichsten Welten zu bewegen.

Sie lässt Sklaven zu Wort kommen, die mit ihren eigenen Worten die Begegnung mit Pia , aus der Sicht des devoten Menschen, beschreiben.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, weil es sehr offen Gefühle, Gedanken und Meinungen einer Dominanten Frau beschreibt. Es gibt leider nicht sehr viele Bücher die von Dominanten Frauen geschrieben wurden und dementsprechend nicht nur die Fantasie der dev. Männer ansprechen.
Ein sehr lesenswertes und interessantes Buch.

Mfg. aus Berlin

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von Mistressangel am 29.12.05 um 07:01 geändert
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Mistressangel
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:29.12.05 06:40 IP: gespeichert Moderator melden


In ein paar Tagen erwarte Ich noch 2 SM DVD's und werde dann meine persönliche Meinung dazu kundtun. Es gibt nur wenige SM Filme die mich als Femdom ansprechen, da die meisten ohne direkte Handlung sind. Ein für mich herausragender Film, allerdings nicht unbedingt für jederman geeignet ist der Film =

" Lebenslänglich" Der SM Film des Jahres! ( Teil 1 )


Dieser Film beruht auf ein erlebtes Wochenende! Mit Miss Cheyenne und Jean Louis !

Sehen Sie in diesem 1. Teil einmalige noch nie erlebte Verbalerotik !

Traumhafte Fusserotik, mit und ohne Nylons ....,

Outdoor - Erlebnisse in Latex an der Tankstelle!

Facesitting / Unterwasserfacesitting in der Badewanne!

Härtester Toilettendrill, literweise Natursekt ..., mit fantastischen Nahaufnahmen ...,

KV - Erziehung in unvorstellbaren Variationen ... !!!

Mir hat dieser Film gefallen da er eine Handlung hat, die Darsteller sehr authentisch rüber kommen und der Film es meiner Meinung nach schafft ein Tabuthema ansprechend vorzustellen. Hart im nehmen sollte man schon sein, zarten Gemütern könnte schlecht werden.
Wer Grenzwertiges mag dem wird der Film gefallen, so wie mir


Mfg. aus Berlin
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Mistressangel
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:29.12.05 07:00 IP: gespeichert Moderator melden


Eine Empfehlung zum lesen für devote Männer.
Es wird ja oftmals geklagt das Mann so selten eine private Femdom kennenlernen kann. Hier kann Mann lesen warum das so ist.

Wie man eine Herrin findet
von Lilith of Dandelion

ISBN: 3931406296

Kurzbeschreibung
Sie leiden darunter, daß sie nicht leiden dürfen. Auf jeder Party trifft man so viele einsame Männer auf der vergeblichen Suche nach einer Domina. Sollte denn nicht jeder Topf einen Deckel finden? Vergebliche Suche rüttelt am Selbstwertgefühl, und das ist keine geile Demütigung, sondern eine reale. Lange Erfahrung auf der dominanten Seite und Bedauern über den Frust bei den passiven Männern hat die Autorin dazu veranlaßt, diesen Ratgeber zu schreiben. Ihre Thesen sind teilweise überraschend und können neue Wege weisen, eine passende Partnerin zu finden.

Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Buch um Mann zusagen was falsch läuft, wenn ich auch noch das eine oder andere hinzufügen könnte ;-)
gibt es jedoch einen sehr guten Überblick warum die Partnersuche oft unmöglich erscheint und es gibt uns Frauen das gute Gefühl nicht allein an der Männerwelt zu verzweifeln

Mfg. aus Berlin
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Mistressangel
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:29.12.05 07:13 IP: gespeichert Moderator melden


Das erste Mal und immer wieder.
Die autobiografische Schilderung einer Prostituierten

Erscheinungsdatum: Juni 2005
Auflage: 1
ISBN: 3896026569



Lisa Moos ist seit 20 Jahren eine Hure. Auch für sie war es kein Traumberuf. Not und enttäuschte Liebe haben sie auf diesen Weg gebracht und bis heute ist es ihr nicht gelungen, ihn wieder zu verlassen. Dennoch hat Lisa Moos sich ein eigenes Leben aufgebaut.

»Das erste Mal und immer wieder« beschreibt schonungslos und offen den Liebes- und Leidensweg einer Hure. Intim und detailliert erzählt Lisa Moos in klaren Worten von ihrem Leben als Straßenhure und Edeldirne, von schönen und erschreckenden Erfahrungen aus dem Rotlichtmilieu und der Welt der käuflichen Liebe.

Dieses Buch hat mich sehr berührt. Wenn mir persönlich auch immer verschlossen bleiben wird warum Frauen sich so behandeln lassen.
Sehr spannend und interessant zulesen.

Mfg. aus Berlin
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Mistressangel
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Keiner ist unnütz! Er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen

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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:29.12.05 07:23 IP: gespeichert Moderator melden


Das darf natürlich nicht fehlen

Der korrekte Sadismus
von Terence Sellers
Verlag: Ikoo
200 Seiten
ISBN: 3886779122
Erscheinungsdatum: 1993
Sondereinband

aus dem Klappentext: "Die Autorin war sechs Jahre lang Sadistin von Beruf und hat mit diesem Buch nicht nur eine literarische Leistung in der Tradition von Leautreamont und de Sade vollbracht, sondern auch eine kritische und zurückhaltende Analyse ihrer eigenen Person in der Rolle der Domina vorgelegt."


In diesem Buch fand ich den zu mir passenden Nicknamen, weil mir die Story so gut gefiel. Ein Klassiker von vielen, doch eins meiner Lieblingsbücher. Ich stelle gerade fest ich lese anscheinend zu viel
und könnte hier endlose Buchempfehlungen abgeben.

Mfg. aus Berlin
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Why-NotVolljährigkeit geprüft
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Wahre Dominanz zeichnet sich durch Souveränität aus, nicht durch Aggressivität oder Imponiergehabe.

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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:02.01.06 22:55 IP: gespeichert Moderator melden


Film-Kritik - Devot

In der Annahme, daß ein Film mit dem Titel "Devot" irgendwas mit SM zu tun haben könnte, habe ich ihn mir aus der Videothek ausgeliehen. So richtig zutreffend war meine Annahme allerdings nicht. Der Film handelt von zwei ziemlich kaputten Typen (Mann/Frau), die sich zufällig (?) kennenlernen, sich das Leben schwer machen, irgendwann zwischendrin mal "wild" übereinander herfallen und schließlich beide gewaltsam sterben.

Wenn man einen ausgeprägten Faible fürs Übersinnliche hat - und sehr viel guten Willen mitbringt - könnte es auch sein, daß er sie vor Beginn des Films umgebracht hatte, sie von den Toten zurückgekehrt ist und ihn mit in den Tod reißt. So richtig schlüssig wäre das allerdings auch nicht dargestellt.

Der SM-Anteil besteht wohl darin, daß er sie - nachdem sie versucht hatte, ihn zu bestehlen - auf einem Stuhl an den Armlehnen festschnallt. Daß er ihr - auf Aufforderung hin - bei der Sex-Szene ein paar herunterhaut und sie beim Sex etwas würgt.

Das Würgen konnte ich mir beim Anschauen noch irgendwie verkneifen, aber wenn so SMer sind, möchte ich bitte ab sofort Vanilla sein. ;)

Oder als Kurzwertung: Scheißfilm!

Ach ja, devot ist in dem Film niemand. Zu keiner Zeit.

Why-Not
Wer nichts zu verbergen hat ... ist ein Langweiler!

Best regards to the British intelligence service GCHQ and as well of cause to the famous US service NSA. Thank you for your permanent surveillance. It makes me feel much more important. Nice to be read by you.

Buch-Anfang: Dämonen der Leidenschaft (Teaser)

Session:
Wir müssen reden
Aus dem Giftschrank (kurz, beendet)
Gefangene Gefühle (kurz, beendet)

Offtopic-Kurzgeschichten: Gesichter des Todes (beendet)
Das Interview (mit Dr. Wolfram Schraubner) (Vorsicht, politische Satire)
Die Bahnfahrt (beendet)


Mehrere Bücher
Inhaltsangaben und Leseproben hier auf meiner Homepage
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Mistressangel
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:04.01.06 08:57 IP: gespeichert Moderator melden


die DVD's sind da

Tabubruch ? ist der Titel
Kosten = 19,90 Euro

Ich fand den Film sehr interessant, da er SMler im Alltag vorstellt und nicht in Klischeeschubladen steckt. Jeder der evtl. gerne die Beiträge von Harry S Morgan gesehen hat * Happy Video Privat * hat mit der DVD Tabubruch den Gegenpart dazu nur mit SM interessierten oder SM lebenden Menschen.
Es werden Interviews gezeigt, kleine Einblicke in private SM Sessions und ein Kontaktwunsch.
Manch einem evtl. zu unsexy das ganze, doch Ich denke Frauen gefällt die DVD sehr gut, da die Beiträge sehr informativ sind.
http://www.tabubruch.com/index.php?option=com_content&task=view&id=15&Itemid=41

meiner Meinung nach empfehlenswert

Mfg. aus Berlin
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Mistressangel
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:04.01.06 08:58 IP: gespeichert Moderator melden


schade das so wenige Interesse besteht das Diskussionen über Bücher oder Filme zustande kommen
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Matzinger2
Keyholder



Was man(n) hat, braucht Frau nicht mehr!

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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:04.01.06 09:41 IP: gespeichert Moderator melden


Für alle Liebhaber der Leinwand

ab dem 16.02.06 im Kino

24/7 The Passion of Life




24/7 The Passion of Life ist ein provokant-poetischer Film über Obsession und Einsamkeit, über die geheime Lust und die öffentliche Doppelmoral: 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche.
Die Hotelierstochter Eva (Marina Anna Eich) trifft zufällig auf die Soziologin Magdalena (Mira Gittner), die als Domina „Lady Maria“ in einem SM-Studio arbeitet. Von der bizarren Welt der Lady Maria
fasziniert, begibt sich Eva auf die Suche nach ihrer eigenen Identität und beginnt eine Odyssee durch die Welt der Sexualität - eine Reise zu den verdrängten Landschaften unserer Seele.

„Der wohl erste deutsche Spielfilm, der sich die Mühe macht, SM so zu zeigen, wie es ist. Wobei es allerdings kein reiner SM-Film ist. Sondern ein Film über den Umgang der Gesellschaft mit Sexualität an sich. Ein Film über Religion, Moral und Doppelmoral. ... Dass SM im Film so authentisch und natürlich dargestellt wird, liegt daran, dass das Filmteam im Vorfeld sehr gut recherchiert hat.
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:26.02.06 17:40 IP: gespeichert Moderator melden


Kaum habe ich ein paar Tage frei, werde ich gleich leichtsinnig im Umgang mit der Zeit. Statt Unterricht zu planen, greife ich, Defizite in spiritueller Lektüre empfindend, lieber zu den drei Büchern von Toni Packer:

Mit ganz neuen Augen sehen. 1991
(Orig. The Work of this Moment. 1990)

Der Moment der Erfahrung ist unendlich. Meditation jenseits von Tradition und Methode. 1996
(Orig. The Light of Discovery. 1995)

Das Wunder des Jetzt. Die Kunst meditativen Fragens. 2004
(Orig. The Wonder of Presence and the Way of Meditative Inquiry. 2002)

Die Titel mögen ja ganz interessant klingen, aber wer ist Toni Packer, werden mich spirituell interessierte Freunde fragen. Toni Packer wurde 1927 in Deutschland geboren und war in der Zeit des 3. Reiches wegen ihrer jüdischen Mutter permanent bedroht. Sie wurde zu ihrem eigenen Schutz evangelisch "umgetauft" und blieb, auch weil ihr Vater ein hohes Tier in der Wirtschaft (AGFA) war, zunächst unbehelligt, stand aber zum Schluss auch auf den Todeslisten. Nach dem Krieg ging die Familie in die Schweiz, wo Toni einen amerikanischen Austauschstudenten kennen lernte, ihn heiratete und mit ihm in die USA ging. Dort studierte sie Psychologie, Soziologie und Anthropologie und kam mit dem Buddhismus in Berührung, d. h. sie wurde Schülerin des bekannten Zen-Meisters Philip Kapleau - "Die drei Pfeiler des Zen" - an dessen Zen-Zentrum in Rochester, New York. Nach Jahren der Übung und Mitarbeit kamen ihr immer stärkere Zweifel an den traditionellen Formen der Zen-Praxis mit dem autoritären Meister-Schüler-Verhältnis, den Zeremonien, den Rangordnungen etc. Während Kapleau-Roshi sie zu seiner Nachfolgerin aufbaute, war sie bereits auf dem Absprung. Sie kam mit dem Werk Jiddu Krishnamurtis im Berührung, hörte auch Vorträge von ihm, was ihr half, ihre Zweifel zu klären und ihren eigenen Weg zu finden, hin zu einer "Meditation jenseits von Tradition und Methode", wie es im deutschen Untertitel ihres zweiten Buches heißt. Nach einigen inneren Kämpfen und äußeren Konflikten verließ sie - und mit ihr Kapleaus halbe Schülerschaft - das Zentrum des Meisters und gründete eine Autostunde entfernt ein eigenes, das sie nach einer kurzen Zwischenphase "Springwater Center of Meditative Inqiry" nannte. Bis vor kurzem reiste sie auch jedes Jahr für einige Wochen nach Europa, um hier ihre Form der Meditation zu lehren und Fragen zu beantworten.

Amerikanische Web-Seite:
http://www.springwatercenter.org/

Deutsche Web-Seite:
http://www.springwater-meditation.de/

Ihr zuletzt geschriebenes Buch, "Das Wunder des Jetzt", habe ich bereits im letzten Jahr gelesen, konnte aber zunächst nur mit dem ersten der vier Kapitel recht etwas anfangen. Die beiden anderen Bücher habe ich mir über Online-Antiquariate besorgt und jetzt in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen begonnen. Und ich muss sagen, sie lohnen sich. Toni Packer bietet eine bemerkenswert einfache, aber nicht simple Form der Achtsamkeitsmeditation ohne allen Schnickschnack und wendet sie auch auf Alltagsprobleme an. Der Geist Krishnamurtis ist auf jeder Seite präsent. Dies erleichtert mir den Zugang, da ich mich mit Leben und Werk Krishnamurtis ein wenig auskenne.

Insgesamt eine lohnenswerte und lehrreiche Lektüre, die zum Nachdenken und Ausprobieren einlädt!

Bluevelvet

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von bluevelvet am 26.02.06 um 18:24 geändert
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:19.04.06 20:35 IP: gespeichert Moderator melden


Vom Spiritus, pardon, der Spiritualität zum Spanking ... fängt ja auch alles mit "Sp" an ... *gg*

Schon vor einiger Zeit habe ich mir besorgt:

Spanking. 59x "übers Knie gelegt"!

Dieses 2004 im Flensburger Carl Stephenson Verlag erschienene Taschenbuch scheint sich selbst geschrieben zu haben, d. h., es ist kein Autor angegeben. Dessen ungeachtet handelt es sich um flott und direkt geschriebene Kurzgeschichten, in denen jeweils Frauen der gespankte Teil sind und diese das Ritual mit allen Sinnen zu genießen wissen. Die Geschichten umfassen jeweils 3-4 Seiten, eignen sich daher gut zur anregenden Lektüre für zwischendurch. Mich stört lediglich die häufigere Verwendung der Vokabel A** *.

Bluevelvet
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:20.04.06 18:30 IP: gespeichert Moderator melden


... und vom Sex geht es weiter zu Beziehungen, genauer: zu den mehr miss- als gelungenen Versuchen meist einsamer männlicher Singles, an die Frau zu kommen. Das Buch von

Wolfgang Schömel: Die Schnecke. Überwiegend neurotische Geschichten. Stuttgart: Klett-Cotta. 2002

erzählt in 13 Geschichten davon. Über Ostern habe ich zwei dieser Geschichten wiedergelesen, nämlich

- "Die Schnecke", die der Sammlung den Titel gibt, sowie
- "Das Rippengestell".

"Die Schnecke" erzählt in der Ich-Form von einem Anlageberater, der jahrelang allmorgendlich einer jungen Frau begegnet und sich nicht eingesteht, dass er sich längst in sie verliebt hat, dieses vielmehr projektiv erlebt: Die Schnecke solle sich nicht einbilden etc. pp. Schön lakonisch runtererzählt mit z. T. recht harten Stellen.

In "Das Rippengestell" geht es, wiederum in der Ich-Form, um einen Mann, der grundsätzlich an sehr magere Frauen gerät, dabei aber davon träumt, es einem Freund gleichzutun und mal ein Molli zu vernaschen. Im Zug trifft er ein natürlich mageres Mädel und schafft es, den zunächst flüchtigen Kontakt auszubauen ... Und obwohl der irgendwann fällige erste Sex ziemlich misslingt, werden die beiden ein Paar ...

Mir haben die meisten Geschichten von Wolfgang Schömel gefallen und deshalb werde ich irgendwann einmal auch zu seinem Roman "Ohne Maria" (2004) greifen.

Bluevelvet

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von bluevelvet am 20.04.06 um 18:36 geändert
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:22.04.06 07:59 IP: gespeichert Moderator melden


Unter dem Titel "Grisham statt Grass - Was lesen die Deutschen" findet man rechtzeitig zum Weltbuchtag am 23.04.06 auf der Seite

http://portale.web.de/Boulevard/Kunst_Kultur/msg/6135082/

interessante Informationen zum Leseverhalten der Deutschen.

Bluevelvet

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von bluevelvet am 22.04.06 um 08:00 geändert
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:26.05.06 08:56 IP: gespeichert Moderator melden


Wer wär schon gern ein Tier? Wohl kaum jemand, denn das Tier-Sein hat doch so seine Nachteile. Ab und an wird man gekillt und verspeist, Sex gibt`s nur saisonal, Bücher lesen is nich und zu guter Letzt liefert die eigene Artbezeichnung noch die Begrifflichkeit für Beschimpfungen innerhalb einer gewissen überanimalischen Gattung ...

Aber man brauche kein Tier zu werden, sondern sich nur vorzustellen, man sei eins - und dann komme man sich selbst schon auf die Schliche, meinen jedenfalls Peter Michel und Anette Wagner in ihrem neuen Buch:

Peter Michel/Anette Wagner: Stell dir vor, du wärst ein Tier. Tiere als Symbole der Seele. Der grosse Erkenntnis-Test. Grafing, 2006. Aquamarin Verlag. 115 Seiten. 8,50 €

Da Buch ist keine theoretische psychologische Abhandlung, etwa aus dem Umkreis der Jung`schen Psychologie, sondern eher eine spielerische Anleitung, dem eigenen Wesen auf die Spur zu kommen. Dazu kann man sich z. B. spontan ein Tier, mit dem man sich identifiziert, auswählen. Auch ein Selbsterkenntnistest zu zweit oder mehreren ist möglich.

Die Einleitung ist knapp, aber für das Spiel selbst ausreichend. Der größte Teil des Buches besteht aus Beschreibungen einzelner Tiercharaktere - "Der Fuchs ist listig und schlau.", S. 40 / Wer wusste das nicht schon? *gg* - verbunden mit kurzen Verhaltensratschlägen für das betreffende "Tier" und Hinweisen zum Umgang mit ihm.

Wenn man nicht allzuviel an Tiefsinn erwartet, macht das ganze durchaus Spaß. Ich vermisse unter den Tieren allerdings die Schlange! Hier sollten die Autoren in der nächsten Auflage nachbessern!

Bluevelvet

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von bluevelvet am 26.05.06 um 09:01 geändert
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:10.06.06 14:02 IP: gespeichert Moderator melden


Geht es euch auch so, dass ihr morgens schon mal nicht in die Gänge kommt, weil vielleicht der Blutdruck zu niedrig ist? Euch kann geholfen werden, denn das Buch von

Thomas Wieczorek: Die Stümper. Über die Unfähigkeit unserer Politiker. München: Knaur TB, Aug. 2005. 320 Seiten. 8,95 €

bringt euch garantiert von null auf hunderachtzig! Damit sei gleich eine Warnung ausgesprochen: Es ist definitiv keine Lektüre für den Abend, denn es nimmt einem garantiert den Schlaf! Und es ist kein Buch für Herzinfarktgefährdete!

"Arbeitslose sind faul, Schwaben geizig und Blondinen dämlich? Dämlich sind allein derartige Vorurteile - meistens jedenfalls. Wie steht es aber mit dem derzeit populärsten Vorurteil? Sind unsere Spitzenpolitiker Stümper? Befinden sich Kernbereiche unseres Staates in der Hand von überforderten Dilettanten?

Eine Lehrerin wacht über unsere Gesundheitspolitik, eine andere über unsere Forschung und Technologie, ein weiterer Lehrer über unsere Staatsfinanzen, ein Journalist über unsere Wirtschaft, ein Anwalt über unsere Verteidigung und ein Soziologe über unseren Umweltschutz." (S. 26)

Auf den 320 Seiten nennt der Autor viele Rosse und Reiter. Das ursprünglich für den Wahlkampf 2005 geschriebene Buch eignet sich vorzüglich auch als Nachschlagewerk, z. B. wenn uns in der veröffentlichten Meinung mal wieder ein "Finanz-" oder sonstiger "Experte" serviert wird, der uns zum 6789. Mal den angeblich alternativlosen neoliberalen Müll um die Ohren haut.

Bluevelvet

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von bluevelvet am 10.06.06 um 14:03 geändert
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  RE: Bücher und Filme - Rezensionen und Diskussionen Datum:26.07.06 14:34 IP: gespeichert Moderator melden


Angeregt durch Nowalics Politik-Thread habe ich inzwischen aus meiner Frustkauf-Liste das Buch mit dem provokativsten Titel gelesen:

W. Paul Cockshott/ Allin Cottrell: Alternativen aus dem Rechner. Für sozialistische Planung und direkte Demokratie. 2006 (engl. Orig. 1993: "Towards a New Socialism")

Die beiden schottischen Autoren, der eine Ökonom, der andere Computer-Spezialist, beanspruchen nicht weniger als das Konzept einer jeder Marktwirtschaft überlegenen Planwirtschaft vorzulegen. Ausgehend von der Marxschen Arbeitswertlehre behandeln die Autoren die zentralen Aspekte einer sozialistischen Wirtschaft. Diese reichen von den Hierarchie-Ebenen der Planung über die Abschaffung des Geldes zugunsten von Arbeitsgutscheinen, Konsumgütermarketing, Steuerpolitik und Außenhandel und zu guter Letzt auch die Frage der Demokratie als wirklicher Volksherrschaft. Nach Ansicht der Autoren, die sich hierbei auf Aristoteles beziehen, ist unser heutiges System am ehesten als "plutokratische Oligarchie" zu bezeichnen.

Ich selbst habe mich vor allem an zwei Punkten gerieben: Einmal an dem Gedanken einer Bezahlung der Arbeit allein unter dem Gesichtspunkt der geleisteten Arbeitsstunden. Ok, ein wenig Differenzierung ist da: Man würde zunächst als B-Arbeiter (= "normale" Arbeitsleistung) eingestuft. Ein besonders engagierter Mitarbeiter würde A-Arbeiter, ein weniger leistungsbereiter C-Arbeiter werden. Meiner Ansicht nach sollten Qualifikation und Verantwortung, vielleicht auch Berufserfahrung bei der Entlohnung eine Rolle spielen. Ein weiterer Reibungspunkt war für mich, dass in dem Modell der Autoren jeder für eine gewisse Zeit zur Regelung der öffentlichen (= politischen/verwaltungsmäßigen) Aufgaben herangezogen werden könnte - "könnte", da gut antik durch Los ermittelt. An sich habe ich gar nichts dagegen, nur: Entgegen den Autoren vermute ich in vielen Bereichen eine Effizienzgefährdung durch mangelnde Kompetenz. Aber vielleicht überschätze ich dieses Problem auch.

"Alternativen aus dem Rechner" ist zugleich gut und dicht geschrieben. Ich kann es nur empfehlen und würde mich freuen, wenn eine(r) von es auch einmal lesen und eine Rückmeldung geben könnte.


Dann bin ich in eine andere Richtung umgeschwenkt. In einem Antiquariat erwarb ich das kleine Buch "Wissen und Bildung" des katholischen Theologen Joseph Bernhart aus dem Jahre 1955. Von den beiden dort abgedruckten Vorträgen interessierte mich vor allem "Stufen des Wissens". Der Autor unterscheidet darin die Wissensstufen des Alltagswissens, der Mathematik, der Naturwissnschaften, der Geisteswissenschafte, der Philosophie, des Gewissens und der mystischen Erfahrung, was einigermaßen überzeugend ist. Von den anderen Büchern des recht klugen Autors interessierte mich vor allem

Joseph Bernhart: Die unbeweinte Kreatur. Reflexionen über das Tier. 1961

Schon gleich zu Beginn hat mich folgende Passage sehr berührt:

"Mich selbst bewegt das Tier und vor allem der Fragenkreis seiner Erlösung seit vielen Jahren. Ein Hündchen, das seine lange Lebenszeit zum großen Teil unter dem Schreibtisch verbrachte, an dem ich bei Augustin und Thomas über die letzten Fragen zu Rate ging, ist in vielem, was die Meister nicht wussten oder mit Schweigen übergingen, mein Lehrer geworden. Es hat mir den ewigen Unterschied zwischen Mensch und Tier bestätigt, aber auch im Namen der ganzen außermenschlichen Lebenswelt mich zur Teilnahme meines Geistes und Herzens aufgefordert. Als es mit ihm dem Tode zuging, wurde sein ganzes Gehaben verfeinert, zumal sein Gesicht, nicht nur sein Auge, schöner und sprechender." (S. 12)

Ich fand das aus christlichem Geist geschriebene Buch zwar nicht revolutionär, aber durchaus lohnend und empfand es auch als Aufforderung, noch einmal vertieft über das Wesen des Tieres nachzudenken. Vielleicht unterschätzen wir unsere Mitgeschöpfe ... Vielleicht täuschen wir uns auch über ihren metaphysischen Rang ...

Bluevelvet

[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von bluevelvet am 26.07.06 um 14:43 geändert
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