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  New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an.
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punk Volljährigkeit geprüft
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Kopfkino ist das beste Kino überhaupt!

Beiträge: 30

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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:25.09.22 17:35 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo herman,
ein echter Cliffhanger!
Seit über einer Woche suchte ich durch deine Story. Fernseher und Buch habe ich zur Seite gelegt um im Wohnzimmersessel, auf dem Weg zur und von der Arbeit, in der Geschichte weiterzukommen. Und jetzt sitze ich auf dem Trockenen!
Abgesehen von kleinen Fehlern (Wiederholungen) durch das Übersetzungsprogramm super geschrieben.
Obwohl ich mich in so einer Gesellschaft nicht wohlfühlen könnte genieße ich deine Beschreibungen. Gefühlsmäßig bin ich ganz bei John, auch wenn ich nicht dessen Fähigkeiten besitze un viel älter bin. Aber auch die widersprüchliche Gefühlswelt von Sherry beschreibst du sehr einfühlsam.
Ja, ich weiß schon, dass die Story nicht allein deine ist. Aber du verantwortest die deutsche Fassung. Und die liest sich flüssig und rund!

Vielen Dank für deine Arbeit!

Für mich hoffe ich auf weitere Teile, egal in welchem zeitlichen Abstand. Vielleicht hast du ja nächstes Wochenende, oder ein späteres, Zeit für einen neuen Teil.

Liebe Grüße
punk
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Stormanimal Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:29.09.22 13:12 IP: gespeichert Moderator melden


Hermann, Du hast es korrekt ausgedrückt.
Cliffhanger!

Ich will ja auch überhaupt nicht nerven
Wir warten auf Fortsetzungen

Tolle Story.
Bitte teile das auch jkreeg und den womöglichen weiteren Mitautoren mit!
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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:01.10.22 11:54 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo Punk und Stormanimal,

vielen Dank für Euer Feedback! Punk, ich freue mich besonders, dass Du auch so fasziniert bist wie ich selbst.
Ich war verreist, und auf der Rückfahrt habe ich weitere Übersetzungen geschafft.
Für das lange Warten kommt jetzt auch ein ganz großes Stück.

Ab hier konnte ich mich viel mehr einbringen, denn mit Susan wird alles anders, alle vorigen Probleme erscheinen klein. Aber es macht auch viel mehr Spaß!

Die Beethoven-Aufnahme von Wilhelm Furtwängler gibt es wirklich, ich habe sie selbst. Man findet sie auch auf youtube - sie ist wirklich ein ganz besonderes Erlebnis, wenn man sie laut hört, und so habe ich sie auch Demetri in den Mund gelegt.

Viel Spaß!

Herman

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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:01.10.22 11:54 IP: gespeichert Moderator melden



New in Town – eine neue Welt Kapitel 18H


  John nahm sie in seine Arme und war überrascht, wie leicht sich ihr dünner, jugendlicher Körper anfühlte.    Ein Klirren auf dem Boden machte John darauf aufmerksam, dass Susan ein Messer bereithielt, eines aus dem Set, das er ihr bei ihrer letzten Begegnung geschenkt hatte.    Er ließ die kleine Klinge liegen, wo sie lag, und trug sie schnell ins Wohnzimmer.

        "Wer war das?"    ertönte Sherris Stimme, als sie ihn den Flur entlang kommen hörte.    "Wie bist du ihn so schnell losgeworden?    Was... Oh je!    Schnell, leg sie auf die Couch!"    rief Sherri, und da der Humpelrock sie zu sehr behinderte, um schnell aufzustehen, rollte sie sich einfach von der Couch und fiel auf den Teppich auf dem Boden.    John trat über sie und legte Susan vorsichtig auf die Couch.    Sherri, die immer noch auf dem Boden zappelte, zeigte ihm den Rücken und sagte: "Hol mich aus diesem blöden Rock raus, damit ich dir helfen kann!"      John griff nach unten und schnitt mit dem Messer, das er immer noch in der Hand hielt, das Taillenband und die Hälfte des Reißverschlusses durch, der Sherri in ihrem Humpelrock einschloss, und riss dann das Kleidungsstück so heftig auf, dass der Rest des Reißverschlusses durch den Schnitt aus dem Stoff gerissen wurde.    "Autsch!    Danke, das hat geholfen,"    sagte Sherri, während sie sich aus ihrem langen Rock schälte und auf die Beine kam.    John warf einen Blick auf ihre mit Strümpfen bedeckten Beine und die anatomisch geformte Umfangung ihres Keuschheitsgürtels, der unter ihrer Bluse und ihrem Korsett hervorlugte und ihren Körper hinunterfuhr, bis er zwischen ihren durchtrainierten Pobacken verschwand - ein Anblick, den er unter anderen Umständen geschätzt und wahrscheinlich auch ausgenutzt hätte.

        Noch immer in ihren Stöckelschuhen gefangen, stolperte Sherri in Richtung Küche, von der sie wusste, dass Sophia dort einen Erste-Hilfe-Kasten für kleinere Notfälle aufbewahrte.    Sie riss den Schrank auf und brachte den Erste-Hilfe-Kasten und einen Stapel sauberer Handtücher zurück ins Wohnzimmer, wo John Susan vorsichtig hinlegte, damit er an ihre Wunde herankam.

        Während er ihr ein Kissen unterschob, um ihre verletzte Hüfte zu stützen, fragte er: "Was ist passiert?    Wie bist du verletzt worden?    Wir müssen dich so schnell wie möglich in ein Krankenhaus bringen!"    Er war sich nur halb bewusst, dass die Fragen für das verletzte Mädchen zu schnell kamen, da sie immer wieder das Bewusstsein verlor.

        "Nein! Nein, kein Krankenhaus..." erklärte Susan laut und mit weit aufgerissenen Augen.    Während sie sich mühsam aufrichtete, fuhr sie mit schwächer werdender Stimme fort: "Sie werden herausfinden, dass es mich gibt, und mich in eine Erziehungsanstalt stecken, NEIN!    Hilf mir... Versteck mich…," flehte sie, ihre Verzweiflung war deutlich spürbar, ihre Angst ganz real.

        "Okay, okay, bleib ruhig, Susan.    Ich werde versuchen, dir hier zu helfen.    Aber, was ist passiert?    Ich muss ein paar Details wissen, damit ich herausfinden kann, was zu tun ist, damit du in Sicherheit bist," sagte John, während er den Erste-Hilfe-Kasten aufriss und die Stirn über den begrenzten Inhalt runzelte.    Er holte etwas Alkohol, Mull und Verbandszeug heraus.

        "Es waren die lugens, die meinen Vater und wahrscheinlich auch meine Mutter getötet haben.    Ich habe sie gefunden, aber sie haben mich auch entdeckt und auf mich geschossen... aber zumindest einen von ihnen habe ich erwischt,"    sagte sie mit einem Schimmer von Aufregung, der sich durch ihren Schmerz zog, irgendwie stolz und ängstlich zugleich.

        Dann erblickte sie Sherri an Johns Seite: "Hi, Box Lady!"    sagte sie, und ihr Gesicht erhellte sich für einen Moment, als ob nichts geschehen wäre, bevor sie wieder vor Schmerz zusammenzuckte.    "Ich dachte, ich war schnell genug, aber...," sagte sie, als sie den Schmerz unter Kontrolle hatte, "ich habe eine Kugel in die Seite bekommen... Oh, das tut weh... als ich bei dem zweiten Clem gezögert habe."

        "Sherri," sagte John und reichte Sherri sein Messer, "wir müssen ihr das Kleid ausziehen.    Ich muss nachsehen, ob sie noch andere Wunden hat.    Ich drücke auf diese Wunde, während du um sie herum schneidest."    Sherri beugte sich vor und begann vorsichtig einen großen Teil von Susans Kleid abzuschneiden, als Demetris Stimme von der Tür kam.

        "Mr. Scott, Fräulein Sherri, möchten sie vielleicht eine Tasse Tee oder ein Glas Saft, bevor... Fräulein SHERRI!    Das ist völlig unangemessen!"    rief er aus, als er nur ihren nackten Hintern sah, der sich über die Couch beugte und wackelte.

        "Demetri, komm her und halte ihre Beine hoch, bevor sie einen Schock erleidet,"    rief Sherri mit fester und entschlossener Stimme.    John konnte nicht anders, als die Entschlossenheit und den kühlen Kopf seines Mündels zu bewundern, das nicht einmal zögerte oder langsamer wurde, als sie Demetri Anweisungen gab.    Sherri schnitt weiter und warf Teile von Susans Kleid auf die Reste ihres eigenen Rocks.    John blickte auf, als Sherri kurz innehielt, und sah, wie das ehemals weiße Paar schulterlange Handschuhe vorbeiflog, als Sherri Johns Messer benutzte, um sie abzuschneiden, und er sah Sherris nackte Hände fast zum ersten Mal.    Ihre Hände waren klein und zart, ihre Finger fein und elegant, sie hatten eine weidenartige Anmut, die eine gewisse Erotik, ein gewisses Versprechen vermittelte, aber jetzt war nicht die Zeit, sie zu bewundern.    Er leerte den Inhalt der kleinen Alkoholflasche auf ein Mulltuch und begann, die Wunde zu säubern, während er mit der anderen Hand versuchte, sie geschlossen zu halten.    Sherri riss eine weitere Mullpackung auf, und als John seine Hand und das Stück Stoff ihres Kleides von der Wunde abhob, legte sie die Packung als Ganzes ein und drückte auf sie.    Demetri hielt Susans Beine hoch.

        "Ist das nicht Fräulein Susan?" fragte er, während er Susans Beine vorsichtig auf einige Kissen legte, um sie hoch zu halten, und sich umdrehte, um den Raum zu verlassen.

        "Ja, das ist sie, obwohl ich sie nur auf meinem kleinen Monitor gesehen habe," antwortete Sherri, die zu sehr in ihre Aufgaben vertieft war, um zu bemerken, dass Demetri gegangen war, "und jetzt ist es an uns, ihr zu helfen!    John, wir müssen sie in ein Krankenhaus bringen, die Wunde sieht wirklich ernst aus."

                        "Ich fürchte, da werden wir ein Problem haben, denn Schusswunden müssen gemeldet werden," sagte John, wobei seine Stimme vor Wut und Sorge zitterte.    "Scheiße!" sagte er und sah kurz auf den leeren Erste-Hilfe-Kasten, bevor dieser zur Seite gekickt wurde und ein großer Kasten seinen Platz einnahm.    John sah auf, als Demetri etwas öffnete, das im Vergleich zu dem kleinen Kasten aus der Küche wie ein Feldlazarett aussah.    Mit frischem Material begann John erneut, den Bereich um Susans Wunde zu säubern, dieses Mal mit wesentlich mehr Erfolg.    "Demetri, Susan könnte verfolgt worden sein,"    teilte John ihm mit.    Demetri nickte und ging wieder.    Augenblicke später kam Sophia mit weiteren Handtüchern und einer großen Schüssel Wasser herein, bevor Demetri sie wegschickte.    John kümmerte sich weiter um Susans Wunden und achtete dabei auf die Handfeuerwaffe, die Demetri neben ihm abgelegt hatte, bevor er das Durchladen einer Schrotflinte hörte.    John schickte Sherri los, um einige seiner Dschungelutensilien zu holen, da er deren Verwendungszweck besser kannte als die Gegenstände in Demetris Tasche, während er Susans Wunde sorgfältig untersuchte.

                        John fand die kleine Eintrittswunde des Schusses, der durchgeschlagen war.    Der Schuss war von hinten gekommen.    Er schüttelte immer wieder den Kopf, während er die Wunden verband, um die Blutung zu stillen.    Sophia kam nach ein paar Minuten mit Demetri zurück.    "Ist alles sicher?"    fragte John.

                        "Ja, Sir.    Sophia hat das Blut im Flur aufgewischt, also sollte es keine direkten Spuren geben,"    sagte Demetri.

                        "Verdammt noch mal.    Sie hätten sie auf dem Flur erwischen können!"    sagte John und machte sich Sorgen um die Frau.

                        "Ich habe auf sie aufgepasst, Sir,"    versicherte ihm Demetri.

                        "Danke,"    sagte John nickend, erleichtert.    "Tut mir leid,"    fügte er hinzu, denn er wusste, dass Demetri niemanden, schon gar nicht seine Frau, in einer solchen Gefahr hätte zurücklassen wollen.    Er arbeitete weiter an Susan.    Schließlich lehnte er sich zurück.

        "Wird sie wieder gesund?"    fragte Sherri, deren Hoffnung gedämpft war, da sie die Antwort bereits aus Johns Gesicht kannte.    "Kannst du denn gar nichts tun?" flehte sie.

                        "Ich glaube, ich habe die meisten Blutungen gestoppt, aber," er hielt inne, "bei inneren Verletzungen bin ich mir nicht sicher.    Ich rieche etwas Darm, und da ist noch ein anderer Geruch, den ich nicht genau identifizieren kann.    Ich weiß, dass es mehr Schäden gibt als das, was wir sehen können.    Ich habe schon ähnliche Wunden gesehen.    Ich könnte versuchen, sie innerlich zu flicken, aber wenn ich nicht viel Glück habe, würde sie das noch schneller umbringen."

                        "Dann müssen wir sie in ein Krankenhaus bringen,"    erklärte Sherri entschlossen.    "Wenn es ihr besser geht, können wir daran arbeiten, sie wieder herauszuholen."

                        John starrte nur auf die kleine bleiche Gestalt auf der Couch, deren Gesicht sich vor Schmerzen verzog und die vehement den Kopf schüttelte, als Sherri ein Krankenhaus erwähnte.

        "Lasst mich kurz telefonieren - vielleicht können wir woanders professionelle Hilfe finden," antwortete John und verließ den Raum in Richtung seines Büros im Trab.    In der Zwischenzeit stapelte Sherri Couchkissen um Susan, wickelte das zitternde Mädchen dann in eine Decke und schob Demetri von sich, der sie vorsichtig von dem verletzten Mädchen wegziehen wollte.    "Demetri, das ist nicht der richtige Zeitpunkt.    Wenn es sein muss, geh und hol mir einen weiten Überrock, aber erst, nachdem du Fräulein Susan ein Glas Wasser gebracht hast!"

        Susans Augen sprangen auf und Sherri war schockiert über die Helligkeit und das Leben, das sie ausdrückten.    "Habtr ihr eine Cola?"    fragte sie und tat so, als ob sie sich freute, bevor sich ihr Gesicht wieder vor Schmerz verzog und sie die Augen schloss.    Demetri öffnete den Mund, besann sich aber eines Besseren und brachte ein Glas Wasser, das Sherri Susan an die Lippen hielt, wobei sie darauf achtete, ihr nur kleine Schlucke zu geben, damit sie nicht erstickte.    Gerade als Demetri mit einem Rock für Sherri zurückkehrte, kam John aus dem Arbeitszimmer zurück.

        "Ich habe die Leute, die mir geholfen haben, Susan wegen Sherris Rettung zu der Party zu bringen, angerufen.    Sie werden helfen, aber sie brauchen Zeit, um alles vorzubereiten,"    versicherte John ihnen.    "Sie warnten, dass es extrem gefährlich sei, Susan ins Freie zu bringen, da die Leute, die sie erschossen haben, das Gebäude beobachten könnten, und schlugen vor, dass wir so tun sollten, als würde ich Sherri zu einem abendlichen Bad im The Spot bringen und Susan zum Transport in Sherris FAC stecken.    Ich habe Henry bereits angerufen, damit er uns dorthin bringt, und da der FAC geschlossen ist, wird er den Unterschied nicht bemerken.    Vielleicht ist es das Beste, ihn für den Moment aus dem Spiel zu lassen.    Ich werde die Leute dort treffen, und sie haben versprochen, medizinische Hilfe zu leisten.    Ich habe dir das vielleicht nicht gesagt, aber das sind die Leute, die die Wunde behandelt haben, die ich bekommen habe... als du Susan zum ersten Mal getroffen hast, also vertraue ich ihnen, was die medizinische Versorgung angeht.    Sie haben eine gute Ausstattung und sind mit ihr vertraut."

        "Was ist damit, sie hierher zurückzubringen?    Ich will nicht, dass sie von den Behörden weggebracht wird oder in die Hände von Fremden gerät,"    verlangte Sherri.

        "Ich werde sehen, was ich tun kann.    Aber vergiss nicht, dass dies dieselben Leute sind, die sich um Susan gekümmert haben, bevor du sie kennengelernt hast,"    sagte John.    "Ich werde mein Bestes tun, aber sie haben auch ein Interesse an ihr, nicht dass sie mir jemals einen Hinweis darauf gegeben hätten, was das sein könnte."    Er blickte in die ernsten Gesichter vor ihm.

        "Selbst wenn wir Susan behalten, nachdem sie ihre Wunden vorläufig versorgt haben, müssen wir sie wieder zu ihnen transportieren und mehrmals auf demselben Weg zurückbringen.    Wenn wir sie in ein normales Krankenhaus bringen, wird sie nicht nur von den Behörden, sondern auch von ihren Feinden bemerkt."        Während er sprach, war Susan durch ihre Schmerzen und die Erschöpfung durch den Blutverlust immer wieder zu Bewusstsein gekommen.    "Susan," sagte er und kniete sich neben sie, "kannst du mich hören?    Bist du wach?"

      "Aber sicher, Bruder!"    sagte Susan mit einem angestrengten Lächeln und einer schwachen Stimme.    "Was soll ich für dich sabotieren?    Bist du sicher, dass du keine Cola hast?"

        "Im Moment nicht, du bekommst später genug.    Wir müssen dich schnell zu einem Arzt bringen.    Es tut mir leid, aber die einzige Möglichkeit, dich unbemerkt dorthin zu bringen, ist, dass du in Sherris FAC mitfährst."

        "Was?    Ich, in einer Zickenbox?"    sagte sie und hatte Mühe, sich aufzusetzen.    "Ich steige in keine Zickenbox ein!    So verrückt bin ich nicht!"    Schließlich übermannten sie Schmerz und Erschöpfung, und sie legte sich keuchend wieder hin.    "Bist du sicher, dass du mich nicht einfach zusammenflicken kannst?"    protestierte Susan mit schwacher Stimme.

        "Nein Susan, das kann ich nicht.    Ich fürchte, deine Wunde ist wirklich ernst.    Ich verspreche, alles zu tun, was ich kann, um dich hierher zurückzubringen und dich zu versorgen, nachdem der Arzt deine Wunden versorgt hat."

        "Ich kann nicht in ein Krankenhaus gehen, Johnny,"    flehte sie.

        "Ich weiss, Susan.    Es ist kein normales Krankenhaus, es wird von denselben Leuten geführt wie Evergreen Meadows,"    versicherte er ihr.

        "Ach, DIE,"    sagte sie mit ein wenig Gift in der Stimme, aber das Wissen schien sie ein wenig zu beruhigen.

        "Ich weiß, dass du FACs nicht magst, aber ich würde es noch mehr hassen, dich tot auf meiner Couch zu sehen!    Dein Leichnam würde wirklich nicht in das Farbschema passen," sagte John mit einem kleinen Lächeln.

        "Du hast deine Art, die Leute zu überzeugen, Bruder.    Allerdings kann ich nicht viel gutes zu deinem Einrichtungsgeschmack sagen,"    entgegnete Susan, wobei noch ein wenig Trotz in ihrer Stimme lag.

        "Demetri, können sie einen von Fräulein Sherris FACs hereinrollen, damit wir sie hineinstecken können?    Henry sollte bald hier sein, um uns abzuholen."

        "Ja, Sir," antwortete Demetri und ging tiefer in die Wohnungen, um Sherris FAC zu holen.

        "John, es wird ein Problem geben,"    warf Sherri ein.    "Obwohl mein normaler FAC kein Vergleich zu meinem SSPC ist, wird ein FAC entweder ein Unterhaltungsprogramm für den Insassen abspielen oder es wird ein Erziehungs- oder Bestrafungsprogramm laufen.    Mein Vater hat nie zugelassen, dass Unterhaltungsprogramme in meine FACs geladen werden, weil er sie für Zeitverschwendung hielt und meinte, dass ich die anderen Programme viel dringender brauchte,"    sagte sie mit einer Spur von bissiger Bitterkeit.    "Susan muss wach bleiben und auf das Programm antworten, sonst wird sie für falsche Antworten bestraft.    Und wenn sie gar nicht antwortet oder bewusstlos wird, bevor sie fertig ist, wird ein Alarm ausgelöst."

        Sie wandte sich an Susan, während Demetri hereinkam und einen von Sherris FACs vor sich herschob.    "Es wäre sowieso das Beste, wenn sie wach bleibt,"    versicherte John ihr, während er die Kiste untersuchte.    Sie sah anders aus als die, die Sherri normalerweise benutzte.    Er sah Demetri an, um eine Erklärung zu erhalten.

        "Das ist einer von Fräulein Sherris ersten FACs.    Es ist ein frühes Modell und nicht so individuell angepasst.    Ich denke, wir können es an Fräulein Susans kleinere Statur anpassen."

        "Susan, wir müssen dich in meinem FAC anschnallen, um dich sicher zum Arzt zu bringen," erklärte Sherri dem halb bewusstlosen Mädchen.    "Aber wir können die Trainingsprogramme nicht deaktivieren.    Du musst wach bleiben und Fragen beantworten oder mit deinen Fingern Knöpfe drücken.    Wenn du versagst, wird es dich leider mit kleinen Schocks korrigieren oder sogar einen Alarm auslösen," warnte sie das kleine Mädchen, bevor sie sich an ihren Butler wandte.    "Demetri, hat mein Vater ein einfaches Programm eingegeben, das sie bewältigen kann?"

        "Ich fürchte nein, Fräulein Sherri, Mr. Schneider hat sich darauf verlassen, dass sie fortgeschrittene Programme beherrschen."

        "Vielleicht gibt es ein paar einfache Testprogramme, die in den fest verdrahteten Speicher der Maschine eingebaut sind,"    schlug John vor und erinnerte sich an seinen FAC-Kurs Anfang der Woche.      "Ich glaube, ich kann es zurücksetzen."    John untersuchte den FAC, fand das Bedienfeld, indem er den Sitz anhob, und griff in das Innenleben.    "Da,"    erklärte er, als das Gerät einen Piepton von sich gab.    "Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es ein Standard-Trainingsmodul über grundlegende Tischmanieren, über das sie im Unterricht gesprochen haben.    Wäre das akzeptabel?"

        "Susan, haben dir deine Eltern einfache Tischmanieren beigebracht?    Kannst du das?"

        "Muss machen, Sher, da ich zurück auf diese gemütliche Couch will.    Ich in einer Zickenbox..."    Sie schüttelte den Kopf.    "...warte nur ab, ich werde eine ECHTE Zicke sein, wenn ich rauskomme!"    Etwas von der alten Susan schien sie noch zu beherrschen, obwohl sie die Zähne zusammenbiss.

        Sie war so stabil, wie John sie machen konnte, also hoben er und Sherri Susan vorsichtig von der Couch, während Demetri den FAC aufhielt.    Susan wurde in die übliche leicht gebückte Sitzposition gebracht und an Rumpf, Beinen und Armen sowie über der Stirn festgeschnallt, obwohl die meisten Gurte trotz der eingebauten Anpassungen locker waren und selbst ein Amateur sie leicht hätte lösen können.    Sie mussten sich anstrengen, damit sie ihre Hände auf den kleinen Tastenfeldern behielt.

        Sie lächelte John und Sherri schwach an, als sie die Tür vorsichtig schlossen.


        "Demetri, wären sie so freundlich, den FAC zur Tür zu schieben.    Ich werde da sein, wenn Henry klingelt,"    sagte John und kehrte in sein Zimmer zurück, um seine blutbefleckte Kleidung auszuziehen und sich gründlicher zu bewaffnen.

        "Bitte sei vorsichtig, John, und bring sie sicher zurück!    Ich weiß, dass du mir mehr als einmal das Leben gerettet hast, aber das hat sie auch.    Jetzt braucht sie uns!"    Sie trat an John heran und küsste ihn leicht auf die Lippen.    "Wir reden weiter, wenn ihr beide sicher zurück seid.    Und jetzt geh bitte."    Mit einem kurzen Blick hinter sich verschwand sie in ihrem Schlafzimmer, als die Gegensprechanlage läutete.



        John betrat gerade den Vorraum, als Demetri an die Sprechanlage ging und Henry mitteilte, dass John Fräulein Sherri selbst in einem FAC nach unten rollen und Henry am Auto treffen würde.    Sie hofften, dass Henry dies nicht zu verdächtig finden würde, da sie Sherri auf diese Weise zum nächtlichen Meerjungfrauenschwimmen nach The Spot gebracht hatten.    War das gerade erst Dienstag gewesen?    fragte sich John.

        "Viel Glück, Sir.    Ich habe mir die Freiheit genommen, ihre Sporttasche für sie zu packen, um keinen Verdacht zu erregen.    Bitte kommen sie gut nach Hause.    Wir werden die Zeit damit verbringen, die Spuren zu beseitigen und uns auf die Rückkehr von Fräulein Susan vorzubereiten."

        "Danke, Demetri, und danke für ihre Voraussicht.    Ich hoffe, es wird nicht lange dauern,"    sagte John und schob den FAC durch die offene Tür zum Aufzug.    Demetri schloss und verriegelte die Tür hinter sich und ging dann zurück ins Wohnzimmer, wo er sich zu Sherri und Sophia gesellte, die mit offenem Mund das Gemetzel betrachteten, das einmal ein weißer Teppich und Möbel gewesen waren.

        "Das ist ja ein Chaos hier!"    sagte Sherri schließlich und sprach damit die unausgesprochenen Gefühle der anderen aus.

        "Wir müssen wenigstens versuchen aufzuräumen.    Wir könnten jederzeit unerwarteten Besuch bekommen.    Fräulein Susan hat etwas davon gesagt, dass sie verfolgt wird," sagte Demetri, während er seine Schrotflinte hob, "und selbst wenn sie nicht auftauchen, könnte sie gesehen worden sein, als sie in das Gebäude betrat oder darin, sogar von unschuldigen Passanten.    Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Gebäude, wenn nicht sogar die Wohnung, von den Behörden aufgesucht wird."

        "Zum Glück hat John Susan auf die Kissen gelegt, also könnte die Couch in Ordnung sein," fügte sie hinzu, "aber die Kissen sind ruiniert.    Wir können aber versuchen, die Bezüge zu waschen.    Wenn ich mich recht erinnere, geht der Reißverschluss ab.    Wir müssen uns etwas einfallen lassen, damit die blutgetränkten Kissen nicht wieder durchnässen."

        "Sì, Fräulein Sherri, das habe ich schon einmal gemacht,"    gab Sophia mit einem schuldbewussten Blick zu, der sich durch ihren schockierten Blick über die ganze Situation zeigte.    "Aber nicht mit Blut,"    erklärte sie.

        "Aber der Teppich?"    Sherri fuhr fort, Sophias existenzielles Eingeständnis ignorierend, und vergab ihrer Dienerin und Freundin jede Sünde, von der sie glaubte, sie könnte sie begangen haben.    "Wir können die Blutspur oder die Stelle, an der die blutgetränkten Verbände heruntergefallen sind, auf keinen Fall auswaschen.    Es ist bis hierher verschmutzt, und man kann ihre Spur sehen."    Sherri schüttelte nachdenklich den Kopf, und sie und Demetri sahen sich in fast augenblicklich geteilten Gedanken an.    "Erinnerst du dich, als ich noch ein kleines Mädchen in Paris war?    Ich habe einmal ein Glas Cranberrysaft auf dem Teppich verschüttet.    Ich hatte solche Angst, was mein Vater sagen würde, wenn er das sah, aber du hast eine fantastische Teppichreinigungsmaschine organisiert - sie sah aus wie ein riesiger Staubsauger, sprühte aber Wasser und Seife von vorne und saugte alles wieder auf.    Du hast den Teppich in Windeseile sauber gemacht, bevor meine Eltern nach Hause kamen, und sie haben nichts bemerkt."

        "Das stimmt nicht ganz, Fräulein Sherri, aber sie wussten nichts von ihrem Unfall, obwohl ich sie, wenn ich mich recht erinnere, daran hindern musste, absichtlich ein weiteres Glas zu verschütteten, nur um die Maschine noch einmal arbeiten zu sehen,"    sagte Demetri und warf Sherri einen strengen, wenn auch fast komischen Blick zu, während sie nur ein wenig schuldbewusst über die boshafte Erinnerung lächelte.

      "Meinst du, du könntest hier eine solche Maschine bekommen?"

        "Das ist in der Tat eine gute Idee.    Wir könnten uns eine Ausrede einfallen lassen, um einen verschüttetn Fleck zu beseitigen, bevor mein Arbeitgeber zurückkommt,"    überlegte Demetri, und Sherri fragte sich, ob er das tatsächlich schon einmal gemacht hatte.    "Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es bereits eine in diesem Gebäude.    Der Hausmeister benutzt sie, um die Teppiche in den Fluren zu reinigen; ich habe es gesehen.    Hoffentlich hat Ricardo heute Abend Dienst, er schuldet mir noch einige Gefallen."    erwiderte Demetri, während er darüber nachdachte, wie er diese Aufgabe am besten erledigen könne, und zu einer schnellen Entscheidung kam.    "Aber ich denke, vorher müssen wir sie beide in ihre Latex-Dienstmädchenuniformen stecken, damit ihr keine weiteren Spuren hinterlasst und Susans Blut ohne weitere Spuren abgewaschen werden kann."

        Sherri zog ein säuerliches Gesicht.

        "Da hast du wohl recht,"    sagte sie mit einem leichten Jammern.    "Aber können wir die Kappen und Masken wenigstens für den Moment abnehmen?"

        "Ich fürchte nein, Fräulein Sherri.    Sollten wir Besuch von der Polizei bekommen, kann ich zumindest die Schuld auf mich nehmen, wenn sie beide gut unter Kontrolle stehen.    Ich werde Sophia anrufen, damit sie sich gegenseitig zurechtmachen können, während ich den Teppichreiniger hole. Sie sollten sich auch duschen, bevor sie sich anziehen, denn sie haben Blut an den Händen und sogar im Gesicht.    Das muss vollständig entfernt werden, Fräulein Sherri."

        "Demetri, ich kann nicht zulassen, dass du die Verantwortung dafür übernimmst!"    protestierte Sherri, sie wollte nicht in ihre erstickende und kontrollierende Uniform gesteckt werden, vor allem, wenn John nicht da war, um sie zu sehen.

        "So muss es sein, Fräulein Sherri.    Wenn ich inhaftiert werde, kann ich wenigstens einen fairen Prozess erwarten, oder wenn nötig, eine Flucht und Exil.    Ihnen, Fräulein Sherri, würde es nicht so gut ergehen, fürchte ich,"    warnte Demetri sie, und ein kalter Schauer lief Sherri über den Rücken bei dem Gedanken, in die Besserungsanstalt zurückzukehren.    "Ihre einzige andere Möglichkeit ist, in ihrem sicheren Raum eingesperrt zu werden,"    informierte er sie.    Sie ließ den Kopf hängen und nickte, als Sophia sie mit einem großen Blick auf ihren Mann zurück in ihre Zimmer führte.    "Vergiss nicht, die Kissenbezüge zuerst kalt zu waschen, bevor du irgendein Waschmittel oder heißes Wasser ausprobierst,"    rief er ihnen hinterher, nur um von seiner Frau einen wissenden Blick über die Schulter zu erhalten.

        Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür, und nach einem Blick durch den Türspion nahm Demetri den Teppichreiniger von Ricardo entgegen, wobei er seine Ungeschicklichkeit eingestand, als er heimlich eine der Weinflaschen seines Arbeitgebers entwendete, und sich mit einem großzügigen Trinkgeld der Sympathie und Diskretion des Mannes versicherte.

        Sherri und Sophia, die jetzt in ihren identischen Latexkleidern steckten, waren fleißig bei der Arbeit.    Die hohen Absätze und die Knebel unter ihren behelmten Kopfmasken erschwerten die Arbeit, aber beide waren geschickt darin, mit dieser Einschränkung zurechtzukommen, außerdem sorgten die in der Uniform integrierten Kontrollsensoren dafür, dass sie bei der Sache blieben.    Während die eine den nicht mit Teppich bedeckten Teil des Bodens schrubbte, um alle Spuren zu beseitigen, arbeitete die andere an den Kissenbezügen in der Waschküche.    Sophia hatte bereits die Überreste von Sherris Rock, Susans Kleid und den Stapel blutiger Verbände in einem großen schwarzen Plastikmüllsack gesammelt und mit Küchenabfällen abgedeckt, bevor sie das Ganze wieder einpackte.

        In der Zwischenzeit befolgte Demetri seinen eigenen Rat an seine Frau, füllte den Teppichreiniger mit kaltem Wasser und machte sich an die Arbeit mit dem Teppich.    Er wusste, dass er ausgetauscht werden musste, da das Blut in die Polsterung eingedrungen war, aber mit etwas Glück würde er die sichtbaren Flecken entfernen können, bis es soweit war.



        Die Morgensonne, die gerade in den Raum zu strömen begann, beseitigte alle offensichtlichen Spuren von Susans blutigem Besuch in der Wohnung.    Demetri, Sherri und Sophia waren soeben auf einer Couch zusammengesunken, alle Standesunterschiede in der gemeinsamen Erschöpfung vergessen, obwohl die mit einem Korsett ausgestatteten Sherri und Sophia viel aufrechter saßen als Demetris entspanntere Haltung.    Demetri hatte die Korrektur für ein derartiges undienstmädchenhaftes Verhalten ausgeschaltet, so dass sie zwar immer noch daran erinnert wurden, nicht zu trödeln, aber glücklicherweise nicht dafür gezüchtigt wurden.

        Nach nur wenigen Minuten der dringend benötigten Ruhe schrak Demetri auf, stand auf und eilte zur Tür.    Sophia folgte ihm und half Sherri auf ihre müden Füße.    "Mr. Scott ist auf dem Weg nach oben,"    teilte Demetri den beiden uniformierten Dienstmädchen über ihre Ohrhörer mit, deren Uniformen sie immer noch frisch und scharf aussehen ließen, auch wenn die Mädchen unter ihnen schon in den letzten Zügen lagen.    "Positionen, Mädchen,"    verlangte Demetri, und Sherri und Sophia stellten sich gedankenlos an der Tür auf, sperrten ihre Absätze in die Absatzschlösser und warteten auf die Rückkehr des Hausherrn.

         

        Demetri öffnete John die Tür, nachdem er das Guckloch überprüft hatte.    Ein ebenso erschöpft aussehender John rollte den FAC in die Halle und blickte Sherri und Sophia in ihren Uniformen erstaunt an.    "Ähm, Demetri?," fragte er, "Warum sind die Mädchen in ihren Uniformen und an ihrem Platz angeschlossen?    Wir sind noch nicht fertig, ich brauche euch alle!"   

        "Sir, sie trugen ihre Uniformen, um die Wohnung von den Spuren des Besuchs von Fräulein Susan zu säubern, ohne sich zu beschmutzen.    Außerdem sind sie unter Kontrolle, so dass sie nicht zur Verantwortung gezogen werden können, wenn wir einen Besuch von den Behörden bekommen hätten.    Sie sind jetzt in der richtigen Position, um die Ankunft des Hausherrn abzuwarten."

"Bitte entschuldige mich noch einmal, Demetri," seufzte John und schüttelte den Kopf über die Voraussicht des Mannes, "ich werde versuchen, deine Weisheit nicht noch einmal in Frage zu stellen, zumindest was die Uniformen betrifft.    Aber bitte lassen Sie sie jetzt frei und befreien Sie sie von ihren Masken, wir werden alle gebraucht, um Susan herauszuholen und sie zu versorgen."

        Demetri ging zu einem Schaltkasten an der Wand, und John hörte das leise Klicken, das die Fersensperren der Frauen löste.    Auf Demetris Befehl in ein kleines Steuergerät hin begannen sie, sich gegenseitig zu helfen, ihre Masken abzunehmen, nachdem sie die hintere Verschnürung gelöst hatten, und entfernten ihre beträchtlichen Knebel.

        Sherri warf sich in Johns Arme und weinte: "Oh John, ich habe mir solche Sorgen um euch beide gemacht.    Ich bin so froh, dass ihr wohlbehalten zurück seid!    Aber bitte sag mir - wie geht es Susan?    Können wir sie rausholen?"

        John hielt sie auf Armeslänge, die Freude, sein Mündel wiederzusehen, vor allem in dem sexy Dienstmädchenkleid, stand ihm ins Gesicht geschrieben, bevor seine Miene ernst wurde: "Wir hatten großes Glück, dass wir sie rechtzeitig zu den richtigen Leuten bringen konnten.    Die Kugel hat nicht nur ihre Leber beschädigt, sondern auch ihren Darm durchbohrt, und ohne medizinische Hilfe hätte sie es wahrscheinlich nicht geschafft.    Sie sollte jetzt schlafen - sie sagten, sie hätten ein einfaches Entspannungsprogramm in den FAC geladen, damit sie nicht aufpassen oder etwas tun muss, und sie haben ihr Schmerzmittel und Antibiotika gegeben.    Aber wir müssen darauf achten, dass sie sich in den nächsten Tagen nicht zu viel bewegt.    Sie bekommt Antibiotika, aber man erwartet, dass sich ihr Fieber noch verschlechtern wird, bevor es sinkt.    Wir müssen sie einfach beobachten und auf das Beste hoffen."

Während er sprach, öffnete Demetri den FAC, und sie sahen Susan, die bewusstlos und stöhnend in ihrem Sitz festgeschnallt war und offenbar schlecht geträumt hatte, wobei sich ihr Kopf langsam hin und her bewegte.    Eines ihrer Beine war bereits aus den Haltegurten gerutscht.    Demetri öffnete vorsichtig die Gurte und half John, sie auf den Teppich neben dem FAC zu legen.    Zu jedermanns Überraschung, außer zu Johns, trug Susan eine weiße Zwangsjacke aus Segeltuch mit zusätzlichen Schnürungen an ihren Armen und an den Seiten.    Ihr unterer Rücken schien irgendwie versteift zu sein.    John erklärte: "Der Arzt hat mir gesagt, dass wir sie in den nächsten Tagen so ruhig wie möglich halten müssen.    Sie haben sie in diese Zwangsjacke gesteckt, mit einem Rückenbrett, um ihren Oberkörper bewegungslos zu halten, damit ihre Leber nicht noch mehr reißt und die Chance hat, zu heilen.    Der Arzt hat mir versichert, dass Susan nicht in der Lage sein wird, sich da herauszuwinden."    John hob zweifelnd den Blick.    "Oh, und sie haben ihr eine Art Keuschheitsgürtel mit Sanitäranschlüssen angelegt, statt einer Windel, damit sie nicht aufstehen muss.    Sie sagten, ihr würdest wissen, wie man damit umgeht."    Demetri und die Frauen tauschten wissende Blicke aus und nickten.

        Während John sprach, schien Susan weiter zu träumen und bewegte sich auf dem Teppich hin und her, zog die Beine hoch und streckte sie wieder aus, und irgendwie bekam sie sogar in dem steifen Brett und der Jacke ihren großen Zeh in den Mund, als würde ein Kind am Daumen lutschen.    Die ganze Zeit über schaukelte und wackelte sie und Sherri versuchte, sie ruhig zu halten.    "Ich glaube, das Bett im Gästezimmer wird nicht ausreichen, wenn sie weiter so herumzappelt,"    sagte sie, während sie das zappelnde Mädchen festhielt.    Es war, als würde man versuchen, warmen Wackelpudding festzuhalten.    "Vielleicht können wir sie in meinem Schönheitssack festschnüren, um sie ruhig zu halten.    Er hat die nötigen Verbindungen, und bei mir funktioniert er jedenfalls perfekt," fügte sie mit leichtem Humor hinzu.    "Demetri, kannst du bitte meinen Schönheitstisch hereinrollen?"

        "Ja, Fräulein Sherri."

        Während Demetri zurück in Sherris Zimmer eilte, kniete Sherri nieder und wiegte Susans Kopf in ihrem Schoß, streichelte zärtlich die Wange des bewusstlosen Mädchens, während Sophia sanft ihre Beine stillhielt.    "Es ist jetzt alles gut, Susan, du bist jetzt in Sicherheit,"    flüsterte Sherri in Susans Ohr und versuchte ihr Bestes, fröhlich und beruhigend zu klingen.

        Wenige Augenblicke später schob Demetri den Schönheitstisch heran und stellte ihn neben Susans schlanken kleinen Körper.    Der Schönheitssack war bereits aufgeschnürt und geöffnet worden.

        "Mr. Scott, wenn Sie ihre Schultern nehmen könnten, werde ich ihre Beine nehmen, und Sophia und Fräulein Sherri werden ihren Rücken stützen, damit wir sie so sanft wie möglich auf den Tisch legen können."

        Sie fädelten Susans Beine vorsichtig in das untere Ende des Schönheitssacks ein, und John konnte sehen, wie Sherri und Sophia einige Schläuche aus dem Boden des Sacks holten und sie vorsichtig zwischen Susans Beinen befestigten, während Demetri begann, die Schnürung an ihren Füßen zu schließen.    Er zog sie vorsichtig fest und arbeitete sich langsam bis zu ihrem Hals vor, um Susans schlanken kleinen Körper in dem für sie viel zu großen Schönheitssack gefangen zu halten, bevor er sie mit zusätzlichen Gurten vorsichtig am Tisch befestigte.    Als das Fieber stieg, wurde Susans drogeninduzierter Traumzustand immer unruhiger und schien sich zu intensivieren.    Sie begann, sich in dem losen Sack zu wälzen und ihren Kopf hin und her zu werfen.

        "Nein... tu meinem Vater nicht weh... warum hast du meine Mutter getötet... Dad, pass auf! ... DAD!"    Ihre wilden Augen weiteten sich und starrten auf John.    "Oh Johnny, bitte hilf ihm..."    Sie schrie, bevor sie wieder ohnmächtig wurde, sich aber nur ein wenig beruhigte.

        Sherri versuchte, sie sanft zu halten, ihr über das Haar zu streichen und sie zu trösten, indem sie sagte: "Es ist alles in Ordnung, es ist nur ein böser Traum, du bist jetzt zu Hause," aber Susans Unruhe schien nur noch zuzunehmen, je mehr Minuten vergingen.

        "Sir, ich mache mir Sorgen, dass sie sich noch mehr verletzt,"    sagte Demetri zu John.    "Darf ich ihnen einen ungewöhnlichen Vorschlag machen?"

        "Alles, was ihr helfen wird, Demetri.    Bitte schieß los!"    erwiderte John etwas frustriert über das Beharren des Mannes auf Förmlichkeit selbst in dieser Situation, und merkte gar nicht, dass er zum Du überging.


"Eines meiner heimlichen Laster ist klassische Musik,"    gab er zu.    "Mr. Schneider hat mir erlaubt, die Stereoanlage im Wohnzimmer zu benutzen, wenn sonst niemand zu Hause war.    Ich habe eine ziemliche Sammlung von Aufnahmen einiger der größten Dirigenten, die einige der größten Orchester des letzten Jahrhunderts geleitet haben,"    sagte er, seinen Stolz kaum unterdrückend.

        "Schön, schön, Demetri, ich höre gelegentlich selbst gerne klassische Musik, und du kannst die Stereoanlage natürlich gerne weiter benutzen, aber was hat das mit Susans Albträumen und ihrer Genesung zu tun?"    erwiderte John knapp, während er Susans immer noch zappelndem und unverständlichem Stöhnen zuhörte.

        "Entschuldigen sie, Sir; ich sagte, mein Vorschlag wäre ungewöhnlich.    Sie sind doch sicher mit Beethovens 9. Symphonie vertraut."    John nickte, Neunte, Vierte, Zwanzigste, er wollte nur, dass der Mann weitermachte, "So wie sie normalerweise gespielt wird, vor allem von Herbert von Karajan mit den Wiener und Berliner Symphonikern, ist sie spielerisch, strahlt aber Erhabenheit und Hochgefühl aus."    Mit einem Blick auf Johns sich verfinsterndes, ungeduldiges Gesicht beeilte er sich, fortzufahren: "Aber es gibt noch eine andere Aufnahme, eines meiner seltensten und wertvollsten Besitztümer, dirigiert von Wilhelm Furtwängler im Berlin des Jahres 1942, unter dem Naziregime.    Irgendwie schaffte er es, seinen ganzen Zorn und seine Wut über das Regime und den Krieg in die 9.    Symphonie zu projizieren. Vielleicht hilft es Fräulein Susan, dieses Stück in hoher Lautstärke zu hören, um ihre medikamentenbedingten Alpträume zu durchbrechen."    John sah den Mann einen Moment lang an und versuchte zu begreifen, worauf er hinauswollte.

        "Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe.    Aber was soll's, alles, was ihr helfen könnte, ist einen Versuch wert."    John zuckte mit den Schultern.    "Immerhin ist diese ganze Situation mehr als ungewöhnlich.    Bringen wir sie ins Wohnzimmer!"

        Während John den Schönheitstisch ins Wohnzimmer schob, ging Demetri zur Stereoanlage.    Er fand schnell eine alte Schallplatte und legte sie auf, und nachdem er einen Moment an den Knöpfen und Hebeln des Plattenspielers herumgefummelt hatte, begann die Musik.

        Sherri ging auf John zu, drehte sich zu Susan um und zog Johns Arme um ihren immer noch gummibedeckten Körper und hielt seine Hände fest, als die ersten Töne aus den Lautsprechern erklangen und sie einhüllten.    Demetri hatte nicht gescherzt, als er sie mit voller Lautstärke abspielen wollte.

        Die ersten Takte klangen wie die Ankündigung eines bevorstehenden Unheils, ein wenig kratzig, aber dann begann das wahre Gewitter.    Es dauerte ein paar Takte, bis John erkannte, dass er es schon einmal gehört hatte.    Da war nichts von der Verspieltheit und Pompösität, die man normalerweise mit dieser Symphonie verbindet, so wie er sie in Erinnerung hatte.    Stattdessen klang es wie die Entfesselung des Zorns und der Wut der Hölle.    Susan schlug noch heftiger um sich, aber John hielt Sherri zurück, als sie Sophia zu Hilfe eilen wollte, um Susan festzuhalten.

        "Lass sie in Ruhe, ich glaube, ich beginne zu verstehen, was Demetri vorhat," rief John, als ihm ein Schauer über den Rücken lief und er spürte, wie Sherri in seinen Armen zitterte.    Susans Stirn war schweißbedeckt und sie warf ihren Kopf hin und her, während sie sich in ihrer ledernen Umhüllung hin und her wälzte.

        Schließlich kam die berühmte Zeile "Oh Freunde, nicht diese Töne!," mit der der Chor mit Schillers Ode an die Freude begann, aber sie hatte nichts von der üblichen Freude und dem Jubel an sich, sondern schien eher einen wütenden Triumph darüber auszudrücken, dass die Mächte des Bösen besiegt worden waren und das Gute gesiegt hatte.    John sah, wie Sherris Augen weit aufgerissen wurden, als sie die Worte mit dem Chor mitsprach, während sie sich an Johns Arm klammerte und Sophia sich an Demetri festhielt.    Doch Demetris Vermutung schien sich zu bewahrheiten, Susan begann sich zu beruhigen, und als die letzten Zeilen des Chors verklungen waren, strahlte ihr Gesicht Gelassenheit aus, und ihre Erschöpfung machte sich bemerkbar, und sie fiel endlich in einen friedlichen Schlaf.

         

        "Das war wirklich erschreckend, Demetri," sagte Sherri schließlich, "aber sehr beeindruckend.    Warum hast du uns das nie vorgespielt?    Ich wusste nicht einmal, dass du klassische Musik hörst, oder überhaupt Musik."

        "Es steht mir nicht zu, sie mit meinen kleinen Lastern zu belästigen, Fräulein Sherri.    Vielleicht sollten wir Fräulein Susan jetzt in den Schönheitssalon rollen.    Sophia und ich werden heute Abend abwechselnd auf sie aufpassen."

        "Nein," sagte Sherri schlicht, "bitte bring sie in mein Zimmer neben mein Bett.    Sie war für mich da, als ich sie brauchte, und jetzt werde ich für sie da sein.    Ich werde heute Nacht ganz sicher nicht meinen Schönheitssack benutzen und auch keine der üblichen Fesseln tragen - oder heute, denn die Sonne ist schon aufgegangen -, damit ich mich um sie kümmern kann, wann immer Susan mich braucht.    Sicherlich wird es ausreichen, wenn ich in meinem Zimmer eingeschlossen bin, um die Regeln zu beachten."

        "Aber ihr Training, Fräulein Sherri?"    fragte Sophia mit einem kurzen Blick zu John hinüber.

        "Ja, danke Sophia," sagte Sherri nach kurzem Nachdenken, "ich vermute, dass ich viel Zeit haben werde, um... mein Training zu beenden.    Ich werde zu meinem normalen Leben zurückkehren, sobald Susan das Schlimmste überstanden hat und auf dem Weg der Besserung ist,"    erklärte Sherri.

        Demetri warf einen Blick auf John, der sein Mündel anlächelte.    "Wie sie wünschen, Fräulein Sherri, Sophia und ich werden für sie bereitstehen, wenn sie unsere Hilfe benötigen.    Und jetzt müssen wir wohl alle ein wenig Schlaf nachholen."

        Damit halfen er und Sophia Sherri, den Kosmetiktisch mit der nun friedlich schlafenden Susan auf Sherris Seite der Wohnung zu schieben, und ließen John allein zurück, der sich ein wenig verwirrt und ausgeschlossen fühlte, da er noch nicht offiziell eingeladen worden war, Sherris Räume zu besuchen.    Er kehrte in sein Zimmer zurück und duschte schnell.    Die Fenster zeigten einen leuchtend roten Himmel im Osten.    Die Morgensonne wollte nicht warten, aber John ließ sich erschöpft in sein Bett fallen, um so viel Schlaf wie möglich vor seinem Kurs zu bekommen.


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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:04.10.22 09:51 IP: gespeichert Moderator melden



New in Town – eine neue Welt Kapitel 18 I


                Am Freitagmorgen standen die Vorlesungen im Klassenzimmer auf dem Programm, gefolgt von der Prüfung der Advanced Control Class am Nachmittag.    Glücklicherweise hatte Robert Lester dafür gesorgt, dass John an diesem Morgen die einzige Person in seiner Breakout-Vorlesung war.    John ging mit Robert alles für die Prüfung durch und vergewisserte sich, dass John nicht nur den Stoff gelernt hatte, sondern auch den richtigen Stoff hatte.    Alles schien korrekt zu sein, und Mr. Lester befand Johns Wissen über den Stoff schnell als ausreichend.

        John verließ die morgendliche Sitzung früher, um zu sehen, ob er Frank noch erwischen und herausfinden konnte, wie Kaitlins Konditionierungssitzung verlief, und um ihn vielleicht vorwarnen zu können, falls es Probleme mit Susan gab.

        "Hallo Amy," begrüßte John Franks übliche Empfangsdame, die das letzte Mal, als er Frank aufsuchte, nicht da war, "ich habe sie am Mittwoch vermisst."    Wie immer musste er sich auf den Stuhl vor ihrem Schreibtisch setzen und den Knopf auf ihrem Namensschild drücken.

        "Oh, ja, ich hatte einen Arzttermin."    Amy strahlte.

        "Ihrer Stimme nach nehme ich an, dass alles in Ordnung ist."

        "Ja. Es war eine Vorsorgeuntersuchung und alles ist in Ordnung.    Danke, dass sie gefragt haben."

        "Ich nehme an, Frank ist nicht da,"    bemerkte John, als er sah, dass Franks Bürotür offen stand, aber das Licht aus war.

        "Ja, Sir.    Mr. Charters ist heute den ganzen Tag im Gericht."

        "Oh, ich wollte ihn fragen, wie es Kaitlin geht."

        "Mr. Charters sagte, dass Fräulein Kaitlin den Hauptteil ihrer Kommandodatei-Konditionierung erfolgreich bestanden hat, was der schwierigste Teil ist.    Wenn man erst einmal so konditioniert ist, dass man gut genug reagiert, um diesen Teil zu bestehen, gehen die anderen Konditionierungseinheiten viel schneller."    Obwohl ihre Stimme ihren normalen Tonfall beibehielt, sah John, wie Amys uniformierter Körper bei der Erinnerung daran zitterte.

        "Nun, danke für die Information.    Hoffentlich sehe ich Frank und Kaitlin am Sonntag zum Brunch."

        "Sonntag?"    John sah, wie sich Amys Augen, der einzige Teil von ihr, der durch ihre Uniform sichtbar blieb, für einen Moment schlossen.    "Ich schätze, das ist möglich, aber ich bin mir nicht sicher, ob Fräulein Kaitlin, selbst wenn sie bis dahin ihre gesamte Kommandoaktenkonditionierung abgeschlossen hat, eine gute Gesellschaft wäre.    Ich werde Mr. Charters daran erinnern, sie zu kontaktieren, sobald er es weiß."

        "Ja, bitte tun sie das.    Ich war mir nicht bewusst, dass es ein Problem geben würde.    Ich möchte mit Frank über... eine neue Entwicklung sprechen."

        "Sie sollten am Montag Zeit haben, mit ihm zu sprechen."    John sah sie fragend an.    "Ihr Gerichtstermin am Montag, bei dem sie die volle Verantwortung für Fäulein Schneider übernehmen sollen?"

        "Oh, natürlich.    Wie spät war das noch mal?"

        Amy schrieb eine Karte aus, auf der Datum, Uhrzeit und Ort des Gerichtstermins sowie die voraussichtliche Dauer vermerkt waren.    John stellte fest, dass Sherri dieses Mal nicht an der kurzen Gerichtsverhandlung teilnehmen musste.    Er verabschiedete sich von dem Mädchen in Uniform und kehrte in den Flur zurück, um seine Prüfung abzulegen.

         

        Es war schon spät am Nachmittag, als Sherri aus ihrem unruhigen Schlummer erwachte.    Sie war mehrmals eingeschlafen, wachte dann auf, um nach ihrer Patientin zu sehen, und schlief dann wieder ein, während sie Susans beruhigend tiefem Atem lauschte, während sie auf dem Schönheitstisch lag.    Sie wusste, dass sie von der Arbeit der letzten Nacht in ihrer engen, heißen Latex-Mädchenuniform, aus der eine ebenso erschöpfte Sophia sie am frühen Morgen herausgepellt hatte, "übermäßig duftete," aber sie wollte nicht von der immer noch bewusstlosen Susan getrennt sein, nicht einmal für die kurze Zeit, die sie brauchte, um eine Dusche zu nehmen.

        Sherri genoss den Zustand zwischen Schlafen und Wachen, dennoch hielt sie die Empfindungen von der Außenwelt weitgehend aus ihrem Traumzustand heraus.    Susan hörte sich immer noch gut an, also begann sie, ihren eigenen Gedanken nachzugehen.

        Sherri genoss die seltenen Nächte, in denen sie ungebunden in ihrem eigenen Bett schlafen konnte, oder in diesem Fall in ihrem übergepolsterten Lesesessel, der in den letzten Jahren so wenig benutzt worden war.    Der melancholische Akt, sich einfach in die Daunendecke zu kuscheln, die sie aus Frankreich mitgebracht hatte, versetzte sie in einen Zustand nostalgischer Glückseligkeit.    Sie hatte den Sessel dicht an Susan herangerückt, damit sie zur Stelle sein konnte, wenn das junge Mädchen sie brauchte.    Sherri hatte die ersten Stunden der Nacht damit verbracht, Susan den Schweiß von der fiebrigen Stirn zu wischen, während das Mädchen murmelte, jetzt ruhiger und in einer Art Flüsterton, nachdem Demetris "Musiktherapie" ihre Wirkung getan hatte. Sherri setzte die Therapie auf ihre Weise fort, indem sie dem Mädchen sanft vorsang und dabei einige der französischen Wiegenlieder aus dem Gedächtnis hervorholte, die sie den Mädchen von St. Maura beigebracht hatte.    Susan schockierte Sherri, indem sie gelegentlich mitsang, manchmal den Worten korrekt folgte, manchmal aber auch andere Worte benutzte, Worte, die in St. Maura's oder St. Sybil's niemals laut ausgesprochen werden würden.

        Sherri wechselte auch die Infusionsbeutel, die Susan durch den Schlauch, der unter der Zwangsjacke verschwand, die Susan immer noch unter den schweren Schnürungen und Riemen von Sherris Schönheitssack trug, mit Flüssigkeit, Schmerzmitteln und Antibiotika versorgten.    Irgendwann gegen Mittag war Susans Fieber gesunken, und sie hatte begonnen, so zu schlafen, wie nach Sherris Meinung ein normaler und tiefer Schlaf sein sollte, so dass auch Sherri sich ausruhen konnte.

        Widerstrebend musste Sherri sich eingestehen, wie sehr die Konditionierung durch die neue Gesellschaft bei ihr gewirkt hatte.    Zu ihrer Überraschung stellte sie fest, dass sie es tatsächlich vermisste, während des Schlafs gefesselt zu sein, und dass sie aus Gründen, die sie nicht ganz ergründen konnte, weniger gut und weniger tief schlief, wenn sie ungefesseelt war.    Sie ertappte sich wieder beim Gähnen und stellte fest, dass ihr Mund höhlenartig und leer war, als sie nach ihrem Patienten sah.

        Wie sie John schon vor einigen Monaten erzählt hatte, waren die Studentinnen, als sie zur "Rehabilitation" an ihr ehemaliges College zurückgekehrt waren und gezwungen worden waren, an der Entwicklung weiblicher Kontrollmethoden mitzuwirken, zunächst in harte Standardfesseln gelegt worden.    Sie wurden nur dann freigelassen, wenn die Mädchen eigene Ideen einbrachten, wie sie nachts bequemer, aber ebenso effektiv gefesselt werden konnten.

      Selbst in letzter Zeit, als sie sich gelegentlich freie Nächte verdiente, stellte sie fest, dass sie weniger erholsam schlief, wenn sie nicht gefesselt war, und sich beim Aufwachen angespannt und ein wenig schmerzend fühlte.    Zu allem Überfluss musste sie sich eingestehen, dass Fesselung und Fesselkleidung der zweitbeste Ersatz für die Umarmung eines Liebhabers gewesen waren.    Wie sehr sehnte sie sich danach, nachts endlich in Johns Armen zu liegen!    An jenem anderen Abend, als sie mit ihm in seinem Bett lag, gefesselt in einem ihrer Strafkorsetts, war diese glückliche Nacht ein sehr angenehmer Vorgeschmack auf das gewesen, was noch kommen würde, zumindest wenn sie Glück hatte.    Aber sie wusste, dass sie ihre junge Beziehung schützen mussten, sie war noch so zerbrechlich und brauchte Zeit und Raum, um sich zu festigen und voll zu reifen, um ihre beiden Positionen und Rollen in dieser Beziehung zu definieren...

        ...und nun war Susan plötzlich in ihre kleine Welt gestolpert und hatte alles auf den Kopf gestellt - und sie befürchtete, dass sie dadurch gezwungen sein würden, ihr Leben von Grund auf neu zu definieren.

        Sherri versuchte, ihre Gefühle für Susan zu überprüfen.

        Das seltsame kleine Mädchen hatte sie aus dem sabotierten FAC gerettet, einem Gerät, das als manipulationssicher gegolten hatte.    Allein dafür würde sie ihr ewig dankbar sein.    Andererseits war sie in vielerlei Hinsicht so unreif, mit einer unvollständigen und eklektischen Erziehung, einem scheinbar naiven Gemüt, aber es war auch klar, dass sie gleichzeitig hochintelligent war.    Und wild!    Eine Art Alter Ego, eine rauere Version von mir?    grübelte Sherri.

        Und doch hatte Susan es geschafft, in dieser neuen, frauenfeindlichen Welt zu überleben, offenbar ganz allein, ohne von den Behörden entdeckt oder zumindest gefangen genommen zu werden.    Sherri war eifersüchtig auf die Freiheit, die sie anscheinend hatte, und bewunderte sie dafür sehr, obwohl sie wusste, dass das nicht ewig so weitergehen konnte.    Bisher war es dem Mädchen aufgrund seiner kleinen Statur und seines elfenhaften Aussehens gelungen, als Minderjährige durchzugehen, aber sie war so weit gereift, dass diese Verteidigung immer weniger in Frage kam.    Nein, sie konnte dem Druck der Gesellschaft und den unterdrückenden Institutionen nicht mehr lange entkommen, erst recht nicht, nachdem Susan mächtige Feinde zu haben schien.    Sie schwor sich, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Susan zu beschützen und ihr zu helfen, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, während ihr klar wurde, dass sie genau das für sich selbst zu tun versuchte.    Und ihre "Macht" war sehr begrenzt.    Sie seufzte und streichelte dem Mädchen sanft mit den Fingerspitzen über die Stirn.

        In den letzten Jahren war Sherri selbst beschützt, behütet, umsorgt und geführt worden, aber auch überbehütet, beherrscht und bevormundet, aber sie war nie wirklich in der Lage gewesen, die Fürsorge an jemanden zurückzugeben, der sie wirklich brauchte, dem sie etwas zurückgeben konnte.    Vielleicht war es das, was ihr am Unterrichten so viel Spaß machte.    Es gab ihr einen Vorgeschmack darauf, all das zurückzugeben, was für sie getan worden war (und vielleicht auch ihr angetan worden war).

        Ein warmes Gefühl für Susan erfüllte ihr Herz, Johns kleine Schwester, oder Halbschwester, korrigierte sie sich selbst, wenn sie davon ausging, dass das, was das Mädchen ihr erzählt hatte, wahr war.    Wenn dem so war, würde Susan eines Tages ihre Schwägerin werden, ihre Sister-in-Law.    Zumindest hoffte sie das verzweifelt.    Und ein ganz bestimmtes Mitglied ihrer neuen Familie, oder Johns 'itemtke', lächelte sie in sich hinein.

         

        Sie wurde von Susans schüchterner kleiner Stimme, die ängstlich und einsam klang, aus ihrer Träumerei geweckt.    "Hallo?    Ist jemand da?    ...Was ist los?    Hallo?"


        Sherri sprang schnell vom Stuhl auf und eilte zu dem Schönheitsbett hinüber, an dem Susan immer noch festgeschnallt war.    "Susan, es ist gut, dass du wach bist.    Es wird alles wieder gut.    Du bist jetzt in Sicherheit."

        "Hallo Box Lady," lächelte Susan sie schwach an, als der ängstliche Ausdruck aus ihrem Gesicht wich und sich in ein warmes Lächeln verwandelte, "jetzt bin ich auch eine Box Lady.    Ich mache mir allerdings nicht allzu viel daraus."    Sie runzelte die Stirn.    "Ich bin durstig."    Sherri nahm ein Glas Wasser von ihrem Nachttisch und hielt es Susan vorsichtig an die Lippen.    "Keine Cola?"    schmollte Susan.

        "Ich bringe dir gleich eine.    Ich werde in ein paar Minuten nach Demetri rufen.    Aber trink erst etwas Wasser, ich hole dir einen Strohhalm."

        Susan trank gierig aus dem angebotenen Glas, bevor sie fragte: "Warum hast du mich in diesen blöden Weihnachtsstrumpf gesteckt?    Ich kann mich kaum bewegen.    Es wird ewig dauern, bis ich mich da herauswinden kann.    Und was ist das für ein Ding zwischen meinen Beinen?"    Susans Augen wurden groß.

        "Susan, bitte nicht.    Bitte nicht.    Versprich mir, dass du jetzt nicht versuchst, aus dem Sack zu kommen, und versuch, still zu halten, dann erkläre ich dir alles."

        "Ok Sher.    Du kannst mir alles erzählen, während ich meine Fluchtpläne schmiede,"    entgegnete Susan, und irgendwie klang ihre Bemerkung gleichzeitig lässig und verschwörerisch.

        "Susan, erinnerst du dich, dass du in die Seite geschossen wurdest?" Susan nickte.

        "Verdammt richtig, das hat verdammt weh getan."    Sie verzog das Gesicht.    "Tut es immer noch, aber nicht mehr so schlimm."

        "Du hast Schmerzmittel bekommen, Liebes.    John hat dich gerade noch rechtzeitig in ärztliche Behandlung gebracht.    Du hattest... na ja... du hast schwere Verletzungen an deinem Darm und vor allem an deiner Leber.    Es war knapp.    Du hättest uns fast für immer verlassen."

        "Du kannst das "T"-Wort benutzen, Sher.    Ich bin ein großes Mädchen,"    versicherte Susan ihr, dann schloss sie ihre Augen fest, und Sherri hätte schwören können, dass sie noch kleiner wurde und zitterte, als ihr eine Träne aus den Augen fiel und sie "Mommy" murmelte.    Es dauerte eine Minute, aber dann schien sie wieder zu ihrem "normalen" Selbst zurückzufinden.    "Warum bin ich dann in dieser Wurstpelle, wenn die Ärzte mich zusammengeflickt haben?"

        "Die Ärzte sagen, dass du in den nächsten Tagen so ruhig wie möglich liegen musst, damit deine gerissene Leber die Chance hat zu heilen.    Sie haben dich in eine Zwangsjacke und ein Rückenbrett geschnallt, um deinen Oberkörper ruhig zu halten, und sie haben dir ein spezielles Höschen angezogen, damit du nicht aufstehen musst, um auf die Toilette zu gehen.    Wenn du ein Bedürfnis verspürst, lass es einfach raus."

        Susan war während Sherris Erklärungen noch etwas blasser geworden, aber bei den letzten Sätzen nahm ihr Gesicht einen nachdenklichen Ausdruck an, dann spannte es sich an, um dann von einer gewissen Erleichterung gefolgt zu werden.

        "Ahhhh!    Danke Sher.    Das war dringend.    Kann ich jetzt meine Cola haben?    Ich habe etwas Platz gemacht."

        Sherri gluckste.    "Klar, ich rufe jetzt Demetri an.    Nur eine Sekunde."

        Sie ging zur Gegensprechanlage, über die sie Demetri bei den seltenen Gelegenheiten wecken konnte, bei denen sie sich ungefesselt in ihrem Zimmer aufhielt.    "Demetri, Fräulein Susan ist aufgewacht und stirbt zum Glück nicht mehr für eine Cola, würde aber gerne eine zur Genesung haben."

        "Ich werde sofort mehrere liefern lassen, Fräulein Sherri."

        "Nichts von diesem Diät-Mist!"    brüllte Susan im Hintergrund.

        "Bitte sagen sie Fräulein Susan, dass wir froh sind, sie wach und bei Bewusstsein zu haben,"    fügte Demetri hinzu, bevor die Verbindung abbrach.

         

        Ein paar Minuten später klopfte es an der Tür.    Da die Tür zu Sherris Zimmer nur einen Knauf an der Außenseite hatte, öffnete die Person, die geklopft hatte, einfach die Tür, nachdem Sherri sie hereingebeten hatte.

        Demetri trug ein silbernes Tablett, auf dem zwei eiskalte, mit Tau bedeckte, offene Flaschen Cola mit Strohhalmen standen.    "Fräulein Sherri, hier ist die Cola für Fräulein Susan.    Willkommen zurück, Fräulein Susan, es ist schön, sie auf dem Weg der Besserung zu sehen!"

        "Hi Mr. D, auch schön, sie zu sehen!    Und danke für die Cola.    Ich würde sie mir ja selbst holen, aber ich scheine in einer Art Regenwurmkostüm zu stecken.    Kann ich jetzt rauskommen?    Das wird langsam la-haang-weiii-lig."    Der letzte Satz kam in einem Singsang heraus.

        "Ich fürchte nein, Fräulein Susan.    Wir haben alle Angst, dass sie sich noch mehr verletzen könnten, und deshalb wäre es uns lieber, wenn sie noch ein bisschen länger den 'Regenwurm', wie sie es nennen, spielen, bis die Ärzte sagen, dass es sicher ist, dass sie aufstehen können.    Es ist sehr ernst und notwendig, dass sie das tun."    Demetri schaute das junge Mädchen streng an, das in den viel zu großen Schönheitssack geschnürt und geschnallt war.    "Aber ich verspreche, wir werden sie so gut wie möglich unterhalten.    Sophia hat eine leichte Mahlzeit für sie zubereitet, die ihnen hoffentlich schmecken wird.

        Fräulein Sherri, darf ich vorschlagen, dass wir Fräulein Susan, sobald sie sich frisch gemacht und ihr bei den notwendigen Waschungen geholfen haben, ins Wohnzimmer bringen, damit sie Mr. Scott und Sophia sehen kann?"

        "Danke, Demetri.    Das ist ein ausgezeichneter Vorschlag.    Ich rufe dich wieder, wenn wir so weit sind."    Demetri verbeugte sich kurz vor den beiden Mädchen und ging, schloss die Tür und sperrte sie wieder im Schlafzimmer ein.

        "Booah.    Ist er immer so steif?"

        Sherri nickte mit einem Lächeln.

        "Aber ein netter Kerl.    Kann ich jetzt meine Cola haben, bitte?    Ich sehe, dass sie warm werden!"


        Sherri lächelte und hielt den Strohhalm der ersten Cola an Susans Lippen und sah zu, wie sie gierig daran nuckelte.    Sherri zog ihn schnell wieder weg.    "Kleine Schlucke, Susan,"    ermahnte Sherri sie.    "Du erholst dich noch,"    erinnerte sie sie sanft und hielt ihr den Strohhalm wieder hin.    Susan begann langsamer zu saugen, zumindest anfangs.

        Nachdem sie die zweite Flasche ausgetrunken hatte, seufzte Susan und entspannte sich auf dem Tisch, bevor sie einen kräftigen Rülpser ausstieß, der Sherri überraschte.    "Das war gut. Ich habe mich schon seit Ewigkeiten nach einer Cola gesehnt... Vielleicht ist es doch nicht so schlecht, ein mit Cola gefütterter Regenwurm zu sein,"    rief Susan aus, bevor Sherri das kleine Mädchen für ihr ungehobeltes Verhalten ermahnen konnte.

        "Solange sie sich benimmt, indem sie stillhält und sich erholt, werden wir dafür sorgen, dass unser kleiner Regenwurm ordentlich gefüttert wird.    Wenn du mehr Platz schaffen musst, weißt du ja, wie es geht.    Hast du sonst noch dringende Bedürfnisse?    Für den Stuhlgang, meine ich?" fügte Sherri hinzu, als sie Susans verständnisloses Gesicht sah.

        "Um ehrlich zu sein, ja, Sher, aber ich habe auch Hunger.    Wie stehe ich auf?"

        "Gar nicht, meine Liebe, jedenfalls nicht in nächster Zeit.    Dafür sorgt schon dein Spezialhöschen.    Keine Angst - wenn ich diesen Knopf drücke, wird eine kleine Düse in deinem Hintern dich sanft mit warmem Wasser ausspülen.    Aber keine Sorge.    Ich habe es selbst schon tausendmal gemacht.    Bist du bereit?"    Susan schaute sie etwas ängstlich an, dann nickte sie.    Ein leiser Motor und eine Pumpe waren zu hören, nachdem Sherri den Knopf gedrückt hatte.    Auf Susans Gesicht zeigten sich Überraschung, leichtes Entsetzen und Verlegenheit, dann eine Weile Verwirrung, gefolgt von Erleichterung.

        "Ich... ich glaube, daran muss man sich erst einmal gewöhnen,"    sagte Susan schließlich, wobei ihre normale, unerschütterlich komödiantische Stimme fehlte.    "Nicht so schlimm, aber ich glaube, ich werde das normale Kacken vermissen.    Jemand hat doch etwas zu essen erwähnt, oder?"

          "In einer Minute.    Kannst du warten, bis ich mich gewaschen und angezogen habe?"

        "Klar, Sher, komm einfach wieder, wenn mein Magen zu laut knurrt."

        Sherri schüttelte nur lächelnd den Kopf und ging dann ins Bad, wobei sie sich mühsam das Nachthemd auszog.    Sie hatte ihren Schrank und ihre Kommode nach einem weniger einschränkenden Nachthemd durchsucht, aber das alte 'Prä-Verschwörungs'-Kleid, das sie ganz hinten in der Schublade gefunden hatte, passte nicht mehr richtig, die Taille war in Ordnung, eigentlich zu großzügig, dank ihres Nachtkorsetts, aber der Rest des Oberteils war einfach zu eng.    Offensichtlich war sie reifer geworden, seit sie es das letzte Mal getragen hatte.    Sie entschied sich für das am wenigsten einschränkende Nachthemd, das sie in ihrem Schrank finden konnte, doch der enge Hals- und Rückenabschluss war für sie allein schwer zu bewältigen.    Während sie damit kämpfte, fragte sie sich, warum sie darauf bestanden hatte, es ganz zu schließen.

        "Ich würde dir ja dabei helfen, Sher, aber ich bin im Moment selbst ein bisschen angebunden."    Susan kicherte, als sie sah, wie Sherri sich abmühte.

        Sherri brauchte länger als sie gewollt hatte, um alle kleinen Verschlüsse des hochgeschlossenen Kleides zu öffnen und duschte so schnell sie konnte.    Es fühlte sich an, als wäre sie in wenigen Minuten wieder in ihrem Schlafzimmer.    "Susan!"    rief Sherri bei ihrem Anblick aus.    Irgendwie hatte Susan ihr linkes Bein aus dem geschnürten und festgeschnallten Schönheitssack befreit, Sherri konnte sehen, dass die unteren drei Riemen irgendwie gelöst worden waren, und das seltsam angewinkelte Bein hatte Susans Fuß bereit gestellt, um den nächsten Riemen zu lösen.    Sherri war schockiert über Susans Zehen, die eher wie Finger wirkten, und das Gurtende aus der Schnalle zogen.

        "Ähm, meine Nase hat gejuckt,"    antwortete Susan, wobei ihr schuldbewusster Gesichtsausdruck ihre Worte Lügen strafte.    Diese Ausrede gefiel Sherri nicht.

        "Susan,"    sagte sie streng, nachdem sie sich über den seltsamen Winkel, in dem Susans Bein angewinkelt war, hinweggesetzt hatte.    "Du hast versprochen, still zu halten,"    sagte Sherri, ihre Verzweiflung deutlich spürbar.    "Ich war nur für einen Moment weg.    Du weißt, wie gefährlich es für dich ist, dich zu bewegen."

        "Es tut mir leid, Sherri,"    antwortete Susan mit einer Kleinmädchenstimme, die Sherri fast das Herz brach und fast glaubhaft war.    Fast - aber nicht ganz.

        "Du weißt es besser, Susan,"    erwiderte Sherri mit einem Seufzer und setzte sich neben das teilweise gefesselte Mädchen. Sherri hielt inne und studierte ihre trotzigen Augen.    "Wenn du so weitermachst, werden wir dich hier nicht versorgen können."

        Es gab eine Pause, eine Art Test, als Susan Sherris Aufrichtigkeit prüfte.    "Bitte schick mich nicht weg!"    flehte Susan, als ihr die Tragweite von Sherris Ermahnung klar wurde.    Die Aussichten, die Susan sich ausmalte, überstiegen Sherris Vorstellungskraft bei weitem, als der Schrecken Susans kleines Gesicht erfüllte und ihr Tränen in die Augen stiegen, während ihr freies Bein einen Moment lang wild schwang, bevor es wieder in den Mumiensack zurückschnellte.    "Bitte… bitte… bitte…," wiederholte sie.

        "Beruhige dich, Susan.    Niemand will dich wegschicken,"    sagte Sherri, während sie sich bemühte, das Mädchen zu beruhigen, indem sie ihr über die Wange strich und ihr mit den Fingern die Haare aus dem Gesicht kämmte, während sie sprach.    "Aber dein Wohlbefinden muss an erster Stelle stehen.    Wenn du die Anweisungen der Ärzte nicht befolgst und nicht stillhältst, wird John keine andere Wahl haben, als dich in ein Krankenhaus zu bringen,"    erklärte Sherri dem verängstigten Mädchen.

       

        "Ich werde brav sein, ich verspreche es,"    bettelte Susan.

        "Ja, ja, Susan, ich weiß.    Ich bin sicher, du willst dich benehmen, und vielleicht versuchst du es auch, aber denk daran, dass deine Gesundheit und Sicherheit an erster Stelle stehen, und die besten Absichten reichen einfach nicht aus,"    erwiderte Sherri. "Wir wollen dich hier haben, Susan, aber noch mehr wollen wir, dass du sicher und gesund bist.    Hast du das verstanden?"    fragte Sherri.    Susan nickte kurz.    Sherri stand auf und umarmte das immer noch gefesselte Mädchen, so gut sie konnte, um die Schultern.    "Oh Susan, was sollen wir nur mit dir machen?"    sagte Sherri, die selbst fast weinte.

        "Wie wäre es, wenn du mich mit Abendessen fütterst?"    sagte Susan, alle Gedanken und Sorgen der vorherigen Diskussion vergessen.

        Sherri lachte, stand wieder auf und holte das Handtuch, das sie sich nach dem Duschen um den Hals gewickelt hatte.    "Lass uns dich wieder einpacken, dann kann ich mich anziehen und wir können etwas essen,"    sagte Sherri fröhlich, während sie sich wieder zudeckte, und vergewisserte sich dann, dass Susans Bein wieder in dem Sack steckte, bevor sie die Schnürungen wieder festzog und die Riemen noch ein Loch fester zog.    "So,"    sagte Sherri, als sie den letzten Riemen straff gezogen hatte.    "Meinst du, du kannst dich aus Ärger heraushalten, während ich mich anziehe?"

        "Ja Sherri,"    antwortete Susan in einem Ton, der für Sherri nicht gerade ermutigend klang, die sie streng anschaute.    "Ich verspreche es Sher!    Ich will nicht, dass du mich wegschickst!"    Sherri konnte sehen, wie sich die Tränen in Susans Augen zu bilden begannen.

        "Oh, Süße, das wollen wir auch nicht,"    versicherte Sherri dem Mädchen.    "Wir wollen nur, dass du wieder gesund wirst.    Das ist alles.    Ich habe John versprechen lassen, dass er dich zurückbringt, nachdem du vor unserer Tür aufgetaucht bist, und der einzige Grund, warum wir dich jemals gehen lassen werden, ist zu deiner eigenen Sicherheit.    Hast du mich verstanden?    Wir wollen dich hier haben."

        Susan und Sherri sahen sich einen Moment lang an und Susan nickte, während Sherri sich die Tränen wegwischte.    Nachdem sie eine Verständigung erzielt hatten, wandte sich Sherri ihrer Kommode zu.    Nachdem sie ihr Handtuch zweimal verloren hatte, während sie sich um das Mädchen kümmerte, beschloss Sherri, den Vorwand der Sittsamkeit zu ignorieren und es einfach aufzuhängen.    Sie wickelte ein kurzes Tageskorsett um sich und zog die Schnüre so fest wie möglich, bevor sie sie durch den Haken in der Wand fädelte.    Sie hatte ihn für die wenigen Gelegenheiten installiert, bei denen sie sich selbst anziehen würde, damit sie ihr Korsett selbst anziehen konnte.    Es war immer noch nicht so gut, wie wenn ihr jemand helfen würde, aber es war besser als gar nichts.    Während sie zog und zerrte, sah sie Susans neugierige Augen, die sie beobachteten, denn ihr Hals schien genauso flexibel zu sein wie der Rest ihres Körpers und konnte sich auf unglaubliche Weise drehen.

        "Sherri?"    fragte Susan zaghaft.

        "Ja, Liebes?"    antwortete Sherri etwas atemlos von ihrer letzten Anspannung.    Sie wollte darauf achten, das Korsett nicht zu eng zu schnüren, sie hatte immer noch ihren Schützling zu versorgen, aber sie wusste, dass sie sich nackt fühlte, wenn ihre Taille nicht wenigstens einigermaßen fest geschnürt war.

        "Was ist das für ein Ding um deine Taille?"

        "Du meinst mein Korsett,"    fragte Sherri und schnürte die Schnüre ab.

        "Nein, bevor du dein Korsett angezogen hast.    Du hattest es die ganze Zeit über an."

        "Oh, mein Gürtel?"    antwortete Sherri und berührte ihren Keuschheitsgürtel.

        "Ja."

        "Das ist mein Keuschheitsgürtel, Liebes."

        "Sieht unbequem aus," stellte Susan fest.

        "Das kann er manchmal sein, aber man gewöhnt sich daran."

        "Wenn er unbequem ist, warum nimmst du ihn nicht einfach ab?"

        "Das kann ich nicht, Liebes, es ist abgeschlossen, und ich habe natürlich keinen Schlüssel."

        Susan starrte sie ungläubig an.

        "Warum lässt du dich von jemandem in so ein Ding einsperren?    Kannst du dich überhaupt, ähm, berühren?"

        "Nein, meine Liebe, und auch sonst niemand," überlegte Sherri einen Moment, bevor sie fortfuhr, "aber ich kann stimuliert werden, ob ich es will oder nicht," fügte sie hinzu.    "Und was es angeht, jemanden mir dieses Ding anlegen zu lassen, dann hat eine Dame in dieser Hinsicht keine große Wahl mehr."

        "Hmmpf,"   schnaubte Susan.    "So etwas werde ich niemals tragen,"    stellte sie kategorisch fest.

        "Sei vorsichtig mit deinen Versprechen, Susan," sagte Sherri lächelnd, während sie ihren Kleiderschrank nach den lockersten Kleidungsstücken durchsuchte, die sie finden konnte.    Die Pflege von Susan erforderte die größtmögliche Freiheit, die sie aufbringen konnte.

        "Du meinst doch nicht etwa, dass sie mich in so etwas gesteckt haben!"    schrie Susan und begann sich kurz zu wehren.

        "Nein Susan.    Entspann dich und bleib ruhig,"    sagte Sherri und eilte zu dem Mädchen hinüber.    "Dein spezielles Höschen ist nicht wie mein Gürtel," log sie, um sie zu versichern.    "Sie helfen dir nur bei deinen Toilettenproblemen, während du unbeweglich bist."    Das schien das Mädchen ein wenig zu besänftigen, und Sherri ging zurück zum Schrank.

        Sie stieß auf ein wildes Outfit, das sie im College gekauft hatte.    Sie erinnerte sich, dass sie es damals so gewagt fand.    Irgendwie hatte es die Säuberung ihrer Kleidung überstanden und hing immer noch ganz hinten im Schrank.    Zusammen mit dem richtigen Schuhwerk und den Handschuhen wäre es genau das Richtige, um sich um ihren neuen Schützling zu kümmern.

        "Sher?"    fragte Susan erneut zaghaft, obwohl Sherri in der Frage noch etwas anderes erkannte.

        "Ja?"

        "Wenn du willst, kann ich dir das Ding abnehmen,"    bot Susan an.    "Ich muss nur meine Hände frei bekommen."

        Da war es, das Angebot, das Sherri sowohl befürchtet als auch von dem Mädchen erwartet hatte.    Die Schlüssel zum Himmel, die betörende Verlockung der verbotenen Frucht, eine fast unermessliche Versuchung.    Nach Johns Beschreibung und ihrer eigenen Erfahrung schätzte sie, dass Susan nur ein paar Minuten brauchen würde, um das Schloss ihres Keuschheitsgürtels zu überwinden, des Gürtels, der sie von John ferngehalten hatte, von jedem, auch von sich selbst, und der eine ständige Quelle der Qual gewesen war, ihr persönlicher Zuchtmeister, und das schon so lange.    Sie hielt inne, ließ fast das Kleid fallen und erschauderte einen Moment lang.

        "Sher?    Geht es dir gut?"    fragte Susan die blasse und verblüffte Frau.

        "Bitte Susan...," flüsterte Sherri, "Bitte, es ist lieb von dir, es anzubieten... wirklich lieb.    Aber versprich mir, dass du das nie wieder für mich tun wirst,"    flehte Sherri mit leiser Stimme.    "Bitte."    Sie drehte sich nicht um und zeigte Susan nicht die Tränen, die ihr über das Gesicht liefen.    Sherri wusste, dass Susans unschuldiges Freiheitsangebot ein zweischneidiges Schwert war, das in einer Sekunde zur Katastrophe führen konnte.

        "Also gut, Sherri.    Ich werde nichts mehr dazu sagen,"    sagte Susan.    Sie war verwirrt und betrachtete die Frau genau, bis sie schließlich feststellte, dass Sherri ihr Weinen nach Kräften zu verbergen versuchte.    "Nicht weinen, Sherri.    Ich habe es nicht so gemeint."

        "Ist schon gut, Susan," sagte Sherri, die immer noch weinte.    "Es ist okay, es ist nur... nun, die Versuchung ist so stark... und... und es kann einfach nicht sein... nicht mit den Dingen so, wie sie sind...,"    sagte Sherri zwischen Schluchzern.    Sherri brauchte ein oder zwei Minuten, um ihre Fassung wiederzuerlangen.    "Danke für dein Angebot, Susan, aber du musst wirklich stillhalten, damit es dir besser geht, und, na ja, lassen wir das Thema einfach fallen, okay?"    fragte sie und wischte sich und Susan mit einer Handvoll Taschentücher das Gesicht ab.

        "Okay Sher, was immer du willst,"    sagte Susan mit einem verwirrten, aber ernsten Gesichtsausdruck.    "Könntest du dich ein bisschen beeilen?    Ich werde langsam hungrig, und ich möchte nicht, dass das ganze Essen weg ist, bevor wir ankommen,"    sagte Susan, wieder ganz die Alte.

        "Natürlich, Susan," sagte Sherri und kehrte schnell zu ihrem verlassenen Kleid zurück.    Sie sah sich den Rock an und stellte fest, dass er ihr bis zu den Knien reichte, und ging schnell zu ihrem Schuhschrank, wo sie ein Paar weiße oberschenkelhohe Stiefel fand, die perfekt dazu passen würden.    Sie zog das Kleid an und stellte schnell fest, dass ein Gürtel mit ihrer nun korsettierten Taille eine absolute Notwendigkeit war, und fand einen schwarzen, der dazu passen würde.    Sie setzte sich und zwängte ihre Füße in die Stiefel, die sie schnell mit dem Reißverschluss verschloss.    "Ich muss etwas mit meinem Haar machen,"    sagte sie zu Susan und verschwand wieder im Bad, nur um eine Minute später mit ihren noch feuchten Locken in einem Pferdeschwanz zurückzukehren.    "Das wird reichen müssen,"    sagte sie und brachte ein Tablett mit Kosmetika dorthin, wo Susan lag.

        "Was willst du denn mit der Fettfarbe machen?"    fragte Susan misstrauisch.

        "Eine Dame kann nicht ohne ihr Gesicht aus dem Haus gehen,"    sagte Sherri und begann, leichtes Make-up auf Susans wackelndes Gesicht aufzutragen.    "Halt jetzt still."

        "Ich bin kein Clown,"    erklärte Susan.    Sherri brauchte viel Entschlossenheit und mehr als nur ein paar Augenblicke, um Susans Gesicht herzurichten. Als sie fertig war, hielt sie einen Spiegel hoch, damit das Mädchen es sehen konnte.

        "Bin ich das wirklich?"    fragte Susan und betrachtete ihr Spiegelbild.

        "Natürlich, meine Liebe, du bist ein wunderschönes Mädchen,"    versicherte Sherri ihr.    "Jetzt brauche ich nur noch meine Handschuhe, und wir können Demetri rufen."

        "Wozu brauchen wir Mr. Fussbucket?"    fragte Susan verwirrt.    "Mach einfach die Tür auf und schieb mich zum Essen."

        "Die Tür lässt sich nicht von innen öffnen,"    informierte Sherri sie, und Susan schaute einen Moment lang verwirrt auf die Tür, verblüfft über das Fehlen eines Türknaufs.

        "Das ist einfach nur dumm,"    erklärte Susan, als Sherri Demetri anrief, und Sherri stimmte dem gerade heraus redenden Mädchen im Stillen zu.



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MartinII
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Versklavung einer Frau geht nur freiwillig.

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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:04.10.22 10:03 IP: gespeichert Moderator melden


Immer weiter spannend - Danke!
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rabe57 Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:04.10.22 12:44 IP: gespeichert Moderator melden


Würde ich auch sagen!

DANKE
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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:05.10.22 23:47 IP: gespeichert Moderator melden


Hallo,

jetzt kommt ein großes Stück über Susan - das ließ sich nicht unterteilen.
Aber danach dauert es ein Bißchen, ich habe noch keine weiteren Teile fertig.

Viel Spaß!

Herman
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herman Volljährigkeit geprüft
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:05.10.22 23:47 IP: gespeichert Moderator melden


New in Town – eine neue Welt Kapitel 18 J


      "Hi Johnny!"    Obwohl sie vom Hals abwärts in Leder gehüllt und an den beweglichen Tisch geschnallt war, konnte Susan ihre überschäumende Freude nicht unterdrücken.    "Danke, dass du mich zusammengeflickt hast.    Aber ich sage dir - wenn ich noch einmal in dieser Zickenbox reisen muss, werde ich sie erst einmal bequem umdekorieren.    Das blöde Ding hat mich wegen meiner Tischmanieren geschockt!    Irgendein Blödsinn, dass ich meine Hände auf dem Tisch lasse.    Wann kann ich aufstehen?    Gibt es etwas zu essen?    Sher hat ewig gebraucht, um sich fertig zu machen."    Ihr übertriebenes Augenrollen war das reinste Drama.

        "Auch hallo, du." John stand über dem liegenden Mädchen und betrachtete ihr Gesicht von oben nach unten. "Du siehst auf jeden Fall besser aus als gestern Abend, und sehr hübsch."    Johns Lächeln wurde noch breiter, als Susan über das Kompliment freudig lächelte.    "Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht, dass du es nicht schaffen würdest.    Tut mir leid wegen dem FAC..."    John sah zu Sherri hinüber.

        "Ich schätze, du bist an europäische Manieren gewöhnt.    Amerikaner behalten die freie Hand auf dem Schoß, Liebes.    Das Programm wusste es nicht besser.    Es tut mir leid, aber es war die einzige Möglichkeit, dich sicher rauszubringen,"    erklärte Sherri.

        "Ich werde dem Ding Manieren beibringen, wenn ich wieder aufstehe, warte nur ab,"    murmelte Susan wütend.    "Und wer ist das?"    sagte Susan, und ihr Gesichtsausdruck änderte sich augenblicklich in fröhliche Neugier, während sie ihren Hals in einem scheinbar unmöglichen Winkel verdrehte, um den ganzen Raum zu überblicken.

        Sherri brachte ihr Dienstmädchen herbei und führte es zu Susan.    "Darf ich dir Sophia vorstellen, Demetris Frau und eine gute Freundin von uns allen.    Sie ist auch eine fantastische Köchin.    Ich weiß, dass ihr Essen dir helfen wird, dich in kürzester Zeit zu erholen."

        "Hallo Sophia, freut mich, dich kennenzulernen, vor allem, weil ich hungrig bin!    Gib mir einen Moment, dann schüttle ich dir die Hand."    Wieder, während sie zusahen, lösten sich Susans Zehen aus dem Schönheitssack und begannen, den ersten Riemen zu bearbeiten.

        "Susan!"    schimpfte Sherri, als sie die befreiten Zehenglieder zurück in die Umhüllung drückte und kopfschüttelnd erneut begann, die Schnürung festzuziehen.

        "Freut mich auch, Fräulein Susan.    Benvenuto a casa!    Ich hoffe, meine Kochkünste werden ihnen gefallen."    sagte Sophia, während sie ein Tablett mit Essen auspackte und eine dampfende Schüssel und einen Löffel in Richtung des ausgestreckten en Mädchens brachte.    "Sie müssen nur stillhalten, dann werden wir sie füttern."

        "Sophia, wenn es dir nichts ausmacht, werde ich Fräulein Susan selbst füttern."    Sherri nahm die dampfende Schüssel von Sophias Tablett und stellte sie auf den Schönheitstisch neben Susan.

        "Was ist das, Sher?    Babybrei?"    Susan rümpfte beim Anblick des Essens die Nase.    "Ich bin kein Baby!    Geh weg und bring was Richtiges zu essen!"    Beim ersten Anblick des Essens drehte sie den Kopf weg, ihr Hals verhielt sich wie eine Schlange und machte es Sherri schwer, einen Löffel in die Nähe ihres Mundes zu bekommen.

        "Dann benimm dich nicht wie ein Baby, probier es wenigstens erst mal!"    Sherri bemühte sich, den ersten Löffel in das bewegliche Ziel zu bekommen.

        "Nein, das werde ich nicht!    Geh weg!    Nein!    Nein-mmmmm... ...Mmmmm!    Hey! Das ist wirklich gut!    Was hast du da reingetan, Sophia, mächtige Köchin?"

        "Nur etwas heißen Grießpudding, Fräulein Susan, mit Äpfeln, Pfirsichen, Zimt, Zucker und ein paar Walnüssen.    Genau das Richtige, um ihre Gedärme wieder auf Vordermann zu bringen."

        "Sophia, du bist ein Genie.    Mehr bitte, Sher!"    Mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht fuhr Sherri fort, Susan mit dem Löffel zu füttern, die so schnell mampfte, wie Sherri neue Löffel nachschob.

        "Langsam, Liebes," erinnerte Sherri das Mädchen.    "Kau dein Essen.    Sophia, könntest du mir die Milch reichen?"

        "Milch?"    Susan verzog das Gesicht.    "Wie wär's mit einer Cola?"

        "Du hast vorhin eine Cola getrunken.    Es ist Zeit für etwas Nahrhafteres."    Susan verzog das Gesicht und wandte schmollend den Kopf ab.

        "Komm schon Susan, Milch ist gut für die Haut, und wir Mädchen brauchen unser Kalzium."

        "Ich fühle mich wie ein kleines Baby,"    beschwerte Susan sich, ließ sich aber von Sherri füttern und hatte schnell genug von dem Pudding.

        "Danke Sher, und danke Sophia, ich fühle mich jetzt viel besser."    Susan gähnte herzhaft.    "Ich fühle mich satt wie eine Katze und könnte jetzt ein Nickerchen machen, aber ich weiß nicht, ob ich das tun sollte - ich hatte die seltsamsten Träume, als ich schlief - eine Menge böser Jungs waren hinter meinem Dad her, und dann waren sie hinter mir her.    Und dann gab es eine wütende Musik, die sie zurückwarf - sie versuchten, gegen die Musik anzurennen, aber sie warf sie jedes Mal zurück, wenn sie versuchten, in meine Nähe zu kommen.    Und am Ende waren da ein paar Leute, die gesungen haben, und die haben sie einfach von der Straße gefegt - und dann weiß ich nicht mehr."    Sie brach für einen Moment ab und schüttelte den Kopf.    "Es schien so real - ich habe noch nie solche Musik gehört.    Ich meine, wie kann ich von Musik träumen, die ich noch nie gehört habe?"

        "Die Musik war echt, Liebes,"    erklärte Sherri ihr: "Du warst auf Schmerzmitteln, starken Drogen, die dir offenbar Albträume bescherten.    Demetri fand genau das Richtige, um dir zu helfen; er spielte Musik, die so laut war, dass sie dich sogar in deinen Träumen erreichte.    Das hat dich beruhigt und dir zu einem erholsamen Schlaf verholfen."

        "Es war beängstigend, aber auch sehr schön.    Danke Mr. D!    Sag mal, jetzt, wo ich wach bin und nicht wirklich aufstehen kann, um draußen zu spielen, kannst du mir das noch mal vorspielen, damit ich weiterschlafen kann?"    Susan gähnte wieder heftig.

        "Nun, Fräulein Susan," sagte Demetri, "wenn es zu ihrer schnellen Genesung beiträgt und wenn Mr. Scott es erlaubt, würde ich ihnen gerne noch etwas Musik vorspielen."    Alle Augen richteten sich auf John, dem nichts anderes übrig blieb, als zustimmend zu nicken.

        "Vielleicht könnten wir, mit Mr. Scotts Erlaubnis, unter diesen Umständen das Abendessen als formellen Anlass ausfallen lassen, und Mr. Scott und Fräulein Sherri könnten auf einen Imbiss mit frisch gebackenem Brot und dem Parmaschinken, den wir gestern gekauft haben, in meine Küche kommen,"    schlug Sophia vor.

        "Du wirst uns erlauben, in deine Küche einzudringen?"    erkundigte sich John.

        "Gewiss, Mr. Scott, solange es nicht zur Gewohnheit wird," sagte Sophia mit einem kleinen Lächeln, "lassen sie meinem Mann ein wenig Zeit mit einem wirklich 'gefesselten Publikum' für seine Musik - es wird ihn glücklich machen."    Sophia ließ Demetri bei Susan, führte John und Sherri in die Küche und setzte sie auf Hocker an den Tisch, an dem sie und Demetri gewöhnlich ihre Mahlzeiten einnahmen.    Ein riesiger Laib dunkelbraunen Brotes kühlte noch auf der Theke ab, und nachdem sie Teller und Messer verteilt hatte, brachte sie einen großen Teller mit dünn geschnittenem Schinken, ein Glas Essiggurken und eine Schale mit der reichhaltigen echten Butter, auf der Sophia immer bestand, und ging dann daran, den Laib mit einem riesigen und gefährlich aussehenden Brotmesser zu schneiden.    John schaute gespannt zu, während im Wohnzimmer die Musik einsetzte, wieder Beethovens 9. Sinfonie, aber diesmal in einer verspielteren Version und viel leiser als am Abend zuvor.

        "Sophia, das ist großartig.    Genau wie die Picknicks, die wir in Frankreich gemacht haben, als ich ein Mädchen war.    Ich genieße diese Art von Essen zur Abwechslung sehr.    Nicht, dass ich etwas gegen deine fantastische Küche hätte," beeilte sich Sherri hinzuzufügen, "aber das weckt so viele Erinnerungen.    Zur Abwechslung mal gute Erinnerungen."

        "Nun, ich weiß, dass mein Mann informelle Mahlzeiten ablehnt," sagte Sophia etwas verschwörerisch, "aber er wird sich freuen, dass er seine Liebe zur Musik nun mit jemandem teilen kann.    Ich schätze, dass wir ihn eine Weile nicht sehen werden.    Ich werde einen Teller für ihn vorbereiten und ein paar kleine Stücke für Fräulein Susan schneiden.“

        "Bitte tue das, Sophia, und lass deinen Mann bitte wissen, dass wir seine Musik ebenfalls zu schätzen wissen und uns freuen würden, wenn er von Zeit zu Zeit mehr davon mit uns teilen würde."

        "Er wäre sehr erfreut, Mr. Scott.    Bitte entschuldigen sie mich für einen Moment."

        Als Sophia gegangen war, saßen John und Sherri einfach nur da, aßen schweigend und lauschten der Musik, die nun zu sanfteren, nun spielerischen Tönen übergegangen war.    Nach einer Weile erkannten sie, das heißt Sherri, Smetanas 'Moldau'.

        Sherri brach das Schweigen.    "John, was sollen wir mit Susan machen?"

        John seufzte und schüttelte den Kopf.

        "Wir müssen sie verstecken und beschützen und sie bei uns behalten.    Bitte, John!    Sie ist so ein süßes kleines Mädchen und so einfallsreich und intelligent, dass sie schon so lange allein überlebt hat.    Aber du weißt, dass es so nicht mehr weitergehen kann, nicht allein.    Bis jetzt hatte sie Glück, aber jetzt, wo ihre Feinde von ihr wissen...    Trotz all ihrer Fähigkeiten ist sie in vielerlei Hinsicht so naiv, blind für die inhärenten Fallen, die in dieser neuen Gesellschaft versteckt sind.    Wir müssen ihr unbedingt noch viel mehr beibringen, wenn sie überleben will.    Und nicht nur das, wir müssen irgendwie einen Platz für sie finden, damit sie eine Art offizielle Existenz, ein Leben führen kann.    Oh John, bitte, ich weiß, du bist mein Vormund, und als dein Mündel werde ich mich deinem Urteil unterwerfen, aber bitte, bitte, schick sie nicht weg, lass sie uns wenigstens eine Weile behalten, sie ist wie eine Familie für mich!"

        John sah sie erstaunt an, überrascht, dass Sherri nichts von der berüchtigten Eifersucht zeigte, die er so oft bei ihr gesehen hatte, jetzt, wo wieder ein junges, attraktives Mädchen im Haus war.

        Sherri verwechselte sein Zögern mit Widerwillen und fuhr fort: "Oh John, wir werden einen Weg finden.    Bitte, wenn wir nur ein wenig Partner sein können, bitte lass uns Susan hier behalten, bis wir einen Weg gefunden haben, ihr zu helfen, zu leben... da draußen."

        "Natürlich werden wir sie hier behalten, bis sie sich erholt hat, und wir werden sie zur medizinischen Versorgung bringen und wieder zurück, solange sie es braucht.    Ich weiß nicht, wo sie sonst hingehen wird.    Man hat mir gesagt, dass Evergreen Meadows kompromittiert wurde, was auch immer das bedeutet.    Offenbar kann sie also sowieso nicht dorthin zurückkehren.    Wir können versuchen, sie zu beschützen, aber wir können sie nicht ewig geheim halten, wir müssen eine Tarngeschichte für sie finden, eine Identität, die bei den Behörden Bestand hat.    Und sie wird einen offiziellen Vormund brauchen.    Ich bin bereit, das auch für sie zu sein, aber wie soll ich mit zwei Mündeln zurechtkommen, wenn mein erstes bereits mein Leben voll ausfüllt?"    sagte er mit einem kleinen Lächeln.

        Während des Gesprächs kam Sophia wieder in die Küche und hörte, was er gesagt hatte.    Zu ihrer beider Überraschung hatte Sophia Tränen in den Augen, und auf ihre fragenden Blicke antwortete sie: "Ihr hättet die beiden zusammen sehen sollen.    Mein Mann ist ganz verzaubert von ihr, und sie schaut voller Bewunderung zu ihm auf und fragt ihn alles Mögliche über seine Musik.    Sie besteht darauf, ihn jetzt 'Onkel Demetri' zu nennen, und mich nennt sie 'Tante Sophia'.    Mr. Scott, ich weiß, es steht mir als ihrer Bediensteten nicht zu, Vorschläge zu machen, aber darf ich frei sprechen?"

        "Sophia, wir hatten diese Diskussion schon einmal, erinnerst du dich?    Ich möchte, dass du immer frei sprichst, und ich habe deinen Rat noch nie bereut!"

        "Ich danke ihnen, Mr. Scott.    Ich konnte nicht umhin, ihr Gespräch mitzuhören, als ich zurückkam.    Es wird nicht einfach sein, eine falsche oder besser noch eine neue Identität für Fräulein Susan zu finden, und selbst wenn sie die Vormundschaft für sie übernehmen, müssten sie erklären, woher sie kommt. Aber vielleicht könnten wir, mein Mann und ich, sie als unsere Nichte registrieren lassen, die in einer abgelegenen ländlichen Gegend gelebt hat und das meiste von der "Verschwörung" und ihren Folgen verpasst hat.    Wir könnten sagen, dass sie hierher gekommen ist, um als Lehr-Dienstmädchen ausgebildet zu werden, und sie könnte zumindest eine Zeit lang bei uns im Haus arbeiten.    Mein Mann könnte sie als sein Mündel eintragen lassen.    Und ich, nun ja, sie wissen, dass ich keine eigenen Kinder haben kann."    Sophias Stimme verstummte, und sie sah John verlegen an.

        John sah in die flehenden und erwartungsvollen Gesichter der beiden Frauen und nickte dann langsam.

        "Das könnte tatsächlich funktionieren.    Natürlich werden wir eine Menge Hilfe brauchen.    Hoffentlich können die Leute, die ihre medizinische Versorgung organisiert haben, dabei helfen, Papiere für sie zu besorgen.    Sie scheinen sehr einfallsreich zu sein, und ich denke, es wäre auch in ihrem Interesse.    Ist es das, was du auch willst, Sherri?"

        "Oh ja, John, bitte, alles, was Susan bei uns hält.    Und was wäre besser für sie, als wenn Demetri und Sophia sich um sie kümmern würden!"

        John sah sie einen Moment lang schweigend an, dachte über die Folgen nach und plante ein paar Eventualitäten, als die Musik erneut wechselte - diesmal zu Mozarts 'Kleiner Nachtmusik'.

        "Wir müssen sicherstellen, dass Demetri einverstanden ist.    Und Susan muss selbst zustimmen.    Das könnte am Ende der schwierigste Teil sein.    Sie so zu erziehen, dass sie sich in der Öffentlichkeit so verhält, dass sie den Regeln dieser Gesellschaft entspricht, könnte auch eine Herausforderung sein, selbst nachdem ich gesehen habe, wie du unterrichtest, Sherri, Susan könnte sogar deine Fähigkeiten als Lehrerin überfordern."    Sherri lächelte und stand kurz auf, um ihm einen Knicks zu machen, etwas, das sie im Speisesaal, an ihren Stuhl gefesselt, niemals hätte tun können.    "Und nach dem, was ich in dieser Woche in meinem Unterricht gelernt habe, sollten wir sie als Lehrmädchen in ihrem Alter mindestens in die Stufe zwei einstufen können, sie wird es also etwas leichter haben als du.    Sich an die richtige Kleidung und das richtige Verhalten in der Öffentlichkeit zu gewöhnen, wird für sie schwer genug sein."    John runzelte die Stirn, während er weiter grübelte.    "Und wenn sie sich erst einmal erholt hat, wird sie wirklich als Dienstmädchen arbeiten müssen, um ihre Deckung zu behalten.    Du wirst sie gut unterrichten müssen, Sophia.    Aber einen Versuch ist es allemal wert!"

        Sherri sprang auf, stürzte sich auf ihn und umarmte ihn mit all ihrer Kraft.

        "Oh, danke John, vielen Dank!    Wir werden alle unser Bestes tun, um ihr zu helfen, und ich bin sicher, wir werden es nicht bereuen!"

        Während sie sprach, wurde die Lautstärke der Musik leiser und Demetri betrat die Küche.    Er runzelte die Stirn über Sherris unladyhaftes Verhalten, als sie sich an John klammerte, aber bewegt von seiner Begegnung mit Susan und dem ungezwungenen Charakter des Abendessens, machte er sich nicht die Mühe, sie zu kommentieren oder zu tadeln.

        "Fräulein Susan ist eingeschlafen," antwortete er auf die fragenden Blicke mit einem zufriedenen Lächeln, "es hat sich herausgestellt, dass sie noch nie zuvor klassische Musik gehört hat, aber alles, was ich ihr vorgespielt habe, hat ihr gefallen.    Sie erinnert mich an sie, Fräulein Sherri, als sie ein junges Mädchen waren," lächelte er, "wenn auch viel wilder, wenn man das glauben kann, und sicherlich viel weniger gebildet.    Sie ist ein ungeschliffener Diamant.    Es ist mir ein Rätsel, wie sie ihre Existenz so lange verbergen konnte, aber ich beginne es zu erraten.    Ich hoffe, sie kann es weiterhin tun."

        "Voglio parlare con te di questo!" sagte Sophia schnell, stand auf, packte Demetri am Arm und zog ihren überraschten Mann aus der Küche.    Selbst als die Tür hinter ihnen geschlossen war, konnten Sherri und John hören, wie sie sich in schnellem Italienisch sprach, gelegentlich unterbrochen durch überraschte Zwischenrufe von Demetri.    Es herrschte kurzes Schweigen, dann übernahm er das Wort und sprach mit ruhiger, fester Stimme, wiederum gelegentlich unterbrochen von Sophias offensichtlicher Zustimmung.

        John und Sherri sahen sich nur an, und John lächelte über Sherris Gesichtsausdruck, als sie das Gespräch des Paares belauschte.    Die Tür öffnete sich wieder, und Demetri führte Sophia mit ernster Miene zurück in die Küche.    "Mr. Scott," begann er in seiner normalen, förmlichen Stimme, "meine Frau hat mich darüber informiert, dass Fräulein Susan weiterhin in Gefahr ist, auch wenn sie sich von ihren Verletzungen erholt hat, und dass sie - und Fräulein Sherri - bereit sind, ihr zu helfen und sie im Haushalt zu behalten."

        John und Sherri nickten beide.

        "Sie hat mir auch gesagt, dass der beste Weg, ihr eine neue Identität zu verschaffen, darin bestünde, dass ich sie als meine Nichte und mein Mündel eintragen lasse und sie, zumindest nach außen hin, als Dienstmädchen ausbilde."

                        Wieder nickten Sherri und John zustimmend.

        "Wenn sie einverstanden sind, würden meine Frau und ich Fräulein Susan gerne in unsere Obhut nehmen und ihr helfen, sich nützlich zu machen, sobald sie sich erholt hat.    Und es wäre mir ein persönliches Vergnügen, ihr mehr über die Welt beizubringen."

        "Nicht zuletzt über deine wunderbare Musik," lächelte John, "aber wir alle wollen ihr helfen und sie zu einem Mitglied unseres 'itemtke' machen, also bin ich natürlich einverstanden, danke, Demetri.    Aber wenn Susan jetzt schläft, denke ich, dass es ein guter Zeitpunkt wäre, sie zurück in Sherris Zimmer zu rollen und ihrem Beispiel zu folgen?" Sherri nickte auf seinen fragenden Blick hin energisch: "Wir werden morgen unsere ganze Kraft brauchen, um weitere Pläne zu schmieden.    Zum Glück ist es Samstag, so dass ich keinen Unterricht habe."    John schaute sich nach allgemeiner Zustimmung um.    "Ich danke dir, Sophia, für dieses wunderbare informelle Essen, und ob sie es weiß oder nicht, ich bin sicher, dass Susan dir ebenfalls dankt."



        Am nächsten Morgen stand John früh auf und ging, obwohl er fand, dass es morgens unangenehm kühl wurde, eine Runde joggen.    Er brauchte etwas Zeit für sich, um den Kopf frei zu bekommen und über seine neue Situation nachzudenken. Außerdem wollte er den "normalen" Anschein wahren, auch wenn sie ihr übliches Sonntagsfrühstück mit Frank und Kaitlin verpassen würden.    Die arme Kaitlin erholte sich noch immer von der Tortur der ersten Konditionierungssitzung.

        Genau wie er selbst, schienen alle von Susan verzaubert zu sein.    Sogar Sherri zeigte keine Spur ihrer berüchtigten Eifersucht und schien Susan als ihre kleine Schwester zu betrachten.

        Aber wenn Sherri dadurch von ihrer Eifersucht geheilt wurde, dann war das nur zu ihrem Besten.    Es gab ihr auf jeden Fall etwas zu tun und jemanden, für den sie sorgen konnte.    Er war ein wenig besorgt darüber, was eine gelangweilte Sherri tun würde.

        Das Leben würde sicher nicht einfacher werden, aber sicherlich "interessanter".    Mit einem Schmunzeln erinnerte er sich an den alten chinesischen Fluch "Mögest du in interessanten Zeiten leben," und obwohl er sich seit seiner Rückkehr doppelt verflucht fühlte, beschloss er, dass er es um nichts in der Welt ändern würde.

        Als er den Eingang des Gebäudes erreichte, wurde er von einem Ruf begrüßt, und der Portier warf ihm wie üblich sein Handtuch zu und wünschte ihm einen guten Tag, während er dem berühmtesten Bewohner des Gebäudes die Tür aufhielt.    Okay, dachte John, auf den Ruhm kann ich gut verzichten.    In der Lobby blieb er kurz stehen, um sich abzutrocknen, und erstickte fast.    Der ornamentale Raum mit den hohen Decken war zu dieser frühen Stunde leer, bis auf den Empfangschef, der ihn in seiner gewohnt freundlichen Art begrüßte, und eine ältere Dame in einem schwarzen matronenhaften Kleid mit dickem Schleier, die auf der Couch in der Nähe des Aufzugs saß, eine Zeitschrift las und einen überwältigenden Duft von Lavendel und Lilie verströmte.    Offensichtlich war der Geruchssinn der armen Frau mit ihrer Jugend verloren gegangen.    John ging schnell zum Aufzug und trocknete sich ab, während er auf die Ankunft der Kabine wartete.    Zu seinem Leidwesen erhob sich die ältere Dame gerade von der Couch, als die Fahrstuhltür läutete und sich öffnete, und ging ebenfalls zum Fahrstuhl.    Nach einem kurzen, aber gründlichen prüfenden Blick entschied John, dass von ihr keine Gefahr ausging, und trat höflich zur Seite, um sie zuerst in den Aufzug zu lassen.

        "Welches Stockwerk, Ma'am?"    fragte er sie, als sich die Türen schlossen, und hoffte, dass es eine niedrige Zahl war.

        "Dasselbe wie deines, Großneffe.    Das heißt, wenn du bereit bist, deine alte Großtante zum Frühstück einzuladen."

        "Lily!    Was machen SIE denn hier?"    John ließ mehr Emotionen in seine Stimme eindringen, als er wollte, als Lily Henderson ihren schweren Schleier zurückzog und ihr stark geschminktes Gesicht enthüllte.

        "Na, was für ein Empfang für deine alte Großtante.    Willst du mich nicht mal umarmen?"    Sie sah ihn an und schniefte.    "Nein, wenn ich es mir recht überlege, riechst du trotz des Parfums ein bisschen, also verschieben wir das.    Ich hätte mein Bouquet mitbringen sollen."    Sie zog eine Blume aus ihrem Hut und steckte sie in eine Plastiktüte.    Der starke Duft des Parfums begann sich fast sofort zu verflüchtigen, wenn auch nach Johns Meinung nicht schnell genug.    "Um deine Frage zu beantworten, ich bin gekommen, um nach meinem Schützling zu sehen, den du jetzt in deinem Haus versteckst."    Sie sah ihn an und wartete auf eine Antwort.    "Wir müssen uns unterhalten."

        "Ich werde sie nicht zurückgehen lassen.    Doktor Early hat mir gesagt, dass Evergreen Meadows kompromittiert wurde, was auch immer das bedeutet.    Aber ich schätze, sie wissen mehr darüber als ich."

        "Mr. Mann, ich weiß über alles mehr als du.    Aber wir werden uns im Moment an Susan halten." Lily betätigte den Not-Aus-Schalter an der Aufzugstafel, um mehr Zeit zu gewinnen.    Der Aufzug kam ruckartig zum Stehen, aber zum Glück ertönte kein Alarm.

        "Nur um gleich etwas klarzustellen, Susan bei euch zu behalten, ist eigentlich meine bevorzugte Option, aber es wird einiges an Organisation erfordern, um ihre Geheimnisse zu verbergen, und ihr müsst sie immer noch in medizinische Behandlung bringen, bis sie sich vollständig erholt hat.    Habt ihr euch schon Gedanken gemacht, wie ihr das machen wollt?"

        "Das haben wir alle, so viel wie möglich in der kurzen Zeit, die wir hatten.    Die Panteras haben Gefallen an ihr gefunden, und Sherri scheint sie wie eine kleine Schwester adoptiert zu haben.    Zum Glück zeigt sie bei Susan keine ihrer berüchtigten Eifersüchteleien."

        Lily runzelte bei dieser letzten Information die Stirn.    "Susan hat vielleicht ein kleines Geheimnis mit ihr geteilt, von dem ich vermute, dass sie es herausgefunden hat," sagte sie und hielt einen Moment inne.    "Ja, das ist so ziemlich die einzige Erklärung dafür, warum deine Sherri überhaupt nicht eifersüchtig auf sie sein könnte."

        John sah sie fragend an.    "Nein," unterbrach sie seine nächste Bemerkung, "das muss warten.    Wir können den Aufzug nicht zu lange aufhalten, bevor jemand Verdacht schöpft.   
Wie wollt ihr ihr also eine Tarnung verschaffen?"

        "Demetri und Sophia wollen sie als ihre Nichte ausgeben, die aus einer abgelegenen Gegend stammt, die den meisten Verwüstungen der Verschwörung entgangen ist, aber jetzt hat sie ihre Eltern verloren und ist zu ihnen gekommen, um bei ihnen zu bleiben.    Sie sind bereit, sie zu einem Dienstmädchen auszubilden, und Demetri wird sie als sein Mündel registrieren lassen."

        Lily dachte einen Moment lang nach.    "Gut gemacht, mein Sohn.    Sie zu einem Dienstmädchen ausbilden zu lassen, ist nicht gerade das, was mir vorschwebte, aber deine Idee könnte noch besser funktionieren, zumindest für eine gewisse Zeit.    Du wirst viel Hilfe brauchen, um den richtigen Papierkram zu besorgen."

        "Das, meine liebe Großtante, ist genau der Grund, warum wir uns mit Leuten wie dir abgeben."

        "Ich werde mein Bestes tun," sagte Lily immer noch in Gedanken versunken und ignorierte seine Beleidigung, "aber wie kommst du darauf, dass Susan damit einverstanden sein wird - und bereit ist, als bloßes Dienstmädchen zu arbeiten?"

        "Wo soll sie denn sonst hin in ihrem Zustand?    Aber ich gebe zu, dass ich mir auch darüber ein wenig Sorgen mache."

      "Nun, das erfordert vielleicht eine kleine List, also wenn du deiner alten Großtante vertraust, werde ich dir sagen, was wir tun werden..."



        Die Fahrstuhltür öffnete sich im obersten Stockwerk, und John und Lily stiegen aus.

Ein überraschter Demetri begrüßte sie an der Tür.

        "Guten Morgen, Demetri.    Schau mal, wen ich auf meinem Weg hierher gefunden habe.    Ich habe sie zum Frühstück eingeladen.    Mach dir keine Sorgen, Demetri, sie weiß Bescheid.    Und sie wird uns helfen,"    fügte er leise hinzu, als er den Gesichtsausdruck des Butlers sah.

        "Guten Morgen, Mr. Scott.    Guten Morgen, Gouverneur Henderson, und willkommen.    Bitte treten sie ein.    Ich werde sofort ein weiteres Gedeck für sie auflegen."    Demetri erholte sich mit kaum einem Anflug von Verwirrung.

        John begleitete Lily ins Wohnzimmer und setzte sie in einen Sessel, wo Demetri ihr eine Tasse Kaffee servierte, während John schnell duschte und sich anzog.



        Als er zurückkam, fand er Lily und Demetri in einem leisen, aber schnellen Gespräch vor.    Demetri nickte nur, und Lily stand auf und ging auf John zu.    "Ah, da bist du ja, mein Junge.    Jetzt riechst du frisch genug, um mir die aufgeschobene Umarmung zu geben."

        John ließ die Umarmung widerwillig über sich ergehen, denn sie erinnerte ihn an eine andere Tante, die ihn umarmt und feucht geküsst hatte, als er noch ein kleiner Junge gewesen war.    Er hatte diese Art von Intimität immer verabscheut, aber er musste zugeben, dass Lily ihm nichts dergleichen gab, nur eine warme, freundliche Umarmung, und zu seiner Erleichterung war auch der starke Parfümgeruch verschwunden.

        "Ich habe gerade mit Mr. Pantera gesprochen und wir haben uns im Prinzip geeinigt.    Jetzt müssen wir unsere kleine Scharade den Mädchen des Hauses vorspielen.    Sind sie noch nicht wach?"

        "Ich werde sofort nachsehen, wo sie sind, Gouverneur Henderson," sagte Demetri, "Fräulein Sherri hat Fräulein Susan bei ihren Morgenritualen geholfen, und meine Frau war gerade dabei, Fräulein Sherri zu helfen, Fräulein Susan zum Frühstück zu bringen."

        John konnte sehen, dass die Stühle um den Frühstückstisch herum umgestellt worden waren, so dass der Schönheitstisch mit Susan darauf an der Längsseite neben Sherris gewohntem Platz aufgestellt werden konnte.    Er konnte hören, wie sich die kleinen Räder des Schönheitstisches näherten und wie Sherris Stimme über sie hinweg Susan zurechtwies.

        "Susan, ich habe dir schon ein Dutzend Mal gesagt, dass du stillhalten musst, bis du geheilt bist.    Ich werde deine Nase kratzen, wenn sie juckt, aber wenn du noch einmal versuchst, aus dem Sack auszubrechen, werde ich dich wie eine Mumie in Klebeband wickeln, bis nur noch deine juckende Nase herausschaut."

        Sophia und Sherri erschienen in der Tür und schoben den Kosmetiktisch, auf dem Susan immer noch in den Schönheitssack geschnürt war, vor sich her.    An den Tisch geschnallt, konnte Susan nicht sehen, wohin sie gingen.    Als Sherri Lily erblickte, schreckte sie kurz auf und sah John an.

        "GeMa.    Was für eine Überraschung!    Eine Freude, dich wiederzusehen, nach, na ja, eigentlich seit den unglücklichen Ereignissen auf der Party meines Vaters!    Wenigstens habe ich dieses Mal die Arme frei für eine Umarmung!"    Sie stürzte auf Lily zu und umarmte sie herzlich, wobei sie John fragend über die Schulter der Frau hinweg ansah.

        Währenddessen war Susan offensichtlich nicht zufrieden damit, dass sie bei dem Geschehen nicht dabei war.    "Guten Morgen allerseits!    Wer ist denn da?    Kann mich jemand umdrehen, bitte?"    Sie drehte sich um und reckte ihren Hals in einem unglaublichen Winkel, um etwas zu sehen, aber gerade nicht weit genug.

        "Nun, du scheinst dich wirklich schnell zu erholen, mein Mädchen.    Ich hätte nicht erwartet, dass du so schnell wieder ganz die Alte bist."

        Als sie Lilys Stimme hörte, erblasste Susan. "DU!"    Das Wort triefte vor einer Kakophonie der Gefühle, als Lily in ihr Blickfeld trat.    "Ich gehe nicht mit dir zurück!    Ich will hier bleiben!    Ich werde brav sein, ich verspreche es!"

        "Tut tut.    Beruhige dich, Mädchen.    Ich bin gekommen, um nach dir zu sehen, ob es dir gut geht und ob du dich benimmst, aber ich sehe, dass du diesen lieben Menschen nichts als Ärger machst.    Ich denke, es ist an der Zeit, dass du mit mir nach Hause kommst."

        "Ich will nicht mit dir gehen!    Ich bin schon zu Hause!    Ich will, dass dies mein Zuhause ist!"

        "Ja, GeMa," unterbrach Sherri, "wir wollen ihr hier ein Zuhause geben, wir wollen ihre Familie sein!"


        Lily ignorierte Sherris Unterbrechung und sprach mit strenger Stimme weiter mit Susan.    "Du kannst dich diesen Leuten nicht einfach aufdrängen und so ein Ärgernis sein, wenn du dich nicht einmal anständig benehmen kannst.    Es ist ja nicht so, als wären sie deine Eltern oder so, also warum sollten sie sich mit einer verwöhnten Göre wie dir abgeben?"

        "Nicht meine Eltern, aber Johnny ist -"

        "War mehr als großzügig mit seiner Hilfe," unterbrach Lily schnell.    "Und du bist offensichtlich noch frecher gewesen, als ich dachte."    Sie warf dem jungen Mädchen einen strengen Blick zu.    "Was glaubst du, was diese feinen Leute von dir denken würden, wenn ich ihnen sagen würde, was für eine Diebin du bist, und noch Schlimmeres?"    warnte sie und warf sowohl Sherri als auch Sophia einen Blick zu, als diese aussahen, als ob sie es wagen würden, sie zu unterbrechen.    "Ich muss dich so schnell wie möglich nach Hause in medizinische Behandlung bringen."

        "Ich gehe nicht," protestierte Susan weiter, "ich will bei Johnny und Sher und bei Onkel Demetri und Tante Sophia bleiben.    Ich muss doch noch alles über Onkel Demetris Musik lernen!"

        "Und wie kommst du darauf, dass die Panteras dich verwöhnen werden, wenn du so nutzlos bist, und warum sollte John dich umsonst füttern?"    John sah, dass Sherri das Mädchen verteidigen wollte, aber er fing ihren Blick auf und schüttelte nur den Kopf.    Sherri starrte ihn an, hielt aber ihren Mund.

        "Ich werde brav sein, ich werde arbeiten und ich kann es Johnny zurückzahlen!    Du weißt, dass ich das kann."    Sie warf Lily einen gefährlichen Blick zu.

        "Und kleine Diebin, wie kommst du darauf, dass sie gestohlene Waren als Gegenleistung akzeptieren würden?"

        "Ich werde im Haus helfen," erklärte Susan, "ich habe für meinen Vater den Haushalt geführt, nachdem Mami," sie holte tief Luft und sammelte ihren Mut, "gestorben war, ich werde die Wäsche machen!    Ich werde lernen zu kochen!"   jammerte Susan.

        "Sophia hat genug damit zu tun, sich um Sherri und John zu kümmern.    Sie hat keine Zeit, eine diebische kleine Göre zwischen ihren Füßen zu haben.    Ich bin sicher, sie wird erleichtert sein, wenn sie dich los ist," schimpfte Lily weiter, als Sophia ruhig vor sie hintrat.

        "Ganz im Gegenteil, Gouverneur Henderson," sagte sie mit fester Stimme, "ich werde mich gerne um Fräulein Susan kümmern, und sobald sie sich erholt hat, wird sie mir und meinem Mann im Haus helfen und als Dienstmädchen ausgebildet werden.    Stimmt's, Susan?"

        "Alles, was du sagst, Tante Sophia, ich will bei dir bleiben!    Ich werde das beste Dienstmädchen im Haus sein, in der Stadt, im ganzen Land, wenn ich erst einmal aus diesem Sack heraus bin, wirst du stolz auf mich sein!    Ich werde gut sein, ich verspreche es!    Lass nicht zu, dass sie mich dir wegnimmt!"

        "Ich habe deine Versprechen schon einmal gehört, Susan."    Lily schüttelte den Kopf über das junge gefesselte Mädchen.

        "Aber... aber ich möchte, dass dies mein Zuhause ist!"

        "GeMa, wir werden sie nicht gehen lassen,"    warf Sherri ein: "Stattdessen könntest du uns helfen, Papiere zu besorgen, damit Demetri sie als sein Mündel registrieren kann.    Das wäre viel hilfreicher.    Und John wird sie in meinem FAC in ärztliche Obhut geben, solange sie es braucht."

        "Nun, ich kann mir nicht vorstellen, warum sie sich solche Mühe für dieses verwöhnte kleine Mädchen machensollten, aber wenn sie das wollen... Mr. Pantera.    Wollen sie wirklich die Vormundschaft für Susan übernehmen?"

        "Wenn sie zustimmt, werde ich das tun, Gouverneur.    Du verstehst doch, was das bedeutet, nicht wahr, Susan?"    Susan sah sie alle mit großen Augen an.

        "Susan, hast du das gehört?    Mr. Pantera ist bereit, dein gesetzlicher Vormund zu werden, damit du eine offizielle Existenz hast und hier bleiben kannst.    Aber dann musst du tun, was er sagt, und dich so kleiden, wie er es sagt.    Für jeden Ärger, den du bekommst, ist er verantwortlich, und er wird genauso viel Ärger bekommen wie du, wenn nicht noch mehr.    Du wirst für deinen Lebensunterhalt in diesem Haushalt arbeiten müssen.    Ich bezweifle, dass du das kannst."    Lily verschränkte die Arme und warf ihr ihren zweifelndsten Blick zu.

        "Bitte, Onkel Demetri, ich möchte bei dir bleiben.    Und ich möchte von dir und Tante Sophia zum Dienstmädchen ausgebildet werden.    Und wenn du denkst, dass ich dann... offiziell leben kann, dann will ich dein Mündel sein, was auch immer das bedeutet.    Bitte, lass mich hier bei dir und Tante Sophia bleiben!"

        Im Raum herrschte für einige Augenblicke Stille.

        "Ich denke, damit ist die Sache erledigt, Gouverneur Henderson," sagte Demetri mit ruhiger Stimme, "aber ihre Hilfe bei den Vorbereitungen wäre uns allen sehr willkommen.    Einschließlich Fräulein Susan, da bin ich mir sicher."    Er warf Susan einen strengen Blick zu.

        Susan schluckte schwer, verstand aber den Wink mit dem Zaunpfahl.    Mit einer sehr untypischen, förmlichen und kleinen Stimme sagte sie höflich: "Ja, Onkel Demetri.    Danke, Mrs. Henderson, dass ich hier bleiben darf.    Und danke, dass du Onkel Demetri hilfst , mich zu seinem Mündel zu machen.    Ich danke dir, Onkel Demetri, und ich danke dir, Tante Sophia, dass ihr mich aufgenommen habt.    Danke, Johnny, und danke, Sher, dass ihr mich behaltet und ich bei euch wohnen darf."

        "Nun gut, meine Liebe, wider besseres Wissen darfst du bleiben.    Aber wenn ich irgendeinen Blödsinn höre oder von Mr. und Mrs. Pantara, John oder Sherri erfahre, dass es auch nur das kleinste Verhaltensproblem mit dir gegeben hat, bist du so schnell wieder weg, dass dir schwindlig wird."


        Susan schwieg einen Moment lang, aber dann war sie wieder ganz die Alte, die schon viel ruhiger geworden war: "Jetzt, wo das geklärt ist, können wir endlich mit dem Essen anfangen?    Ich bin jetzt wirklich hungrig!    Was gibt es zum Frühstück, Tante Sophia?    Hast du eine Cola?"

         

        Obwohl Susan während des Frühstücks recht lebhaft war, verlor sie den Kampf gegen die Schmerzmittel und schlief fast mit ihrem letzten Bissen und der Bitte um eine Cola ein.    Sherri und Demetri brachten sie zurück in Sherris Schlafzimmer, wo Sherri noch eine Weile bei ihr sitzen würde.    Während Sophia im Esszimmer und in der Küche aufräumte, gingen John und Lily in sein Büro.

        "Der Schreibtisch ist ein guter Anfang, aber dein Büro sieht immer noch ein bisschen spartanisch aus, selbst für einen Mann."    Lily schaute sich im Büro um, bevor sie sich auf den angebotenen Stuhl vor Johns Schreibtisch setzte.

        "Ich war sehr beschäftigt."

        "Beschäftigt? Du hast doch nicht einmal einen Job, Mr. Manlyman."

        "Also, was ist mit Susan los?"

        "Warum? Was hat sie dir erzählt?"

        "Nicht viel, sie war ziemlich schwer verletzt, als sie am Donnerstagabend auftauchte.    Aber warum?    Wovor hast du Angst, dass sie es mir erzählt hat?"

        "Das ist im Moment nicht wichtig.    Sie ist sowieso ziemlich verwirrt, was die Wahrheit angeht."

        "Nun, ein wenig Vorgeschichte wäre hilfreich."

        "Geschichte."    Lily überlegte.    "Nun, ihre Eltern sind beide verstorben."

        "Also ist sie eine Waise, wie ich."

        "Nun, ihre Eltern sind etwas früher gestorben, und zu unterschiedlichen Zeiten."

        "Also, was ist ihr Interesse an dem Mädchen?"

        "Interesse?"

        "Kommen sie schon Lily, sie würden doch nicht wegen jedem kommen, der von der Straße auftaucht, und sie war in Evergreen Meadows, unter ihrer Obhut."

        "Genau wie du, stand sie unter Colbys Obhut."    Lily winkte lässig mit ihrer dreifingrigen Hand ab.

        "Ähm, häm, und ist Evergreen Meadows daran gewöhnt, Waisenkinder aufzunehmen?"

        "Es macht seinen Teil der Arbeit pro bono."

        "Ja,"    sagte John ungläubig.    "Sie sagte auch, dass ihr Vater ermordet wurde."

        "Dann sollte sie vielleicht zur Polizei gehen."

        "Werden sie mir nun von Susan erzählen oder nicht?"    John seufzte.    "Ich habe genug von ihren Spielchen."

        "Das sind keine Spielchen, mein Junge.    Informationen können eine gefährliche Sache sein.    Sowohl zu wenig als auch zu viel."    John saß nur da und starrte sie an.    "Nun gut, ich werde dir sagen, was du wissen musst.    Susan leidet an einer Krankheit namens Hypermobilität.    Sie hat sogar einen extremen Fall."

        "Sie sagen mir nur das Offensichtliche.    Sie hat Doppelgelenke."


        "Es gibt viele Menschen, die nur in ein paar Gelenken doppelt gelenkig sind.    Susan ist in fast allen Gelenken doppelt gelenkig.    Tatsächlich können sich mehrere ihrer Gelenke in mehr als die typischen zwei Richtungen bewegen, wenn man diesen Begriff überhaupt verwenden kann,"    erzählte Lily ihm.    "Nur der Geduld ihrer Eltern ist es zu verdanken, dass sie kein 'Krüppel' ist, aber das ist im Moment nicht von Belang.    Jedenfalls hat sie ihren Körper so trainiert, dass sie viele ihrer Gelenke nach Belieben auskugeln kann; so wie du mit deinen Daumen und den Handschellen auf dem Polizeirevier."

        "Mein Vater hat mir das beigebracht,"    sagte John und versuchte, seine Überraschung darüber zu verbergen, dass sie es überhaupt wusste.

        "Ich bin sicher, dass Susan das viel leichter gelernt hat.    Es genügt zu sagen, dass sie ziemlich flexibel ist."

        "Das ist nicht gerade eine neue Information.    Vielleicht können sie mir ein wenig über die Männer erzählen, die hinter ihr her sind."

        "Oh, du meinst die Männer, die mit dem Mann waren, den sie getötet hat?"

        John nickte.

        "Die waren nicht hinter ihr her."

        John sackte in seinem Stuhl zusammen.    "Also hat sie Wahnvorstellungen."    Er seufzte.    "Sie hat einen unschuldigen Mann getötet."

        "Oh Mr. Manly Man, du musst noch so viel lernen."    Lily lächelte ihn an.    "Ich habe nicht gesagt, dass sie unschuldig sind.    Ich versuche immer noch herauszufinden, wie sie sie aufgespürt hat."

        "Aber sie haben gesagt..."

        "Ich sagte, dass sie nicht hinter ihr her waren.    Jedenfalls nicht mehr.    Sie sind schon seit einigen Jahren nicht mehr hinter ihr her.    Sie waren nur angeheuerte Schläger."

        "Also dieser Mann, den sie angeblich getötet hat..."

        "Oh, sie hat ihn wirklich getötet,"    unterbrach ihn Lily.

        "Er war der Mann, der ihren Vater getötet hat?"

        "Könnte sein, aber ich bezweifle, dass er derjenige war, der abgedrückt hat."

        "Aber er gehörte zu der Gruppe."

        "Wie ich schon sagte, war er ein angeheuerter Schläger."

        John hielt einen Moment inne, um zu verdauen, was Lily sagte.    "Also ist niemand hinter Susan her."

        Lily schüttelte den Kopf.    "Du hörst immer noch nicht zu, Mr. Manly-Man."

        John sammelte sich wieder.    "Also ist diese Gruppe nicht hinter ihr her."

      "Natürlich sind sie hinter ihr her."

        "Aber sie haben gesagt..."

        "Ich sagte, sie waren nicht hinter ihr her.    Das war, bevor sie eines ihrer Mitglieder erschossen und ein anderes verwundet hat."

        "Also hat sie nicht nur sich selbst anschiessen lassen, sondern auch die ganze Situation verschlimmert."

        "So ist das mit der Rache, John.    Ich dachte, das hättest du im Dschungel gelernt."

        John hielt inne, als er über Lilys Worte nachdachte und überlegte, wie er mehr Informationen aus seinem Gast herausbekommen konnte.

        "Wenn es angeheuerte Schläger waren, wer hat sie angeheuert?"

        "Ah, jetzt kommst du zu einer relevanten Information."

        John wartete darauf, dass Lily fortfuhr.

        "Und?"    fragte er schließlich.


        "Ich habe gesagt, dass es relevant ist, aber nicht, dass ich es dir sagen werde.    Du bist noch nicht bereit für diese Information."

        "Nicht bereit?    Was hat das mit mir zu tun?"

        "Wie kommst du darauf, dass es etwas mit dir zu tun hat?    Dreht sich die Welt nur um dich, Mr. Manly-Man?"

        John holte tief Luft und versuchte, seine Fassung zu bewahren, wieder einmal erstaunt über Lilys Fähigkeit, ihn zu frustrieren.

        "Okay, sie wollen mir also keine Informationen geben, um Susan und meine Familie zu schützen, werden sie mir wenigstens helfen, eine offizielle Identität für sie zu bekommen?"

        "Du hast keine Ahnung, Mr. Manly Man," kicherte Lily, "keine Ahnung, was ich tue, um dich zu beschützen."

        "Mich beschützen?    Wo waren sie, als der Mann, der mich vergiftet und Dr. Pratt im Krankenhaus erstochen hat, versucht hat, mich in einer Gasse zu erschießen?    Wo waren sie, als Colonel Rodrigues versucht hat, mich zu töten?    Schützen sie mich vor demjenigen, der versucht hat, den jetzigen Gouverneur zu vergiften, oh mächtiger Ex-Gouverneur?"

        Lily starrte John einen Moment lang an.    "Um deine Fragen der Reihe nach zu beantworten: Meinst du nicht, dass es einige Fragen zu den Schießereien gibt?    Was Oberst Paulo Roberto Rodrigues angeht, 'ein Mann allein ist leichte Beute', eines meiner Lieblingszitate aus Filmen," erwiderte sie auf Johns verwirrten Blick, "Du warst ein Narr, allein da rauszugehen.    Ich bin mir nicht sicher, von welchem Vorfall du bei deinem letzten 'Punkt' sprichst."

        John grinste.    "Ja, klar.    Zweifellos wissen sie nichts von dem, was an diesem Dienstag passiert ist,"    erwiderte John.

        Lily schürzte die Lippen und fuhr mit dem Narbengewebe dort, wo ihre fehlenden Finger hätten sein sollen, die Narbe auf ihrer Wange entlang.    "Am Dienstag bist du zum Unterricht gegangen, dann hast du Fräulein Schneider zu einer Benefizveranstaltung für die Kampagne ihres Vaters begleitet und dich anschließend im Pool von 'The Spot' ausgetobt,"    erklärte sie.

        "Sie lassen mich beschatten?"

        "Du hast mich gefragt, ob ich weiß, was am Dienstag passiert ist.    Ging es um den Auftritt der kleinen Kämpferin bei Herrn Schneiders Treffen?"    fragte sie.    "Ja, das war selbst für sie ein bisschen melodramatisch,"    beantwortete sie ihre eigene Frage.

        "Es war eine Ablenkung,"    erklärte John ihr, erfreut über das leicht verräterische Interesse, das sie zeigte.

        "Und was ist während dieser Ablenkung passiert?"    fragte Lily schließlich, nachdem John nicht fortfuhr.

        "Einer der Leibwächter des Gouverneurs hat versucht, ihm, dem Gouverneur, etwas zu injizieren..."

        "Versucht?"

        "Ich habe ihn aufgehalten."

        "Und was dann?    Hast du ihn einfach gehen lassen?"

        "Nein, natürlich nicht.    Hauptmann Mernz, der Sicherheitschef des Gouverneurs, hat ihn mitgenommen."

        "Das erklärt den 'Unfall' am Dienstagabend.    Schade eigentlich, Carl war ein kompetenter Polizist."    Sie hielt inne und starrte John einen Moment lang an.    "Es widerstrebt mir..."    Sie hielt erneut inne und holte tief Luft, "nein, das muss ich mit anderen besprechen."    Sie stand auf.    "Vielen Dank für das Frühstück, Großneffe,"    sagte sie zu ihm und zog ihre Handschuhe wieder an, um ihre verletzte Hand zu verbergen.

        "Was ist mit Susan?"

        "Ich werde dir in ein paar Tagen etwas Papierkram zukommen lassen,"    versicherte Lily ihm.    "Sie wird zwar nicht mehr Susan sein, nicht ganz so italienisch, aber dann wird sie Susanna akzeptieren, da bin ich mir sicher.    Damit dir nicht die Zunge ausrutscht, kannst du sie immer noch Susan nennen."




[Edit]: Dieser Eintrag wurde zuletzt von herman am 06.10.22 um 23:27 geändert
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:06.10.22 17:57 IP: gespeichert Moderator melden


Die Geschichte ist und bleibt hochinteressant.
Danke an alle Autoren für das Schreiben und Einstellen der Geschichte.
Danke an Hermann für die Übersetzung.
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:06.10.22 18:36 IP: gespeichert Moderator melden


Der Abschnitt,war was für die Tränen Drüßen,und sehr schön.Danke
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:12.10.22 20:26 IP: gespeichert Moderator melden


Leider bin ich gerade sehr stark in meine Arbeit eingebunden - aber jetzt geht das Leben ein Stückchen weiter, während Susan schläft.

Herman
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:12.10.22 20:31 IP: gespeichert Moderator melden




New in Town – eine neue Welt Kapitel 18 K1


18 K1


"Halt jetzt still, Susan, das geht dir nahe an die Kehle," sagte Sherri und wünschte, sie hätte Zeit, ihre Nähhandschuhe anzuziehen, "und ich hoffe, das ist das letzte Mal, dass wir dich ermahnen müssen."

        "Es tut mir leid, Sher.    Ich weiß, dass ich versprochen habe, in meinem Sack zu bleiben, aber meine Nase hat wirklich gejuckt... Du musst das nicht tun.    Wirklich, ich hätte mich wieder hineingelegt."

        "Nun, darauf werden wir uns jetzt nicht mehr verlassen müssen," sagte Sherri, während sie ihren Schönheitssack bis zu Susans Hals mit starkem Zwirn fest zunähte, während Sophia das Gleiche am Fußende tat, wobei eine große Falte des schweren Leders an der Stelle, an der sie es um das viel kleinere Mädchen legten, herausragte.    Sie hatte gemischte Gefühle bei der ganzen Operation.    Die großen Nadellöcher würden nicht nur das Aussehen, sondern auch die Integrität des Sacks für ihren Gebrauch ruinieren, etwas, mit dem sie durchaus leben konnte, aber leider wusste sie, dass er ersetzt werden würde, wahrscheinlich durch einen neueren, noch engeren.    Dass sie das arme kleine Mädchen in seine enge Umarmung zwingen musste, störte sie ebenfalls, doch Susan schien es mit Fassung zu tragen, und erstaunlicherweise schien es sie kaum zu stören.    Sherri hoffte nur, dass dies das Mädchen ruhig halten würde, solange sie sich in einem so bedrohlichen Zustand befand.    "Du weißt genau, dass es nicht darum geht, dich wieder hineinzulegen.    Es geht darum, sich überhaupt nicht zu bewegen, während deine Leber heilt.    Sophia ist außer sich vor Wut über deinen Leichtsinn, nachdem sie so hart mit Gouverneur Henderson darum gekämpft hat, dass du bleiben darfst.    Es wäre vielleicht klug, wenn du dich bei ihr entschuldigst,"    sagte Sherri viel leiser, obwohl Sophia es sicher hören konnte.

        "Es tut mir so leid, Tante Sophia, ich weiß, ich habe es versprochen.    Aber... aber es ist nicht leicht, so lange still zu liegen.    Es juckt mich am ganzen Körper, und du hast versprochen, mich zum Dienstmädchen auszubilden, und ich will raus, und ich will anfangen, und ich will dir helfen!    Und ich will kochen lernen, so wie du kochen kannst!    Ich will deine Geheimnisse lernen, Tante Sophia, und für euch alle kochen!"

        Sophia stand mit dem Rücken zu Susan, während sie das Fußende zunähte, um das amüsierte und erfreute Lächeln zu verbergen, das ihr Gesicht überzog, während sie so tat, als wäre sie wütend auf Susan.    "Wirklich, Susan, du solltest es besser wissen.    Du musst nur bis morgen Abend warten, bis Mr. Scott dich zur Untersuchung bringt, und wenn du gut genug verheilt bist, werden sie dich aus diesem Sack herauslassen."    Nachdem sie sich selbst mit einer strengen Miene gestählt hatte, wandte sie sich dem Mädchen zu.    "Außerdem ist mein Kochen meine Kunst.    Du wirst dich schon besser benehmen müssen, bevor ich dich in meine Geheimnisse einweihe."    Dann lächelte sie und zwickte das gefesselte Mädchen in die Nase.

        "Alles, was du sagst, Tante Sophia.    Ich möchte, dass du stolz auf mich bist.    Ich fange an zu helfen, sobald sie mich rauslassen, das verspreche ich!"

        "Nun, ich hoffe, du wirst brav sein, sonst lässt Babbo Natale dieses Haus vielleicht ganz ausfallen."

        "Wer ist Baby Natalie?"    wollte Susan wissen.    John, der das ganze Geschehen von der Ecke aus beobachtet hatte, war ebenfalls neugierig, besonders als er Sherris Gesicht aufleuchten sah.

        "Das ist der italienische Name für Santa Claus, den Weihnachtsmann," sagte Sherri.    John unterdrückte ein Kichern angesichts ihrer begeisterten Miene.

        Susan sah Sherri einen Moment lang ausdruckslos an und winkte Sophia heran.    Die beiden flüsterten einen Moment lang verschwörerisch.

        "Kein Babbo Natale!"    sagte Sophia.    "Wie bekommen dann brave Mädchen und Jungen Geschenke?"

        Vielleicht hätte ich diesen Babbo Natale um eine Kamera bitten sollen, dachte John, als er die Gesichtsausdrücke der drei Frauen in seinem Leben beobachtete.

        "Niemand feiert mehr Weihnachten.    Außerdem war ich erst sechs, als ich herausfand..." begann Susan.    "Geschenke?", fragte sie zaghaft.

        "Nur für brave Mädchen," bestätigte Sophia.

        "Ich bin ein braves Mädchen, Tante Sophia!    Das bin ich wirklich!"



         

        "John!    Ich bin so froh, dass du es geschafft hast,"    sagte Joe, als John den FAC in den neuen Salon rollte.    "Ich hatte gehofft, dass Sherri kommen würde, um uns zu helfensicherzugehen, dass alle Fehler behoben wurden."

        Nachdem Lily gegangen war, erinnerte sich John daran, dass "The Salon" morgen eröffnet werden würde und dass Joe gefragt hatte, ob Sherri zur Verfügung stünde, um den neuen Salon zu durchlaufen, bevor er für die Öffentlichkeit geöffnet wurde.    Sherri wollte nur ungern gehen, weil sie dachte, dass Susan sie brauchen würde, aber das Mädchen schlief tief und fest, nachdem sie ihre Nachmittagsmedikamente genommen hatte.    Das Wissen, dass Babbo Natale Susan helfen würde, "gut" zu sein, überzeugte Sherri gerade noch davon, dass Susan eine Weile ohne sie auskommen würde.

        Dafür, dass der Ort nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war, war John überrascht über die vielen Aktivitäten.    "Sieht nicht so aus, als ob sie uns wirklich brauchen," antwortete John und sah sich den Trubel an.

        "Mach dich nicht lächerlich.    Ich bin mir sicher, dass Sherri in der Lage sein wird, Licht ins Dunkel zu bringen, wo die Schwachstellen liegen.    Ich hoffe nur, dass sie nicht so gravierend sind, dass sie die morgige Eröffnung beeinträchtigen.    Wir hätten das schon letzte Woche machen sollen, aber wir waren noch nicht so weit."

        "Okay, was soll ich tun?"

        "Nun, wir lassen sie einfach hier an der Rezeption einschreiben,"    sagte Joe und ging um den Schalter in der Nähe der Eingangstür herum.    "Normalerweise kümmert sich Adrianne darum, aber sie passt im Moment auf Lisa im Salon auf," sagte er, während er anfing, auf der Tastatur zu tippen.

        "Soll ich Sherri aus ihrem FAC holen?"

        "Nein, das können sie im Vorbereitungsraum machen.    Das ist die Art und Weise, wie wir FACs handhaben, vor allem für die Stufen eins," sagte Joe, etwas abgelenkt.    "Gut, Helen ist verfügbar.    Sie ist neu, aber ich denke, sie wird sich gut machen."

        Während sie sich unterhielten, kam ein Mädchen, das eine ähnliche Uniform trug wie die Trainer im The Spot, um eine Ecke und knickste vor Joe und John.    Joe zeigte nur auf den FAC, der Sherri enthielt.    Nach einem weiteren Knicks begann das Mädchen, die Kiste den Weg zurück zu rollen, den sie gekommen war.

        "Sherris FAC ist doch unverschlossen, nicht wahr?"    fragte Joe, als das Mädchen um die Ecke kam.    John nickte.    "Gut, wir können in ein Beratungszimmer gehen, während Helen Sherri auspackt und fertig macht."

        Joe führte John in einen kleinen, in Holztönen gehaltenen Raum.    Ein kleiner Tisch mit drei Stühlen füllte den größten Teil des Raumes aus.    Ein Beistelltisch mit einer Karaffe Eiswasser und Gläsern auf einem Tablett stand an der langen Wand unter einem großen Bildschirm.    Joe gab etwas auf einer Tafel an der Wand neben dem Monitor ein, und bald sah John, wie die uniformierte Helen Sherris FAC öffnete.    Selbst bei geöffneter Tür brauchte Helen einen Moment, um alle Gurte zu lösen, die Johns Mündel sicher in ihrer Schutzbox hielten.

        "Also," fragte Joe, "ich habe mir für Sherri folgendes ausgedacht.    Ich nenne es 'Das Salon-Erlebnis'."    Auf der Seite des Bildschirms erschien eine Liste von Behandlungen mit der voraussichtlichen Dauer der Ausführung.

        - X-Body-Training

        - Power-Dampfkabine mit hydratisierender Körperreinigung

        - GS&S Keuschheitsgürtel Reinigung und Pflege

        - Dibitron:

        o Gesichtsbehandlung

        o Mani-Massage

        o Pedi-Massage

        - Corsiter   

        - Friseur und Make-up

        - Kleid und Date-Vorbereitung

        Geschätzte Behandlungszeit - 3:20

        Geschätzte Gesamtzeit - 3:55

        Abholzeit - offen

         

                                John gab einen Pfiff von sich.    "Vier Stunden?    Ich hätte nicht gedacht, dass das so lange dauern würde."

        "Na ja, das ist ein normales Vorbereitungsprogramm für ein Date.    Ich habe allerdings den X-Body-Workout eingebaut, hauptsächlich weil keiner von euch in den letzten Tagen hier war."    Joe warf ihm einen freundlichen, aber immer noch misstrauischen Blick zu.    "Wie auch immer, sie wird für den ersten Teil im The Spot sein.    Ich habe gerade die Geräte gemietet.    Es ist eine neue Trainingsmethode, die mit Druck und Muskelstimulation arbeitet.    Es gibt sogar eine männliche Version, die ich dir gerne zeigen würde,"    sagte Joe.

        Währenddessen konnte John auf dem Bildschirm sehen, wie Helen Sherri half, sich auszuziehen.    Kurz bevor sie zum 'guten Teil' kamen, wurde der Bildschirm unscharf, so dass Joe und John die Bewegungen des Mädchens sehen konnten, aber ihre Körper waren undeutlich, als mehr von Sherris Fleisch zum Vorschein kam.

        "Du musst nur deinen Vormundschaftscode eingeben, um den Bildschirm scharf zu stellen,"    erklärte Joe und drehte die Tastatur auf dem Tisch in Richtung John.    "Oh, das stimmt.    Du hast noch nicht die volle Vormundschaft,"    stichelte er.

        "Nun, die Mädchen verdienen etwas Privatsphäre."

        "Ja, deshalb habe ich das hier zum Standard gemacht, obwohl die offizielle Aufnahme sauber ist."

        "Offizielle Aufnahme?"

        "Ja, genau wie in The Spa muss ich Video- und Audioaufnahmen von allen weiblichen Bereichen machen und für die offizielle Überprüfung speichern."

        "Klingt kompliziert."

        "Die Gesetze für den Frauenbereich sind der schwierigste Teil des Betriebs von The Salon und The Spa,"    seufzte Joe.

        "Was ist das für eine Sache mit dem Reinigen von Keuschheitsgürteln?"

        "Oh, ich glaube, Sherri wird das zu schätzen wissen.    Wie es heißt, geht es um die Reinigung und Wartung des Keuschheitsgürtels des Mädchens.    Wir werden das nicht immer anbieten können, aber ich habe eine Vereinbarung mit mehreren Inspektoren, den Prozess zu überwachen."

        "Was für ein Prozess?"    fragte John, immer noch verwirrt.

        "Wir konnten ein Keuschheitsgürtel-Service-Modul besorgen.    Die Dinger sind teuer, und einen Techniker zu finden, ist ein noch größeres Problem."    Joe seufzte bei Johns leerem Blick.    "Sie ermöglichen das Entfernen des staatlich vorgeschriebenen Keuschheitsgürtels eines Mädchens.    So können die 'Geschlechtsteile' gereinigt und überprüft und die Gürtel desinfiziert und gewartet werden.    Auch der Sitz und die Sicherheit werden überprüft.    Es war eine große Sache, alle Genehmigungen dafür zu bekommen.    Ich bin sicher, dass deine Sherri ihren Gürtel regelmäßig warten lässt, aber die meisten Mädchen lassen das nicht so oft machen, wie sie sollten.    Ich schätze, es ist ein bisschen... peinlich, abgesehen von den Kosten und den Unannehmlichkeiten."

        "Ähm, lesen sie irgendwelche der... ähm... Aufzeichnungen aus?"

        "Aufzeichnungen?"

        "Ja, du weißt schon, was in den letzten Wochen mit den Gürteln passiert ist oder so was in der Art?"

        Joe sah John verwirrt an.    "Hast du in deinem Kurs etwas gelernt, was ich nicht weiß?"

        "Was meinst du?"

        "Ich weiß nichts von einer Datenspeicherung auf den Gürteln, außer vielleicht die letzte Disziplinierung oder so etwas, und dann auch nur für ein paar Stunden höchstens."

        "Ja, das habe ich auch gelesen, aber, na ja, ich glaube nicht, dass sie in diesen Kursen immer die Wahrheit sagen."

        "Ich weiß nicht, ob sie noch etwas anderes machen.    Nur die Verfolgung und das Belohnungs-/Bestrafungssystem."    Joe schaute John neugierig an.    "Warum?"

        "Ähm, erinner mich daran, es dir später zu sagen,"    sagte John und blickte zurück auf den Monitor, der wieder kristallklar war.    Sherri war in einen engen weißen Catsuit gekleidet, die Umrisse ihres Korsetts und ihres Gürtels waren unter dem engen Stoff zu erkennen.    Eine enge weiße Kappe bedeckte ihr Haar und setzte sich über ihrem Mund fort.    Sie schlüpfte in einen weißen, gepolsterten, sackartigen Anzug, der die Form eines Menschen hatte und an den Schultern und am Kopf Ringe aufwies.    Mit dem Reißverschluss am Rücken stand Sherri einfach still und sah aus wie ein weißes Lebkuchenmännchen vor der Dekoration.    Helen schob ein ovales Objekt, das an einem Schienensystem an der Decke befestigt war, hinüber.    Er wusste, dass ein automatisiertes System die weiblichen Kunden von Behandlungsraum zu Behandlungsraum beförderte, um jede Chance auf heimliche Treffen zu verhindern, aber vorher trugen sie nur diese gepolsterten Anzüge.    Als Helen das ovale Objekt näher an Sherri heranführte, hielt sie inne, und im nächsten Moment öffnete sich die Vorderseite wie eine Muschelschale und gab ein gepolstertes Inneres frei.    Sie brachte es direkt hinter Sherri und befestigte die Kabel an den Ringen an Sherris Schultern und Kopf.    Mit einem kurzen heulenden Geräusch zogen sich die Kabel zusammen und zogen Sherri in den hohlen Raum hinein.    Die Tür schloss sich und versiegelte Sherri, so sicher wie in ihrem FAC.

        "Das ist anders,"    bemerkte John.

        "Ja, die Körpersäcke waren einfach nicht robust genug für die Lagerung und den Transport.    Die Panzerschale ist viel sicherer und funktioniert viel besser."

        Die Schale bewegte sich von selbst zur Tür, blieb aber stehen, bis Helen zur Ecke des Raumes ging und ihre Schuhe an den Absatzchlössern befestigte, das John gerade dort bemerkt hatte.    Sobald die uniformierte Frau gesichert war, öffnete sich eine Tür, und der Panzer mit Johns Mündel verließ den Raum.

        "Also, ist dieser Zeitplan für sie in Ordnung, Mr. Scott?"    fragte Joe förmlich.

        "Ja, ich denke, es wird in Ordnung sein, Mr. Hinkle."

        "Großartig.    Sherri wird genau dann fertig sein, wenn wir vorhatten, den Tag zu beenden.    Ich habe alle zu einer kleinen After-Probe-Party eingeladen.    Du und Sherri werden doch dabei sein, oder?"

        "Ähm, Party?"

        "Ja.    Hast du etwas für Sherri zum Anziehen mitgebracht?    Ich glaube nicht, dass sie nur das anziehen möchte, was du ihr mitgebracht hast."

        "Oh. Nein, ich habe nichts anderes mitgebracht."

        "Nun, vielleicht könnte ihr Butler oder ihr Dienstmädchen," er ließ die Worte hochnäsig klingen, "etwas Passendes für sie besorgen."

        "Ist das eine formelle Angelegenheit?"

        "Nein, ganz zwanglos.    Ich möchte die Meinung aller einholen, damit ich weiß, ob es morgen irgendwelche Probleme gibt, auf die wir achten müssen."

        "Nun..."

        "Oh, komm schon, das wird lustig.    Du hast dich in letzter Zeit nicht oft blicken lassen."

        Wird Joe jetzt misstrauisch?    fragte sich John.    "Okay.    Wir werden hingehen."

        "Großartig.    Ich muss los und sicherstellen, dass alles richtig funktioniert und ein bisschen MBWA (Management by walking around) machen.    Du kannst hier bleiben und Sherri auf dem Bildschirm beobachten, oder," er zog einen Schlüssel aus seiner Tasche und warf ihn auf den Tisch, "das ist ein Schlüssel für die Überwachungskorridore.    Du kannst dort hinten herumlaufen, solange du nichts anfasst.    Oder du kannst auch nach nebenan gehen, um zu trainieren.    Sherri ist hier vollkommen sicher."

        "Danke,"    sagte John, als Joe ihm einen letzten Blick zuwarf, bevor er den Konferenzraum verließ.

        "Oh, das hätte ich fast vergessen.    Hier ist ihr Muschelschlüssel."    Er warf eine kleine Karte auf den Tisch neben dem Schlüssel.    "Du wirst ihn brauchen, um Sherris Display-Box zu öffnen, wenn sie fertig ist.    Du kannst ihn auch an einem der Monitore benutzen, um herauszufinden, wo sie ist."

        John nahm die Karte und den Schlüssel an sich, als Joe die Tür hinter sich schloss.    Als er auf den Bildschirm schaute, sah er, dass auf dem ansonsten leeren Bildschirm die Worte standen:

        Klient im Transport.

        John ging zum Beistelltisch hinüber, holte sich eine Flasche Wasser und wartete, bis sich der Bildschirm änderte.    Joes Hinweis auf eine neue Übung weckte sein Interesse.    Nach zwei Schlucken aus der Flasche war John enttäuscht.

        Auf dem Bildschirm stand "Kunde außerhalb des Salons".

        Er erinnerte sich daran, dass sich das neue Gerät im Trainingsbereich, The Spot, befand.    Offenbar waren die Kamerasysteme nicht angeschlossen.    Er starrte stirnrunzelnd auf den Monitor und überlegte, was er als Nächstes tun sollte.

         

        "Ja?"    Demetri nahm nach dem vierten Klingeln den Hörer ab.    Seine todernste Stimme ließ nicht erkennen, wer angerufen worden war.

        "Demetri, hier ist John."

        "Ja, Mr. Scott.    Ist alles in Ordnung?"

        "Ja. Alles ist in Ordnung.    Sherri ist unterwegs... irgendwo, wo sie hoffentlich verwöhnt wird oder zumindest trainiert, hoffentlich bequem.    Wie sieht es dort aus?    Läuft es gut mit unserem neuen... ähm, Produkt?"    John hoffte, der Butler würde seine Anspielung auf Susan verstehen.

        "Ja, Sir.    Das Produkt hat... vorhin unter Sophias Obhut funktioniert.    Gemäß den Anweisungen, ähm, ist die letzte Wartung durchgeführt worden.    Ich rechne nicht damit, dass das Produkt bis morgen früh aktiv sein wird."

        "Ja, die Wartung fordert ihren Tribut,"    stimmte John zu.    "Das ist gut, denn Sherri und ich sind zu einem Treffen mit den anderen Leuten eingeladen, die den Spa testen, wenn alles fertig ist.    Ich schätze, Sherri wird ein anderes Outfit brauchen."

        "Sehr gut, Sir.    Ich werde Sophia bitten, eines zusammenzustellen und es zu schicken.    Wie schnell brauchen sie es?"

        "Oh, mal sehen.    Joe sagte, dass Sherris Regime heute fast vier Stunden dauern würde.    Sie ist erst seit etwa zwanzig Minuten dabei.    Ich schätze, zwei Stunden sind in Ordnung."

        "Sehr gut, Sir.    Ich werde Henry bitten, es rechtzeitig zu liefern."

        "Danke."

        Sie legten auf.    John war erleichtert, dass Susan, wenn sie schon nicht bequem ruhte, so doch wenigstens den größten Teil dieser frühen Phase ihrer Genesung schlief.    Er wusste, dass die Schmerzmittel stark waren und dass einige der anderen Medikamente, die sie bekam, Susan schläfrig machen konnten.    Er war überrascht gewesen, wie lebhaft das verletzte Mädchen gewesen war; hoffentlich hatte die Aktivität ihren Tribut gefordert, und sie würde jetzt schlafen.    Sherri würde froh sein, dass sie keine "wache Zeit" mit Susan verpassen würde.

        Während die Monitoranzeige unverändert blieb, überlegte John, was er tun sollte.    Mit dem Schlüssel, den Joe auf den Tisch geworfen hatte, verließ er den Konferenzraum und machte sich auf den Weg in die Lobby, um zu sehen, was sonst noch im Salon los war.

        Offenbar nicht viel, dachte John angesichts der Stille auf dem Flur, die im krassen Gegensatz zu dem Tumult stand, als er ankam.    Als er sich weiter vorwagte, entdeckte er zu seiner Überraschung ein Mädchen am Schalter in der Nähe der Tür. Vom Gang aus, außer Sichtweite, beobachtete John sie einen Moment lang bei ihrer Arbeit am Terminal.    Er betrachtete die Uniform, die sie trug; ein Entwurf von Sherri.    Joe hatte sich an sein Mündel gewandt, um eine Uniform für den neuen Salon zu entwerfen, die unverwechselbar sein sollte.    Die Uniformen der Mädchen waren glänzend, wie John es verstand; sie waren aus weißem Vinyl, obwohl er sehen konnte, dass ein Himmelblau als Akzent verwendet wurde.    Offensichtlich gab es eine Hierarchie des Personals, was sich an den Uniformen ablesen ließ, die sie trugen.    Dieses Mädchen, von dem er anhand des Namensschildes erkannte, dass es sich um die von Joe erwähnte Adrianne handelte, trug das, was John für die Uniform des Verwaltungspersonals hielt.    Alle Mädchen trugen die gleichen weißen, hochhackigen Stiefel mit blauen Absätzen und Sohlen und einer blauen Schnürung, die den hinteren Teil des eng anliegenden Schafts abschloss, wobei der obere Teil unter dem wadenlangen Rock verborgen war.    Oder vielleicht sollte man es besser ein Kleid nennen, ebenfalls aus weißem Vinyl mit einem durchgehenden blauen Band entlang des schmalen Saums, das, wie so viele von Sherris Röcken, die Schritte des Mädchens in strengen, kurzen, damenhaften Schritten hielt.    Das Kleid wurde im Rücken mit einer doppelten Knopfreihe geschlossen, ebenfalls in kontrastierendem Blau.    Darüber befand sich, zumindest in Adriannes Fall, ein eng anliegendes Bolerojäckchen, das ebenfalls hinten mit einer doppelten Knopfreihe geschlossen wurde.    Das Jäckchen hatte einen hohen himmelblauen Stehkragen und einen herzförmigen Ausschnitt, der ein großzügiges Dekolleté vom Oberteil des Kleides zeigte, das im Neckholder-Stil gehalten war und spitz zulaufende Streifen aufwies, die nach Johns Meinung gerade noch ihre durch ein Korsett verstärkten Brüste bedeckten, bevor sie hinter ihrem Hals geschlossen wurden.    Himmelblau umrahmte auch den Ausschnitt und betonte das Dekolleté.    Wie bei fast allen Frauen, die er seit seiner Rückkehr gesehen hatte, waren ihre Hände mit Handschuhen bedeckt, ebenfalls aus weißem Vinyl, die Fourchette und die Nähte in kontrastreichem Himmelblau.    Die Uniformen betonten die Tatsache, dass die Mädchen, die sie trugen, in engen Korsetts steckten, von der Enge der Taille bis zur Vergrößerung der Brüste und der verbesserten Körperhaltung, die die Korsetts den Mädchen aufzwangen.    Im Gegensatz zu einigen anderen Verwaltungsangestellten trug Adrianne die mehr kontrollierende den Kopf bedeckende Kappe anstelle des Pillendosenhutes, den er bei einigen anderen Mädchen gesehen hatte.    Ihre Kappe bedeckte den ganzen Kopf und den Mund und ließ nur den Bereich um die Augen und die Nase frei, ähnlich wie die Kappen, die die meisten Mädchen im "The Spa" trugen.    John wusste, dass dies nicht nur Adrianne zum Schweigen halten, sondern auch ihr Gehör kontrollieren würde.    John stellte sich vor, wie sich die Augen seines Mündels in ein leuchtendes Grün verwandelten, als er das statuenhafte Mädchen mit der Kappe und den Locken bewunderte, als sie plötzlich aufschreckte.    Eine Art primitive Raubtier-Beute-Reaktion setzte ein und signalisierte ihr Johns Anwesenheit.    Er kam auf sie zu, und sie machte schnell einen tiefen Knicks.    John nickte zurück, da er wusste, dass sie in ihrer derzeitigen Lage weder hören noch sprechen konnte.    Ein kurzer Blick auf den Tresen zeigte ein Namensschild mit dem Namen des Mädchens und einen ähnlichen Knopf wie in Franks Büro.

        "Adrianne," die Augen des Mädchens leuchteten auf, als sie ihren Namen hörte, "ich bin John Scott."    Das Mädchen verbeugte sich erneut.    "Ich erwarte eine Lieferung für Sherri, Fräulein Schneider, die sich einer Reihe von Behandlungen unterzieht.    Es ist ihr Outfit für heute Abend.    Können sie mich anrufen oder es ihr bringen oder so, wenn es ankommt?"    fragte John.

        Adrianne nickte.    Die beiden sahen sich einen Moment lang nur an.    Schließlich lächelte John, da er in diesem einseitigen Gespräch nichts mehr zu sagen hatte, und kehrte in den Konferenzraum zurück.

        John blickte stirnrunzelnd auf den Bildschirm, der immer noch anzeigte:

        Kunde außerhalb des Salonbereichs.

        und wurde damit belohnt, dass die Anzeige wechselte auf:

        Kunde im Transport.

        Was auch immer das Training beinhaltete, es war vorbei, und er wartete darauf, dass Sherri zu ihrer nächsten Behandlung gebracht wurde.

        Nachdem er einige Minuten lang ungeduldig mit den Fingern auf den Tisch des Konferenzraums getrommelt hatte, wechselte der Bildschirm schließlich und zeigte, wie Sherri aus ihrem Panzer ausgepackt wurde.    Der Bildschirm wurde enttäuschend unscharf, als sie für die Dampfkabine vorbereitet wurde, aber sobald sie darin gesichert war, teilte sich der Bildschirm und zeigte auf der einen Seite die Kabine und auf der anderen Seite eine Nahaufnahme von Sherris Gesicht über einer Anzeige des Bedienfeldes für das Gerät.

        John bemerkte, dass die Temperatur anstieg, aber was ihn innehalten ließ, war der Ausdruck auf Sherris Gesicht.    Eine Mischung aus Schock und Erschöpfung kennzeichnete ihre schweißnassen Züge, und John fragte sich, was dieses X-Body-Workout beinhaltete.    Einen Moment lang zog sie eine Grimasse, als die Temperatur und zu Johns Überraschung auch der Druck stiegen, aber nach ein paar Minuten schien sie nachzugeben, denn ihr Gesicht wurde ruhig, und ihre Augenlider flatterten zu, als der Dampf sie entspannte.    Schweiß bedeckte ihr Gesicht, der erst von einem Wasserstrahl und dann von einem Luftstoß weggespült wurde. Ihre entspannten Gesichtszüge zuckten plötzlich, als sich ihre Augen weit öffneten und John sah, wie die Temperatur und der Druck in der Dampfkammer plötzlich sanken.    Sherris Atem ging für einen Moment rasend schnell, aber die Sensoren in der Kabine meldeten, dass ihr Herzschlag zwar sprunghaft anstieg, aber alle ihre Lebenszeichen in einem akzeptablen Bereich lagen.    Ebenso schnell baute sich der Dampf wieder auf und Sherri wurde einem weiteren Zyklus unterzogen.

        John erinnerte sich an seine Zeit auf dem College, als er immer trainierte und dann eine Weile in die Dampfkabine ging.    Einige der Sportler, und in Wahrheit auch andere, rannten aus den Duschen und sprangen in das kalte Becken, weil sie meinten, dass das kalte Bad den Blutkreislauf anregen würde und so weiter.    Er hatte es einmal ausprobiert, aber er mochte den Schock für sein System nicht.    Sherri hatte natürlich keine andere Wahl, und als John die Anzeige auf der Schalttafel beobachtete, wurde das Mädchen nicht nur einem Kälteschock ausgesetzt, sondern auch einem Druckabfall, der zu einer schnellen Abkühlung und Verdunstung führen würde.    Zweifelsohne erlebte Sherri eine Menge anregender Blutzirkulation.

        Selbst mit dem unscharfen Kamerablick konnte John sehen, dass die Assitentin einer erschöpften Sherri aus der Dampfkabine helfen musste.    Bald war sie wieder in ihrer Muschelschale, und der Bildschirm wurde leer, als Sherri zu ihrer nächsten Tortur transportiert wurde.

        John schaute auf den Zeitplan.    GS&S-Keuschheitsgürtel-Reinigung und -Wartung" stand als nächstes auf der Liste, aber anstatt dass der Monitor Sherris nächste Sitzung anzeigte, blieb der Bildschirm leer und zeigte nur an, dass Sherri diese Dienstleistung erhielt.

        Verärgert darüber, dass er nicht sehen konnte, was mit seinem Mündel geschah, schnappte sich John den Schlüssel für die Aufsichtskorridore und machte sich auf die Suche nach einem Eingang.

        Es dauerte länger, als er erwartet hatte, bis er eine der Türen fand.    Er blickte auf eine Frau, die auf einem Stuhl saß, mit einem glänzenden Umhang, der sie vom Hals abwärts umhüllte, und einer Art Abdeckung über dem Mund, die offensichtlich eine Art Kandare war.    Hinter ihr stand eine Uniformierte, die ihr Haar frisierte.    Er konnte die Gerüche des Salons riechen, die durch die Wände drangen und seinen Geruchssinn durcheinander brachten.    Er ging weiter, vorbei an mehreren Einwegglasscheiben, die ihm einen Blick in den Friseurbereich ermöglichten.    Hinter der Frau, die vor den Spiegeln zurechtgemacht wurde, konnte John mehrere andere sehen, die unter Haartrocknern saßen.    Er beobachtete einen Moment, wie ein Mädchen aus ihrem Panzer ausgepackt, in einen Umhang gehüllt und zu einem der Arbeitsplätze geführt wurde, wo sie fest an den Stuhl gefesselt wurde.    John konnte sehen, dass die Mädchen, bei denen es sich um eine Mischung aus der ersten, zweiten und dritten Stufe handeln musste, nie die Möglichkeit hatten, miteinander zu verkehren, um den Versammlungsgesetzen gerecht zu werden, die an Orten wie diesem herrschten.

        Er ging weiter und fand den Dibitron-Raum, in dem er zuvor Sherri bei einer Behandlung beobachtet hatte.    Er wusste, dass sie auch für diese Behandlung vorgesehen war, aber es war eine andere Frau, die auf einer der Liegen lag, den Kopf in einem seltsamen hellblauen Helm.    Er schaute sich nach einem der Monitore um, auf denen ihr aktueller Zustand angezeigt wurde, aber in dem dunklen Flur sah er keinen.    Alle vier Liegen waren belegt, und nicht nur die Köpfe oder Gesichter der Mädchen wurden behandelt, auch ihre Hände und Füße waren mit dicken hellblauen Plastikvorrichtungen bedeckt.    Das muss die Maniküre und Pediküre sein, die Joe angesetzt hat, dachte John und fragte sich, was der Sinn dieses Dienstes war, da er Sherris unbedeckte Hände so selten gesehen hatte.

        John ging weiter und versuchte, den Bereich für die Reinigung und Wartung des Keuschheitsgürtels zu finden, um herauszufinden, was es damit auf sich hatte, aber er kam bis zum Ende des Korridors, bevor er diesen Bereich fand.    Er ging zurück und wusste, dass es noch mehr Bereiche geben musste, die er noch nicht entdeckt hatte.

        Er fand einen weiteren Eingang zu den Überwachungskorridoren auf der anderen Seite des Ganges, wo er den jetzt leeren "Aufnahmebereich" fand, wo die Kunden zuerst in ihre Catsuits gesteckt und auf das Fördersystem geladen wurden, um zu ihren Behandlungsstationen gebracht zu werden.    Als Nächstes kam der Empfangsbereich, und er sah den Hinterkopf eines Mädchens, wahrscheinlich Adrianne, wie sie an der Rezeption stand, die Füße in Absatzschlössern fest auf dem Boden fixiert.    Schließlich kam er in einen weiteren Bereich, in dem zwei uniformierte Mädchen eine Kundin ankleideten.    Über dem nächsten Einwegfenster blinkte ein rotes Licht, und John ging schnell hin, um nachzusehen.

        Er sah zwei uniformierte Mädchen, die versuchten, einen der Panzer auf der Schiene zu bewegen.    Sie schoben beide, aber alles, was sie tun konnten, war, die starre Hülle zum Schwingen zu bringen.    Als John überlegte, ob er eingreifen sollte, öffnete sich die Tür, und eine weitere Uniformierte kam mit flottem Schritt herein.    Sie fiel nicht nur durch ihr selbstbewusstes Auftreten auf, sondern auch durch ihre Größe und Statur.    Bisher waren die meisten Frauen, die John im Salon gesehen hatte, statuenhaft gewesen, und ihre durch ein Korsett verstärkte Taille machte sie noch größer.    Diese Frau war klein, und obwohl sie offensichtlich ein Korsett trug, würde John sie freundlicherweise als rubenesk bezeichnen müssen. Und nicht nur das, sie war auch die erste Frau im Salon, die John ohne Kandare gesehen hatte.    Mit den Händen in den Hüften brauchte sie nur einen Moment, um die Situation zu erfassen.

        "Absatzschlösser,"    befahl sie, und die beiden anderen uniformierten Mädchen gingen schnell in gegenüberliegende Ecken des Raumes.    Sie ging zu einer Computerstation und betrachtete den Bildschirm einen Moment lang, bevor sie tippte und den Kopf schüttelte.    "Okay, wir machen es auf die harte Tour," sagte sie, und dieses Mal bemerkte John einen Akzent.    Sie ging zu dem immer noch hängenden Panzer, schlang ihre dicken Arme um die spitz zulaufenden Beine der Schale und hob sie an.    John glaubte nicht, dass sie viel Erfolg haben würde, und er hatte recht, aber nicht aus den Gründen, die er dachte.    Er hatte nicht geglaubt, dass sie die Frau anheben könnte, vor allem nicht mit all der Hardware, die sie umhüllte, aber als sie anhob, bog sich der Wagen, der den Panzer auf der Schiene über der gefangenen Kundin hielt, durch die Kraft, die die kleine Frau ausübte, nach oben.    Er war beeindruckt.    Nach einem Moment ließ sie den Panzer los und machte sich daran, die Situation erneut zu untersuchen.    Mit einem tiefen Atemzug versuchte sie es erneut, diesmal bewegte sie sich ein paar Meter vor und zurück.    Nach ein paar solcher Bewegungen gab es ein metallisches Quietschen, und der Wagen mit dem ganzen Panzer löste sich von der Schiene darüber.    Die untersetzte Frau trug den Panzer dorthin, wo sie ihn an eine Wand lehnen konnte.    Sie ging zurück zum Computer und tippte einen Befehl ein.    John hörte, wie sich die Absatzschlösser lösten, und die beiden anderen Betreuerinnen traten vor.    "Bringen sie Mrs. Carter in ein Display Case.    Ich habe diesen Raum vom Netz genommen.    Wir müssen uns damit begnügen, dass wir keine dritte Schale haben," sagte sie, bevor sie den Raum verließ, beinahe mit was John für ein militärisches Stolzieren hielt.

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goya
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:15.10.22 10:24 IP: gespeichert Moderator melden


Vielen Dank herman für die Fortsetzung...
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:16.10.22 13:03 IP: gespeichert Moderator melden


Danke
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:16.10.22 21:21 IP: gespeichert Moderator melden


So, hab unterwegs wieder in Bißchen geschafft.
Erst einmal geht der Abend zu Ende, bevor es morgen mit Susan weitergeht.

Herman
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:16.10.22 21:22 IP: gespeichert Moderator melden




New in Town – eine neue Welt Kapitel 18 K2


Der Geruch von Schönheitsprodukten drang wieder in Johns Nase, als er den Salon wieder betrat.    Vielleicht ist es diesmal nicht so schlimm, dachte er sich, als er Adrianne zunickte, während er sich mit der Karte, die Joe ihm gegeben hatte, über Sherris Fortschritte informierte.    Die ersten Anzeichen von Kopfschmerzen hatten John aus dem Gebäude getrieben, auf der Suche nach einem weniger duftenden Ort.    Er hatte einige Zeit in der Saftbar im "Spot" verbracht, die Joe vor kurzem angeblich explizit zu Johns Vergnügen hinzugefügt hatte, obwohl sie immer sehr beliebt zu sein schien, wenn John sie besuchte.    Vielleicht wirkten die schweren Parfüms, mit denen die Gerüche der verschiedenen Produkte überdeckt werden sollten, bei den meisten Menschen, aber John konnte den unterschwelligen Gestank, den sie zu überdecken versuchten, immer noch wahrnehmen.

       

        Schaukasten 3C

        informierte der Bildschirm ihn, und John ging den Korridor rechts vom Empfangsschalter entlang.    Er kam an mehreren Schaukästen vorbei.    Es handelte sich um kleine Glasvitrinen, ähnlich denen in der Kunstgalerie.    Die meisten waren leer, aber in einigen waren Mädchen eingeschlossen, die ausdruckslos vor sich hin starrten.    So wie sie dastanden, nahm John an, dass sie an Absatzschlössern befestigt waren, und so wie die kleine Kabine beleuchtet war, konnten sie nicht durch das Einwegglas hinaussehen.    John blieb stehen, als er Sherri in der gleichen Position wie die anderen Mädchen entdeckte.    Obwohl sie ein schwaches Lächeln trug, war ihr Gesicht ohne jeden echten Ausdruck.    Er war sich sicher, dass es nicht sehr aufregend sein konnte, nur in der Kabine zu stehen.    Dennoch nahm er sich einen Moment Zeit, um zu sehen, was sie auf dieser Party tragen würde.

        Sherri sah natürlich fantastisch aus.    Verspielt winkte er ihr zu, aber ihr Gesichtsausdruck änderte sich nicht, was seinen Verdacht bezüglich des Glases bestätigte.    Er untersuchte sie und versuchte herauszufinden, was all die Behandlungen bei ihr bewirkt haben könnten.    Der Teint ihres Gesichts war klar und glatt, aber das war er immer.    Ihr Make-up war vielleicht ein wenig dramatischer als sonst.    Auch ihr Haar war ein wenig anders.    Anstelle der normalen komplizierten Frisur, die sie trug, wenn ihr Haar überhaupt zu sehen war, war ihre derzeitige Frisur einfach, denn ihr Haar hing mit einer leichten Welle über ihre Schultern und größtenteils über ihren Rücken.    Sie trug keinen Hut oder irgendetwas anderes auf dem Kopf, was, wenn er darüber nachdachte, ein wenig ungewöhnlich war, aber das war ihr Outfit auch.    Es war ungewöhnlich in seiner Schlichtheit.    Es sah aus, als trüge sie einen Body aus einem glänzenden roten Stoff, der sich vom Hals abwärts an ihre Kurven schmiegte.    Ein Korsett, das zur Abwechslung einmal in einem kontrastierenden Schwarz zu sehen war, zwängte ihre Taille in die bekannte Sanduhrform.    Oder vielleicht sogar noch mehr, überlegte John, als er sein Mündel weiter untersuchte.    Sherri sah noch schlanker aus als sonst.    Das Unterbrustkorsett betonte ihre Brüste durch den dünnen, rot glänzenden Stoff.    Unter dem Korsett schmiegte sich ein Rock, ebenfalls in Schwarz und wahrscheinlich der kürzeste, den er je bei ihr gesehen hatte, an ihre Oberschenkel, bis zur Hälfte ihrer Knie.    Darunter bedeckten kniehohe Stiefel die untere Hälfte ihrer Beine, und, wie John bemerkte, hatten sie die Ballettabsätze, die sie gerade zu tragen begonnen hatte, ebenfalls in glänzendem Schwarz, wie die handgelenklangen Handschuhe, die ihre Hände bedeckten.


        Auch ihr Schmuck sah relativ einfach aus.    Ein Halsband aus silbernem Metall mit Messingakzenten lag eng um ihren Hals, eine Kette aus demselben Metall hing vom Halsband zwischen ihren Brüsten, wo sie in einer Schlaufe endete.    Eine zweite, lockerere Halskette aus großen geometrischen Formen baumelte über ihren durch das Korsett betonten Brüsten.    Auch ihre Handgelenke waren mit Silber umwickelt.    Wenn sie Ohrringe trug, waren sie unter ihren Locken versteckt.

        John schob seine Karte in den Schlitz neben dem Display, und die Tür glitt nach unten.    Sherris Duft wehte aus der Vitrine und ließ sein Herz schneller schlagen, als es ein Sport je könnte.    Als sie ihn sah, änderte sich ihr Duft, und ein Hauch von Erregung mischte sich darunter.    Sie starrten sich einen Moment lang in die Augen, bis Sherri die ihren zaghaft senkte.    John stürzte vor und sie küssten sich.

        "Vielleicht sollten wir uns der Party anschließen, Sir,“    sagte Sherri, als sie ein zweites Mal nach Luft schnappten.

        "Ähm ... Ja, ich denke, das sollten wir,“    antwortete John aus seiner Träumerei aufgeschreckt und drückte den Knopf, der Sherri aus ihren Absatzschlössern befreite.    Er bot ihr seinen linken Arm an, wofür sie dankbar zu sein schien, aber als sie die Kabine verließen, nahm sie die Leine, die an ihrem Halsband baumelte, und legte sie in seine Hand.    Mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht ließ sie sich von ihm tiefer in das Gebäude führen.

        Die Ballettstiefel sorgten dafür, dass ihre Schritte kurz waren, so dass sie sich sehr konzentrieren musste und er sie ein wenig unterstützen musste, damit sie gehen konnte, und mit etwa jedem dritten Schritt gab es ein kleines Quietschen, als ein Teil ihres Gummi-Outfits an sich selbst rieb.    Als es das erste Mal passierte, bemerkte John, wie Sherri einen Moment lang innehielt und überrascht ein wenig Luft holte.    Beim zweiten Mal stieß sie einen leichten Seufzer aus.    Beim dritten Mal stieß John nur ein kleines Kichern aus.    "Dein Outfit scheint eine eigene Stimme zu haben."

        "Tut mir leid, Sir,“    sagte Sherri leise.

        "Das muss es nicht.    Ich finde es irgendwie niedlich,“    sagte er ihr.    "Wie du."    Er beugte sich zu ihr herunter und küsste sie erneut, und sie quietschte noch mehr.

        Als sie die Treppe zum zweiten Stock erreichten, hatte Sherri einen Weg gefunden, ihr Quietschen auf ein Minimum zu beschränken, aber John stellte fest, dass sie sich viel mehr als vorher auf seinen Arm stützte, um sich abzustützen, zumindest wenn sie auf festem Boden ging.    Die Wolkenkratzer- Absätze forderten ihren Tribut an ihr Gleichgewicht und wahrscheinlich auch an ihre Ausdauer.       

        "Ich habe mich schon gewundert, wie gut du in diesen Absätzen zurechtkommst,“    sagte John.

        "Es sind nicht nur die Absätze..." antwortete Sherri.

        "Dein Korsett ist auch enger, nicht wahr?"    vermutete John.

        "Ja, Sir.    Danke, dass sie das bemerkt haben.    Es gibt hier ein neues Gerät."

        "Der Corsiter?"

        "Ja! ...Woher wussten sie das?"

        "Joe hat mir das Regime gezeigt, das du durchlaufen hast.    Ich konnte etwas davon sehen, aber das habe ich nicht mitbekommen."

        "Nun, er ist ziemlich effektiv.    Ich glaube, ich bin über zwei Zentimeter kleiner geworden,"    sagte Sherri, und Stolz schwang in ihrer Antwort mit.    "Aber ich bin diese Art von Kompression nicht gewohnt,“    gab sie zu.    "Es wird eine Weile dauern, bis ich mich daran gewöhnt habe."

        "Möchtest du, dass ich dein Korsett lockere?"

        "Auf keinen Fall!"    rief Sherri aus.    "Nicht nach allem, was ich durchgemacht habe, um in dieses Outfit zu kommen."

        Die Treppe zum zweiten Stock war eine Herausforderung; John wollte sie in seine Arme nehmen und zum Treppenabsatz tragen, aber Sherri war entschlossen, es allein zu schaffen, mit der Unterstützung seines Arms.

        Die Party war bereits in vollem Gange, als sie den Raum betraten, und John spürte, wie die Menschenmenge immer näher kam und seine Kampf- oder Fluchtreflexe in Wallung gerieten.    Er wäre genauso froh gewesen, sein Mündel für einen ruhigen Abend nach Hause zu bringen, aber Sherri ergriff seinen Arm mit aufgeregter Energie, und er konnte fast spüren, wie etwas davon durch ihre Arme zu ihm hinauffloss, während sie die gleiche Szene betrachtete.    Mit einem tiefen Atemzug stürzten sie in den Raum, und die Gerüche, die von der Ansammlung von Menschen ausgingen, überwältigten ihn.

        "Oh, gut!"    sagte Joe, als er zu dem neu eingetroffenen Paar hinübereilte.    "Du bist da.    Sieh zu, dass du dafür sorgst, dass sich alle gut amüsieren.    Ich muss unten nach dem Rechten sehen, um sicherzustellen, dass mit den letzten Kunden alles in Ordnung ist."    Er eilte an John vorbei die Treppe hinunter und rief über die Schulter: "Ich bin in ein paar Minuten zurück".

        Johns Augen weiteten sich bei dem Gedanken, für diese Gruppe von Fremden verantwortlich zu sein, aber Sherri zog ihn mit neuer Energie nach vorne, fügte sich nahtlos in die verschiedenen Gruppen ein und stellte ein paar kurze Fragen, die die Gruppe irgendwie belebten, bevor sie zur nächsten weiterging.    John lächelte nur, nickte und fügte ein paar einsilbige Grunzlaute hinzu, schüttelte jede Hand, die ihm angeboten wurde, während sie sich ihren Weg durch die Party bahnten und schließlich zu einem Tisch mit verschiedenen Snacks und Getränken kamen.

        "Darf ich bitte einen Drink haben, Sir?"    fragte Sherri.


        John grunzte sie zustimmend an und füllte ein Glas aus einer Punschschüssel.    Ihm war aufgefallen, dass die meisten Frauen den Punsch tranken.    Die Männer hingegen hatten eine Vielzahl von Getränken, von Punschgläsern bis hin zu Bierflaschen.    John beließ es bei der Bowle, während er sich die anderen Erfrischungen auf dem Tisch ansah.

        Bevor er etwas von dem Fingerfood zu sich nehmen konnte, führte Sherri ihn zurück ins Getümmel und regte die Unterhaltung an, während sie durch den Raum liefen.    Schließlich gelangten sie zu einem Bereich mit einigen Stühlen und kleinen Tischen.    Die Menge löste sich auf, als Joe den Raum wieder betrat.    Er nickte John zu, nahm sich dann ein Mikrofon und sprang auf einen der Stühle.

        "Hallo zusammen!", sagte er.    Die Gespräche im Raum begannen zu verstummen.    "Hallo!    Wenn ich eure Aufmerksamkeit für ein paar Minuten haben könnte", sagte er erneut, als er ihre Aufmerksamkeit erlangte.    "Okay.    Alle Mädchen sollten jetzt mit ihren Behandlungen fertig sein.    Ich würde mich freuen, wenn das Personal zu mir käme."    John sah zu, wie sich die uniformierten Mädchen auf den Weg zu Joe machten.    "Ich wollte euch nur dafür danken, dass ihr euch bereit erklärt habt, vor unserem ersten richtigen Tag unsere Versuchskaninchen zu sein.    Ich wäre euch dankbar, wenn ihr bleiben könntet, bis ich oder Petra..."    Er sah sich um und entdeckte schließlich die kleine Frau in der Menge der uniformierten Mädchen.    "Ihr kennt alle Petra?"

        Die meisten der Anwesenden bejahten die Frage, aber Joe winkte Petra nach vorne und auf einen Stuhl neben sich.    "Für diejenigen, die es nicht wissen, das ist Petra, die Geschäftsführerin des Salons und eine echte treibende Kraft dahinter."    Joe klemmte sich das Mikrofon unter den Arm und begann zu klatschen, die Menge stimmte mit ein.    "Ich möchte euch auch die Mitarbeiter vorstellen."    Joe begann, jedes der Mädchen einzeln aufzurufen und erzählte von ihren Spezialitäten und Aufgaben im Salon und bei einigen von ihnen auch im Spa.    "Wie auch immer, ich... wir wollen eure Meinungen hören und eine Bewertung der Leistungen, die ihr heute erhalten habt.    Irgendwelche Probleme... was falsch gelaufen ist.    Was gut gelaufen ist.    Was euch gefiel oder nicht gefiel... und so weiter.        In der Zwischenzeit können sie sich an den Leckereien erfreuen, die hier auf dem Tisch liegen, und versuchen, sich zu amüsieren.    Nochmals vielen Dank, und ich hoffe, die meisten von Ihnen bald als zahlende Kunden zu sehen."

        Joe bekam ein paar gute Lacher, als er vom Stuhl herunterstieg, und reichte Petra die Hand, als sie ebenfalls hinunterstieg. "Du kannst doch bis zum Ende bleiben, oder?"    fragte Joe John.

        "Ähm, sicher,“    stimmte John zu.

        "Gut, ich möchte mich mit dir noch etwas ausführlicher unterhalten,“    sagte Joe und ging los, um mit dem ersten Pärchen zu sprechen, das ihm begegnete.

        John sah sich die Leute um ihn herum an, dann Sherri.    "Sollen wir uns hinsetzen?"    fragte er, als er bemerkte, dass sie sehnsüchtig auf die Stühle zu schauen schien und wusste, dass die Ballettstiefel nicht bequem sein konnten, um darin zu stehen.    Sie nickte, und er führte sie zu einer Gruppe von Stühlen, die lässig um einen Tisch herum angeordnet waren.    Er setzte sich zu ihr, suchte unwillkürlich nach dem Stuhlriemen und war tatsächlich erstaunt, dass es keine Möglichkeit gab, sein Mündel ordnungsgemäß an ihrem Sitz zu befestigen.    Es dauerte einen Moment, bis ihm klar wurde, wie töricht das war und wie sehr er sich seit seiner Rückkehr verändert hatte.    Mit einem albernen Grinsen nahm er neben Sherri Platz.

        "Ist irgendetwas komisch, Mr. Scott?"    fragte Sherri.

        "Mr. Scott?"    fragte John.    "Immer noch!"

        "Wir sind in der Öffentlichkeit, John", flüsterte sie und sah sich um.

        "Hoffentlich mit Freunden,“    antwortete John, indem er ihr Flüstern nachahmte, aber als er den Ausdruck von Misstrauen und Sorge auf ihrem Gesicht sah, nahm er sich zurück.    "Mir ist nur das Fehlen eines Stuhlriemens aufgefallen,“    sagte John als Antwort auf ihre vorherige Frage.

        "Ja, das ist mir auch aufgefallen,“    erwiderte Sherri und wackelte ein wenig in ihrem Sitz.    "Sie sind nicht unbedingt nötig, Sir."

        John gluckste wieder.    "Die Regeln für den Gebrauch von Stuhlgurten sind mir immer noch nicht klar", sagte er, "aber die Tatsache, dass ich nach einem gesucht habe, zeigt, wie sehr ich mich in dieser Gesellschaft verwurzelt habe."

        "Oh, ich dachte, du hättest Angst, dass ich dir entkomme," stichelte sie.

        "Das ist immer eine Sorge", entgegnete er in einem, wie er hoffte, lässig-schnoddrigen Tonfall, "aber ich glaube, ich könnte dich fangen, solange du diese Stiefel trägst."    John legte seine Hand auf das schwarze Leder, das Sherris Beine fest umschloss.

        "Gefallen sie dir?"    fragte Sherri und machte einen Scherenschlag mit ihren langen Beinen, die durch die übertriebenen Absätze noch länger wurden.

        "Sie sind sehr anziehend,“    sagte John mit einem Lächeln.    "Aber sind sie nicht unbequem?"

        "Nun ..."    Sherri zögerte einen Moment.    "Ein wenig, aber ein Mädchen muss bereit sein, für die Schönheit ein paar Widrigkeiten in Kauf zu nehmen."

        John warf ihr einen Seitenblick zu.

        "Da fällt mir ein, da wir jetzt allein sind," fuhr sie fort.

        John sah sich mit einem verwirrten Gesichtsausdruck unter den Leuten um, die sich um sie herum zu drängen begannen.

        "Na ja, zumindest weg von gewissen neugierigen Ohren,“    korrigierte Sherri kichernd, bevor sie wieder ernst wurde.    "John, was sollen wir Susan zu Weihnachten schenken?"

        John blinzelte sie ein paar Mal an und versuchte, ihrem Themenwechsel zu folgen.

        "Susan?"

        "Ja."

        "Weihnachten?"    überlegte er.

        "Ja,“    sagte Sherri und dachte über ihre eigene Frage nach.

        "Ja, was schenkt man einem Mädchen, das nichts hat?"    antwortete John mit einem trockenen Kichern.

        "John!    Das ist ernst!"    rügte Sherri ihn.    "Es ist ihr erstes Weihnachten, oder zumindest das erste seit vielen Jahren, und das erste mit uns.    Es muss etwas Besonderes sein."



        John war im Nu auf den Beinen und hatte ein Messer in der Hand, als die bernsteinfarbene Flüssigkeit floss.

        "Ooof, entschuldigen sie,“    lallte der Mann und merkte nicht, dass er nur noch Sekunden vom Tod entfernt war.

        John richtete seine Aufmerksamkeit für einen kurzen Blick auf Sherri, um ihren Zustand zu prüfen.    Sie starrte den Mann mit einem Blick der Bestürzung an.

        "Es ist alles in Ordnung, John.    Nur," sie tauchte ihre behandschuhten Finger in eine Pfütze auf ihrem Schoß und saugte die Flüssigkeit ab, "ein kleines Bier."

        Der Mann hob entschuldigend die Hände.    "Tut mir leid, Alter," sagte er und bemerkte nicht das Messer, das leicht gegen seine Oberschenkelarterie gedrückt wurde.    Er ging weiter um das Paar herum, und John musste vorsichtig sein und die Klinge wegziehen, bevor die scharfe Kante den Mann mit seinen Bewegungen aufschlitzte.    So wie es aussah, würde der betrunkene Narr mit einem Kater aufwachen und sich fragen müssen, woher der Schlitz in seinem Hosenbein kam.

        "Geht es dir gut?"    fragte er sein Mündel.

        "Gut,“ versicherte sie ihm, tauchte ihre Finger wieder in die Pfütze und leckte sie ab, wobei sie John verführerisch in die Augen sah.    "Obwohl ich Bier immer noch nicht besonders mag."    Sie lächelte.    "Wenigstens habe ich das richtige Outfit angezogen."    Sie sah auf die Tropfen hinunter, die noch immer an ihrem Kleid klebten.    "Vielleicht sollte ich öfters Latex tragen.    Ich glaube, das wird die nächste Modeerscheinung sein."

        Ihr Gespräch wurde erneut von einem russischen Akzent unterbrochen. "Entschuldigen sie, Fräulein Schneider.    Mir ist aufgefallen..."    John sah, wie Petra, immer noch in ihrer Salonuniform, durch die Menge ging und sie teilte, als gäbe es sie nicht.    "Kommen sie, wir machen sie sauber."     

        "Ja, das ist genau das richtige Outfit,“    überlegte Sherri.    "Es ist leicht zu reinigen, genau wie deine Uniformen.    Du kannst mich einfach abspritzen,“ sagte sie fröhlich und sah John um Erlaubnis an, die er mit einem Nicken und Winken gab.    "Haben sie nicht etwas vergessen, Mr. Scott?"    fragte sie.

        John sah sie einen Moment lang an.

        "Ich bin immer noch ein Mädchen der Stufe 1,“    erinnerte sie ihn.

        "Oh, eine Kandare,“    John erinnerte sich daran, wie er überlegt hatte, was er benutzen könnte, um das Mädchen zu knebeln.

        "Männer!"    sagte Sherri entnervt.    "Meine Halskette, Mr. Scott."    Sie fingerte an der großen Kugel, die den Mittelpunkt der klobigen geometrischen Formen bildete, aus denen die Halskette bestand, die im Vergleich zu dem engen Metallkragen, den sie trug, zweitrangig zu sein schien.    John stand auf und ging hinter sein Mündel, um herauszufinden, wie er sie zum Schweigen bringen und die Gesetze über weiblichen Versammlung einhalten konnte.    Er brauchte einige Augenblicke, um herauszufinden, wie das Ding funktionieren würde, aber bald füllte die große Kugel Sherris Mund aus und er zog den Rest der Halskette an, so dass die kleineren Formen gegen ihre Wangen drückten.    Er stellte fest, dass das Design es der Trägerin fast unmöglich machen würde, es zu lösen.    Entsprechend gezäumt nahm Sherri Petras Hand und ging zur Seite des Raumes.    John sah ihnen hinterher und suchte die Menge nach Anzeichen dafür ab, dass ihnen jemand besondere Aufmerksamkeit schenkte.

        Sein Blick fiel auf einen Mann auf der anderen Seite des Raumes, der ihm verstohlene Blicke zuwarf.    Als der Mann Johns Blick bemerkte, machte er sich auf den Weg zu ihm, eine Frau im Schlepptau.    Johns Verstand bewertete den dünnen Mann schnell.    Obwohl er so aussah, dass John ihn nur als 'schlaksig' bezeichnen konnte, ließ etwas in seinen Bewegungen vermuten, dass er viel Zeit auf der Jagd verbracht hatte.    Vielleicht lag es an seinem Outfit.

        "Entschuldigen sie, Mr. Scott, ich konnte nicht umhin, sie hier zu bemerken.    Mein Name ist Lex Descoteaux,“ sagte der Mann mit einem starken Akzent, den John nur schwer zuordnen konnte.

          "Mr. Descoteaux,“    wiederholte John, nahm die Karte des Mannes entgegen und musterte ihn.    Er wirkte ein wenig deplatziert im Vergleich zu den anderen Gästen - seine dünne Statur und die Brille schienen nicht zu dem Cowboyhut, den Stiefeln, dem bestickten Anzug und der Schnurkrawatte zu passen, die sein Outfit ausmachten.

        "Ich glaube, wir haben in Frank Charters einen gemeinsamen Bekannten,“    fügte der Mann hinzu.

        "Woher kennen sie Mr. Charters?"

      "Nun, das ist eine lange Geschichte,“ sagte der Mann. "Darf ich?"    fragte er und deutete auf einen der Stühle am Tisch.

        John nickte und der Mann nahm Platz, und die Frau kniete anmutig neben ihm nieder.

        "Ich arbeite für Platinum Petroleum, und Herr Charters, oder seine Firma, vertritt uns hier,“ erklärte der Mann. John hatte seiner Karte bereits entnommen, dass er ein regionaler Vizepräsident war.    "Frank und ich, wir haben uns von Anfang an gut verstanden.    Er hat mir geholfen, seinem Club beizutrete ... Wir haben jeden Donnerstag eine feste Abschlagszeit, und er und Kaitlin kommen ein paar Mal im Monat zum Abendessen zu uns, Shelly und mir."


        John betrachtete die Frau neben dem Cowboy.    Auch sie war in etwas gekleidet, das John als "Cowboyhaft" oder vielleicht in ihrem Fall als "Cowgirlish" bezeichnete.    An ihren Füßen trug sie eine weiblichere Version von Cowboystiefeln, die viel bunter waren und einen viel höheren Absatz hatten als die von Lex.    Ein langer, mit Fransen besetzter Rock verbarg den größten Teil ihrer Beine.    Sie trug ein kariertes Hemd mit Perlenknöpfen bis hin zu einem Tuch, das ihren Hals bedeckte.    Eine enge, mit Fransen besetzte Lederweste, die mit drei silbernen Schnallen geschlossen wurde, zeigte ihre korsettierte Taille.    Ihre Hände waren in Lederhandschuhe gehüllt, breite Stulpen mit silbernen Sternen als Verzierung, zusammen mit weiteren Fransen.    Ihr blondes Haar war zu einem, wie John meinte, bauschigen Zopf aufgetürmt, den ein kleiner Cowboyhut in einem flotten Winkel zierte.

        "Frank sagte immer wieder, dass wir uns einmal treffen sollten,“ fuhr Mr. Descoteaux fort, nachdem John weiter geschwiegen hatte.    "Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfuhr, dass sie zu Mr. Hinkles kleinem Etablissement hier gehören.    Ich hatte gehofft, sie bei ihrem Training zu treffen.    Aber ich bin hocherfreut zu sehen, dass sie heute Abend hier waren und noch dazu mit Fräulein Schneider.    Geht es ihr gut?    Ich habe hier vorhin einen Tumult mitbekommen, da habe ich sie bemerkt."

      "Nur ein kleiner Unfall,“ sagte John und sah zu Sherri hinüber, um nach dem Rechten zu sehen.    Sie und Petra kamen gerade wieder herüber.    "Da ist sie ja,“ verkündete John und stand auf, als Sherri wieder zu ihm stieß.

        "Sherri, das ist Mr. Lex Descoteaux,“ stellte John den sitzenden Mann vor.    "Er ist ein Freund von Frank."

        Sherri machte einen Knicks vor dem Mann.

        "Guten Tag, Fräulein Sherri.    Es ist mir eine Ehre, Ihre Bekanntschaft zu machen,“    sagte Lex und gab Sherri eine kleine Verbeugung.

        "Und das ist seine... nun, seine Begleiterin, Shelly."

        Sherri blieb stehen und starrte das Mädchen an.    "Rilel?"    quietschte sie durch die Kandare, etwas, das John selten von ihr gehört hatte, dann kniete sie sich neben John, um einen besseren Blick auf das Mädchen zu werfen.    John bemühte sich einen Moment lang, ihre Kandare zu lösen.    "Michelle Rosenthal?"    fragte Sherri überrascht.

        Das Mädchen sah zu Lex auf, der ihr mit einem Nicken die Erlaubnis zum Sprechen gab.    "Ich heiße jetzt Shelly Descoteaux, Fräulein Schneider,“    sagte das Mädchen mit einem Lächeln, das sich fortsetzte, als sie zu dem Mann aufschaute, der neben ihr saß, und sein Bein streichelte.

        "Shelly ...?"    Sherri begann und schien um Worte verlegen zu sein.    "Ich, na ja, ich habe mich immer gefragt, was mit dir passiert ist... Ich weiß, dass, na ja, wir haben angenommen, dass du, als du verhaftet wurdest..."

        "Ich wurde in die Erziehungsanstalt geschickt,“    gab Shelly zu.    Sie sah wieder zu Lex auf.    "Ich hatte nicht so viel Glück, oder war..."    Sie sah zu Boden, als sich ihr Gesicht verfärbte, "so unschuldig wie du.    Es war hart, aber in vielerlei Hinsicht hatte ich Glück.    Die anderen Mitglieder meiner Zelle..."    Sie hielt inne und versuchte, ihre Gefühle unter Kontrolle zu bringen.    "Ich war so eine Närron."    John konnte sehen, wie sich Tränen in ihren Augen bildeten.

        "Ruhig, ruhig, Concheta.    Darüber bist du jetzt hinweg,“    versicherte Lex ihr und klopfte ihr auf die Schulter.

        "Ich danke ihnen, Sir."    Sie seufzte, ihre Hände umklammerten sein Bein fester, während sie liebevoll zu dem großen Mann aufblickte.

        "Shelly hier hat die Besserungsanstalt mit Auszeichnung abgeschlossen,“    erzählte Rob ihnen.    "Als ihr Vertrag zum Verkauf stand, habe ich sie mir geschnappt, und ich denke, wir haben gut zusammengepasst.    Sie ist mein zweites Mädchen aus der Besserungsanstalt.    Mit der ersten hat es nicht so gut geklappt, aber Shelly hier, nun ja, sie ist ein wirklich gutes Mädchen, nicht wahr, Shelly?"

        "Ja, Sir."    Das kniende Mädchen gurrte bei diesem Kompliment.

        "Wie auch immer, ich würde sie und Fräulein Schneider gerne bald einmal zum Essen einladen,“    fuhr Lex fort.    "Mein Boss möchte sie auch kennenlernen, er sollte in einem Monat in der Gegend sein, aber ich würde gerne vorher einen Termin für uns vereinbaren, wenn es sich einrichten lässt."

        "Ihr Boss?"    fragte John.

        "Ja, Sir.    Dallas Huston,“    erwiderte Lex.    "Alle denken, er hätte seinen Namen geändert, aber ich kenne die Familie des Mannes seit Jahren und ich kann Ihnen versichern, dass sie ihre Kinder wirklich so nennen."    Lex lachte.    "Er ist der Präsident von Platinum Petroleum und ein Legat der Konföderation."

        "Konföderation?"    fragte John.

        "Ja, Sir, die Republik Texas,“    sagte Lex mit einigem Stolz.    "Es besteht die Möglichkeit, dass er der nächste Patriarch wird."

        "Ein wichtiger Mann,“    bemerkte John.

        "Wir sind mächtig stolz auf ihn,“    stimmte Lex zu.    "Aber wir sollten jetzt gehen."

        Shelly sah ein wenig enttäuscht über diese letzte Bemerkung aus.

        "Du musst dich etwas ausruhen, Concheta.    Du hast einen großen Tag vor dir.    Du willst morgen bei deiner Zertifizierung dein Bestes geben,“    erinnerte er seine Frau.

        "Zertifizierung?"    fragte Sherri.

        "Shelly muss ihre halbjährliche Zertifizierung für ihren Stufe-zwei-Status machen,“    informierte Lex sie, während er aufstand und Shelly auf die Beine half.    "Ich melde mich bei ihnen, Mr. Scott."   



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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:16.10.22 22:30 IP: gespeichert Moderator melden


Danke Hermann,du hast mir den Sonntagabend verschönert!!
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:19.10.22 13:41 IP: gespeichert Moderator melden


Das freut mich, Rabe 57!

Hab leider gerade sehr wenig Zeit,

aber dennoch muß Susan endlich wieder aufwachen. Es geht weiter!

Viel Spaß,

Herman
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  RE: New in Town – Eine neue Welt – von Anfang an. Datum:19.10.22 13:41 IP: gespeichert Moderator melden





New in Town – eine neue Welt Kapitel 18 L



Beim Frühstück am nächsten Morgen befand sich Susan noch immer in dem Schönheitssack und war an den Rolltisch geschnallt.    Sherri fütterte das bewegungsunfähige Mädchen mit kleinen Stücken der Mahlzeit, die Susan eifrig verschlang.    Der Besuch im neuen Spa war das Hauptgesprächsthema, wobei Susan bei einigen der Behandlungen, die Sherri beschrieb, Grimassen schnitt.    John schwieg meist und genoss die Interaktion der beiden Frauen.    Wäre Susan nicht fest in den Schönheitssack gefesselt und Sherri mit dem Stuhlgurt fest an ihren Stuhl gefesselt, könnte man fast meinen, es handele sich um ein "normales" Gespräch vor der Verschwörung.

        Danach rollte Sherri das gefesselte Mädchen ins Wohnzimmer, während John vor seinem Auftritt vor Gericht im "The Spot" trainieren ging.    Er wusste, dass Sherri wegen ersterem nervös war.  Sie hatten gestern Abend, nachdem sie nach Hause gekommen waren, ein wenig Zeit zum Reden gehabt, und sie nach Susan gesehen, und obwohl er wusste, dass sie sich darüber freute, dass er die volle Vormundschaft für sie bekam, stellte dies auch eine Herausforderung für ihre immer noch aufkeimende Beziehung dar.

        Sherri, jetzt in ihrer Dienstmädchenuniform, mit Gesichtsmaske und allem Drum und Dran, balancierte auf ihren hohen Absätzen und schob den Staubsauger durch das Wohnzimmer.    Das Geräusch des leistungsstarken Motors erfüllte den Raum mit Lärm, aber Sherri bemerkte es nicht, da die Ohrstöpsel selbst dieses Geräusch blockierten und sie in der Einsamkeit zurückließen, abgesehen von der gelegentlichen Erinnerung, weiterzuarbeiten.    Heute musste sie nicht in dieser Uniform arbeiten, die sie am meisten einengte.    Sie diente hauptsächlich zu disziplinarischen Zwecken oder, wie in der letzten Nacht, zum Schutz.    Nein, sie hatte darum gebeten, dass Sophia ihr in das heiße, beengende und kontrollierende Outfit half.

        Sophia hatte ihr ein schiefes Lächeln geschenkt, weil sie dachte, dass sie das einschränkende Outfit trug, weil es John offensichtlich Freude bereitete, sie darin zu sehen.    Ein Blick in den Flurspiegel zeigte Sherri, warum ihr Vormund diesen Anblick genoss.    Das enge Korsett des Kleides schnürte ihre Taille ein und drückte ihre Brüste nach außen, während der ausgestellte Rock ihre Hüften betonte und ihre Taille noch schmaler erscheinen ließ.    Die hohen Absätze, die über die hautengen Latexleggings geschnallt waren, verstärkten diesen Effekt noch.    Selbst die erdrückende Gesichtsmaske lenkte nicht allzu sehr von ihrem Aussehen ab, denn das stilisierte Lächeln ließ ihr zumindest menschliche Züge, während sie sich hinter einer Schicht anonymen Latex verbarg.    Natürlich war auch die Tatsache, dass John es genoss, sie in diesem Outfit zu sehen, ein großes Plus.

        Es war das Gefühl der Anonymität und der Schutz ihrer Latexhülle mit den Ohrstöpseln, die alle Geräusche von außen blockierten, die sie wollte.    Obwohl sie es liebte, Susan um sich zu haben, brauchte sie ein wenig Zeit für sich, um nachzudenken.    Was sollte sie jetzt tun, wo John die volle Vormundschaft über sie haben würde?    Der Gedanke daran erregte, ängstigte sie und stieß sie zugleich ab.    Sie wusste, dass sie den Mann liebte, und das Wissen, dass er sie fast vollständig kontrollierte, erregte sie noch mehr, doch mit dieser Erregung kam auch die Angst, was diese Kontrolle bedeutete.    Würde es ihre Beziehung verändern?    Er hatte eine "Partnerschaft" versprochen, obwohl sie beide wussten, dass es nur eine Illusion sein würde, die sie vortäuschen konnten, wenn sie allein waren.

        Und warum brauche ich überhaupt einen Vormund?    dachte sie wütend.    Ich bin eine erwachsene Frau, intelligent und gebildet.    Ich kann meine eigenen Entscheidungen treffen, vielen Dank.

        Wie schon bei so vielen anderen Gelegenheiten schob sie den Staubsauger automatisch über den Teppich, während sie sich Gedanken über ihre Zukunft machte.

         

        Susan reckte den Hals, um Sherris Bewegungen zu verfolgen, und beobachtete fasziniert, wie sie in ihrer Latex-Hausmädchenuniform ihre Arbeit verrichtete.    Sie hatte Sherri mehrmals einige Fragen zugerufen, bis sie merkte, dass Sherri sie offenbar nicht hören konnte.    Schließlich schaltete Sherri den Staubsauger aus, drückte auf den Knopf, um das Kabel aufzurollen, stellte ihn an seinen Platz im Schrank und ging zu einer Reihe von Absatzschlössern an der Wand.    Sie stellte ihre Absätze vorsichtig in die Schlösser, verschränkte die Arme hinter dem Rücken, umfasste mit den Händen die gegenüberliegenden Ellbogen, stellte sich aufrecht hin und blieb regungslos.

        "Sher?    Was machst du denn da?    Warum stehst du da wie eine Statue?"    fragte Susan vom Schönheitstisch am anderen Ende des Raumes, aber Sherri reagierte nicht auf ihre Fragen, auch nicht, nachdem sie sie wiederholt hatte.    Nach einer Weile kam Sophia herein und begann, den Raum zu untersuchen.

        Susans besorgte Stimme rief ihr zu:    "Tante Sophia!    Warum steht Sherri wie eine Statue da und antwortet mir nicht?    Und warum macht sie die Hausarbeit?    Ich dachte, du wärst ihr Dienstmädchen, und... und wir würden das gemeinsam machen?"

                        Sophia seufzte und sah ihre beiden gefesselten Schützlinge an.    Sie wusste, dass sie versuchen musste, dem jungen Mädchen alles zu erklären.    Sie zog einen der Esszimmerstühle neben Susans angespannten Kopf heran und begann, ihr sandfarbenes Haar zu streicheln, während ihre Herrin in ihrer Position verharrte.    "Nun, Susan, sie antwortet dir nicht, weil sie dich nicht hören kann.    Unter dieser Maske trägt sie Ohrstöpsel.    Ihr Vater, ein sehr weiser Mann, verlangt, dass sie sich an der Hausarbeit beteiligt, damit sie uns gegenüber nicht arrogant wird und immer weiß, was Arbeit bedeutet.    Als Dienerin sollte man für seine Herren fast unsichtbar sein, solange man seine Arbeit macht, und deshalb trägt sie eine Gesichtsmaske.    Er hilft ihr auch, sich daran zu erinnern, dass sie jetzt nur ihre Aufgaben zu erledigen hat und nichts Anderes, bis ihre Aufgaben erledigt sind.    Die Ohrstöpsel schützen sie vor dem Lärm des Staubsaugers und vor anderen Ablenkungen, wie z. B. Fragen von neugierigen kleinen Mädchen."    Sie lächelte und tippte Susan auf die Nase.    "Und wenn eine Bedienstete nicht hören kann, kann sie auch nicht versehentlich die privaten Gespräche ihres Herrn belauschen.

        Aber die Gesichtsmaske wahrt auch ihre Anonymität, und auch wenn manche Leute sagen, dass sie dadurch zu einem Objekt degradiert wird, so hilft sie doch, die Identität einer Bediensteten zu verbergen, was sehr hilfreich sein wird, wenn du zu arbeiten beginnst und wir Gäste empfangen, die dein Gesicht nicht sehen sollen."

        "Aber warum trägt sie so ein schönes Kleid für die Arbeit?    Hat sie keine Angst, es schmutzig zu machen?    Und hohe Absätze?    Wäre es nicht einfacher, barfuß zu arbeiten?"

        "Nun, ein gutes Dienstmädchen macht sich nicht schmutzig.    Und du hast ihr Uniformkleid gesehen.    Ja, es ist etwas Besonderes.    Es ist aus Latex, das man leicht abwaschen kann, wenn sie es aus Versehen beschmutzt.    Und was die Absätze angeht - nun, es ist wie ihre Uniform, würdest du lieber in langweiliger Kleidung und barfuß gesehen werden wie ein Straßenkind, oder würdest du lieber hübsch aussehen, dich hübsch fühlen und hübsch sein, auch wenn du arbeitest, damit dein Herr dich gerne um sich hat?"

        "Bekomme ich auch so ein schönes Kleid wie sie, Tante Sophia?    Hast du auch eins?    Muss ich die ganze Zeit eine Gesichtsmaske tragen?    Ist das unangenehm?"

        "So viele Fragen, meine Liebe.    Ja, ich habe auch ein Dienstmädchenkleid, das dem von Fräulein Sherri ähnelt, sogar mehrere.    Nein, die Masken, und ja, auch davon gibt es verschiedene, sind nicht wirklich unbequem, sie sind eng, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, können sie sich sehr angenehm anfühlen, wenn auch manchmal etwas schweißtreibend, und oft fühlt man sich dadurch schön.    Die Masken geben einem ein geschütztes Gefühl, und obwohl es heiß wird, hilft es einem, sich zu konzentrieren.    Und ja, wir werden ein wunderschönes Dienstmädchenkleid für dich bestellen, sobald wir dich aus dem Sack geholt haben und deine richtigen Maße nehmen können.    Und nein, du wirst nicht die ganze Zeit eine Maske tragen müssen, nur manchmal, genau wie Fräulein Sherri und ich."

        "Und warum steht Sher jetzt so still wie eine Statue?    Ist sie nicht fertig mit ihrer Arbeit?"

        "Das ist sie, meine Liebe, zumindest sollte sie es sein.    Fräulein Sherri ist ein besonderer Fall.    Denk daran, was ich über ihren Vater gesagt habe.    Sie ist und bleibt ein untergeordnetes Dienstmädchen, dessen Arbeit immer beaufsichtigt und kontrolliert wird.    Jetzt muss sie warten, bis ihre Arbeit überprüft worden ist, bevor sie freigelassen werden kann.    Normalerweise würden Onkel Demetri oder Mr. Scott die Kontrollen durchführen, aber sie sind nicht zu Hause, also werde ich jetzt ihre Arbeit kontrollieren und sie freilassen, wenn sie zufriedenstellend ist, oder,“ Sophia sah auf die Uhr, "vielleicht wäre es besser, sie an ihrem Platz zu lassen.    Es besteht die Möglichkeit, dass Mr. Scott bald nach Hause kommt.    Ich habe bemerkt, dass er Fräulein Sherri auch gerne in ihrer Uniform sieht."    Die beiden Frauen warfen sich wissende Blicke zu.    "Ich sag dir was.    Wie wär's, wenn ich dich in meine Küche schiebe, damit du wenigstens zusehen kannst, während ich das Mittagessen zubereite und mit den Vorbereitungen für das heutige Abendessen beginne?"



        "Sophia, Mr. Scott hat gerade angerufen,“ sagte Demetri, als er die Küche betrat.    Er hatte die Interaktion zwischen dem kleinen Mädchen, das so eng in dem Ledersack eingeschlossen war, und seiner Frau beobachtet.    Es erstaunte ihn immer noch, wie sie eine Küche beherrschte.    Selbst wenn sie allein war, schien es, als würden sogar die leblosen Küchengeräte ihrem Befehl gehorchen, obwohl es heute bei ihrer Knetmaschine ein wenig Rebellion zu geben schien.    Doch davon ließ sie sich nicht beirren, sondern stellte Susan in aller Ruhe heimlich Fragen, machte ein Spiel daraus und gab vor, sie um Rat zu fragen, was sie zu verschiedenen Rezepten hinzufügen sollte, von denen Demetri wusste, dass sie sie auswendig kannte, während sie gleichzeitig das Wissen des jungen Mädchens testete.    Zu seiner Überraschung schien Susan in Sachen Kochen nicht völlig unbegabt zu sein und musste in ihrem früheren Leben das eine oder andere aufgeschnappt haben. Er erinnerte sich an ihr Gespräch mit Gouverneur Henderson, bei dem sie erklärt hatte, dass sie für ihren Vater den Haushalt geführt hatte. Susan antwortete eifrig auf Sophias Fragen, und obwohl ihre Kenntnisse im Vergleich zu Sophias Kunst eher dürftig waren, steuerte sie ein paar eigene Ideen bei, die buchstäblich "Würze" brachten, und ein paar Kräuter, die Sophia seltener verwendete, und ließ letztere gelegentlich eine Augenbraue hochziehen. Er lächelte über das Band, das sich bereits zwischen den beiden Frauen gebildet hatte.    Eines Tages würde Demetri selbst ein Quiz veranstalten müssen.    Er war nicht dabei gewesen, als Susan sich damit brüstete, einen der Männer, die hinter ihr her gewesen waren, getötet oder verwundet zu haben, aber er vermutete, dass Susan nicht die Einzige war, die in der Nacht, als sie vor ihrer Tür stand, verletzt worden war, und dass ihr Blut nicht das einzige war, das den Boden befleckte. Nein. Die Messer, die sie mitgebracht hatte, waren schon benutzt worden.    Da das Spiel nun unterbrochen war und alle Augen auf ihn gerichtet waren, fuhr Demetri fort: "Er hat mit den Medizinern gesprochen, die Fräulein Susan heute Abend untersuchen werden.    Sie wollen, dass sie den Rest des Tages fastet, und sie muss schlafen und frisch gespült sein, wenn er sie hinbringt."    Er spannte sich an, bevor er fortfuhr. "Susan, es tut mir leid, aber das bedeutet, dass du nicht zu Mittag essen kannst.    Und du musst heute Nachmittag eine Schlaftablette nehmen."

        "Aber Onkel Demetri, ich habe Tante Sophia geholfen, und sie hat so ein köstliches Essen zubereitet, und jetzt darf ich nichts davon probieren?    Ich bekomme stattdessen eine eklige Pille?    Ich will keine Pillen mehr.    Ich werde brav sein, auch wenn ich wieder in dieser Zickenbox reiten muss!"

        "Tut mir leid, Susan, aber die Anweisungen sind ganz klar.    Sie wollen nicht, dass du dich im FAC bewegst, bevor sie dich untersuchen können, und einige der Untersuchungen könnten schmerzhaft sein, also ist es am besten, wenn du die ganze Zeit schläfst.    Aber ich kann sehen, dass du ein gutes Mädchen für Sophia warst, also werden wir heute Nachmittag noch etwas Zeit mit unserer Musik verbringen.    Ich hoffe, du wirst Schuberts Wiegenlied genießen, wenn du in den Schlaf gleitest.“



        In einem ihrer am wenigsten einschränkenden Nachthemden stand Sherri im Flur, ihre hochhackigen Pantoffelstiefel wurden von den Absatzschlössern fest an ihrem Platz gehalten.    Sie war sofort zu ihnen geeilt, als Demetri Johns baldige Rückkehr ankündigte.    John war viel später als erwartet nach Hause gekommen, und sie hatte nur ein paar angespannte Minuten Zeit, um mit ihm zu reden, bevor er Susan zu ihrer medizinischen Untersuchung bringen musste.    Probleme im Gericht, mit dem Richter und mit Gerichtsverfahren, die früher auf der Liste standen, hatten die Verhandlung über Johns Vormundschaft verzögert und schließlich auf Mittwoch verschoben.    Der Tag vor Gericht war eine sinnlose Zeitverschwendung gewesen und hatte Johns Nerven strapaziert.

        Als John und der FAC, der Susan enthielt, in der Tür standen, flog sie in Johns Arme, sobald Demetri ihre Fersenschlösser gelöst hatte.

        "John, Gott sei Dank bist du sicher zurück.    Wie geht es ihr?    Wird alles wieder gut?"    Alle Augen blickten auf den unschuldig aussehenden weißen Rumpf des FAC und fragten sich nach dem verletzten Mädchen darin.

        "Ich glaube schon,“ seufzte John, "zumindest sagen sie mir, dass es gut aussieht.    Sie heilt zufriedenstellend, aber, und darauf legten sie großen Wert, nur weil wir so streng darauf achteten, sie ruhig zu halten.    Sie haben sie in ein Plastikkorsett geschweißt.    Sie sagen, dass sie bis zum nächsten Besuch unmöglich wieder herauskommen kann,“ sagte John skeptisch, der sich nicht sicher war, ob diese Aussage stimmte, "aber wenigstens kann sie jetzt ein bisschen herumlaufen.    Außerdem haben sie ihr Schmerzmittel reduziert, so dass sie etwas von den Schmerzen spüren wird.    Hoffentlich wird sie dadurch etwas langsamer und nimmt ihre Heilung ernst."    Er begann, den FAC zu öffnen.    "Sie schläft immer noch, also müssen wir sie rausholen und ins Bett bringen.    Ist das Gästezimmer für sie bereit?"

        "Ja, aber für heute Abend habe ich Demetri gebeten, ein Bett neben meinem Bett für sie aufzustellen.    Ich werde sie in der ersten Nacht nach ihrer Narkose nicht allein lassen; ich möchte für sie da sein, wenn sie aufwacht."

        Mit Demetris Hilfe öffneten sie den FAC und sahen die bewusstlose, schlanke Gestalt von Susan, die auf dem Sitz festgeschnallt saß, diesmal fester, da das Innere der Box besser an das kleine Mädchen angepasst worden war.    Dennoch schien Susan, die einen medizinischen Kittel trug, aufrechter zu sitzen, als es die engen Gurte erforderten.    John löste die Gurte und hob Susans schlanken Körper vorsichtig auf den bereitstehenden Schönheitstisch.    Sherri untersuchte sie genauer und stellte fest, dass Susans Oberkörper von einem weißen Plastikbody umhüllt war, der sie von den Hüften bis fast zum Hals starr hielt.    Ihre jugendlichen Brüste waren vollständig von der Plastikhülle bedeckt, die bis unter die Achselhöhlen und um die Schultern reichte und diese viel weiter nach hinten zog, als es streng medizinisch notwendig gewesen wäre.    Der Rumpfteil wirkte wie ein Korsett und zog ihre ohnehin schon schlanke Taille auf einen winzigen Umfang, der sie absolut starr hielt und jede Bewegung ihres Oberkörpers verhinderte, obwohl er nicht mit Sherris Standardkorsetts mithalten konnte.    Der Plastikkörper bedeckte ihren Unterleib und bildete ein Keuschheits-Höschen mit den Sanitäranschlüssen, mit denen John jetzt vertraut war.



        Die Zwangsjacke, die Susan nach ihrer ersten medizinischen Behandlung getragen hatte, war in einem kleinen Fach unter dem Sitz verstaut worden.    John legte sie als Kissen unter Susans Kopf, bevor Demetri begann, den Schönheitstisch in Sherris Zimmer zu schieben.

                        John, dessen Status immer noch in der Schwebe war, sah ihnen nach, bevor er sich nach einer Minute ins Bett begab.



          "Hallo?    Jemand da?    Ich bin wieder da!    Ist es jetzt Nacht?    Wo sind denn alle?    Aua!"

        Sherri wachte mit einem Schreck auf, als sie Susans kleine und schüchterne Stimme hörte. "Hallo Susan, willkommen zurück!    Es ist alles in Ordnung.    Du warst bei den Ärzten, und es geht dir gut."

        "Hi Sher.    Ich dachte mir schon, dass du das bist.    Ich bin durstig.    Kann ich ein Glas Wasser haben?"


        "Gewiss, meine Liebe."    Sherri schaltete die kleine Nachttischlampe ein und griff nach der Wasserkaraffe und dem Glas, das sie dort aufbewahrte, und schenkte Susan ein Glas ein.    "Du kannst dich aufsetzen, Liebes, deine Arme sind jetzt frei."

        Susan, immer noch groggy von den Nachwirkungen der Narkose, zog sich mühsam in eine sitzende Position hoch und griff nach dem Glas.    Sherri half ihr, das Glas zu halten und achtete darauf, dass sie langsam trank.

        "Danke, Sherri, was ist passiert?    Ich fühle mich am ganzen Körper steif und... und es tut weh.    Ich habe mich viel besser gefühlt, bevor ich diese Pille genommen habe und eingeschlafen bin!"

        "Sie haben deine Schmerzmittel reduziert, deshalb spürst du jetzt deine Verletzungen mehr, damit du deine Heilung nicht auf die leichte Schulter nimmst.    Du heilst gut, also hast du ein bisschen mehr Freiheit.    Sie haben dich in einen Plastikbody gesteckt, um deinen Oberkörper ruhig zu halten, aber wenigstens kannst du jetzt aufstehen und ein bisschen herumlaufen.    Er hat auch ein spezielles Höschen, so wie du es in meinem Schönheitssack hattest, und du bist damit verbunden, also kannst du es benutzen, wenn du es brauchst."

        "Nicht jetzt, Sher. Ich danke dir.    Aber der Schmerz ist beängstigend.    Hast du noch meine Zwangsjacke?"

        "Ja, sie wurde mit dir zurückgeschickt, aber du brauchst sie nicht mehr zu tragen.    Der Plastikbody wird dich schon ruhig halten.    Du kannst ansonsten frei sein."

        Susan dachte einen Moment lang darüber nach.    "Sher, meinst du, du könntest mich für heute Nacht wieder einschnüren?    Bitte?    Nur für heute Nacht?    Ich habe Angst, und... und ich würde mich dann viel besser fühlen."

        "Natürlich, Susan, wenn es das ist, was du willst,“ sagte Sherri überrascht, "sie muss irgendwo unter deinem Bett sein.    Ah, hier.    Okay,“ Sherri fummelte an dem steifen Kleidungsstück aus Segeltuch und Leder herum und versuchte, es zu sortieren, "streck bitte deine Arme aus."    Sherri, die sich etwas seltsam fühlte, am applizierenden Ende eines solchen Kleidungsstück zu sein, half Susan, ihre Arme in die langen Ärmel zu stecken, und schloss dann das Kleidungsstück mit den Riemen im Rücken um sie.

        Aus einem Impuls heraus griff sie nach ihrem alten flauschigen Teddybär, der noch immer auf dem Regal neben ihrem Bett saß, und bot ihn Susan an.    "Hier, möchtest du Mr. Orso umarmen, bevor ich deine Arme festschnalle?    Er wird dich sicher trösten.    Selbst ich brauche manchmal seine Hilfe."

        "Danke Sher, das würde ich gerne.    Hallo Mr. Orso, lassen sie mich sie umarmen."    Susan schlang ihre Arme in den überlangen Ärmeln um den Teddy, und Sherri fädelte die Riemen an den Enden der Ärmel durch die Schlaufen, die am Mieder der Zwangsjacke angenäht waren, bevor sie die Schnalle hinter Susans Rücken so fest wie möglich zog.

        "Bequem, Liebes?"

        "Ja, Sher, danke.    Du musst die Schnürungen an meinen Ärmeln schließen."

        "Natürlich."    Sherri begann, die zusätzlichen Schnürungen an den Ärmeln der Jacke zu schließen, die Susan daran hindern sollten, sich herauszuwinden, und dann die zusätzlichen Schnürungen an den Seiten der Jacke, die ihr angesichts des festgeschnallten und in der Plastikkörperstütze gefangenen Mädchens allesamt übertrieben vorkamen.

        "Danke Sher, jetzt geht es mir gut,“    sagte Susan mit verlorener und nicht sehr zuversichtlicher Stimme.

        "Möchtest du mit mir in meinem Bett schlafen, nur für heute Nacht?"

        "Ohhh, bitte Sher, aber nur heute Nacht.    Denn ich bin ein großes Mädchen, weißt du."

        "Ich weiß, Liebes, nur heute Nacht.    Bitte komm rein."    Sherri hob ihre Bettdecke an, damit Susan hineinschlüpfen konnte, und nahm das geschmeidige Mädchen in die Arme.

        Mit einem zufriedenen Seufzer kuschelte sich Susan an sie und begann in Sekundenschnelle tief zu atmen.

       Wann werde ich endlich in Johns Arme gekuschelt sein? war Sherris letzter Gedanke, bevor auch sie einschlief.



        Das erste Licht der Herbstdämmerung drang durch die Vorhänge, als Sherri mit einem Schreck aufwachte und ihre Arme und das Bett neben ihr leer fühlte.

        Mr. Orso lag ordentlich zugedeckt unter der Decke des Gästebettes, die Schläuche für die Sanitäranschlüsse lagen wahllos über dem Kosmetiktisch, und die Zwangsjacke lag zerknüllt am Fußende des Bettes.

        "So viel zu der ausbruchsicheren Zwangsjacke,“ kicherte Sherri und fragte sich, wie das Mädchen aus dem einengenden Kleidungsstück herausgekommen war.

        Sie hörte das Wasser in ihrem Badezimmer laufen, erst die Dusche, dann das Waschbecken.

        Nach einer Weile erschien Susan, etwas wackelig auf den hochhackigen Plastikpantoffeln balancierend, die Sherri in der Duschkabine aufbewahrte.

        "Hallo Sher!    Ich hoffe, ich habe dich nicht geweckt, aber ich habe mich eklig und schmutzig gefühlt, also dachte ich, ich säubere mich mal.    Ich habe eine neue Zahnbürste gefunden, ich hoffe, das ist in Ordnung."

        "Natürlich, Liebes, aber wie hast du es geschafft, dich aus der Zwangsjacke zu befreien?"

         "Ohhh, na ja, es hat ein bisschen gedauert, es ist eine gute, und ich kann mich mit diesem Plastikding nicht so gut beugen, aber es ist nicht so schwer, wenn man die Zeit hat.    Soll ich es dir zeigen?"    fragte sie eifrig und eilte zur Jacke, hielt aber plötzlich inne, als sich ihre verletzte Seite bemerkbar machte.

        "Vielleicht später, danke.    Wie ich sehe, trägst du meine Duschpantoffeln?    Fühlst du dich darin wohl?"


        "Viel mehr als ohne sie.    Dieser Schildkrötenpanzer, in den sie mich gesteckt haben, ist wirklich nicht sehr bequem.    Er zieht meine Schultern so sehr nach hinten.    Ich habe versucht, herauszukommen, aber er hat keine Nähte oder Schlösser und ist ohne Werkzeuge einfach ein Bißchen zu eng, also habe ich stattdessen deine Schuhe benutzt.    Es ist nicht so schlimm, wenn ich sie trage.    Kann ich sie mir für eine Weile ausleihen?"

        "Ja, Liebes, so lange du willst.    Ich werde auch welche in deiner Größe anfertigen lassen."

        GeMa, das trägt überall ganz deine Handschrift, dachte Sherri, du bist wirklich ein Miststück, aber auch ein schlauer Fuchs.



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